Third Ordinance amending the Packaging Waste Ordinance
颁布于 2002-05-24 · 文本截至 2026-10-01
以研究形式发布的公开法律与官方指引,不构成法律、税务或金融建议。
研究内容本身以英文撰写。标题和标签已翻译,调查结果和引文未翻译。
关于这部法律
- 原标题
- Dritte Verordnung zur Änderung der Verpackungsverordnung.
- 语言
- German
- 类型
- 条例
- 组织
- European Union
- 国家
- 德国
- 主题
- Waste and hazardous substances
- 关键词
- waste disposal, packaging/labelling, waste management
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 29, ausgegeben zu Bonn am 27. Mai 2005 1407 Auf Grund des § 6 Abs. 1 und des § 24 Abs. 1 Nr. 2, jeweils in Verbindung mit § 59 des Kreislaufwirtschafts und Abfallgesetzes vom 27. September 1994 (BGBl. I S. 2705), verordnet die Bundesregierung nach Anhörung der beteiligten Kreise unter Wahrung der Rechte des Bundestages: Artikel 1 Die Verpackungsverordnung vom 21. August 1998 (BGBl. I S. 2379), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 15. Mai 2002 (BGBl. I S. 1572), wird wie folgt geän dert: 1. § 1 wird wie folgt geändert: a) Nach Satz 3 werden folgende Sätze 4 bis 7 ange fügt: „Der Anteil der in Mehrweggetränkeverpackungen sowie in ökologisch vorteilhaften Einweggetränke verpackungen abgefüllten Getränke soll durch diese Verordnung gestärkt werden mit dem Ziel, einen Anteil von mindestens 80 vom Hundert zu erreichen. Die Bundesregierung führt die notwen digen Erhebungen über die entsprechenden Antei le durch und gibt die Ergebnisse jährlich im Bun desanzeiger bekannt. Die Bundesregierung prüft die abfallwirtschaftlichen Auswirkungen der Rege lungen der §§ 8 und 9 spätestens bis zum 1. Januar 2010. Die Bundesregierung berichtet über das Er gebnis ihrer Prüfung gegenüber dem Bundestag und dem Bundesrat.“ b) Der bisherige Satz 4 entfällt. 2. § 3 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 3 wird nach Satz 1 folgender Satz 2 angefügt: „Einwegverpackungen im Sinne dieser Verordnung sind Verpackungen, die keine Mehrwegverpa ckungen sind.“ b) Nach Absatz 3 wird folgender Absatz 4 eingefügt: „(4) Ökologisch vorteilhafte Einweggetränke verpackungen im Sinne dieser Verordnung sind: – Getränkekartonverpackungen (Blockpackung, Giebelpackung), – Getränke-Polyethylen-Schlauchbeutel-Verpa ckungen, – Folien-Standbodenbeutel.“ c) Die bisherigen Absätze 4 bis 11 werden Absätze 5 bis 12. Dritte Verordnung zur Änderung der Verpackungsverordnung*) Vom 24. Mai 2005 *) Mit dieser Verordnung wird die Richtlinie 94/62/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 1994 über Verpackun gen und Verpackungsabfälle (ABl. EG Nr. L 365 S. 10), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2004/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über Verpackungen und Ver packungsabfälle (ABl. EU Nr. L 47 S. 26), umgesetzt. Die Verpflichtun gen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. EG Nr. L 204 S. 37), geändert durch die Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998 (ABl. EG Nr. L 217 S. 18), sind beach tet worden. 1408 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 29, ausgegeben zu Bonn am 27. Mai 2005 3. § 8 wird wie folgt gefasst: „§ 8 Pfanderhebungs- und Rücknahme pflicht für Einweggetränkeverpackungen (1) Vertreiber, die Getränke in Einweggetränkever packungen mit einem Füllvolumen von 0,1 Liter bis 3 Liter in Verkehr bringen, sind verpflichtet, von ihrem Abnehmer ein Pfand in Höhe von mindestens 0,25 Euro einschließlich Umsatzsteuer je Verpackung zu erheben. Satz 1 gilt nicht für Verpackungen, die nicht im Geltungsbereich der Verordnung an Endver braucher abgegeben werden. Das Pfand ist von jedem weiteren Vertreiber auf allen Handelsstufen bis zur Abgabe an den Endverbraucher zu erheben. Das Pfand ist jeweils bei Rücknahme der Verpackungen nach § 6 Abs. 1 Satz 1 und 6 sowie § 6 Abs. 2 Satz 1 zu erstatten. Ohne eine Rücknahme der Verpackungen darf das Pfand nicht erstattet werden. Beim Verkauf aus Automaten hat der Vertreiber die Rücknahme und Pfanderstattung durch geeignete Rückgabemöglich keiten in zumutbarer Entfernung zu den Verkaufsauto maten zu gewährleisten. Bei Verpackungen, die nach Satz 1 der Pfandpflicht unterliegen, gilt an Stelle des § 6 Abs. 1 Satz 4, dass sich die Rücknahmepflicht nach § 6 Abs. 1 Satz 1 auf Verpackungen der jeweiligen Materialarten Glas, Metalle, Papier/Pappe/Karton oder Kunststoffe einschließlich sämtlicher Verbund verpackungen mit diesen Hauptmaterialien beschränkt, die der Vertreiber in Verkehr bringt. § 6 Abs. 1 Satz 9 und 10 gelten nicht für die in Satz 1 genannten Verpackungen. Im Rahmen der Verwer tung nach Anhang I Nr. 1 Abs. 5 Satz 1 sind die zurückgenommenen Verpackungen vorrangig einer stofflichen Verwertung zuzuführen. (2) Absatz 1 findet nur Anwendung auf nicht ökolo gisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen im Sinne von § 3 Abs. 4, die folgende Getränke enthalten: 1. Bier (einschließlich alkoholfreies Bier) und Bier mischgetränke, 2. Mineral-, Quell-, Tafel- und Heilwässer, 3. Erfrischungsgetränke mit oder ohne Kohlensäure (insbesondere Limonaden einschließlich Cola Getränke, Brausen, Bittergetränke und Eistee). Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Gemüsesäfte, Ge müsenektare, Getränke mit einem Mindestanteil von 50 vom Hundert an Milch oder an Erzeugnis sen, die aus Milch gewonnen werden, diätetische Getränke im Sinne des § 1 Abs. 1 der Diätverord nung, ausgenommen solche für intensive Muskel anstrengungen, vor allem für Sportler, im Sinne von Anlage 8 Nr. 7 dieser Verordnung, und Mischungen dieser Getränke sind keine Erfrischungsgetränke im Sinne von Satz 1, 4. alkoholhaltige Mischgetränke, – die hergestellt wurden unter Verwendung von – Erzeugnissen, die nach § 130 Abs. 1 des Gesetzes über das Branntweinmonopol der Branntweinsteuer unterliegen, oder – von Fermentationsalkohol aus Bier, Wein oder weinähnlichen Erzeugnissen, auch in weiter – verarbeiteter Form, der einer technischen Behandlung unterzogen wurde, die nicht mehr der guten Herstellungspraxis entspricht, und einen Alkoholgehalt von weniger als 15 Vol.% aufweisen, oder – die einen Anteil an Wein oder weinähnlichen Erzeugnissen, auch in weiterverarbeiteter Form, von unter 50 vom Hundert enthalten. In allen anderen Fällen findet Absatz 1 keine Anwen dung, soweit sich Hersteller und Vertreiber an einem System nach § 6 Abs. 3 beteiligen. § 6 Abs. 4 gilt ent sprechend.“ 4. § 9 wird wie folgt gefasst: „§ 9 Pfanderhebungspflicht für Verpackungen von Wasch- und Reinigungsmitteln und von Dispersionsfarben (1) § 8 Abs. 1 gilt entsprechend für an private End verbraucher abgegebene Verpackungen 1. für Wasch- und Reinigungsmittel im Sinne von § 2 Abs. 1 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes, 2. für Dispersionsfarben mit einer Füllmasse ab zwei Kilogramm. In diesem Fall beträgt das Pfand ein Euro einschließlich Umsatzsteuer. (2) Absatz 1 findet keine Anwendung für Ver packungen, für die sich der Hersteller oder Vertreiber an einem System nach § 6 Abs. 3 beteiligt. § 6 Abs. 4 gilt entsprechend.“ 5. § 10 wird wie folgt gefasst: „§ 10 Beschränkung der Pfanderstattungspflichten Vertreiber, die Verpackungen in Verkehr bringen, die nach § 8 Abs. 1 oder § 9 Abs. 1 einer Pfandpflicht unterliegen, können die Pfanderstattung für solche Verpackungen verweigern, die nach § 8 Abs. 2 oder § 9 Abs. 2 in Verbindung mit § 6 Abs. 3 von der Pfand pflicht befreit sind.“ 6. § 15 wird wie folgt geändert: a) Nummer 17 wird durch folgende neue Nummern 17 und 18 ersetzt: „17. entgegen § 8 Abs. 1 Satz 1, 3 oder 4, jeweils auch in Verbindung mit § 9 Abs. 1, ein Pfand nicht erhebt oder nicht erstattet, 18. entgegen § 8 Abs. 1 Satz 5 ein Pfand ohne Rücknahme der Verpackung erstattet,“. b) Die bisherigen Nummern 18 und 19 werden die neuen Nummern 19 und 20. 7. § 16 Abs. 2 wird wie folgt gefasst: „(2) § 6 findet für Kunststoffverpackungen, die aus biologisch abbaubaren Werkstoffen hergestellt sind Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 29, ausgegeben zu Bonn am 27. Mai 2005 1409 und deren sämtliche Bestandteile gemäß einer her stellerunabhängigen Zertifizierung nach anerkannten Prüfnormen kompostierbar sind, bis zum 31. Dezem ber 2012 keine Anwendung. Die Hersteller und Vertrei ber haben sicherzustellen, dass ein möglichst hoher Anteil der Verpackungen einer Verwertung zugeführt wird.“ 8. Anhang I Nr. 1 Abs. 2 Satz 8 wird gestrichen. Artikel 2 Inkrafttreten Artikel 1 Nr. 3 § 8 Abs. 1 Satz 7, Artikel 1 Nr. 3 § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, soweit er sich auf Erfrischungsgetränke ohne Kohlensäure bezieht, und Artikel 1 Nr. 3 § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 treten am ersten Tag des zwölften auf die Verkün dung folgenden Monats in Kraft. Im Übrigen tritt diese Verordnung am Tag nach der Verkündung in Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Berlin, den 24. Mai 2005 D e r B u n d e s k a n z l e r G e r h a r d S c h r ö d e r D e r B u n d e s m i n i s t e r f ü r U m w e l t , N a t u r s c h u t z u n d R e a k t o r s i c h e r h e i t J ü rg e n Tr i t t i n