Fertilizers Ordinance
颁布于 2003-11-26 · 文本截至 2026-10-01
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关于这部法律
- 原标题
- Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (Düngemittelverordnung – DüMV).
- 语言
- German
- 类型
- 条例
- 组织
- European Union
- 国家
- 德国
- 主题
- Cultivated plants
- 关键词
- fertilizers/nutrients, packaging/labelling, access-to-information, offences/penalties, plant production
- 类别
- agriculture
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2373 Es verordnen – auf Grund des § 2 Abs. 2, der §§ 3 und 4 Abs. 1 und des § 5 Abs. 1 des Düngemittelgesetzes vom 15. Novem ber 1977 (BGBl. I S. 2134), von denen § 2 Abs. 2 und § 4 Abs. 1 durch Artikel 4 des Gesetzes vom 27. Sep tember 1994 (BGBl. I S. 2705) und § 3 und § 5 Abs. 1 durch Artikel 2 § 39 des Gesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) zuletzt geändert worden sind, das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sowie – auf Grund des § 8 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes vom 27. Sep tember 1994 (BGBl. I S. 2705), der durch Artikel 57 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Einver nehmen mit dem Bundesministerium für Verbraucher schutz, Ernährung und Landwirtschaft: I n h a l t s v e r z e i c h n i s Begriffsbestimmungen § 1 Zulassung von Düngemitteltypen § 2 Anforderungen an die Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel § 3 Kennzeichnung von Düngemitteln außer Wirtschaftsdüngern § 4 Kennzeichnung von Wirtschaftsdüngern, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln § 5 Art der Kennzeichnung § 6 Toleranzen § 7 Verpackung § 8 Ordnungswidrigkeiten § 9 Übergangsvorschriften § 10 Änderung abfallrechtlicher Vorschriften § 11 Inkrafttreten § 12 Anlage 1 Definition von Düngemitteltypen Vorbemerkung für alle Düngemitteltypen Abschnitt 1 M i n e r a l i s c h e E i n n ä h r s t o f f d ü n g e r ( a u c h m i t w e i t e r e n M i n d e s t g e h a l t e n f ü r S e k u n d ä r n ä h r s t o f f e ) 1.1 Vorgaben für Stickstoffdünger, die zusätz lich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dürfen 1.2 Vorgaben für Stickstoffdünger, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeich net sein dürfen 1.3 Vorgaben für Phosphatdünger, die zusätz lich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dürfen 1.4 Vorgaben für Phosphatdünger, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeich net sein dürfen 1.5 Vorgaben für Kalidünger, die zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dürfen 1.6 Vorgaben für Kalidünger, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dür fen 1.7 Kalkdünger 1.8 Vorgaben für Sekundärnährstoffdünger, die zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeich net sein dürfen 1.9 Vorgaben für Sekundärnährstoffdünger, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL be zeichnet sein dürfen Abschnitt 2 M i n e r a l i s c h e M e h r n ä h r s t o f f d ü n g e r Vorbemerkungen 2.1 Vorgaben für mineralische Mehrnährstoff dünger, die zusätzlich als EG-DÜNGEMIT TEL bezeichnet sein dürfen 2.2 Vorgaben für mineralische Mehrnährstoff dünger, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGE MITTEL bezeichnet sein dürfen Abschnitt 3 O r g a n i s c h e u n d o r g a n i s c h - m i n e r a l i s c h e D ü n g e m i t t e l Vorbemerkungen 3. Vorgaben für organische und organisch mineralische Düngemittel Abschnitt 4 D ü n g e m i t t e l m i t S p u r e n n ä h r s t o f f e n Vorbemerkungen 4.1 Zugabe von Spurennährstoffen zu minerali schen Ein- und Mehrnährstoffdüngern 4.1.1 Vorgaben für die Zugabe von Spurennähr stoffen zu mineralischen Ein- und Mehrnähr Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (Düngemittelverordnung – DüMV)1)2) Vom 26. November 2003 1) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 76/116/EWG des Rates vom 18. Dezember 1975 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Düngemittel (ABl. EG 1976 Nr. L 24 S. 21), zuletzt geändert durch die Richtlinie 98/3/EG der Kommission vom 15. Januar 1998 zur Anpassung der Richtlinie 76/116/EWG des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften für Düngemittel an den tech nischen Fortschritt (ABl. EG Nr. L 18 S. 25). 2) Die Verpflichtungen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informations verfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften (ABl. EG Nr. L 204 S. 37), geändert durch die Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998 (ABl. EG Nr. L 217 S. 18), sind beachtet worden. 2374 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 stoffdüngern, die zusätzlich als EG-DÜNGE MITTEL bezeichnet sein dürfen 4.1.2 Vorgaben für die Zugabe von Spurennähr stoffen zu Düngemitteln, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dür fen 4.2 Düngemittel, die als typenbestimmende Bestandteile nur Spurennährstoffe enthalten 4.2.1 Vorgaben für Düngemittel, die als typenbe stimmenden Bestandteil nur einen Spu rennährstoff enthalten und zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dürfen Bordünger Kobaltdünger Kupferdünger Eisendünger Mangandünger Molybdändünger Zinkdünger 4.2.2 Vorgaben für Düngemittel, die als typenbe stimmenden Bestandteil nur einen Spu rennährstoff enthalten und nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dür fen 4.2.3 Vorgaben für Spurennährstoff-Mischdün ger, die zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dürfen 4.2.4 Vorgaben für Spurennährstoff-Mischdün ger, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMIT TEL bezeichnet sein dürfen Abschnitt 5 V o r g a b e n f ü r D ü n g e m i t t e l m i t e m p f o h l e n e r b e s o n d e r e r Z w e c k b e s t i m m u n g 5. Vorgaben für Düngemittel mit empfohlener besonderer Zweckbestimmung Anlage 2 Tabellen Tabelle 1 Grenzwerte für bestimmte Elemente in Düngemit teln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflan zenhilfsmitteln Tabelle 2 Nitrifikationshemmstoffe Tabelle 3 Stickstoffformen für mineralische Mehrnährstoff dünger des Abschnittes 2 der Anlage 1 Tabelle 4 Phosphatlöslichkeiten Tabelle 5 Siebdurchgänge Tabelle 6 Gehaltsangaben und weitere Erfordernisse für den Phosphatbestandteil in mineralischen Mehrnähr stoffdüngern, die als EG-Düngemittel bezeichnet sind Tabelle 7 Gehaltsangaben und weitere Erfordernisse für den Phosphatbestandteil in mineralischen Mehrnähr stoffdüngern, die nicht als EG-Düngemittel bezeich net sein dürfen Tabelle 8 Ausgangsstoffe für den Düngemitteltyp „Ammoni umsulfat-Lösung [...]“ Tabelle 9 Ausgangsstoffe für den Düngemitteltyp „Kaliumdün ger [...]“ Tabelle 10 Ausgangsstoffe für den Düngemitteltyp „Kalkdünger [...]“ sowie für Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel Tabelle 11 Ausgangsstoffe für die Aufbereitung von Düngemit teln des Abschnittes 3 der Anlage 1 sowie für Boden hilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel Tabelle 12 Ausgangsstoffe zur Zugabe zu Düngemitteln des Abschnittes 3 der Anlage 1 sowie für Bodenhilfsstof fe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel Tabelle 13 Komplexbildner für Düngemittel mit Spurennährstof fen Chelatbildner Sonstige Komplexbildner Anlage 3 Kennzeichnung von Düngemitteln außer Wirt schaftsdüngern 1. Vorgeschriebene Angaben 2. Zulässige Angaben Anlage 4 Kennzeichnung von Wirtschaftsdüngern, Boden hilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmit teln 1. Allgemeine Angaben 2. Besondere Angaben für 2.1. Wirtschaftsdünger 2.2. Bodenhilfsstoffe 2.3. Kultursubstrate 2.4. Pflanzenhilfsmittel § 1 Begriffsbestimmungen Im Sinne dieser Verordnung sind 1. Granulat: ein durch physikalische oder chemische Behandlung aus festen oder flüssigen Primärpartikeln technisch hergestelltes Aggregat; 2. Trockenmasse (TM): die mit Trocknungsverfahren bis auf Gewichtskonstanz getrocknete Masse; 3. Siebdurchgang: der Feinheitsgrad, der zu einem Durchgang durch ein Prüfsiebgewebe mit der ange gebenen lichten Maschenweite führt; die dabei ange gebenen Prozentsätze sind, soweit nicht ausdrücklich anders bestimmt, Mindestsätze; 4. Hinweise zur sachgerechten Anwendung: Angaben zum Anwendungszeitpunkt, zur Aufwandmenge, zu notwendigen Anwendungsbeschränkungen und zur Anwendungstechnik; 5. Hinweise zur sachgerechten Lagerung: Angaben zur zweckmäßigen Art der Lagerung, zur möglichen Ent mischung bei Stoffumschlag und Lagerung, zur Tem peratur, zur Feuchtigkeit und zur Verhütung von Unfällen einschließlich einer Gewässergefährdung; 6. Aufbereitungshilfsmittel: Mittel zur Fällung, Konditio nierung, Hygienisierung, Granulierung oder Staubbin dung sowie Trägersubstanzen, Hüllsubstanzen, For mulierungshilfsstoffe, Farbstoffe; 7. Angaben über Gehalte oder Angaben über Gehaltsan teile: auf die Frischmasse (Stoff) bezogene Angaben, soweit keine anderen Bezugsgrößen genannt sind; 8. Angaben in Prozent: auf die Masse (Masseprozent) bezogene Angaben, soweit keine anderen Bezugs größen genannt sind; 9. Angaben für Nährstoffgehalte: als Gesamtnährstoff gehalt ausgedrückte Angaben, soweit keine anderen Bezugsgrößen genannt sind; 10. flüssige Düngemittel: Düngemittel mit einem Trocken massegehalt bis zu 15 Prozent, es sei denn, durch eine wissenschaftlich anerkannte Methode wird der Aggregatzustand „flüssig“ festgestellt; Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2375 11. spezifiziertes Risikomaterial: Stoffe im Sinne des An hangs XI Kapitel A Nr.1 der Verordnung (EG) Nr. 999/ 2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 mit Vorschriften zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien (ABl. EG Nr. L 147 S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 1494/ 2002 der Kommission vom 21. August 2002 (ABl. EG Nr. L 225 S. 3) geändert worden ist, in der jeweils gel tenden Fassung. § 2 Zulassung von Düngemitteltypen Die in Anlage 1 festgelegten Düngemitteltypen werden mit der Maßgabe zugelassen, dass 1. die Düngemittel hinsichtlich ihrer nicht typenbestim menden Bestandteile bei sachgerechter Anwendung die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen nicht schädi gen und den Naturhaushalt nicht gefährden, 2. im Falle von Düngemitteln, die nicht als EG-DÜNGE MITTEL bezeichnet sind, a) zu ihrer Herstellung nur solche Stoffe verwendet werden, aa) die auch bei wiederholter Anwendung für die Fruchtbarkeit des Bodens und die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen und für den Naturhaushalt unbedenklich sind, bb) die einen pflanzenbaulichen, produktions- oder anwendungstechnischen Nutzen haben oder die dem Bodenschutz sowie der Erhaltung und Förderung der Fruchtbarkeit des Bodens die nen, b) zu ihrer Herstellung aa) keine anderen organischen Ausgangsstoffe verwendet werden als die in Anlage 2 Tabellen 11 und 12 oder die bei einzelnen Düngemittel typen genannten, bb) keine anderen mineralischen Produktionsrück stände verwendet werden als die in Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 oder die bei einzelnen Dünge mitteltypen genannten, cc) die Summe der zugegebenen Stoffe nach An lage 2 Tabelle 12 im Produkt nicht überwiegt, c) sie und ihre Ausgangsstoffe nach Anlage 2 Tabel len 8 bis 12 die Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1 Spalte 3 nicht überschreiten; davon ausgenommen sind Klärschlämme und Bioabfälle, 3. bei Verwendung von Klärschlämmen als Ausgangs stoffe diese die Anforderungen der Klärschlammver ordnung an die stoffliche Zusammensetzung und Behandlung erfüllen und bei Verwendung von Bio abfällen als Ausgangsstoffe diese die Anforderungen der Bioabfallverordnung an die stoffliche Zusammen setzung und Behandlung erfüllen, 4. die in Anlage 2 Tabelle 11 oder 12 oder auch die bei einzelnen Düngemitteltypen genannten tierischen Aus gangsstoffe nur unter den dort genannten Maßgaben verwendet werden, 5. keine Polyacrylamide oder Mineralöle als Aufberei tungshilfsmittel verwendet werden und durch die Ver wendung anderer Aufbereitungshilfsmittel keine Erhöhung von Schadstoffgehalten erfolgt, 6. keine toxikologisch oder pharmakologisch wirksamen Substanzen in Konzentrationen enthalten sind, die die Gesundheit von Menschen oder Haustieren bei sach gerechter Anwendung gefährden. § 3 Anforderungen an Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel (1) Stoffe nach § 1 Nr. 2 und 3 bis 5 des Düngemittel gesetzes dürfen gewerbsmäßig nur in Verkehr gebracht werden, wenn 1. sie bei sachgerechter Anwendung die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen, Haustie ren und Nutzpflanzen nicht schädigen und den Natur haushalt nicht gefährden, 2. zur Herstellung nur solche Stoffe verwendet werden, a) die auch bei wiederholter Anwendung für die Fruchtbarkeit des Bodens und die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen und für den Naturhaushalt unbedenklich sind, b) die einen pflanzenbaulichen, produktions- oder anwendungstechnischen Nutzen haben oder die dem Bodenschutz sowie der Erhaltung und Förde rung der Fruchtbarkeit des Bodens dienen, 3. zur Herstellung a) keine anderen organischen Ausgangsstoffe ver wendet werden als die in Anlage 2 Tabellen 11 und 12 genannten, b) keine anderen mineralischen Produktionsrückstän de verwendet werden als die in Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 genannten, c) die Summe der zugegebenen Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 12 im Produkt nicht überwiegt, 4. sie und ihre Ausgangsstoffe nach Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 die Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1 Spalte 3 einhalten; davon ausgenommen sind Klärschlämme und Bioabfälle, 5. bei Verwendung von Klärschlämmen als Ausgangs stoffe diese die Anforderungen der Klärschlammver ordnung an die stoffliche Zusammensetzung und Behandlung und bei Verwendung von Bioabfällen als Ausgangsstoffe diese die Anforderungen der Bioabfall verordnung an die stoffliche Zusammensetzung und Behandlung erfüllen, 6. die in Anlage 2 Tabelle 11 oder 12 genannten tierischen Ausgangsstoffe nur unter den dort genannten Maßga ben verwendet werden, 7. in Bodenhilfsstoffen, ausgenommen solche, die dazu bestimmt sind, in geringen Mengen zur Aufbereitung organischen Materials eingesetzt zu werden, oder in Pflanzenhilfsmitteln keine tierischen Stoffe nach Anla ge 2 Tabelle 11 Abschnitt b enthalten sind und in Kul tursubstraten die Verwendung tierischer Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 11 Abschnitt b nur als Zugabe und zum Zweck der Nährstoffanreicherung erfolgt, 2376 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 8. keine Polyacrylamide oder Mineralöle als Aufberei tungshilfsmittel verwendet werden und durch die Ver wendung anderer Aufbereitungshilfsmittel keine Erhöhung von Schadstoffgehalten erfolgt, 9. keine toxikologisch oder pharmakologisch wirksamen Substanzen in Konzentrationen enthalten sind, die die Gesundheit von Menschen oder Haustieren bei sach gerechter Anwendung schädigen. (2) Stoffe, die in der Trockenmasse einen Nährstoffge halt von mehr als 1. 1,5 Prozent Stickstoff (N) mit einem in Calciumchlorid lösung löslichen Anteil von über 10 Prozent, 2. 0,5 Prozent Phosphat (P2O5) , 3. 0,75 Prozent Kaliumoxid (K2O), 4. 0,3 Prozent Schwefel (S) oder 5. 10 Prozent basisch wirksame Bestandteile, bewertet als CaO, enthalten oder deren Anwendungsempfehlungen zu einer Aufbringung von mehr als 50 kg N, 30 kg P2O5, 50 kg K2O oder 15 kg S je ha führen würden, dürfen nicht als Boden hilfsstoffe oder Pflanzenhilfsmittel gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden. Satz 1 gilt nicht für 1. Gesteinsmehle, mit Ausnahme von Kalkstein, Kreide, Dolomit, Magnesit oder Phonolith, 2. Stoffe, die im Rahmen einer aeroben oder anaeroben Behandlung in geringen Mengen ausschließlich zur Aufbereitung organischen Materials zugegeben wer den. Werden Kultursubstraten Stoffe zum Zwecke der Nähr stoffanreicherung zugegeben, so müssen die zugegebe nen Stoffe einem nach Anlage 1 zugelassenen Düngemit teltyp entsprechen. § 4 Kennzeichnung von Düngemitteln außer Wirtschaftsdüngern (1) Düngemittel dürfen gewerbsmäßig nur in den Ver kehr gebracht werden, wenn sie nach Maßgabe der Ab sätze 2 bis 6 und des § 6 Abs. 1 bis 3 gekennzeichnet sind. Entspricht ein Düngemittel einem Düngemitteltyp mit mehreren typenbestimmenden Bestandteilen, darf es nicht unter Bezugnahme auf einen anderen Düngmitteltyp, der nicht alle diese typenbestimmenden Bestandteile beschreibt, gekennzeichnet werden. (2) Düngemittel nach Absatz 1 müssen mit den in Anla ge 3 Nr. 1 aufgeführten Angaben gekennzeichnet sein. Sie dürfen zusätzlich mit den in Anlage 3 Nr. 2 aufgeführten Angaben versehen sein. (3) Düngemittel nach Absatz 1 dürfen nur dann zusätz lich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein, wenn dies nach Anlage 1 zulässig ist und andere als die in Anlage 3 Nr. 1 und 2.1 bis 2.4 aufgeführten Angaben nicht verwen det werden. (4) Zulässige Angaben nach Anlage 3 Nr. 2 dürfen nicht in Widerspruch zu vorgeschriebenen Angaben nach Anla ge 3 Nr. 1 stehen. Handelsübliche Warenbezeichnungen dürfen der Typenbezeichnung hinzugefügt sein; sie dürfen deren Aussagekraft nicht beeinträchtigen. Nährstoffe müssen in Worten und in chemischen Symbolen angege ben sein. Dabei müssen die nachstehenden chemischen Symbole und Formeln verwendet sein: Stickstoff N Natrium Na Phosphat P2O5 Schwefel S Kaliumoxid K2O Bor B Calcium Ca Eisen Fe Calciumoxid CaO Kobalt Co Calciumcarbonat CaCO3 Kupfer Cu Magnesium Mg Mangan Mn Magnesiumoxid MgO Molybdän Mo Magnesiumcarbonat MgCO3 Zink Zn. Zur vorgeschriebenen Oxid- und Carbonatform der Pflan zennährstoffe Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesi um kann zusätzlich auch deren Elementform angegeben sein. Dabei müssen die Gehalte wie folgt umgerechnet sein: P2O5 x 0,436 = P (Phosphor) CaCO3 x 0,4 = Ca K2O x 0,83 = K (Kalium) MgO x 0,6 = Mg CaO x 0,715 = Ca MgCO3 x 0,288 = Mg. (5) Werden Düngemittel zu den in § 2 Abs. 3 Nr. 1 oder 2 des Düngemittelgesetzes genannten Zwecken in den Verkehr gebracht, so genügt es zur Kennzeichnung, wenn die vorgesehene Zweckbestimmung eindeutig er sichtlich ist und bei Düngemitteln nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 des Düngemittelgesetzes außerdem der Name oder die Firma und die Anschrift des Herstellers sowie des für das In verkehrbringen im Inland Verantwortlichen, soweit dieser nicht selbst der Hersteller ist, und die das Düngemittel bestimmenden Bestandteile nach der jeweiligen Typenbe schreibung der Anlage 1 Spalten 2 und 3 angegeben sind. Weitere Angaben sind zulässig. § 5 Kennzeichnung von Wirtschaftsdüngern, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (1) Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel dürfen gewerbsmäßig nur in den Verkehr gebracht werden, wenn 1. sie mit den in Anlage 4 aufgeführten Angaben nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 bis 3 gekennzeichnet sind, 2. alle weiteren Angaben von den in Anlage 4 aufgeführ ten deutlich abgesetzt sind und 3. Pflanzenhilfsmittel so gekennzeichnet sind, dass sie nicht mit Pflanzenstärkungsmitteln nach § 2 Nr. 10 des Pflanzenschutzgesetzes verwechselt werden können. (2) Die Kennzeichnung nach Absatz 1 ist nicht erforder lich im Falle der Abgabe von Wirtschaftsdüngern durch einen landwirtschaftlichen Betrieb an landwirtschaftliche Betriebe in unmittelbarer Nähe, wenn sie zum eigenen Verbrauch abgegeben werden. Eine Kennzeichnung ist ferner nicht erforderlich bei der Abgabe an Dritte zum eigenen Verbrauch, wenn die abgegebene Menge eine Tonne pro Jahr nicht überschreitet. § 6 Art der Kennzeichnung (1) Die Angaben zur Kennzeichnung nach § 4 Abs. 2 bis 5 und § 5 müssen in deutscher Sprache abgefasst und deutlich lesbar sein; andere Sprachen dürfen zusätzlich verwendet sein. Angaben nach Anlage 3 Nr. 2.3 bis 2.6 sowie Kennzeichnungsangaben für andere Länder oder in anderen Sprachen müssen von Angaben nach Anlage 3 Nr. 1, 2.1 und 2.2 deutlich abgesetzt sein. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2377 (2) Beim Inverkehrbringen in geschlossenen Packun gen oder geschlossenen Behältnissen müssen die Anga ben gut sichtbar auf der Verpackung oder dem Behältnis selbst, auf einem mit der Packung oder dem Behältnis fest verbundenen Aufkleber oder auf einem Anhänger ange bracht sein. In anderen Fällen müssen die Angaben auf einer Rechnung, einem Lieferschein oder einem Waren begleitpapier gemacht sein, von denen mindestens ein Stück der jeweiligen Partie beigefügt ist. (3) Beim Inverkehrbringen in Behältnissen mit mehr als 100 Kilogramm Inhalt genügt eine Kennzeichnung nach Absatz 2 Satz 2. (4) Beim Hersteller unverpackt gelagerte Ware muss gekennzeichnet sein, sofern sie als Stoff nach § 1 Nr. 1 bis 5 des Düngemittelgesetzes zur Abgabe bestimmt ist. (5) Werden Düngemittel, die einem zugelassenen Dün gemitteltyp entsprechen, schriftlich angeboten, so genügt es, wenn in dem Angebot die Angabe der Typen bezeichnung nach Anlage 3 Nr. 1.1 – bei mineralischen Mehrnährstoffdüngern in Verbindung damit auch die dort vorgeschriebenen Angaben der Höhe der Gehalte – sowie die Angaben nach Anlage 3 Nr. 1.7 gemacht sind. Im Falle der Verwendung von Stoffen nach Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 ist zusätzlich deren Angabe unter Verwendung der dort in Spalte 1 getroffenen Bezeichnungen einschließlich gegebenenfalls vorgegebener Ergänzungen der Kenn zeichnung nach Spalte 2 erforderlich. (6) Werden Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kul tursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel schriftlich angebo ten, so genügt es, wenn die in Anlage 4 Nr. 1.1 und 1.3 aufgeführten Angaben sowie die in Anlage 4 Nr. 1.2 aufge führten Angaben, jedoch ohne Angaben über Stoffe nach Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 Spalte 2 und ohne Hinweise zur sachgerechte Anwendung, gemacht sind. (7) Bei nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichneten Dün gemitteln und bei Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, die zum Zwecke der Abgabe an andere eingeführt werden und nicht nach den Vorschriften dieser Verordnung gekennzeichnet sind, genügt es, wenn sie unverzüglich nach der Einfuhr, jedoch in jedem Falle vor der Abgabe nach Maßgabe dieser Verordnung gekennzeichnet werden. Bei als EG-DÜNGEMITTEL bezeichneten Düngemitteln, deren Kennzeichnung nicht in deutscher Sprache abgefasst ist, gilt Satz 1 entspre chend für die Kennzeichnung in deutscher Sprache. § 7 Toleranzen (1) Bei Düngemitteln, die einem zugelassenen Dünge mitteltyp entsprechen, werden für Abweichungen der angegebenen Gehalte an typenbestimmenden Bestand teilen, Nährstoffformen und Nährstofflöslichkeiten sowie an Nebenbestandteilen von den bei der amtlichen Über wachung festgestellten Gehalten die in Anlage 1 genann ten Toleranzen festgesetzt. Sind für typenbestimmende Bestandteile, Nährstoffformen oder Nährstofflöslichkeiten keine Höchstgehalte festgesetzt, so dürfen bei Dünge mitteln der Anlage 1 Abschnitte 1, 2, 4 oder 5 die an gegebenen Gehalte über die festgesetzten Toleranzen hinaus überschritten werden, wenn keine Stoffe nach Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 verwendet sind. (2) Für Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursub strate oder Pflanzenhilfsmittel werden für die nach § 5 in Verbindung mit Anlage 4 anzugebenden Gehalte folgende Toleranzen, bezogen auf die bei der amtlichen Überwa chung festgestellten Werte, festgesetzt: Die Toleranzen gelten nicht für festgesetzte oder in der Kennzeichnung angegebene Mindest- oder Höchstgehalte. § 8 Verpackung Düngemittel, die einem zugelassenen Düngemitteltyp ent sprechen, dürfen in den Fällen, in denen es in Anlage 1 Spal te 6 oder für einzelne Ausgangsstoffe nach den Tabellen der Anlage 2 vorgeschrieben ist, nur verpackt oder in Packun gen oder Behältnissen der dort bezeichneten Art gewerbs mäßig in den Verkehr gebracht werden. § 9 Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig im Sinne des § 10 Abs. 2 Nr. 1 des Düngemittelgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahr lässig entgegen § 4 Abs. 1 Satz 1, § 5 Abs. 1 oder § 8 Dün gemittel, Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursub strate oder Pflanzenhilfsmittel in den Verkehr bringt. (2) Ordnungswidrig im Sinne des § 10 Abs. 2 Nr. 3 des Düngemittelgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrläs sig entgegen § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, 6 bis 8 oder 9 oder Abs. 2 Satz 1 einen dort genannten Stoff in den Verkehr bringt. | Angegebener | Gehalt oder Wert | Toleranzen | Stickstoff, Phosphat, | für Kultursubstrate: Kaliumoxid, Magnesium, | bis 150 mg /l: 40 % des Schwefel: | angegebenen Gehaltes, | über 150 mg/l: 25 % des | angegebenen Gehaltes, | für Wirtschaftsdünger,| Bodenhilfsstoffe oder| Pflanzenhilfsmittel:| jeweils 50 % des angege-| benen Gehaltes, jedoch| nicht mehr als 1 %| absolut basisch wirksame | 50 % des angegebenen Bestandteile: | Gehaltes, jedoch nicht | mehr als 2 % absolut pH-Wert: | 0,4 Einheiten Salzgehalt: | 40 % des angegebenen| Gehaltes, jedoch nicht| mehr als 0,7 g Salz/l organische Substanz, | 40 % des angegebenen bewertet als Glühverlust: | Gehaltes, jedoch nicht | mehr als 5% absolut 2378 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 § 10 Übergangsvorschriften (1) Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, die den Anforderungen der Düngemit telverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. August 1999 (BGBl. I S. 1758), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 20. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4646), entsprechen, dürfen noch bis zum 4. Dezember 2006 gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden. (2) Abweichend von § 2 Nr. 2 Buchstabe c gelten die Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1 Spalte 3 bis zum 4. Dezember 2008 nicht für die Düngemitteltypen „Koh lensaurer Kalk“, „Branntkalk“ und „Mischkalk“. (3) Abweichend von § 2 Nr. 5 und § 3 Abs. 1 Nr. 8 dürfen Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflan zenhilfsmittel, denen zur Aufbereitung Polyacrylamide zugegeben worden sind, noch bis zum 4. Dezember 2013 gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden. § 11 Änderung abfallrechtlicher Vorschriften (1) Die Bioabfallverordnung vom 21. September 1998 (BGBl. I S. 2955), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Ver ordnung vom 25. April 2002 (BGBl. I S. 1488), wird wie folgt geändert: 1. In § 2 Nr. 5 werden die Wörter „zugelassenen Dünge mitteln der Abschnitte 1, 2, 3 und 4 der Anlage 1 der Düngemittelverordnung in der jeweils geltenden Fas sung“ durch die Wörter „zugelassenen Düngemitteln des Abschnittes 3, soweit sie nicht dem Abfallrecht unterliegen, sowie der Abschnitte 1, 2 und 4 der Anlage 1 der Düngemittelverordnung in der jeweils geltenden Fassung“ ersetzt. 2. In § 4 Abs. 9 Satz 2 werden nach den Wörtern „Die Pro benahmen“ ein Komma und das Wort „Probevorberei tungen“ eingefügt. 3. § 9 Abs. 2 wird wie folgt geändert: a) In Satz 1 werden nach dem Wort „Bioabfällen“ die Wörter „oder Gemischen“ eingefügt. b) In Satz 8 werden vor dem Wort „Untersuchung“ die Wörter „Probenahme, Probevorbereitung und“ ein gefügt. c) Satz 9 wird gestrichen. 4. In § 11 Abs. 2 Satz 1 werden im einleitenden Satzteil die Wörter „ , die den Qualitätsanforderungen des § 4 Abs. 3 Satz 1 entsprechen,“ gestrichen. 5. In Anhang 1 Nr. 1 wird die Tabelle wie folgt geändert: a) Nach der Tabellenzeile mit der Angabe in Spalte 1 „Abfälle aus der Forstwirtschaft (02 01 07)“ wird eine neue Tabellenzeile mit folgenden Angaben in den jeweiligen Spalten eingefügt: b) Nach der Tabellenzeile mit der Angabe in Spalte 1 „biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfäl le (20 01 08)“ wird eine neue Tabellenzeile mit fol genden Angaben in den jeweiligen Spalten einge fügt: (2) Die Klärschlammverordnung vom 15. April 1992 (BGBl. I S. 912), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Ver ordnung vom 25. April 2002 (BGBl. I S. 1488), wird wie folgt geändert: 1. § 2 Abs. 2 wird wie folgt geändert: a) In Satz 6 werden die Wörter „mit anderen Stoffen“ durch die Wörter „mit anderen geeigneten Stoffen nach Anlage 2 Tabellen 11 und 12 der Düngemittel verordnung in der jeweils geltenden Fassung“ ersetzt. b) Folgender Satz 7 wird angefügt: „Klärschlammkomposte sind kompostierte Klär schlammgemische.“ „Speiseöle Bei Kantinen und -fette und Groß (20 01 25) küchenabfällen kann eine Ver wertung gemäß den Bestimmun gen dieser Ver ordnung nur er folgen, sofern Bestimmungen des Tierkörper beseitigungs gesetzes3) dem nicht entgegen stehen. Materialien dürfen nur in Anlagen zur an aeroben Be handlung einge setzt werden. Materialien dürfen, auch als Bestandteil eines Gemisches, nur dann auf Dauer grünland aufge bracht werden, wenn sie zuvor einer Pasteuri sierung (70 °C; mindestens 1 Stunde) unter zogen wurden.“ „Abfälle a. n. g. – Pilzsubstrat- Abgetragene (02 01 99) – rückstände Substrate aus der Speisepilz herstellung. Abtötung der Kulturen durch Dämpfung.“ Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2379 2. In § 4 Abs. 13 Satz 1 werden a) die Wörter „Gemischen unter Verwendung von Klärschlamm“ durch die Wörter „Klärschlammkom posten und Klärschlammgemischen“ und b) die Wörter „das hergestellte Gemisch“ durch die Wörter „den hergestellten Kompost oder das her gestellte Gemisch“ ersetzt. § 12 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Düngemittelverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. August 1999 (BGBl. I S. 1758), zuletzt geändert durch die Verord nung vom 20. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4646), außer Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Bonn, den 26. November 2003 D i e B u n d e s m i n i s t e r i n f ü r V e r b r a u c h e r s c h u t z , E r n ä h r u n g u n d L a n d w i r t s c h a f t R e n a t e K ü n a s t D e r B u n d e s m i n i s t e r f ü r U m w e l t , N a t u r s c h u t z u n d R e a k t o r s i c h e r h e i t J ü r g e n T r i t t i n 2380 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 V o r b e m e r k u n g e n f ü r a l l e D ü n g e m i t t e l t y p e n 1. Düngemittel, die einem Düngemitteltyp der Abschnitte 1.1, 1.3, 1.5, 1.8, 2.1, 4.1, 4.3.1, 4.4.1 entsprechen, dürfen nach Maßgabe des § 4 Abs. 3 zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein. 2. Für Düngemittel, die zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind, gilt: 2.1. Gehalte an den folgenden Nährstoffen dürfen angegeben sein, sofern einer der nachstehenden Mindestge halte erreicht ist: Magnesium 1,2 % Magnesiumoxid 2 % Natrium 2,2 % Schwefel 2 %. Dabei müssen angegeben sein: – bei völlig wasserlöslichen Nährstoffen der wasserlösliche Gehalt, – bei nicht völlig wasserlöslichen Nährstoffen der Gesamtgehalt und, wenn mindestens ein Viertel des Gesamtgehalts wasserlöslich ist, der wasserlösliche Gehalt. 2.2. Die Toleranzen betragen 1/4 des angegebenen Gehaltes, höchstens jedoch: Mg 0,55 % MgO 0,9 % Na 0,67 % S 0,36 %. 2.3. Bei als Granulat in den Verkehr gebrachten Düngemitteln, für deren Ausgangsmaterial ein Feinheitskriterium festgelegt ist, wird dieses Kriterium mit Hilfe einer geeigneten Analysemethode festgestellt. 2.4. Düngemittel mit Nitrifikationshemmstoffen müssen mit Hinweisen zur sachgerechten Anwendung ge kennzeichnet sein. 3. Für Düngemittel, die nicht zusätzlich als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind, gilt: 3.1. Soweit die im Folgenden genannten Stoffe nicht als typenbestimmende Bestandteile im Rahmen der Typen definition zu kennzeichnen sind, müssen deren Gehalte angegeben sein: 3.1.1. für Stickstoff, Phosphor, ausgedrückt als P2O5, Kalium, ausgedrückt als K2O und Schwefel, wenn ihre Gehalte in der Trockenmasse Werte nach § 3 Abs. 2 erreichen, 3.1.2. für den Gehalt an basisch wirksamen Bestandteilen, wenn ein Gehalt, bewertet als CaO, von 10 % erreicht ist; dabei darf zusätzlich die Bezeichnung „Neutralisationswert“ in Klammern angefügt wer den, 3.1.3. für nachfolgende Nährstoffe, wenn folgende Werte erreicht werden: Magnesium (Mg) 0,2 % Natrium (Na) 0,2 % wasserlösliches Bor (B) 0,01 % Kupfer 0,01 % Zink 0,01 % Kobalt (Co) 0,001 %. 3.1.4. Der Gehalt an Selen ist anzugeben, sofern ein Gehalt von 5 mg Selen (Se)/kg TM erreicht ist, im Rah men der „Hinweise zur sachgerechten Anwendung“ ist auf notwendige Anwendungsgrenzen hinzu weisen. 3.2. Für Angaben nach Nummer 3.1 betragen die Toleranzen 1/4, für Magnesium 1/2 des jeweils angegebenen Wertes, höchstens jedoch für Magnesium (Mg) 0,55 % Natrium (Na) 0,67 % Schwefel (S) 0,50 % basisch wirksame Bestandteile (CaO) 2,0 %. 3.3. Düngemitteln der Abschnitte 1 und 2, Düngemitteln auf der Grundlage von Gülle oder Klärschlämmen und organisch-mineralischen Düngemitteln des Abschnittes 3 dürfen Nitrifikationshemmstoffe nach Tabelle 2 zugegeben sein, wenn die Düngemittel einen typenbestimmenden Stickstoffgehalt und dabei einen Anteil an Anlage 1 (zu §§ 2, 4 Abs. 3 und 5, § 7 Abs. 1, § 8) Definition von Düngemitteltypen Die Vorbemerkungen enthalten typenübergreifende Vorgaben sowie gegebenenfalls Erläuterungen. Dabei gelten die Vorgaben in den Vorbemerkungen und Tabellen vorbehaltlich abweichender Bestimmungen bei einzelnen Düngemittel typen. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2381 Ammoniumstickstoff, Carbamidstickstoff oder Cyanamidstickstoff am Gesamtstickstoffgehalt von mindes tens 55 % haben und sie nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind. 3.4. Bei zugegebenen Nitrifikationshemmstoffen muss die Typenbezeichnung nach Spalte 1 durch die Angabe „mit Nitrifikationshemmstoff [...]“ unter Angabe des Nitrifikationshemmstoffes ergänzt sein. 3.5. Düngemitteln des Abschnittes 1 – mit Ausnahme von ammoniumhaltigen N-Düngemitteln und Düngemitteln des Abschnittes 1 Nr. 7 – sowie Düngemitteln der Abschnitte 2 und 3 darf zusätzlich ein Kalkdünger, der einem zugelassenen Typ des Abschnittes 1.7 entspricht, zugegeben werden, wenn 3.5.1. der Nährstoffgehalt im aufbereiteten Produkt mindestens 60 % der Mindestgehalte nach Anlage 1 Spalte 2 des Ausgangstyps beträgt und bei Düngemitteln des Abschnittes 3 weiterhin die Mindestge halte nach Spalte 2 eingehalten sind, 3.5.2. ein Gehalt an basisch wirksamen Bestandteilen, bewertet als CaO, von mehr als 10 % erreicht wird. Die Typenkennzeichnung ist um das Wort „mit“ und die Angabe des zugegebenen Kalkdüngertyps zu ergän zen. 3.6. Düngemittel oder einzelne Nährstoffkomponenten können zum Zweck einer gesteuerten Nährstofffrei setzung ganz oder in Anteilen umhüllt sein, wenn diese Möglichkeit nach Spalte 5 oder 6 der jeweiligen Typendefinition vorgesehen ist. Für die Verwendung von Hüllsubstanzen gilt: 3.6.1. Bei Umhüllung einzelner Nährstoffe darf Stickstoff der in Anlage 2 Tabelle 3 genannten Stickstofffor men 2 bis 10 sowie Phosphat mit den in Anlage 2 Tabelle 4 genannten Phosphatlöslichkeiten 1 bis 3 umhüllt sein. 3.6.2. Die Typenbezeichnung ist durch die Angabe „umhüllt“ (wenn mindestens 90 % des Produktes umhüllt sind), „teilweise umhüllt“ (wenn mindestens 25 % des Produktes umhüllt sind), „mit umhüll tem [...]“, „mit teilweise umhülltem [...]“ sowie der Angabe der umhüllten Nährstoffe zu ergänzen. 3.6.3. Der Anteil des umhüllten Düngemittels am gesamten Düngemittel oder der Anteil des umhüllten Nährstoffes am jeweiligen Gesamtnährstoff ist als Prozentwert in ganzen Zahlen hinzuzufügen. 3.7. Werden Düngemittel, für deren Ausgangsstoffe bestimmte Siebdurchgänge vorgeschrieben sind, granuliert, so müssen sie unter Feuchtigkeitseinfluss wieder zu einer mindestens dem Siebdurchgang entsprechenden Ausgangsmahlfeinheit zerfallen, soweit eine Umhüllung nach Nummer 3.6 diesem nicht entgegensteht. Der Zerfall wird mit einer geeigneten Analysemethode festgestellt. 3.8. Düngemittel müssen mit Hinweisen zur sachgerechten Anwendung und Hinweisen zur sachgerechten La gerung nach § 1 Nr. 4 und 5 gekennzeichnet sein. Dabei ist insbesondere auf Anwendungs- und La gerungserfordernisse der Düngemittel einzugehen, die sich aus der Verwendung von tierischen Stoffen, flüs sigen Düngemitteln, Nitrifikationshemmstoffen, Ionenaustauschern oder Aufbereitungshilfsmitteln ergeben. Bei der Verwendung von Nitrifikationshemmstoffen und Hüllsubstanzen müssen Angaben zur spezifischen Wirkungsdauer dieser Düngemittel enthalten sein. 3.9. Nach Nummer 3.8. empfohlene Aufwandmengen dürfen einer sachgerechten Düngung nach guter fachli cher Praxis im Sinne des § 1a des Düngemittelgesetzes nicht entgegenstehen. 3.10. Bei Verwendung von synthetischen organischen Ionenaustauschern sind die Anwendungshinweise wie folgt zu ergänzen: „Das Düngemittel ist nur in Systemen zu verwenden, die eine getrennte Entsorgung des gebrauchten Trägermaterials ermöglichen“. 4. Die Typenbezeichnung nach Spalte 1 der jeweiligen Typenbeschreibung ist im Falle der Nummer 2.1. oder 3.1. wie folgt zu ergänzen: 4.1. Für Nährstoffe durch die Angabe „mit ...“ sowie die Bezeichnung der betreffenden Nährstoffe oder ihr chemi sches Symbol, für Selen durch dessen Bezeichnung und mit dem vorangestellten Wort „auch“. 4.2. Angabe in folgender Reihenfolge: Stickstoff, Phosphat, Kalium, basisch wirksame Bestandteile, Calcium, Magnesium, Natrium, Schwefel, Kupfer, Zink, Bor, Kobalt, zuletzt Selen. 4.3. Die Höhe der Nährstoffgehalte darf in Klammern hinzugefügt werden. Die Angabe darf bei einer Kennzeich nung als EG-DÜNGEMITTEL mit bis zu einer Kommastelle, in anderen Fällen mit bis zu zwei Kommastellen erfolgen. 5. Bei flüssigen Düngemitteln darf der Gehalt an wasserlöslichem Calcium angegeben sein, wenn dieser mindestens 5,7 % Ca erreicht und das Düngemittel im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung insbesondere als für die Blattdüngung bestimmt gekennzeichnet ist. Die Toleranz für das angegebene Calcium beträgt 0,64 % Ca. 6. Der Gehalt an Chlorid, bewertet als Cl, darf angegeben sein. Die Angabe „chloridarm“ darf nur verwendet sein, wenn der Chloridgehalt 2 % Cl nicht überschreitet. Die Toleranz für das angegebene Chlorid beträgt 0,2 % Cl. 7. Düngemittel müssen sich in einem festen Aggregatzustand befinden, es sei denn, die Typenbeschreibung lässt einen anderen Aggregatzustand zu. 8. Bei flüssigen Düngemitteln ist die Typenbezeichnung unter Berücksichtigung der Art der Herstellung nach Spalte 5 um das Wort „flüssig“, „Lösung“, „Suspension“ zu ergänzen. 2382 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Abschnitt 1 Mineral ische Einnährstoffdünger (auch mit weiteren Mindestgehalten für Sekundärnährstoffe) A l l g e m e i n e V o r b e m e r k u n g e n z u m A b s c h n i t t 1 1. Muss in der Kennzeichnung mehr als eine Stickstoffform oder Phosphatlös lichkeit angegeben sein, so beträgt die Toleranz je Nährstoffform oder Nähr stofflöslichkeit 1/10 des Gesamtgehalts des jeweiligen Nährstoffes, höchs tens aber 2 %. 2. Ziffer 1 gilt nicht für einen anzugebenden Anteil an wasserlöslichem P2O5 und soweit bei einzelnen Düngemitteltypen abweichende Regelungen getroffen sind. 3. Die bei dem jeweiligen Düngemitteltyp für den Nährstoff festgesetzte Tole ranz darf insgesamt nicht überschritten sein. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2383 1 .1 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 E n th ä lt d a s D ü n g e m it te l m e h r a ls 2 8 % S ti c ks to ff , d a rf e s – n u r in g e sc h lo ss e n e n P a c ku n g e n g e w e rb sm ä ß ig a n A n w e n d e r a b g e g e b e n w e rd e n , – n u r a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in , w e n n e s h in si c h tl ic h s e in e s M a ss e n a n te ile s a n v e rb re n n lic h e n B e st a n d te ile n d e n in A n h a n g V N r. 2 .3 A b s. 3 d e r G e fa h rs to ff ve ro rd n u n g fü r d ie U n te rg ru p p e n A I u n d A II fe st g e le g te n G re n zw e rt e n u n d d e n in A n h a n g V N r. 2 .4 .2 .4 u n d 2 .4 .2 .5 d e r G e fa h rs to ff ve ro rd n u n g g e re g e lt e n A n fo rd e ru n g e n e n ts p r i c h t. A m m o n iu m n it ra t, a u c h C a rb o n a te o d e r S u lfa te d e s C a lc iu m s u n d M a g n e si u m s S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m u n d N it ra ts ti c ks to ff , b e id e S ti c ks to ff fo rm e n u n g e fä h r je z u r H ä lft e T o le ra n ze n : – b is 3 2 % N : 0 ,8 % N , – ü b e r 3 2 % N : 0 ,6 % N G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff 2 0 % N A m m o n i u m n it ra t O h n e Z u g a b e v o n D ic ya n d ia m id d a rf d a s D ü n g e m it te l a ls „ S c h w e fe ls a u re s A m m o n ia k“ b e ze ic h n e t se in . B e i Z u g a b e v o n D ic ya n d ia m id is t d a s D ü n g e m it te l a ls „ A m m o n iu m su lfa t m it N it ri fik a ti o n sh e m m st o ff (D ic ya n d ia m id )“ zu b e ze ic h n e n . A m m o n iu m su lfa t; a u c h Z u g a b e v o n D ic ya n d ia m id S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m st ic ks to ff , m it D ic ya n d ia m id : – S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m t st ic ks to ff , – M in d e st g e h a lt e : A m m o n iu m st ic ks to ff 1 8 % N , D ic ya n d ia m id st ic ks to ff 1 ,5 % N T o le ra n z: 0 ,3 % N A m m o n iu m st ic ks to ff m it D ic ya n d ia m id z u sä tz lic h : G e sa m ts ti c ks to ff , D ic ya n d ia m id st ic ks to ff 2 0 % N A m m o n iu m su lfa t D ie G e h a lt e a n N it ra ts ti c ks to ff u n d A m m o n iu m st ic ks to ff d ü rf e n a n g e g e b e n s e in . L ö su n g : – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : „K a lk sa lp e te r L ö su n g “. – A u f d e n A n w e n d u n g sb e re ic h (B e sp rü h e n v o n P fla n ze n , B la tt d ü n g u n g , H e rs te lle n v o n N ä h rl ö su n g e n , d ü n g e n d e B e w ä ss e ru n g ) k a n n h in g e w ie se n s e in . C a lc iu m n it ra t, a u c h A m m o n iu m n it ra t; L ö su n g : A u flö se n v o n K a lk sa lp e te r in W a ss e r S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff o d e r a ls N it ra t u n d A m m o n iu m st ic ks to ff ; H ö c h st g e h a lt a n A m m o n iu m st ic ks to ff : – F e st : 1 ,5 % N , – L ö su n g : 1 ,0 % N T o le ra n ze n : – F e st : 0 ,4 % N , – L ö su n g : 0 ,6 % N G e sa m ts ti c ks to ff fe st : 1 5 % N L ö su n g : 8 % N K a lk sa lp e te r B e i a u ss c h lie ß lic h e r V e rw e n d u n g vo n N a tr iu m n it ra t a u s C a lic h e la u te t d ie T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 „C h ile sa lp e te r“ . N a tr iu m n it ra t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls N it ra ts ti c ks to ff ; T o le ra n z: 0 ,4 % N N it ra ts ti c ks to ff 1 5 % N N a tr o n sa lp e te r 2384 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .1 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d a s W o rt „H a rn st o ff d e ri va te n “ d u rc h d a s je w e ils ve rw e n d e te H a rn st o ff d e ri va t n a c h S p a lt e 5 z u e rs e tz e n . B e i A m m o n iu m , N it ra t o d e r C a rb a m id st ic ks to ff m u ss d e r G e h a lt a n g e g e b e n se in , w e n n e r je w e ils m in d e st e n s 1 % b e tr ä g t. A u f c h e m is c h e m W e g e g e w o n n e n e s E rz e u g n is , d a s a ) C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff o d e r b ) Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff o d e r c ) F o rm a ld e h yd h a rn st o ff u n d je w e ils e in E G D ü n g e m it te l d ie se s A b sc h n it te s, m it A u sn a h m e v o n K a lk st ic ks to ff , N it ra th a lt ig e r K a lk st ic ks to ff , A m m o n iu m n it ra t o d e r K a lk a m m o n sa lp e te r, e n th ä lt . S ti c ks to ff b e w e rt e t a l s G e sa m ts ti c k st o ff , d a vo n m in d e st e n s 1 /3 a ls H a rn st o ff d e ri va te n a c h S p a lt e 5 ; vo m F o rm a ld e h yd h a rn st o ff m in d e st e n s 6 0 % h e iß w a ss e rl ö sl ic h ; M in d e st g e h a lt a n A m m o n iu m , N it ra t o d e r C a rb a m id st ic ks to ff 3 % N H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: (C a rb a m id st ic ks to ff + H a rn st o ff d e ri va t S ti c ks to ff ) x 0 ,0 2 6 T o le ra n z: fü r G e sa m ts ti c ks to ff 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , e in H a rn st o ff d e ri va t n a c h S p a lt e 5 , b e i F o rm a ld e h yd h a rn st o ff : ka lt w a ss e r u n d h e iß w a ss e r lö sl ic h e r S ti c ks to ff 1 8 % N S ti c ks to ff d ü n g e r m it H a rn st o ff d e ri va te n C a rb a m id S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff , a u sg e d rü c kt a ls C a rb a m id st ic ks to ff ; H ö c h st g e h a lt a n B iu re t 1 ,2 % T o le ra n z: 0 ,4 % N G e sa m ts ti c ks to ff a ls C a rb a m id st ic ks to ff 4 4 % N H a rn st o ff – B e i d e r Z u g a b e v o n D ic y a n d ia m id is t d a s D ü n g e m it te l a ls „ A m m o n iu m su l fa ts a lp e te r m it N it ri fik a ti o n sh e m m st o ff (D ic ya n d ia m id )“ z u b e ze ic h n e n . A m m o n iu m n it ra t, A m m o n iu m su lfa t; a u c h Z u g a b e v o n D ic ya n d ia m id S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m u n d N it ra ts ti c ks to ff ; M in d e st g e h a lt a n N itr a ts tic ks to ff 5 % N , b e i V e rw e n d u n g v o n D ic ya n d ia m id st ic ks to ff : – S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m t st ic ks to ff , – M in d e st g e h a lt a n = N it ra ts ti c ks to ff 3 % N , = D ic ya n d ia m id st ic ks to ff 1 ,5 % N T o le ra n z: 0 ,8 % N G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , a u c h D ic ya n d ia m id st ic ks to ff 2 5 % N , m it D ic ya n d ia m id : 2 4 % N A m m o n iu m su lfa ts a lp e te r D a s D ü n g e m it te l d a rf a ls „ K a lk a m m o n sa lp e te r “ b e ze ic h n e t se in , w e n n – n e b e n A m m o n iu m n it ra t n u r C a lc iu m c a rb o n a t (z . B . K a lk st e in ) o d e r C a lc i u m u n d M a g n e si u m c a rb o n a t (z . B . D o lo m it ) m it e in e m M in d e st a n te il vo n 2 0 % e n th a lt e n s in d , – d ie se C a rb o n a te e in e n R e in h e it sg ra d vo n m in d e st e n s 9 0 % h a b e n . Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2385 1 .1 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l d a rf m it d e m H in w e is „b iu re ta rm “ g e ke n n ze ic h n e t se in , w e n n d e r G e h a lt a n B iu re t 0 ,2 % n ic h t ü b e r sc h re it e t. K e n n ze ic h n u n g v o n C a rb a m id st ic ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff o d e r N it ra ts ti c ks to ff , so fe rn d e re n G e h a lt e m in d e st e n s 1 % N b e tr a g e n . E rf o rd e rn is se fü r e in e B e ze ic h n u n g a ls A m m o n iu m n it ra t H a rn st o ff L ö su n g : – M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : 2 6 % N – w e it e re E rf o rd e rn is se n a c h S p a lt e 4 : u n g e fä h r d ie H ä lft e d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s a ls C a rb a m id st ic k st o ff . A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h L ö se n in W a ss e r g e w o n n e n e s, u n te r A tm o sp h ä re n d ru c k b e st ä n d ig e s E rz e u g n is , o h n e Z u sa tz v o n N ä h rs to ff e n t ie ri sc h e n o d e r p fla n zl ic h e n U rs p ru n g s S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff o d e r a ls C a rb a m id , A m m o n iu m o d e r N it ra ts ti c ks to ff ; H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: – G e h a lt a n C a rb a m id st ic ks to ff x 0 ,0 2 6 , – fü r A H L 0 ,5 % T o le ra n z: 0 ,6 % N G e sa m ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff 1 5 % N S ti c ks to ff d ü n g e r L ö su n g In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d a s W o rt „H a rn st o ff d e ri va te “ d u rc h d a s je w e ils v e r w e n d e te H a rn st o ff d e ri va t n a c h S p a lt e 5 zu e rs e tz e n . D e r G e h a lt a n C a rb a m id st ic ks to ff m u ss a n g e g e b e n s e in , s o fe rn s e in G e h a lt 1 % N e rr e ic h t. B e i H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e c : D e r M i n d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 b e tr ä g t 3 6 % N . a ) C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff o d e r b ) Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff o d e r c ) F o rm a ld e h yd h a rn st o ff S ti c ks t o ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff ; n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e a o d e r b : – m in d e st e n s 2 5 % v o m N in d e r je w e ili g e n H a rn st o ff fo rm – H ö c h st g e h a lt a n C a rb a m id st ic ks to ff 3 % N n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e c : – M in d e st g e h a lt a n F o rm a ld e h yd h a rn st o ff 3 1 % N ; – H ö c h st g e h a lt a n C a rb a m id st ic ks to ff 5 % N T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff ; n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e a : C ro n to n yl id e n d ih a rn st o ff n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b : Is o b u ty li d e n d ih a rn st o ff n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e c : F o rm a ld e h yd h a rn st o ff ka lt w a ss e rl ö sl ic h e r S ti c ks to ff , h e iß w a s s e rl ö sl ic h e r S ti c ks to ff 2 8 % N H a rn st o ff d e ri va te 2386 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .1 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l d a rf m it d e m H in w e is „b iu re ta rm “ g e ke n n ze ic h n e t se in , w e n n d e r B iu re tg e h a lt 0 ,2 % n ic h t ü b e r sc h re it e t. C a rb a m id , A m m o n iu m su lfa t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S ; M in d e st g e h a lt a n A m m o n iu m st ic k st o ff 4 % N , H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: 0 ,9 % T o le ra n ze n : 0 ,5 % N , 0 ,3 6 % S G e sa m ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff ; w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 3 0 % N 5 % S A m m o n iu m su lfa t H a rn st o ff B e i e in e m N it ra ts ti c ks to ff g e h a lt a b 1 % N la u te t d ie T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lte 1 „N it ra th a lt ig e r K a lk st ic ks to ff “. C a lc iu m c ya n a m id , C a lc iu m o xi d , d a n e b e n a u c h A m m o n iu m sa lz e , H a rn st o ff ; a u c h Z u g a b e v o n N it ra t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff , m in d e st e n s 7 5 % d e s a n g e g e b e n e n S ti c ks to ff s a ls C ya n a m id g e b u n d e n ; b e i Z u g a b e v o n N it ra t: – m in d e st e n s 7 5 % d e s a n g e g e b e n e n N ic h t N it ra ts ti c ks to ff s a ls C ya n a m id g e b u n d e n , – G e h a lt a n N it ra ts ti c ks to ff : 1 b is 3 % N T o le ra n z: 1 ,0 % N G e sa m ts ti c ks to ff , fü r n it ra th a lt ig e n K a lk st ic ks to ff a u c h N it ra ts ti c ks to ff 1 8 % N K a lk st ic ks to ff In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d a s W o rt „f lü ss ig “ g e m ä ß H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 d u rc h d ie W o rt e „ L ö su n g “ o d e r „S u sp e n si o n “ zu e rs e tz e n . K e n n ze ic h n u n g v o n C a rb a m id st ic ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff o d e r N it ra ts ti c ks to ff , so fe rn d e re n G e h a lt e m i n d e st e n s 1 % N b e tr a g e n . S u sp e n si o n : V o m F o rm a ld e h yd h a rn st o ff is t zu sä tz lic h d e r G e h a lt a n k a lt w a ss e rl ö sl ic h e m u n d n u r h e iß w a ss e rl ö sl ic h em S tic ks to ff a n zu g e b e n . A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h L ö se n (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n (S u sp e n si o n ) i n W a ss e r g e w o n n e n e s E rz e u g n is , d a s F o rm a ld e h yd h a rn st o ff u n d e in E G D ü n g e m it te l n a c h A b sc h n it t 1 N r. 1 , m it A u sn a h m e v o n K a lk st ic ks to ff , N it ra th a lt ig e r K a lk st ic k st o ff , A m m o n iu m n it ra t o d e r K a lk a m m o n sa lp e te r, e n th ä lt . S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff ; m in d e st e n s 1 /3 a ls F o rm a ld e h yd h a rn st o ff , b e i S u sp e n si o n d a vo n m in d e st e n s 6 0 % h e iß w a ss e rl ö sl ic h ; H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: (C a rb a m id st ic ks to ff + F o rm a ld e h yd h a rn st o ff ) x 0 ,0 2 6 T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , F o rm a ld e h yd h a rn st o ff 1 8 % N S ti c ks to ff d ü n g e r – flü ss ig – m it F o rm a ld e h yd h a rn st o ff Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2387 1 .1 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 N a c h d e r T yp e n b e ze ic h n u n g k a n n e in e d e r fo lg e n d e n A n g a b e n s te h e n : – F ü r d a s B e sp rü h e n v o n P fla n ze n . – Z u r H e rs te llu n g v o n N ä h rs to ff su sp e n si o n e n . – F ü r d ie d ü n g e n d e B e w ä ss e ru n g . C a lc iu m n it ra t; d u rc h S u sp e n d ie re n in W a ss e r g e w o n n e n e s E rz e u g n is S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff o d e r a ls N it ra t u n d A m m o n iu m st ic ks to ff ; H ö c h st g e h a lt a n A m m o n iu m st ic k st o ff 1 ,0 % N , C a lc iu m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s C a , T o le ra n ze n : 0 ,4 % N , 0 ,6 4 % C a G e sa m ts ti c ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , w a ss e rl ö sl ic h e s C a lc iu m 8 % N 1 0 % C a C a lc iu m n it ra t S u sp e n si o n B e i i n K ri st a llf o rm in V e rk e h r g e b ra c h te m M a g n e si u m n it ra t d a rf d ie T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 m it d e n W o rt e n „i n K ri st a llf o rm “ e rg ä n zt s e in . A ls L ö su n g : – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : M a g n e si u m n it ra t L ö su n g – W e it e re E rf o rd e rn is se n a c h S p a lt e 4 : M in d e st p H : 4 . F e st : M a g n e si u m n it ra t H e xa h yd ra t, a ls L ö su n g : M a g n e si u m n it ra t; a u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h L ö se n in W a ss e r g e w o n n e n e s E rz e u g n is S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls N it ra ts ti c k st o ff ; M a g n e si u m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d ; T o le ra n ze n : fe st : 0 ,4 % N , 0 ,9 % M g O L ö su n g : 0 ,6 % N , 0 ,9 % M g O N it ra ts ti c ks to ff , w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d fe st : 1 0 % N 1 4 % M g O L ö su n g : 6 % N 9 % M g O M a g n e si u m n it ra t D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m M a g n e si u m o xi d d a rf a n g e g e b e n s e in . B e i a u ss c h lie ß lic h e r V e rw e n d u n g v o n M a g n e si u m su lfa t: – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : S ti c ks to ff M a g n e si u m su lfa t, – M a g n e si u m g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : A n g a b e a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d . N it ra te , A m m o n iu m , M a g n e si u m ve rb in d u n g e n , D o lo m it , M a g n e si u m c a rb o n a t o d e r M a g n e si u m su lfa t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls N it ra t u n d A m m o n iu m st ic ks to ff , M a g n e si u m b e w e rt e t a ls G e sa m t M a g n e si u m o xi d ; M in d e st g e h a lt a n N it ra ts ti c ks to ff 6 % N T o le ra n ze n : 0 ,8 % N , 0 ,9 % M g O G e sa m ts ti c ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff ; A m m o n iu m st ic ks to ff , G e sa m t M a g n e si u m o xi d 1 9 % N 5 % M g O S ti c ks to ff M a g n e si a C a lc iu m n it ra t, M a g n e si u m n it ra t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls N it ra ts ti c k st o ff ; G e h a lt a n M a g n e si u m in F o rm w a ss e r lö sl ic h e r S a lz e a u sg e d rü c kt a ls M a g n e si u m o xi d T o le ra n ze n : 0 ,4 % N , 0 ,9 % M g O N it ra ts ti c ks to ff ; w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d 1 3 % N 5 % M g O K a lk m a g n e si a sa lp e te r 2388 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .2 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 W ir d b e i Z u g a b e v o n M a g n e si u m su lfa t u n d N a tr iu m sa lz e n e in M a g n e si u m g e h a lt vo n 3 % M g O u n d e in N a tr iu m g e h a lt v o n 6 % N a e rr e ic h t, d a n n g ilt : – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : A m m o n iu m su lfa ts a lp e te r m it M a g n e si u m u n d N a tr iu m – M in d e st g e h a lt S ti c ks to ff n a c h S p a lt e 2 : 1 4 % N – M in d e st g e h a lt N it ra ts ti c ks to ff n a c h S p a lt e 4 : 3 % N . A m m o n iu m n it ra t, A m m o n iu m su lfa t, a u c h Z u g a b e v o n M a g n e si u m su lfa t m it N a tr iu m sa lz e n ; a u c h U m h ü llu n g S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m u n d N it ra ts ti c ks to ff ; M in d e st g e h a lt a n N it ra ts ti c ks to ff 5 % N , T o le ra n ze n : 0 ,8 % N , 0 ,9 % M g O , 0 ,6 7 % N a G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff 2 4 % N A m m o n iu m su lfa ts a lp e te r E n th ä lt d a s D ü n g e m it te l m e h r a ls 2 8 % S ti c ks to ff , – d a rf e s n u r in g e sc h lo ss e n e n P a c ku n g e n g e w e rb sm ä ß ig a n A n w e n d e r a b g e g e b e n w e rd e n ; – m u ss e s h in si c h tl ic h s e in e s M a ss e n a n te ile s a n v e rb re n n lic h e n B e st a n d te ile n d e n in A n h a n g V N r. 2 .3 A b s. 3 d e r G e fa h rs to ff ve ro rd n u n g fü r d ie U n te r g ru p p e n A I u n d A II fe st g e le g te n G re n zw e rt e n u n d d e n in A n h a n g V N r. 2 .4 .2 .4 u n d 2 .4 .2 .5 d e r G e fa h rs to ff ve ro rd n u n g g e re g e lt e n A n fo rd e ru n g e n e n ts p re c h e n . D a s D ü n g e m it te l d a rf a ls „ K a lk a m m o n sa lp e te r“ b e ze ic h n e t se in , w e n n – n e b e n A m m o n iu m n it ra t n u r C a lc iu m c a rb o n a t (z . B . K a lk st e in ) o d e r C a l c iu m u n d M a g n e si u m c a rb o n a t (z . B . D o lo m it ) m it e in e m M in d e st a n te il vo n 2 0 % e n th a lt e n s in d , – d ie se C a rb o n a te e in e n R e in h e it sg ra d vo n m in d e st e n s 9 0 % h a b e n . B e i U m h ü llu n g d a rf d a s D ü n g e m it te l n ic h t a ls K a lk a m m o n sa lp e te r b e ze ic h n e t se in . A m m o n iu m n it ra t, a u c h C a rb o n a te o d e r S u lfa te d e s C a lc iu m s u n d M a g n e si u m s; a u c h U m h ü llu n g S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m u n d N it ra ts ti c ks to ff , b e id e S ti c ks to ff fo rm e n u n g e fä h r je z u r H ä lft e ; T o le ra n ze n : b is 3 2 % N : 0 ,8 % N , ü b e r 3 2 % N : 0 ,6 % N G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff 2 0 % N A m m o n iu m n it ra t A m m o n iu m su lfa t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m st ic ks to ff T o le ra n z: 0 ,3 % N A m m o n iu m st ic ks to ff 2 0 % N A m m o n iu m su lfa t Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2389 1 .2 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 F o rm a ld e h yd h a rn st o ff , C a rb a m id S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff ; m in d e st e n s 6 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s a ls F o rm a ld e h yd h a rn st o ff , d a vo n m in d e st e n s 6 0 % h e iß w a ss e rl ö sl ic h , T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff 3 8 % N H a rn st o ff F o rm a ld e h yd h a rn st o ff Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff , C a rb a m id S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff ; m in d e st e n s 7 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s a ls Is o b u ty lid e n d i h a rn st o ff T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff 3 2 % N H a rn st o ff Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff C a rb a m id , e le m e n ta re r S c h w e fe l S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff , a u sg e d rü c kt a ls C a rb a m id st ic ks to ff , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S , H ö c h st g e h a lt a n B iu re t 1 ,2 % , T o le ra n ze n : 0 ,4 % N , 0 ,5 % S G e sa m ts ti c ks to ff a ls C a rb a m id s t ic ks to ff , S c h w e fe l 3 0 % N 4 % S H a rn st o ff m it S c h w e fe l C a rb a m id ; a u c h U m h ü llu n g S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff , a u sg e d rü c kt a ls C a rb a m id st ic ks to ff ; H ö c h st g e h a lt a n B iu re t 1 ,2 % , T o le ra n z: 0 ,4 % N G e sa m ts ti c ks to ff a ls C a rb a m id st ic ks to ff 4 4 % N H a rn st o ff D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m M a g n e si u m o xi d d a rf a b e in e m G e h a lt vo n 1 % M g O a n g e g e b e n s e in . A m m o n iu m n it ra t, A m m o n i u m su lfa t, M a g n e si u m C a lc iu m c a rb o n a t, M a g n e si u m c a rb o n a t, M a g n e si u m s u lfa t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m u n d N it ra ts ti c ks to ff , M a g n e si u m b e w e rt e t a ls G e sa m t m a g n e si u m o xi d ; M in d e st g e h a lt a n N it ra ts ti c ks to ff 3 % N , T o le ra n ze n : 0 ,8 % N , 0 ,9 % M g O G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , G e sa m tm a g n e si u m o xi d 2 2 % N 2 % M g O A m m o n su lfa ts a lp e te r m it M a g n e si u m 2390 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .2 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 E n th ä lt d a s D ü n g e m it te l C a lc iu m c h lo ri d u n d e n ts p ri c h t d ie se s n ic h t d e r im A rz n e i b u c h fe st g e le g te n Q u a lit ä t, m u ss e s m it d e m H in w e is g e ke n n ze ic h n e t se in : „ N ic h t fü r B la tt d ü n g u n g o d e r zu m B e n e tz e n v o n F rü c h te n “. C a rb a m id , C a lc iu m n it ra t, C a lc iu m c h lo ri d ; a u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h L ö se n o d e r S u sp e n d ie re n in W a ss e r g e w o n n e n e s E rz e u g n is S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff o d e r a ls C a rb a m id u n d N it ra t st ic ks to ff ; m in d e st e n s 5 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s a ls N it ra ts ti c ks to ff , T o le ra n z: 0 ,6 % N G e sa m ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff 1 0 % N K a lk sa lp e te r H a rn st o ff flü ss ig In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d a s W o rt „H a rn st o ff d e ri va te “ d u rc h d a s je w e ils ve rw e n d e te H a rn st o ff d e ri va t n a c h S p a lt e 5 z u e rs e tz e n . D e r G e h a lt a n C a rb a m id st ic ks to ff m u ss a n g e g e b e n s e in , s o fe rn s e in G e h a lt 1 % N e rr e ic h t. B e i H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e c M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : 3 6 % N . a ) C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff o d e r b ) Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff o d e r c ) F o rm a ld e h yd h a rn st o ff o d e r d ) A c e ty le n d ih a rn st o ff S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m t st ic ks to ff ; n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e a , b o d e r d : – m in d e st e n s 2 5 % v o m N in d e r je w e ili g e s H a rn st o ff fo rm , – H ö c h st g e h a lt a n C a rb a m id st ic ks to ff 3 % N , n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e c : – M in d e st g e h a lt a n F o rm a ld e h yd h a rn st o ff 3 1 % N , – H ö c h st g e h a lt a n C a rb a m id st ic k st o ff 5 % N , n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e d : T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff , N a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e a : C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff N a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b : Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff N a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e c : F o rm a ld e h yd h a rn st o ff ka lt w a ss e rl ö sl ic h e r S ti c ks to ff , h e iß w a ss e rl ö sl ic h e r S ti c ks to ff N a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e d : A c e ty le n d ih a rn st o ff 2 8 % N H a rn st o ff d e ri va te In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d a s W o rt „H a rn st o ff d e ri va te n “ d u rc h d a s je w e ils ve rw e n d e te H a rn st o ff d e ri va t n a c h S p a lt e 5 z u e rs e tz e n . B e i A m m o n iu m , N it ra t o d e r C a rb a m id st ic ks to ff m u ss d e r G e h a lt a n g e g e b e n se in , w e n n e r je w e ils m in d e st e n s 1 % N b e tr ä g t. A u f c h e m is c h e m W e g e g e w o n n e n e s E rz e u g n is , d a s a ) C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff o d e r b ) Is o b u t y lid e n d ih a rn st o ff o d e r c ) F o rm a ld e h yd h a rn st o ff o d e r d ) A c e ty le n d ih a rn st o ff u n d je w e ils e in D ü n g e m it te l n a c h A b sc h n it t 1 N r. 1 .1 o d e r 1 . 2 , m it A u sn a h m e v o n K a lk st ic ks to ff , N it ra th a lt ig e r K a lk st ic ks to ff , A m m o n iu m n it ra t o d e r K a lk a m m o n sa lp e te r, e n th ä lt . S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c k st o ff , d a vo n m in d e st e n s 1 /3 a ls H a rn st o ff d e ri va te n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e n a b is c , 1 0 % a ls H a rn st o ff d e ri va t n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e d vo m F o rm a ld e h yd h a rn st o ff m in d e st e n s 6 0 % h e i ß w a ss e rl ö sl ic h ; M in d e st g e h a lt a n A m m o n iu m , N it ra t st ic ks to ff 3 % N , C a rb a m id st ic ks to ff 1 ,5 % N , H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: (C a rb a m id st ic ks to ff + H a rn st o ff d e ri va t S ti c ks to ff ) x 0 ,0 2 6 , T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts ti c ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , e in o d e r m e h re re H a rn st o ff d e ri va te n a c h S p a lt e 5 , b e i F o rm a l d e h yd h a rn st o ff : ka lt w a ss e r u n d h e iß w a ss e r lö sl ic h e r S ti c ks to ff 1 8 % N S ti c ks to ff d ü n g e r m it H a rn st o ff d e ri va te n Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2391 1 .2 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l d a rf m it d e m H in w e is „b iu re ta rm “ g e ke n n ze ic h n e t se in , w e n n d e r B iu re tg e h a lt 0 ,2 % n ic h t ü b e r sc h re it e t. C a rb a m id , A m m o n iu m su lfa t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls C a rb a m id u n d A m m o n iu m st ic ks to ff ; M in d e st g e h a lt a n A m m o n iu m st ic ks to ff 4 % N , H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: 0 ,9 % , T o le ra n ze n : 0 ,5 % N , 0 ,5 % S G e sa m ts ti c ks to ff , C a rb a m id st ic ks to ff , A m m o n iu m st ic ks to ff , w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 3 0 % N 5 % S A m m o n i u m su lfa t H a rn st o ff D ie H e rk u n ft d e r e in g e se tz te n S c h w e fe l sä u re is t a n zu g e b e n . In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d e r K la m m e r a u sd ru c k d u rc h d ie B e ze ic h n u n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 8 S p a lt e 1 z u e rs e tz e n . B e i e in e m p H W e rt < 4 ,0 z u sä tz lic h e r H in w e is z u r sa c h g e re c h te n A n w e n d u n g : „N ic h t zu r B la tt d ü n g u n g g e e ig n e t! “ E s g e lte n d ie W e rt e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 S p a lt e n 2 u n d 3 je w e ils × 0 ,5 . B e i V e rw e n d u n g v o n g e b ra u c h te r A m m o n iu m su lfa t L ö su n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 8 N u m m e r 9 : – M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 – = 1 ,5 % N – = 2 % S , – e s g e lt e n d ie G re n zw e rt e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 S p a lt e 2 u n d 3 je w e ils x 0 ,2 5 . A m m o n iu m su l fa t; E in A u sg a n g ss to ff n a c h A n la g e 2 T a b e lle 8 S p a lt e 1 n a c h d e m d o rt b e sc h ri e b e n e n H e rs te llu n g sv e rf a h re n , n u r u n te r V e rw e n d u n g k o n ze n tr ie rt e r S c h w e fe ls ä u re in t e c h n is c h e r Q u a lit ä t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m st ic ks to ff , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S ; T o le ra n ze n : 0 ,5 % N , 0 ,5 % S A m m o n iu m st ic ks to ff , w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 8 % N 9 % S A m m o n iu m su lfa t L ö su n g a u s [B e ze ic h n u n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 8 S p a lt e 1 ] D a s D ü n g e m it te l m u ss m it e in e m H in w e is g e ke n n ze ic h n e t se in , d a ss e s u n ve rd ü n n t n ic h t z u r O b e rf lä c h e n d ü n g u n g g e e ig n e t i st . a m m o n ia kh a lt ig e s W a ss e r S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m st ic ks to ff ; T o le ra n z: 0 ,6 % N A m m o n iu m st ic ks to ff 1 0 % N A m m o n ia kw a ss e r D a s D ü n g e m it te l m u ss m it e in e m H in w e is g e ke n n ze ic h n e t se in , d a ss e s n ic h t zu r O b e rf lä c h e n d ü n g u n g g e e ig n e t is t. A m m o n ia k S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls A m m o n iu m st ic ks to ff ; T o le ra n z: 0 ,6 % N A m m o n iu m st ic ks to ff 8 0 % N A m m o n ia kg a s D e r G e h a lt a n K u p fe r d a rf 0 ,1 % C u , d e r a n w a ss e rl ö sl ic h e m C ya n id 2 m g je k g n ic h t ü b e rs c h re it e n . D ie G e h a lt e a n A m m o n iu m st ic ks to ff u n d N it ra ts ti c ks to ff d ü rf e n a n g e g e b e n s e in . O xa m id , a u c h C a lc iu m su lfa t u n d A m m o n iu m o d e r C a lc iu m n it ra t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m t st ic ks to ff ; H ö c h st g e h a lt a n A m m o n iu m o d e r N it ra ts ti c ks to ff : 4 % N , T o le ra n z: 0 ,5 % N G e sa m ts t i c ks to ff 2 8 % N O xa m id 2392 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .2 V o rg a b e n f ü r S ti c k st o ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 E n th ä lt d a s D ü n g e m it te l C a lc iu m c h lo ri d u n d e n ts p ri c h t d ie se s n ic h t d e r im A rz n e i b u c h fe st g e le g te n Q u a lit ä t, m u ss e s m it d e m H in w e is g e ke n n ze ic h n e t se in : „N ic h t fü r B la tt d ü n g u n g o d e r zu m B e n e tz e n v o n F rü c h te n “. C a lc iu m n it ra t, C a rb a m id , a u c h C a lc iu m c h lo ri d S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff o d e r a ls N it ra t u n d C a rb a m id st ic ks to ff , C a lc iu m b e w e rt e t a ls C a ; M in d e st g e h a lt a n N itr a ts tic ks to ff 2 % N , T o le ra n ze n : 0 ,4 % N , 0 ,6 4 % C a G e sa m ts ti c ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff , C a r b a m id st ic ks to ff C a lc iu m 1 0 % N 1 0 % C a S ti c ks to ff C a lc iu m d ü n g e r B e i e in e m N a tr iu m g e h a lt a b 6 % N a : M in d e st g e h a lt e n a c h S p a lt e 2 : 1 4 % N , 3 % M g O . N it ra te , A m m o n iu m ve rb in d u n g e n , M a g n e si u m su lfa t S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls N it ra t u n d A m m o n iu m st ic ks to ff , w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d ; M in d e st g e h a lt a n N itr a ts tic ks to ff 6 % N , T o le ra n ze n : 0 ,8 % N , 0 ,9 % M g O G e sa m ts ti c ks to ff , N it ra ts ti c ks to ff ; A m m o n iu m st ic ks to ff , w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d 1 9 % N 5 % M g O S ti c ks to ff M a g n e si u m su lfa t Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2393 1 .3 V o rg a b e n f ü r P h o sp h a td ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D ie H ö h e d e s P h o sp h a tg e h a lt e s d a rf in e in e r S p a n n e v o n 2 G e w ic h ts p ro ze n te n a n g e g e b e n s e in . C a lc iu m si l ic o p h o sp h a te ; B e a rb e it e n p h o sp h a th a lt ig e r S c h la c ke a u s d e r S ta h lg e w in n u n g P h o sp h a t b e w e rt e t a ls in 2 % ig e r Z it ro n e n sä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; S ie b d u rc h g a n g : 9 6 % b e i 0 ,6 3 m m , 7 5 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n z: b e i A n g a b e e in e r Z a h l: 1 ,0 % P 2 O 5 In 2 % ig e r Z it ro n e n sä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t 1 0 % P 2 O 5 T h o m a sp h o sp h a t D ic a lc iu m p h o sp h a td ih yd ra t; F ä lle n m in e ra lis c h e r P h o sp h a te o d e r a u s K n o c h e n g e lö st e r P h o sp h o rs ä u re P h o sp h a t b e w e rt e t a ls a lk a lis c h a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P 2 O 5 ; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,6 3 m m , 9 0 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n z: 0 ,8 % P 2 O 5 A lk a lis c h a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P h o sp h a t 3 8 % P 2 O 5 D ic a lc iu m p h o sp h a t A lk a lic a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m si lic a t; th e rm is c h e s A u fs c h lie ß e n u n te r E in w ir ku n g v o n A lk a liv e rb in d u n g e n u n d K ie se ls ä u re a u f R o h p h o sp h a t P h o sp h a t b e w e r t e t a ls a lk a lis c h a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P 2 O 5 ; S ie b d u rc h g a n g : 9 6 % b e i 0 ,6 3 m m , 7 5 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n z: 0 ,8 % P 2 O 5 A lk a lis c h a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P h o sp h a t 2 5 % P 2 O 5 G lü h p h o sp h a t b e i H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b : – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : ko n ze n tr ie rt e s S u p e rp h o sp h a t – M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : 2 5 % P 2 O 5 b ei H er st el lu n g n ac h S p al te 5 B u ch st ab e c: – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : T ri p le S u p e rp h o sp h a t – M i n d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : 3 8 % P 2 O 5 – Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 : M o n o c a lc iu m p h o sp h a t. M o n o c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m su lfa t; A u fs c h lie ß e n g e m a h le n e n R o h p h o sp h a ts m it a ) S c h w e fe ls ä u re b ) S c h w e fe ls ä u re u n d P h o sp h o rs ä u re c ) P h o sp h o rs ä u re P h o sp h a t b e w e rt e t a ls n e u tr a la m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 9 3 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h , T o le ra n ze n : n e u tr a l a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,9 % P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h e s P 2 O 5 b e i T ri p le su p e rp h o sp h a t: 1 ,3 % P 2 O 5 N e u tr a l a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P h o sp h a t, w a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t 1 6 % P 2 O 5 S u p e rp h o sp h a t 2394 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .3 V o rg a b e n f ü r P h o sp h a td ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 A lu m in iu m C a lc iu m p h o sp h a t; th e rm is c h e s A u fs c h lie ß e n vo n R o h p h o sp h a t P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 7 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 in a lk a lis c h e m A m m o n c it ra t lö sl ic h , S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,6 3 m m , 9 0 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n z: m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 , a lk a lis c h a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s. P 2 O 5 : 1 / 1 0 d e s G e h a lt s a n P h o sp h a t, h ö c h st e n s 2 G e w ic h ts p ro ze n te ; d ie fü r P h o sp h a t fe st g e se tz te T o le ra n z d a rf in sg e sa m t n ic h t ü b e rs c h ri tt e n w e rd e n M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, a lk a lis c h a m m o n c it ra t lö sl ic h e s P h o sp h a t 3 0 % P 2 O 5 A lu m in iu m C a lc iu m p h o sp h a t M o n o , T ri c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m su lfa t; T e ila u fs c h lie ß e n g e m a h le n e n R o h p h o sp h a ts m it S c h w e fe l o d e r P h o sp h o rs ä u re P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 4 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h , S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,6 3 m m , 9 0 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n ze n : 0 ,8 % P 2 O 5 , w a ss e rl ö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,9 % P 2 O 5 M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, w a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t 2 0 % P 2 O 5 T e ila u fg e sc h lo ss e n e s R o h p h o sp h a t Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2395 1 .3 V o rg a b e n f ü r P h o sp h a td ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D e r S ie b d u rc h g a n g b e i 0 ,0 6 3 m m m u ss a n g e g e b e n s e in . T ri c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m c a rb o n a t; V e rm a h le n w e ic h e rd ig e n R o h p h o sp h a ts P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra l sä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 5 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 in 2 % ig e r A m e i se n sä u re lö sl ic h , S ie b d u rc h g a n g : 9 9 % b e i 0 ,1 2 5 m m , 9 0 % b e i 0 ,0 6 3 m m T o le ra n z: m in e ra l s ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 , a m e is e n sä u re lö sl ic h e s. P 2 O 5 : 1 / 1 0 d e s G e h a lt s a n P h o sp h a t, h ö c h s te n s 2 G e w ic h ts p ro ze n te , d ie fü r P h o sp h a t fe st g e se tz te T o le ra n z d a rf in sg e sa m t n ic h t ü b e rs c h ri tt e n w e r d e n M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, in 2 % ig e r A m e is e n sä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t 2 5 % P 2 O 5 W e ic h e rd ig e s R o h p h o sp h a t 2396 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .4 V o rg a b e n f ü r P h o sp h a td ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 M o n o , T ri c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m su lfa t; T e ila u fs c h lie ß e n g e m a h le n e n R o h p h o sp h a ts m it S c h w e fe ls ä u re P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra l sä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 4 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 in 2 % ig e r a m e i se n sä u re lö sl ic h , m in d e st e n s 2 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h , T o le ra n ze n : m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 , w a ss e rl ö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,9 % P 2 O 5 M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, in 2 % ig e r A m e is e n sä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, w a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t 2 3 % P 2 O 5 R o h p h o sp h a t m it w a ss e rl ö sl ic h e m A n te il E in G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m M a g n e si u m o xi d d a rf a n g e g e b e n s e in . M o n o , T ri c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m su lfa t, M a g n e si u m su lfa t; T e ila u fs c h lie ß e n g e m a h le n e n R o h p h o sp h a ts m it S c h w e fe l o d e r P h o s p h o rs ä u re , Z u g a b e v o n M a g n e si u m su lfa t o d e r M a g n e si u m o xi d P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 4 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h , S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,6 3 m m , 9 0 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n ze n : m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,9 % P 2 O 5 , 0 ,9 % M g O M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, w a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t, G e sa m t M a g n e si u m o xi d 1 6 % P 2 O 5 6 % M g O T e ila u fg e sc h lo ss e n e s R o h p h o sp h a t m it M a g n e si u m M in d e st g e h a lt a n S ili c a t 2 0 % . S ili c iu m o xi d e , N a tr iu m h yd ro g e n p h o sp h a te , C a lc iu m p h o sp h a te , N a tr iu m su lfa t, N a tr iu m si lic a t; A u fs c h lu ss v o n W a ss e rg la s m it S c h w e fe l u n d P h o sp h o rs ä u re P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra l sä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t; 5 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 w a ss e rl ö sl ic h , T o le ra n ze n : 0 ,8 % P 2 O 5 , w a ss e rl ö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,9 % P 2 O 5 M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, w a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t 8 % P 2 O 5 P h o sp h a t m it S ili c iu m D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m M a g n e si u m o xi d d a rf a n g e g e b e n s e in . D ic a lc iu m p h o sp h a t, M a g n e si u m p h o sp h a t; F ä lle n m in e ra lis c h e r P h o sp h a te , a u c h vo n a u s K n o c h e n g e lö st e r P h o sp h o r sä u r e , Z u g a b e v o n – M a g n e si u m c a rb o n a t – M a g n e si u m su lfa t P h o sp h a t b e w e rt e t a ls a lk a lis c h a m m o n c it ra tl ö sl ic h e s P 2 O 5 ; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,6 3 m m , 9 0 % b e i 0 ,1 6 m m , T o le ra n ze n : 0 ,8 % P 2 O 5 , 0 ,9 % M g O A lk a lis c h a m m o n c it ra t lö sl ic h e s P h o sp h a t G e sa m t M a g n e si u m o xi d 2 0 % P 2 O 5 6 % M g O D ic a lc iu m p h o sp h a t m it M a g n e si u m Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2397 1 .4 V o rg a b e n f ü r P h o sp h a td ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l d a rf n u r in g e sc h lo ss e n e n B e h ä lt e rn in d e n V e rk e h r g e b ra c h t w e rd e n . D u rc h M is c h e n v o n P h o sp h o rs ä u re m it N a tr o n la u g e g e w o n n e n e s E rz e u g n is P h o sp h a t b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t; p H W e rt d e r L ö su n g : 4 ,6 b is 5 ,2 , T o le ra n z: 0 ,9 % P 2 O 5 W a ss e rl ö sl ic h e s P h o sp h a t 2 0 % P 2 O 5 P h o sp h a td ü n g e r L ö su n g D e r S ie b d u rc h g a n g b e i 0 ,0 6 3 m m m u ss a n g e g e b e n s e in . T ri c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m c a rb o n a t, M a g n e si u m su lfa t; V e rm a h le n w e ic h e rd ig e n R o h p h o sp h a ts , Z u g a b e v o n M a g n e si u m su lfa t P h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra l sä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 ; m in d e st e n s 5 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 in 2 % ig e r a m e i se n sä u re lö sl ic h ; S ie b d u rc h g a n g : 9 9 % b e i 0 ,1 2 5 m m , 9 0 % b e i 0 ,0 6 3 m m T o le ra n ze n : m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 , a m e is e n sä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 1 / 1 0 d e s G e h a lt s a n P h o sp h a t, h ö c h st e n s 2 G e w ic h ts p ro ze n te ; d ie fü r P h o sp h a t fe st g e se tz te T o le ra n z d a rf in sg e sa m t n ic h t ü b e rs c h ri tt e n w e rd e n , 0 ,9 % M g O M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, in 2 % ig e r A m e is e n sä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, G e sa m t M a g n e si u m o xi d 1 6 % P 2 O 5 6 % M g O W e ic h e rd ig e s R o h p h o sp h a t m it M a g n e si u m S ie b d u rc h g a n g b e i 0 ,1 6 m m m u ss a n g e g e b e n s e in . B e i H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b : D ie T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 la u te t „P h o sp h a t a u s A sc h e n t ie ri sc h e r H e rk u n ft “. T ri c a lc iu m p h o sp h a t, C a lc iu m c a rb o n a t; a ) V e rm a h le n w e ic h e rd ig e n R o h p h o s p h a ts o d e r b ) V e rw e n d e n v o n A sc h e n a u s d e r V e rb re n n u n g t ie ri sc h e r S to ff e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 N u m m e r 1 3 R o h p h o sp h a t b e w e rt e t a ls m in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t; m in d e st e n s 4 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n P 2 O 5 in 2 % ig e r a m e i se n sä u re lö sl ic h , S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,3 1 5 m m , 9 0 % b e i 0 ,1 6 m m T o le ra n ze n : m in e ra l s ä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 0 ,8 % P 2 O 5 , a m e is e n sä u re lö sl ic h e s P 2 O 5 : 1 /1 0 d e s G e h a lt s a n P h o sp h a t, h ö c h st e n s 2 G e w ic h ts p ro ze n te ; d ie fü r P h o sp h a t fe st g e se tz te T o le ra n z d a rf in sg e sa m t n ic h t ü b e rs c h ri tt e n w e rd e n M in e ra ls ä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t, in 2 % ig e r A m e is e n sä u re lö sl ic h e s P h o sp h a t 2 3 % P 2 O 5 R o h p h o sp h a t g e m a h le n 2398 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .5 V o rg a b e n f ü r K a lid ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 M a g n e si u m su lfa tm o n o h yd ra t, K a liu m su lfa t; A u fb e re it e n v o n K ie se ri t u n te r Z u g a b e vo n K a liu m su lfa t M a g n e si u m in F o rm w a ss e rl ö sl ic h e r S a lz e , a u sg e d rü c kt a ls M a g n e si u m o xi d , K a li b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O , H ö c h st g e h a lt a n C h lo ri d 3 % C l T o le ra n ze n : 1 ,0 % K 2 O , 0 ,9 % M g O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d , w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d 8 % K 2 O 8 % M g O in sg e sa m t 2 0 % K ie se ri t m it K a liu m su lfa t B e i Z u g a b e v o n M a g n e si u m sa lz e n : – S p a lt e 1 : T yp e n b e ze ic h n u n g „ K a liu m su lfa t m it M a g n e si u m “ – S p a lt e 2 : 2 2 % K 2 O , 8 % M g O – Z u sä tz lic h in S p a lt e 3 : w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d – Z u sä tz lic h in S p a lt e 4 : M a g n e si u m in F o rm w a ss e rl ö sl ic h e r S a lz e , a u sg e d rü c kt a ls M a g n e si u m o xi d . K a liu m su lfa t; a u c h Z u g a b e v o n M a g n e si u m sa lz e n K a liu m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O ; G e h a lt a n C h lo ri d h ö c h st e n s 3 % C l, T o le ra n ze n fü r K a liu m su lfa t: 0 ,5 % K 2 O , fü r K a liu m su lfa t m it M a g n e si u m : 1 ,5 % K 2 O 0 ,9 % M g O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 4 7 % K 2 O K a liu m su lfa t B e i Z u g a b e v o n M a g n e si u m sa lz e n : – S p a lt e 1 : T yp e n b e ze i c h n u n g „ K a li u m c h lo ri d m it M a g n e si u m “ – S p a lt e 2 : 5 % M g O – Z u sä tz lic h in S p a lt e 3 : w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d – Z u sä tz lic h in S p a lt e 4 : M a g n e si u m in F o rm w a ss e rl ö sl ic h e r S a lz e , a u sg e d rü c kt a ls M a g n e si u m o xi d . K a liu m c h lo ri d ; A u fb e re it e n v o n K a lir o h sa lz e n , a u c h Z u g a b e v o n M a g n e si u m sa lz e n K a li b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O T o le ra n ze n : fü r K a liu m c h lo ri d b is 5 5 % : 1 ,0 % K 2 O , ü b e r 5 5 % : 0 ,5 % K 2 O fü r K a liu m c h lo ri d m it M a g n e si u m : 1 ,5 % K 2 O , 0 ,9 % M g O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 3 7 % K 2 O K a liu m c h lo ri d B e i Z u g a b e v o n K a liu m c h lo ri d : T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : A n g e re ic h e rt e s K a lir o h sa lz M in d e st g e h a lt e n a c h S p a lt e 2 : 1 8 % K 2 O D ie A n fo rd e ru n g e n fü r M a g n e si u m in d e n S p a lt e n 2 b is 5 e n tf a lle n D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m M a g n e si u m o xi d d a rf a n g e g e b e n s e in , w e n n e r m in d e st e n s 5 % M g O b e tr ä g t . K a lir o h sa lz ; a u c h Z u g a b e v o n K a liu m c h lo ri d K a li b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O ; M a g n e si u m in F o rm w a ss e r lö sl ic h e r S a lz e , a u sg e d rü c kt a ls M a g n e si u m o xi d , T o le ra n ze n : K a lir o h sa lz 1 ,5 % K 2 O , A n g e re ic h e rt e s K a lir o h sa lz 1 , 0 % K 2 O , 0 ,9 % M g O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d , w a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d 1 0 % K 2 O 5 % M g O K a lir o h sa lz Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2399 1 .6 V o rg a b e n f ü r K a lid ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l d a rf n u r in g e sc h lo ss e n e n B e h ä lt e rn in V e rk e h r g e b ra c h t w e rd e n u n d m u ss m it H in w e is e n z u r sa c h g e re c h te n A n w e n d u n g g e ke n n ze ic h n e t se in . D u rc h M is c h e n v o n K a liu m su lfa t u n d S c h w e fe ls ä u re g e w o n n e n e s E rz e u g n is K a li b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S ; T o le ra n ze n : 1 ,0 % K 2 O , 0 ,5 % S W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d , w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 6 % K 2 O 6 % S K a liu m S u lfa t L ö su n g In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d e r K la m m e r a u sd ru c k d u rc h d ie B e ze ic h n u n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 9 S p a lt e 1 z u e rs e tz e n . D a s H e rs te llu n g sv e rf a h re n n a c h A n la g e 2 T a b e lle 9 S p a lt e 2 is t a n zu g e b e n . K a liu m sa lz e ; e in A u sg a n g ss to ff n a c h A n la g e 2 T a b e lle 9 S p a lt e 1 , a u c h a ls L ö su n g K a li b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O ; T o le ra n z: 1 ,0 % K 2 O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 1 0 % K 2 O K a liu m d ü n g e r a u s [B e ze ic h n u n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 9 S p a lt e 1 ] D a s D ü n g e m it te l d a rf n u r in g e sc h lo ss e n e n B e h ä lt e rn in V e rk e h r g e b ra c h t w e rd e n . K a liu m h yd ro xi d , K a liu m fo rm ia t; L ö se n in W a ss e r K a li b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O ; T o le ra n z: 1 ,0 % K 2 O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 2 0 % K 2 O K a liu m d ü n g e r L ö su n g K a liu m su lfa t K a liu m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K 2 O ; G e h a lt a n C h lo ri d h ö c h st e n s 3 % C l, T o le ra n z: 0 ,5 % K 2 O W a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 3 5 % K 2 O K a liu m su lfa t u m h ü llt 2400 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1.7 Kalkdünger V o r b e m e r k u n g e n 1. Düngemitteln dieses Abschnittes, mit Ausnahme von Kalkdüngern aus Aus gangstoffen nach Anlage 2 Tabelle 10 Ziffern 8 bis 11, dürfen Düngemitteln nach Abschnitt 1, ausgenommen ammoniumhaltige Stickstoffdünger des Abschnittes 1.1 und Kalkdünger dieses Abschnittes, zugegeben sein, wenn mindestens ein Nährstoffgehalt von 3 % N, 3 % P2O5, 3 % K2O, 2 % S oder 2 % Na erreicht wird. Kohlensaurem Kalk darf Azotobakter auf Torf zugege ben sein, wenn 1000 wirksame Azotobakterzellen je Gramm Endprodukt erreicht werden. Ferner darf Kohlensaurem Kalk maximal 30 % Brennraum asche von unbehandeltem Waldholz zugegeben sein, wenn durch eine deutli che Kennzeichnung auf die ausschließliche Rückführung auf forstliche Stand orte hingewiesen wird. 1.1. Kalkdünger, die bereits aus einer solchen Kombination bestehen, dürfen nicht erneut zur Mischung verwendet sein. 1.2. Die Mindestgehalte nach Spalte 2 des jeweiligen Ausgangstyps reduzie ren sich für das jeweilige Endprodukt um 1/3, soweit nicht ausschließlich eine Zugabe von Magnesiumdüngern erfolgt. 2. Bei Zugabe von Stoffen nach Ziffer 1 ist die Typenbezeichnung um das Wort „mit“ und den zugegebenen Stoff nach Ziffer 1 zu ergänzen. 3. Für Kalkdünger gelten die Mindestgehalte nach Spalte 2 und, vorbehaltlich der besonderen Bestimmungen in Spalte 6, die angegebenen Gehalte an CaO oder CaCO3 auch dann als erreicht, wenn das Düngemittel anstelle eines Tei les CaO einen Teil MgO und anstelle eines Teiles CaCO3 einen Teil MgCO3 enthält. 4. Ab einem Gehalt an MgCO3 von 15 % oder MgO von 7 % darf statt der Magnesiumangabe nach Vorbemerkung 3.1.3 die Typenbezeichnung um das vorgestellte Wort „Magnesium“ ergänzt sein; Kohlensaurer Kalk darf nach Satz 1 erster Teilsatz nur als „Kohlensaurer Magnesiumkalk“ bezeichnet sein. 5. Zusätzlich zur Angabe der Gehalte nach Spalte 2 der Typenbeschreibung sind die Gehalte an basisch wirksamen Bestandteilen, bewertet als CaO, anzuge ben. Hierbei darf in Klammern zusätzlich die Bezeichnung „Neutralisations wert“ angefügt sein. 6. Toleranzen: – Magnesium: 1,0 % MgCO3 oder 1,0 % MgO – basisch wirksame Bestandteile: 3,0 % – Schwefel: 0,5 % – bei zugegebenen Nährstoffen: ein Viertel des angegebenen Gehaltes, jedoch höchstens 1 % absolut Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2401 1 .7 V o rg a b e n f ü r K a lk d ü n g e r T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l d a rf a ls „ B ra n n tk a lk , kö rn ig “ o d e r „M a g n e si u m B ra n n tk a lk , kö rn ig “ b e ze ic h n e t se in , w e n n e s zu sä tz lic h fo lg e n d e n A n fo rd e ru n g e n e n ts p ri c h t: S ie b d u rc h g a n g : b is z u 5 % b e i 0 ,4 m m . Im R a h m e n d e r H in w e is e z u r sa c h g e re c h te n A n w e n d u n g d e r H in w e is : „ N ic h t zu r V e rw e n d u n g in d e r F o rs tw ir ts c h a ft g e e ig n e t“ . C a lc iu m o xi d , d a n e b e n a u c h M a g n e si u m o xi d ; a u s K a lk st e in , D o lo m it o d e r K re id e n a tü rl ic h e r L a g e rs tä tt e n , d u rc h B re n n e n K a lk b e w e rt e t a ls C a O ; B e im I n ve rk e h rb ri n g e n d ü rf e n n ic h t m e h r a ls 9 % C a O a ls C a rb o n a t vo rl ie g e n , S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 6 ,3 m m T o le ra n z: 3 ,0 % C a O , d a vo n b is z u 1 ,0 % M g O C a lc i u m o xi d 6 5 % C a O B ra n n tk a lk D a s D ü n g e m it te l d a rf m it d e m H in w e is „l e ic h t u m se tz b a r“ g e ke n n ze ic h n e t se in , w e n n d ie R e a kt iv it ä t m in d e st e n s 8 0 % b e tr ä g t. B e i d e r Z u g a b e v o n A zo to b a kt e r a u f T o rf : D a s D ü n g e m it te l d a rf z u sä tz lic h a ls A Z K a lk b e ze ic h n e t se in , w e n n e s m in d e st e n s 1 0 0 0 w ir ks a m e A zo to b a c te rz e lle n je g , b e w e rt e t n a c h ih re m W a c h st u m a u f A g a rp la tt e n , e n th ä lt . B e i d e r H e rs te llu n g a u s M e e re sa lg e n : – d a s D ü n g e m it te l m u ss a ls „ K o h le n sa u re r K a lk a u s M e e re sa lg e n “ b e ze ic h n e t se in , – M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : 6 5 % C a C O 3 . B e i d e r Z u g a b e v o n M a g n e si t is t d e r zu g e g e b e n e M e n g e n a n te il a n zu g e b e n . B e i d e r Z u g a b e v o n H o lz a sc h e : – M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 : 7 0 % C a C O 3 . – D a s D ü n g e m it te l m u ss m it d e m H in w e is „ E n th ä lt H o lz a sc h e – a u ss c h lie ß lic h z u r R ü c kf ü h ru n g a u f f o rs tl ic h e S ta n d o rt e b e st im m t“ g e ke n n ze ic h n e t se in . C a lc iu m c a rb o n a t, d a n e b e n a u c h M a g n e si u m c a rb o n a t; a ) a u s K re id e , K a lk st e in , D o lo m it n a tü rl ic h e r L a g e rs tä tt e n o d e r b ) a u s M e e re sa lg e n , fü r a ): a u c h Z u g a b e v o n M a g n e si t K a lk b e w e rt e t a ls C a C O 3 ; S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 3 ,1 5 m m , 7 0 % b e i 1 ,0 m m , R e a kt iv it ä t, b e w e rt e t n a c h U m se tz u n g in v e rd ü n n te r S a lz sä u re , m in d e st e n s 3 0 % , a b e in e m G e h a lt v o n 2 5 % M g C O 3 m in d e st e n s 1 0 % , T o le ra n z: 3 ,0 % C a C O 3 C a lc iu m c a rb o n a t 7 5 % C a C O 3 K o h le n sa u re r K a lk 2402 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .7 V o rg a b e n f ü r K a lk d ü n g e r T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g is t d e r K la m m e r a u sd ru c k d u rc h d ie B e ze ic h n u n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 0 S p a lt e 1 z u e rs e tz e n . O xi d e , H yd ro xi d e , S ili c a te o d e r C a rb o n a te v o n C a lc iu m u n d M a g n e si u m ; a u s n u r e in e m S to ff n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 0 K a lk b e w e rt e t a ls C a O , B a si sc h w ir ks a m e B e st a n d te ile , b e w e rt e t a ls C a O ; R e a kt iv it ä t, b e w e rt e t n a c h U m se tz u n g in v e rd ü n n te r S a lz sä u re , m in d e st e n s 3 0 % , a b e in e m G e h a lt vo n 2 5 % M g C O 3 m in d e st e n s 1 0 % , T o le ra n z: 2 ,0 % C a O C a lc iu m o xi d 3 0 % C a O in d e r T M K a lk d ü n g e r a u s [B e ze ic h n u n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 0 S p a lt e 1 ] A u sg a n g ss to ff e u n d A rt d e r H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . S ili ka te u n d O xi d e v o n C a lc iu m u n d M a g n e si u m a u s d e r H e rs te llu n g u n le g ie rt e r S tä h le ; a ) V e rm a h le n v o n K o n ve rt e rs c h la c ke b ) A b si e b e n z e rf a lle n e r K o n ve rt e r sc h la c ke c ) A b si e b e n z e rf a lle n e r P fa n n e n sc h la c ke K a lk b e w e rt e t a ls C a O ; S ie b d u rc h g a n g b e i H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e a ) 9 7 % b e i 1 ,0 m m 8 0 % b e i 0 ,3 1 5 m m b ) 9 7 % b e i 3 ,1 5 m m 4 0 % b e i 0 ,3 1 5 m m c ) 9 7 % b e i 3 ,1 5 m m 5 0 % b e i 0 ,3 1 5 m m b e i S ie b d u rc h g a n g n a c h B u c h st a b e b : L ö sl ic h ke it v o n C a lc iu m u n d M a g n e si u m , b e w e rt e t n a c h U m se tz u n g in v e r d ü n n te r S a lz sä u re , m in d e st e n s 3 0 % T o le ra n z: 2 ,0 % C a O C a lc iu m o xi d 4 0 % C a O K o n ve rt e rk a lk B e i S ie b d u rc h g a n g n a c h S p a lt e 4 B u c h st a b e b m u ss d a s D ü n g e m it te l m it e in e m H in w e is a u f e in e s ta rk v e rl a n g sa m te W ir ku n g g e ke n n ze ic h n e t se in . S ili ka te v o n C a lc iu m u n d M a g n e si u m ; a u s H o c h o fe n sc h l a c ke K a lk b e w e rt e t a ls C a O ; S ie b d u rc h g a n g a ): 9 7 % b e i 1 ,0 m m 8 0 % b e i 0 ,3 1 5 m m o d e r b ): 9 7 % b e i 3 ,1 5 m m T o le ra n z: 2 ,0 % C a O C a lc iu m o xi d 4 2 % C a O H ü tt e n ka lk B e ze ic h n u n g n a c h S p a l t e 1 g ilt a u c h fü r re c a rb o n a ti si e rt e n B ra n n tk a lk . Im R a h m e n d e r H in w e is e z u r sa c h g e re c h te n A n w e n d u n g d e r H in w e is : „ N ic h t zu r V e rw e n d u n g in d e r F o rs tw ir ts c h a ft g e e ig n e t“ . C a lc iu m c a rb o n a t, h yd ro xi d o d e r o xi d , d a n e b e n a u c h M a g n e si u m c a r b o n a t, h yd ro xi d o d e r o xi d a u s K a lk st e in , D o lo m it o d e r K re id e n a tü rl ic h e r L a g e rs tä tt e n ; d u rc h M is c h e n o d e r B re n n e n , a u c h te ilw e is e s B re n n e n K a lk b e w e rt e t a ls C a O ; h ö c h st e n s 7 5 % d e s C a O a ls C a rb o n a t S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 4 ,0 m m , 5 0 % b e i 0 ,8 m m T o le ra n z: 3 ,0 % C a O C a lc iu m o xi d 5 5 % C a O M is c h ka lk Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2403 1 .8 V o rg a b e n f ü r S e k u n d ä rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 S c h w e fe l a u s N a tu r o d e r In d u st ri e h e rk ü n ft e n S c h w e fe l b e w e rt e t a l s S ; T o le ra n z: 0 ,3 6 S S c h w e fe l 9 8 % S E le m e n ta re r S c h w e fe l M a g n e si u m c h lo ri d ; A u flö se n v o n M a g n e si u m c h lo ri d in W a ss e r M a g n e si u m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M g ; H ö c h st g e h a lt a n C a lc iu m 2 % C a , T o le ra n z: 0 ,9 % M g O W a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m 8 % M g 1 3 % M g O M a g n e si u m c h lo ri d L ö su n g A l s S u sp e n si o n : – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : M a g n e si u m h yd ro xi d S u sp e n si o n – M in d e st g e h a lt e n a c h S p a lt e 2 : 2 4 % M g O . M a g n e si u m h yd ro xi d ; a u c h S u sp e n d ie re n M a g n e si u m b e w e rt e t a ls G e sa m t M a g n e si u m o xi d ; S ie b d u rc h g a n g : 9 9 % b e i 0 ,0 6 3 m m , T o le ra n z: 0 ,9 % M g O G e sa m t M a g n e si u m o xi d 6 0 % M g O M a g n e si u m h yd ro xi d D ie A n g a b e d e s S c h w e fe lg e h a lt s is t w a h lfr e i. M a g n e si u m su lfa t M o n o h yd ra t M a g n e si u m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M g O , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e r S ; T o le ra n ze n : 0 ,9 % M g O , 0 ,3 6 % S , o h n e K e n n ze ic h n u n g a ls E G D ü n g e m it te l: 0 ,5 % S W a ss e rl ö s l ic h e s M a g n e si u m o xi d , w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 2 4 % M g O 1 8 % S K ie se ri t D ie A n g a b e d e s S c h w e fe lg e h a lt s is t w a h lfr e i. B e i H e rs te llu n g n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b : – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : M a g n e si u m su lfa tl ö su n g – M in d e st g e h a lt e n a c h S p a lt e 2 : 5 % M g O , 4 % S . a ) M a g n e si u m su lfa t (7 M o le H 2 O ) b ) A u flö se n v o n M a g n e si u m su lfa t in W a ss e r M a g n e si u m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M g O , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e r S ; T o le ra n ze n : 0 ,9 % M g O , 0 ,3 6 % S , o h n e K e n n ze ic h n u n g a ls E G D ü n g e m it te l: 0 ,5 % S W a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d , w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 1 5 % M g O 1 1 % S M a g n e si u m su lfa t C a lc iu m c h l o ri d C a lc iu m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s C a ; T o le ra n z: 0 ,6 4 % C a C a lc iu m 8 % C a C a lc iu m c h lo ri d L ö su n g 2404 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .8 V o rg a b e n f ü r S e k u n d ä rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D ie A n g a b e d e s C a lc iu m g e h a lt s is t w a h lfr e i. C a lc iu m su lfa t in v e rs c h ie d e n e n H yd ra ti o n sg ra d e n a u s N a tu r o d e r In d u st ri e h e rk ü n ft e n S c h w e f e l b e w e rt e t a ls S ; C a lc iu m b e w e rt e t a ls C a ; S ie b d u rc h g a n g : 9 9 % b e i 1 0 m m , 8 0 % b e i 2 m m T o le ra n ze n : 0 ,6 4 % C a , 0 ,3 6 % S S c h w e fe l, C a lc iu m 1 4 % S , 1 8 % C a C a lc iu m su lfa t Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2405 1 .9 V o rg a b e n f ü r S e k u n d ä rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 B e i Z u g a b e v o n K a liu m su lfa t: – T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 : K ie se ri t m it K a li u n d M a g n e si u m c a rb o n a t, – M in d e st g e h a lt e n a c h S p a lt e 2 : 8 % M g O , 6 % K 2 O , i n sg e sa m t 2 0 % M a g n e si u m su lfa t M o n o h yd ra t, M a g n e si u m c a rb o n a t a u s ko h le n sa u re m M a g n e si u m ka lk ; a u c h Z u g a b e v o n K a liu m su lfa t M a g n e si u m b e w e rt e t a ls M a g n e si u m o xi d ; m in d e st e n s 6 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt s a n M g O w a ss e rl ö sl ic h T o le ra n ze n : 0 ,9 % M g O , 1 % K 2 O M a g n e si u m o xi d 2 0 % M g O K ie se ri t m it M a g n e si u m c a rb o n a t C a lc iu m fo rm ia t C a lc iu m b e w e rt e t a ls w a ss e r lö sl ic h e s C a C a lc iu m 2 7 % C a C a lc iu m fo rm ia t D ie A n g a b e d e s C a lc iu m g e h a lt s is t w a h lfr e i. C a lc iu m su lfa t in v e rs c h ie d e n e n H yd ra ti o n sg ra d e n a u s N a tu r o d e r In d u st ri e h e rk ü n ft e n S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S ; C a lc iu m b e w e rt e t a ls C a ; S ie b d u rc h g a n g : 9 9 % b e i 1 0 m m , 8 0 % b e i 2 m m T o le ra n ze n : 0 ,6 4 % C a , 0 ,5 % S S c h w e fe l, C a lc iu m 1 4 % S , 1 8 % C a C a lc iu m su lfa t C a lc iu m c h lo ri d C a lc iu m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s C a T o le ra n z: 0 ,6 4 C a C a lc iu m 1 5 % C a C a lc iu m c h lo ri d M a g n e si u m o xi d B re n n e n v o n M a g n e si t M a g n e si u m b e w e rt e t a ls M a g n e si u m o xi d ; S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 4 ,0 m m T o le ra n z: 0 ,9 % M g O M a g n e si u m o xi d 7 0 % M g O M a g n e si u m o xi d M a g n e si u m c a rb o n a t; m e c h a n is c h e s A u fb e re it e n v o n M a g n e si t M a g n e si u m b e w e rt e t a ls M a g n e si u m c a rb o n a t; S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 0 ,2 m m , A n g a b e d e r b a si sc h w ir k s a m e n B e st a n d te ile in % C a C O 3 , R e a kt iv it ä t, b e w e rt e t n a c h U m se tz u n g in v e rd ü n n te r S a lz sä u re , m in d e st e n s 1 0 % , T o le ra n z: 2 ,0 % M g C O 3 M a g n e si u m c a rb o n a t 7 0 % M g C O 3 M a g n e si t 2406 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 1 .9 V o rg a b e n f ü r S e k u n d ä rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 S u lfa te , S u lfi te , H yd ro xi d e , O xi d e o d e r C a rb o n a te v o n C a lc iu m ; a u s S p rü h a b so rp ti o n sv e rf a h re n b e i d e r M o n o ve rb re n n u n g v o n S te in ko h le S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S , C a lc iu m b e w e rt e t a ls C a ; S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 1 m m , 8 0 % b e i 0 ,3 1 5 m m , T o le ra n ze n : 0 ,6 4 % C a , 0 ,5 % S S c h w e fe l, C a lc iu m 1 1 % S 2 5 % C a S c h w e fe l C a lc iu m d ü n g e r S u lfa te , S u lfi te , H yd ro xi d e , C a rb o n a te o d e r O xi d e v o n C a lc iu m o d e r M a g n e si u m a u s N a tu r u n d In d u st ri e h e rk ü n ft e n S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S , M a g n e si u m b e w e rt e t a ls M a g n e si u m o xi d ; S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 2 m m ; T o le ra n ze n : 0 ,6 4 % C a , 0 ,5 % S S c h w e fe l, M a g n e si u m o xi d 6 % S 6 % M g O S c h w e fe l M a g n e si u m d ü n g e r S c h w e fe l a u s N a tu r o d e r In d u st ri e h e rk ü n ft e n S c h w e fe l b e w e rt e t a ls S ; S ie b d u rc h g a n g : 9 7 % b e i 0 ,1 m m , T o le ra n z: 0 ,5 S S c h w e fe l fe st : 8 0 % S flü ss ig : 4 0 % S E le m e n ta re r S c h w e fe l Z u g a b e v o n S p u re n n ä h rs to ff e n g e m ä ß A b sc h n it t 4 .1 M a g n e si u m su lfa t (7 M o l e H 2 O ) u n te r Z u g a b e v o n S p u re n n ä h rs to ff e n M a g n e si u m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M g O , S c h w e fe l b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e r S ; T o le ra n ze n : 0 ,9 % M g O , 0 ,5 % S W a ss e rl ö sl ic h e s M a g n e si u m o xi d , w a ss e rl ö sl ic h e r S c h w e fe l 1 0 % M g O 7 % S M a g n e si u m su lfa t m it [S p u re n n ä h rs to ff ] M a g n e si u m o xi d , h yd ro xi d o d e r M a g n e si u m sa lz e ; S u sp e n d ie re n in W a ss e r M a g n e si u m b e w e rt e t a ls M a g n e si u m o xi d ; T o le ra n z: 0 ,9 % M g O M a g n e si u m o xi d 1 5 % M g O M a g n e si u m d ü n g e r S u sp e n si o n – w e it e re r t y p e n b e st im m e n d e r B e st a n d te il n a c h S p a lt e 3 : w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d , – w e it e re E rf o rd e rn is se n a c h S p a lt e 4 : K a liu m b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e n K 2 O , H ö c h st g e h a lt a n C h lo ri d im z u g e g e b e n e n K a liu m su lfa t: 3 % C l Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2407 A b s c h n i t t 2 M i n e r a l i s c h e M e h r n ä h r s t o f f d ü n g e r V o r b e m e r k u n g e n 1. Nährstoffe, Nährstoffformen und Nährstofflöslichkeiten sind entsprechend ihrer Angabe in der Kennzeichnung zu bewerten. 2. In den Spalten 3 und 4 beziehen sich die Nummern bei Stickstoffformen auf Anlage 2 Tabelle 3, bei Phosphatlöslichkeiten auf Anlage 2 Tabelle 4. 3. Ist die Angabe einer Phosphatart nach Anlage 2 Tabelle 6 oder 7 vorgeschrie ben, so muss diese Angabe der Typenbezeichnung hinzugefügt sein. 4. Soweit Ammoniumthiosulfat als Stickstoffkomponente verwendet wird, ist bei Düngemitteln, die nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind, im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung auf eine verlangsamte Wirksam keit hinzuweisen, wenn ein Mengenanteil am Stickstoff von 25 % überschrit ten ist. 5. Toleranzen: 5.1. Die Toleranz beträgt für Stickstoff, Phosphat oder Kaliumoxid jeweils 1,1 % absolut, insgesamt bis zu 1,5 %, bei NPK-Düngern bis zu 1,9 %. 5.2. Die Toleranz je Nährstoffform oder Nährstofflöslichkeit beträgt 1/10 des Gesamtgehaltes des jeweiligen Nährstoffes, höchstens aber 2 %. 5.3. Die Summe der bei dem jeweiligen Düngemitteltyp für die Nährstoffe festgesetzten Toleranzen darf insgesamt nicht überschritten werden. 5.4. Bei Düngemitteln, die nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind, beträgt die erlaubte Toleranz 25 % des angegebenen Gehaltes, jedoch höchstens die unter 5.1 genannten absoluten Werte. 2408 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2 .1 V o rg a b e n f ü r m in e ra lis c h e M e h rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n in W a ss e r (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n in W a ss e r (S u sp e n si o n ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is o h n e Z u sa tz v o n N ä h rs to ff e n t ie ri sc h e n o d e r p fla n zl ic h e n U rs p ru n g s F ü r P h o sp h a t G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e re E rf o rd e rn is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 6 ; fe st : S ie b d u rc h g a n g n a c h A n la g e 2 T a b e lle 5 P h o sp h a t in d e n P h o sp h a tl ö sl ic h ke it e n : fe st : 1 b is 8 L ö su n g : 1 S u sp e n si o n : 1 b is 3 w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 5 % P 2 O 5 5 % K 2 O in sg e sa m t 1 8 % P K D ü n g e r A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n in W a ss e r (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n in W a ss e r (S u sp e n si o n ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is o h n e Z u sa tz v o n N ä h rs to ff e n t ie ri sc h e n o d e r p fla n zl ic h e n U rs p ru n g s, fe st : a u c h Z u g a b e v o n – C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff o d e r – Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff o d e r – F o rm a ld e h yd h a rn st o ff F ü r d ie S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 8 m ü s se n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n , b e i Z u g a b e v o n H a rn st o ff d e ri va te n : m in d e st e n s 2 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s in d e n S ti c ks to ff fo rm e n 6 b is 8 , d a b e i b e i d e r S ti c ks to ff fo rm 7 m in d e st e n s 6 0 % h e iß w a ss e r lö sl ic h S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to ff fo rm e n : fe st : 1 b is 5 , m it H a rn st o ff d e ri va t: 1 b is 4 , 6 b is 8 flü ss ig : 1 b is 4 w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 3 % N 5 % K 2 O in sg e sa m t 1 8 % fe st : b e i Z u g a b e vo n H a rn st o ff d e ri va te n 5 % N a ls L ö su n g : in sg e sa m t 1 5 % N K D ü n g e r A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n in W a ss e r (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n in W a ss e r (S u sp e n si o n ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is o h n e Z u s a tz v o n N ä h rs to ff e n t ie ri sc h e n o d e r p fla n zl ic h e n U rs p ru n g s; fe st : a u c h Z u g a b e v o n – C ro to n yl id e n d ih a rn s t o ff o d e r – Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff o d e r – F o rm a ld e h yd h a rn st o ff F ü r d ie S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 8 m ü s se n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n , b e i Z u g a b e v o n H a rn st o ff d e ri va te n : m in d e st e n s 2 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s in d e n S ti c ks to ff fo rm e n 6 b is 8 , d a b e i b e i d e r S ti c k st o ff fo rm 7 m in d e st e n s 6 0 % h e iß w a ss e rl ö sl ic h , fü r P h o sp h a t: G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e re E rf o rd e r n is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 6 , fe st : S ie b d u rc h g ä n g e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 5 S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to ff fo r m e n : fe st : 1 b is 5 , m it H a rn st o ff d e ri va t: 1 b is 4 , 6 b is 8 flü ss ig : 1 b is 4 P h o sp h a t in d e n P h o sp h a t lö sl ic h ke it e n : fe st : 1 b is 8 L ö su n g : 1 S u sp e n si o n : 1 b is 3 3 % N 5 % P 2 O 5 in sg e sa m t 1 8 % fe st : b e i Z u g a b e vo n H a rn st o ff d e ri va te n : 5 % N N P D ü n g e r Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2409 2 .1 V o rg a b e n f ü r m in e ra lis c h e M e h rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n in W a ss e r (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n in W a ss e r (S u sp e n si o n ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is o h n e Z u sa tz v o n N ä h rs to ff e n t ie ri sc h e n o d e r p fla n zl ic h e n U rs p ru n g s; f e st : a u c h Z u g a b e v o n – C ro to n yl id e n d ih a rn st o ff o d e r – Is o b u ty lid e n d ih a rn st o ff o d e r – F o rm a ld e h yd h a rn st o ff F ü r d ie S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 8 m ü s se n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n , b e i Z u g a b e v o n H a rn st o ff d e ri va te n : m i n d e st e n s 2 5 % d e s a n g e g e b e n e n G e sa m ts ti c ks to ff s in d e n S ti c ks to ff f o rm e n 6 b is 8 , d a b e i b e i d e r S ti c ks to ff fo rm 7 m in d e st e n s 6 0 % h e iß w a ss e r lö sl ic h , fü r P h o sp h a t: G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e re E rf o rd e r n is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 6 , fe st : S ie b d u rc h g ä n g e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 5 S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to f f fo rm e n : fe st : 1 b is 5 m it H a rn st o ff d e ri va t: 1 b is 4 , 6 b is 8 flü ss i g : 1 b is 4 P h o sp h a t in d e n P h o sp h a t lö sl ic h ke it e n : fe st : 1 b is 8 L ö su n g : 1 S u sp e n si o n : 1 b is 3 w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d fe st : 3 % N , b e i Z u g a b e v o n H a rn st o ff d e ri va te n : 5 % N 5 % P 2 O 5 5 % K 2 O in sg e sa m t 2 0 % a ls L ö su n g : 2 % N 3 % P 2 O 5 3 % K 2 O in sg e sa m t 1 5 % a ls S u sp e n si o n : 3 % N 4 % P 2 O 5 4 % K 2 O in sg e sa m t 2 0 % N P K D ü n g e r 2410 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2 .2 V o rg a b e n f ü r m in e ra lis c h e M e h rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 B e i V e rw e n d u n g v o n A sc h e n S p a lt e 5 B u c h st a b e a o d e r b – E rg ä n zu n g d e r T yp e n b e ze ic h n u n g u m d a s W o rt e „ a u s“ u n d d e n v e rw e n d e te n S to ff n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 S p a lt e 1 – b e i V e rw e n d u n g v o n A sc h e n n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b : M in d e st g e h a lt n a c h S p a lt e 2 fe st : 3 % P 2 O 5 3 % K 2 O – ke in e M is c h u n g v o n S to ff e n n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e a m it S to ff e n n a c h S p a lt e 5 B u c h st a b e b G ra n u lie ru n g . A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n (S u sp e n si o n ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is , a u c h u n te r a u ss c h lie ß lic h e r V e rw e n d u n g v o n A sc h e n a ) a u s d e r V e rb re n n u n g t ie ri sc h e r S to ff e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 N u m m e r 1 3 o d e r b ) a u s d e r V e rb re n n u n g p fla n zl ic h e r S to ff e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 N u m m e r 1 4 ; a u c h U m h ü llu n g F ü r P h o sp h a t G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e re E rf o rd e rn is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 7 P h o sp h a t in d e n P h o sp h a tl ö sl ic h ke it e n 1 b is 1 0 w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d fe st : 5 % P 2 O 5 5 % K 2 O a ls S u sp e n si o n 5 % P 2 O 5 5 % K 2 O a ls L ö su n g : 1 % P 2 O 5 1 % K 2 O in sg e sa m t 3 % P K D ü n g e r B e im M is c h e n v o n K a liu m n it ra t m it S a l p e te rs ä u re d a rf d a s D ü n g e m it te l n u r in g e sc h lo ss e n e n B e h ä lt e rn in d e n V e rk e h r g e b ra c h t w e rd e n . A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n (L ö su n g ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is ; a u c h U m h ü llu n g F ü r d ie S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 1 0 m ü s se n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to ff fo rm e n : fe st : 1 b is 1 0 L ö su n g : 1 b is 4 u n d 7 w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d fe st : 3 % N 5 % K 2 O a ls L ö su n g : 1 % N 1 % K 2 O in sg e sa m t 3 % N K D ü n g e r A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ) o d e r d u rc h L ö se n (L ö su n g ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is ; a u c h U m h ü llu n g F ü r d ie S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 1 0 m ü s se n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n , fü r P h o sp h a t G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e re E rf o rd e rn is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 7 S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to ff fo rm e n : fe st : 1 b is 1 0 L ö su n g : 1 b is 4 u n d 7 P h o sp h a t in d e n P h o sp h a t l ö sl ic h ke it e n : fe st : 1 b is 3 L ö su n g : 1 fe st : 3 % N 5 % P 2 O 5 a ls L ö su n g : 1 % N 1 % P 2 O 5 in sg e sa m t 3 % N P D ü n g e r Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2411 2 .2 V o rg a b e n f ü r m in e ra lis c h e M e h rn ä h rs to ff d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 B e i E in sc h lie ß e n in K a p se ln is t d a s D ü n g e m it te l a ls „ ve rk a p se lt “ zu b e ze ic h n e n . B e i V e rw e n d u n g v o n T rä g e rm a te ri a l i st d ie T yp e n b e ze ic h n u n g u m d ie A rt d e s T rä g e r m a te ri a ls z u e rg ä n ze n . B e i V e rw e n d u n g v o n Io n e n a u st a u sc h e rn is t d ie K e n n ze ic h n u n g w ie fo lg t zu e rg ä n ze n : „D a s D ü n g e m it te l i st n u r in S ys te m e n z u ve rw e n d e n , d ie e in e g e tr e n n te E n ts o rg u n g d e s g e b ra u c h te n T rä g e rm a te ri a ls e rm ö g lic h e n “. B e i V e rw e n d u n g v o n A sc h e n S p a lt e 5 B u c h st a b e a o d e r b – E rg ä n zu n g d e r T yp e n b e ze ic h n u n g u m d a s W o rt e „ u n te r V e rw e n d u n g v o n “ u n d d e n v e rw e n d e te n S to ff n a c h S p a l te 5 B u c h st a b e a o d e r b – G ra n u lie ru n g . A u f c h e m is c h e m W e g e o d e r d u rc h M is c h e n (f e st ), L ö se n (L ö su n g ) o d e r S u sp e n d ie re n (S u sp e n si o n ) g e w o n n e n e s E rz e u g n is ; fe st : a u c h L ö se n v o n D ü n g e sa lz e n in W a s se r u n d E in sc h lie ß e n in K a p se ln , a u c h u n te r V e rw e n d u n g v o n A sc h e n a ) a u s d e r V e rb re n n u n g t ie ri sc h e r S to ff e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 N u m m e r 1 3 o d e r b ) a u s d e r V e rb re n n u n g p fla n zl ic h e r S to ff e n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 N u m m e r 1 4 ; a u c h U m h ü llu n g , a u c h A u ft ra g e n a u f f o lg e n d e T rä g e r m a te ri a lie n : – G ra n u la te a u f d e r B a si s vo n T o n u n d G ip s je w e ils n a tü rl ic h e r H e r ku n ft – Io n e n a u st a u sc h e r a u f d e r B a si s vo n S ty ro l D iv in yl b e n zo l C o p o ly m e r B e i d e n S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 1 0 m ü s se n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n , fü r P h o sp h a t: G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e re E rf o rd e r n is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 7 S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to ff fo rm e n : fe st : 1 b is 1 0 L ö su n g : 1 b is 4 , 7 S u sp e n si o n : 1 b is 4 P h o sp h a t in d e n P h o sp h a tl ö sl ic h ke it e n : fe st : 1 b is 7 , 1 0 L ö su n g : 1 S u sp e n s i o n : 1 , 5 , 8 w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d fe st : 3 % N 5 % P 2 O 5 5 % K 2 O a u f T rä g e r m a te ri a l: 1 % N 1 % P 2 O 5 1 % K 2 O in sg e sa m t 4 % a ls L ö su n g : 1 % N 1 % P 2 O 5 1 % K 2 O in sg e sa m t 4 % a ls S u sp e n si o n : 3 % N 4 % P 2 O 5 4 % K 2 O N P K D ü n g e r 2412 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 A b s c h n i t t 3 O r g a n i s c h e u n d o r g a n i s c h - m i n e r a l i s c h e D ü n g e m i t t e l V o r b e m e r k u n g e n 1. Unvermeidbare Fremdstoffe mit einem Siebdurchgang von mehr als 2 mm, die für die Herstellung des Düngemittels oder den Zweck der Düngung uner heblich sind, dürfen einen Anteil von 0,5 % und Steine über 5 mm Siebdurch gang einen Anteil von 5 % an der Trockenmasse nicht überschreiten. 2. Verunreinigungen, die zu Pflanzenschäden oder Verletzungen von Menschen oder Tieren beitragen können, dürfen nicht enthalten sein. 3. Kieselguren dürfen nur enthalten sein, soweit diese in Anlage 2 Tabelle 11 oder 12 genannt sind. 4. Bei einem C : N-Verhältnis von > 30 : 1 ist im Rahmen der Hinweise zur sach gerechten Anwendung auf eine mögliche Stickstofffestlegung im Boden oder im Substrat hinzuweisen. 5. Düngemittel müssen so homogenisiert und ggf. zerkleinert sein, dass eine ausreichende Verteilgenauigkeit gewährleistet ist. 6. Düngemittel dürfen auch in flüssiger Form in den Verkehr gebracht werden. 7. Düngemittel müssen zusätzlich zu den Angaben nach Anlage 3 Nr. 1 mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein: 7.1. im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Lagerung und Anwendung mit zusätzlichen Angaben zu möglichen Veränderungen der Produkt eigenschaften und Angaben zum zeitlichen Verlauf der Verfügbarkeit der Nährstoffe; 7.2. mit dem Gehalt an Ammonium-, Nitrat- oder Carbamidstickstoff, wenn er insgesamt mehr als 15 %, bezogen auf den Gehalt an Gesamtstick stoff, oder mindestens 1 %, bezogen auf das Nettogewicht des Dünge mittels, beträgt; 7.3. mit dem Gehalt an organischer Substanz, bewertet als Glühverlust; 7.4. mit den beim Herstellen verwendeten Stoffen nach Spalte 5; bei Stoffen nach den Anlage 2 Tabelle 11 oder 12 unter Angabe der jeweils verwen deten Stoffe nach Spalte 1 einschließlich ggf. vorgegebener Ergänzun gen der Kennzeichnung nach Spalte 1 und in absteigender Reihenfolge nach eingesetzten Mengenanteilen; bei Mengenanteilen über 50 % unter zusätzlicher Angabe des Prozentwertes, 7.5. im Falle der Verwendung von Stoffen nach § 2 Nr. 3 mit dem Hinweis: „Bei einer Aufbringung auf landwirtschaftlichen Flächen sind Anwen dungs- und Mengenbeschränkungen aus abfallrechtlichen Vorschriften (AbfKlärV, BioAbfV) zu beachten“. 8. Die Typenbezeichnung darf mit den Wörtern „auf der Basis von Torf“ ergänzt sein, wenn im Produkt mehr als 90 % Torf enthalten sind. 9. Die Toleranzen für N, P2O5 oder K2O betragen für angegebene Nährstoffe bis zu 50 % des angegebenen Gehaltes, jedoch nicht mehr als 1 % absolut, für die organische Substanz bis zu 40 % des angegebenen Gehaltes, jedoch nicht mehr als 5 % absolut. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2413 3 . V o rg a b e n f ü r o rg a n is c h e u n d o rg a n is c h m in e ra lis c h e D ü n g e m it te l T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n (b e z o g e n a u f T M ) B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 F ü r d ie B e ze ic h n u n g d e s D ü n g e m it te ls n a c h S p a lt e 1 is t d ie d e n e n th a lt e n e n N ä h rs to ff e n e n ts p re c h e n d e T yp e n b e ze ic h n u n g z u w ä h le n . B e i Z u g a b e v o n S to ff e n n a c h T a b e lle 1 2 B u c h st a b e b : – In d e r T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 is t d a s W o rt „ O rg a n is c h e r“ d u rc h d a s W o rt „ O rg a n i s c h m in e ra lis c h e r“ z u e rs e tz e n . – B e i d e r Z u g a b e v o n D ü n g e m it te ln n a c h A n la g e 1 A b sc h n it t 1 o d e r 2 e rh ö h e n si c h d ie M in d e st g e h a lt e fü r d ie t yp e n b e st im m e n d e n N ä h rs to ff e a u f j e w e ils 3 % . A u fb e re it e n v o n S to ff e n n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 1 ; a u c h Z u g a b e v o n S to ff e n n a c h A n la g e 2 T a b e lle 1 2 S ti c ks to ff b e w e rt e t a ls G e sa m ts ti c ks to ff P h o sp h a t b e w e rt e t a ls G e sa m t P 2 O 5 K a li b e w e rt e t a ls G e sa m t K 2 O G e sa m ts ti c ks to ff , G e sa m tp h o sp h a t, G e sa m tk a liu m o xi d E in n ä h rs to ff d ü n g e r n a c h S p a lt e 1 : 3 % fü r d e n N ä h rs to ff Z w e in ä h rs to ff u n d D re in ä h r st o ff d ü n g e r n a c h S p a lt e 1 : 1 % N 0 ,3 % P 2 O 5 o d e r 0 ,5 % K 2 O O rg a n is c h e r N , P , K , N P , N K , P K o d e r N P K D ü n g e r 2414 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 A b s c h n i t t 4 D ü n g e m i t t e l m i t S p u r e n n ä h r s t o f f e n V o r b e m e r k u n g e n 1. Liegt ein Spurennährstoff ganz oder teilweise in organisch gebundener Form vor, so muss sein Gehalt in dem Düngemittel unmittelbar hinter der Angabe des wasserlöslichen Gehaltes in Gewichtsprozenten angegeben sein, und zwar in der Form „als Chelat von …“ oder „als Komplex von …“; bei der Anga be des Chelat- oder Komplexbildners nach Vorbemerkung 2 kann seine Kurz bezeichnung verwendet sein. 2. Als Spurennährstoffe in Komplexform gelten Verbindungen, bei denen das Metall in einer der in Anlage 2 Tabelle 13 genannten Chelat- oder Komplexbin dungsformen vorliegt. 3. Bei Düngemitteln, die als typenbestimmende Bestandteile nur Spurennähr stoffe enthalten: 3.1. Die Düngemittel dürfen nur in geschlossenen Packungen gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden; auf die Anwendungszeit (Vegetations stand, Wiederholungen) und den Mengenaufwand je Flächeneinheit muss hingewiesen sein; das Düngemittel muss mit dem Hinweis gekenn zeichnet sein: „Nur bei tatsächlichem Bedarf verwenden. Empfohlene Aufwandmenge nicht überschreiten.“ 3.2. Der für eine gute Chelatstabilität maßgebliche pH-Bereich muss angege ben sein. 4. Toleranz für den einzelnen Spurennährstoff: 20 % des angegebenen Gehaltes, jedoch nicht mehr als 0,4 Prozentpunkte. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2415 4 .1 Z u g a b e v o n S p u re n n ä h rs to ff e n z u m in e ra lis c h e n E in u n d M e h rn ä h rs to ff d ü n g e rn 4 .1 .1 V o rg a b e n fü r d ie Z u g a b e v o n S p u re n n ä h rs to ff e n z u m in e ra lis c h e n E in u n d M e h rn ä h rs to ff d ü n g e rn , d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l m u ss m in d e st e n s e in e s d e r in S p a lt e 3 g e n a n n te n S p u re n n ä h r st o ff e e n th a lt e n . A u f d e n A n w e n d u n g sb e re ic h n a c h S p a lt e 2 m u ss h in g e w ie se n s e in . G e h a lt e a n S p u re n n ä h rs to ff e n m ü ss e n a n g e g e b e n s e in , w e n n e in G e h a lt n a c h S p a lt e 2 e rr e ic h t o d e r ü b e rs c h ri tt e n is t. F ü r S p u re n n ä h rs to ff e , d ie a ls n a tü rl ic h e B e g le it st o ff e d e r D ü n g e m it te l n a c h A b sc h n it t 1 o d e r 2 v o rl ie g e n , i st d ie A n g a b e d e s G e h a lt e s w a h lfr e i. B e i d e r A n g a b e d e r G e h a lt e m ü ss e n a n g e g e b e n s e in : – b e i n ic h t vö lli g w a ss e rl ö sl ic h e n N ä h r st o ff e n d e r G e sa m tg e h a lt u n d , w e n n m in d e st e n s d ie H ä lft e d e s G e sa m t g e h a lt e s w a ss e rl ö sl ic h is t, d e r w a ss e rl ö sl ic h e G e h a lt , – b e i v ö lli g w a ss e rl ö sl ic h e n N ä h rs to ff e n d e r w a ss e rl ö sl ic h e G e h a lt . w ie in A b sc h n it t 1 ; Z u g e b e n v o n S p u re n n ä h rs to ff e n S p u re n n ä h rs to ff e b e w e rt e t a ls G e sa m tg e h a lt o d e r w a ss e rl ö sl ic h e r G e h a lt B o r, K o b a lt , K u p fe r, E is e n , M a n g a n , M o ly b d ä n o d e r Z in k A c k e r u n d G rü n la n d 0 ,0 1 % B 0 ,0 0 2 % C o 0 ,0 1 % C u 0 ,5 % F e 0 ,1 % M n 0 ,0 0 1 % M o 0 ,0 1 % Z n G a rt e n b a u o d e r B la tt d ü n g u n g 0 ,0 1 % B 0 ,0 0 2 % C o 1 ) 0 ,0 0 2 % C u 0 ,0 2 % F e 0 ,0 1 % M n 0 ,0 0 1 % M o 0 ,0 0 2 % Z n 1 ) N ic h t i m G a rt e n b a u . T yp e n b e ze ic h n u n g fü r D ü n g e m it te l n a c h A b sc h n it t 1 o d e r 2 , e rg ä n zt – d u rc h d ie A n g a b e „ m it S p u re n n ä h rs to ff “ o d e r – d u rc h d ie A n g a b e „ m it “ so w ie d u rc h d e n N a m e n d e r S p u re n n ä h rs to ff e o d e r ih r c h e m is c h e s S ym b o l i n d e r R e ih e n fo lg e d e r S p a lt e 2 2416 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 4 .1 .2 V o rg a b e n fü r d ie Z u g a b e v o n S p u re n n ä h rs to ff e n z u D ü n g e m it te ln , d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l m u ss m in d e st e n s e in e s d e r in S p a lt e 3 g e n a n n te n S p u re n n ä h r st o ff e e n th a lt e n . 0 rg a n is c h e u n d o rg a n is c h m in e ra li sc h e D ü n g e m it te l d e s A b sc h n it te s 3 ; Z u g e b e n v o n S p u re n n ä h rs to ff e n S p u re n n ä h rs to ff e b e w e rt e t a ls G e sa m tg e h a lt B o r, E is e n , K u p fe r, M a n g a n , M o ly b d ä n o d e r Z in k 0 ,0 1 % B 0 ,0 0 3 % C u 0 ,0 1 % F e 0 ,0 1 % M n 0 ,0 0 1 % M o o d e r 0 ,0 0 2 % Z n T yp e n b e ze ic h n u n g fü r D ü n g e m it te l n a c h A b sc h n it t 3 , e rg ä n zt d u rc h d ie A n g a b e „ m it S p u re n n ä h rs to ff “ o d e r e rg ä n zt d u rc h d ie A n g a b e „ m it “ so w ie d u rc h d e n N a m e n d e r S p u re n n ä h rs to ff e o d e r ih r c h e m is c h e s S ym b o l in d e r R e ih e n fo lg e d e r S p a lt e 2 D a s D ü n g e m it te l m u ss m in d e s t e n s e in e n d e r in S p a lt e 3 g e n a n n te n S p u re n n ä h r st o ff e e n th a lt e n . G e h a lt e a n S p u re n n ä h rs to ff e n m ü ss e n a n g e g e b e n s e in , w e n n e in G e h a lt n a c h S p a lt e 2 e rr e ic h t o d e r ü b e rs c h ri tt e n is t. B e i d e r A n g a b e d e r G e h a lt e m ü ss e n a n g e g e b e n s e in : – b e i n ic h t vö lli g w a ss e rl ö sl ic h e n N ä h r st o ff e n d e r G e sa m tg e h a lt u n d , w e n n m in d e st e n s d ie H ä lft e d e s G e sa m t g e h a lt s w a ss e rl ö sl ic h is t, d e r w a ss e rl ö sl ic h e G e h a lt , – b e i v ö lli g w a ss e rl ö sl ic h e n N ä h rs to ff e n d e r w a ss e rl ö sl ic h e G e h a lt . Im R a h m e n d e r H in w e is e z u r sa c h g e re c h te n A n w e n d u n g m u ss a u f d e n A n w e n d u n g sb e re ic h n a c h S p a lt e 2 h in g e w ie se n se in . M in e ra lis c h e E in u n d M e h rn ä h rs to ff d ü n g e r d e s A b sc h n it te s 1 o d e r 2 ; Z u g e b e n v o n S p u re n n ä h rs to ff e n S p u re n n ä h rs to ff e b e w e rt e t a ls G e sa m tg e h a lt o d e r w a ss e rl ö sl ic h e r G e h a lt B o r, K o b a lt , K u p fe r, E is e n , M a n g a n , M o ly b d ä n o d e r Z in k A c k e r u n d G rü n la n d so w ie F o rs t w ir ts c h a ft 0 ,0 1 % B 0 ,0 0 2 % C o 0 ,0 1 % C u 0 ,5 % F e 0 ,1 % M n 0 ,0 0 1 % M o o d e r 0 ,0 1 % Z n G a rt e n b a u o d e r B la tt d ü n g u n g 0 ,0 1 % B 0 ,0 0 2 % C o 1 ) 0 ,0 0 2 % C u 0 ,0 2 % F e 0 ,0 1 % M n 0 ,0 0 1 % M o o d e r 0 ,0 0 2 % Z n 1 ) N ic h t i m G a rt e n b a u . T yp e n b e ze ic h n u n g fü r D ü n g e m it te l n a c h A b sc h n it t 1 o d e r 2 , e rg ä n zt – d u rc h d ie A n g a b e „ m it S p u re n n ä h r s to ff “ o d e r – d u rc h d ie A n g a b e „ m it “ so w ie d u rc h d e n N a m e n d e r S p u re n n ä h rs to ff e o d e r ih r c h e m is c h e s S ym b o l i n d e r R e ih e n fo lg e d e r S p a lt e 2 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2417 4 .2 D ü n g e m it te l, d ie a ls t yp e n b e st im m e n d e B e st a n d te ile n u r S p u re n n ä h rs to ff e e n th a lt e n 4 .2 .1 V o rg a b e n fü r D ü n g e m it te l, d ie a ls t yp e n b e st im m e n d e n B e st a n d te il n u r e in e n S p u re n n ä h rs to ff e n th a lt e n u n d z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 B o rd ü n g e r K o b a lt d ü n g e r D a s A n io n d e s S a lz e s m u ss a n g e g e b e n se in . E in in C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e r G e h a lt s a n te il u n d d e r C h e la tb ild n e r m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n K o b a lt sa lz o d e r e in e m K o b a lt c h e la t in W a ss e r K o b a lt b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K o b a lt W a ss e rl ö sl ic h e s K o b a lt 2 % C o K o b a lt d ü n g e r L ö su n g D a s A n io n d e s S a lz e s m u ss a n g e g e b e n se in . K o b a lt sa lz K o b a lt b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K o b a lt W a ss e rl ö sl ic h e s K o b a lt 1 9 % C o K o b a lt sa lz D e r C h e la tb ild n e r u n d d e r in C h e la tf o rm vo rl ie g e n d e G e h a lt sa n te il m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . K o b a lt c h e la t K o b a lt b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K o b a lt ; m in d e st e n s 8 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt e s a n K o b a lt in C h e la tf o rm W a ss e rl ö sl ic h e s K o b a lt 2 % C o K o b a lt c h e la t D ie Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 m u ss a n g e g e b e n s e in . S u sp e n d ie re n v o n B o re th a n o l a m in , N a tr iu m b o ra t o d e r B o rs ä u re in W a ss e r B o r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s B o r W a ss e rl ö sl ic h e s B o r 2 % B B o rd ü n g e r S u sp e n si o n D ie Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 m u ss a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n B o re th a n o la m in , N a tr iu m b o ra t o d e r B o rs ä u re in W a ss e r B o r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s B o r W a ss e rl ö sl ic h e s B o r 2 % B B o rd ü n g e r L ö su n g B o rs ä u re ; U m se tz e n v o n B o ra te n m it S ä u re n B o r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s B o r W a ss e rl ö sl ic h e s B o r 1 4 % B B o rs ä u re N a tr iu m b o ra t B o r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s B o r W a ss e rl ö sl ic h e s B o r 1 0 % B N a tr iu m b o ra t B o re th a n o la m in ; U m se tz e n v o n B o rs ä u re m it A m in o e th a n o l B o r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s B o r W a ss e rl ö sl ic h e s B o r 8 % B B o re th a n o la m in C a lc iu m b o ra t; a u s C o le m a n it o d e r P a n d e rm it B o r b e w e rt e t a ls G e sa m tg e h a lt ; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,0 6 3 m m B o r 7 % B C a lc iu m b o ra t 2418 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 4 .2 .1 V o rg a b e n fü r D ü n g e m it te l, d ie a ls t yp e n b e st im m e n d e n B e st a n d te il n u r e in e n S p u re n n ä h rs to ff e n th a lt e n u n d z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 K u p fe rd ü n g e r E in in C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e r G e h a lt sa n te il u n d d e r C h e la tb ild n e r so w ie d a s A n io n d e s S a lz e s m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n K u p fe rs a lz o d e r e in e m K u p fe rc h e la t in W a ss e r K u p fe r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K u p fe r W a ss e rl ö sl ic h e s K u p fe r 3 % C u K u p fe rd ü n g e r L ö su n g S u sp e n d ie re n v o n K u p fe ro xi c h lo ri d K u p fe r b e w e rt e t a ls G e sa m tk u p fe r; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,0 6 3 m m K u p fe r 1 7 % C u K u p fe ro xi c h lo ri d S u sp e n si o n K u p fe ro xi c h lo ri d K u p fe r b e w e rt e t a ls G e sa m tk u p fe r; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,0 6 3 m m K u p fe r 5 0 % C u K u p fe ro xi c h lo ri d K u p fe ro xi d K u p fe r b e w e rt e t a ls G e sa m tk u p fe r; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,0 6 3 m m K u p fe r 7 0 % C u K u p fe ro xi d K u p fe rh yd ro xi d K u p fe r b e w e rt e t a ls G e sa m tk u p fe r; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,0 6 3 m m K u p fe r 4 5 % C u K u p fe rh yd ro xi d D a s A n io n d e s S a lz e s m u ss a n g e g e b e n se in . K u p fe rs a lz K u p fe r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K u p fe r W a ss e rl ö sl ic h e s K u p fe r 2 0 % C u K u p fe rs a lz D e r C h e la tb ild n e r u n d d e r in C h e la tf o rm vo rl ie g e n d e G e h a lt sa n te il m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . K u p fe rc h e la t K u p fe r b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s K u p fe r; m in d e st e n s 8 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt e s a n K u p fe r in C h e la tf o rm W a ss e rl ö sl ic h e s K u p fe r 9 % C u K u p fe rc h e la t D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m K u p fe r d a rf a n g e g e b e n s e in , w e n n e r m in d e st e n s e in V ie rt e l d e s G e sa m tg e h a lt e s a u sm a c h t. E in in C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e r G e h a lt sa n te il u n d d e r C h e la tb ild n e r m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . D ie Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 m u ss a n g e g e b e n s e in . M is c h e n v o n K u p fe rs a lz , K u p fe ro xi d , K u p fe rh yd r o xi d o d e r e in e m K u p fe r c h e la t; a u c h Z u g e b e n v o n u n b e d e n kl ic h e m T rä g e rs to ff K u p fe r b e w e rt e t a ls G e sa m tk u p fe r; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 0 ,0 6 3 m m K u p fe r 5 % C u D ü n g e m it te l a u f K u p fe r b a si s Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2419 4 .2 .1 V o rg a b e n fü r D ü n g e m it te l, d ie a ls t yp e n b e st im m e n d e n B e st a n d te il n u r e in e n S p u re n n ä h rs to ff e n th a lt e n u n d z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 E is e n d ü n g e r M a n g a n d ü n g e r E in in C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e r G e h a lt sa n te il u n d d e r C h e la tb ild n e r so w ie d a s A n io n d e s S a lz e s m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n M a n g a n sa lz o d e r e in e m M a n g a n c h e la t in W a ss e r M a n g a n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M a n g a n W a ss e rl ö sl ic h e s M a n g a n 3 % M n M a n g a n d ü n g e r L ö su n g M a n g a n o xi d M a n g a n b e w e rt e t a ls G e sa m tm a n g a n ; S ie b d u rc h g a n g : 8 0 % b e i 0 ,0 6 3 m m M a n g a n 4 0 % M n M a n g a n o xi d D a s A n io n d e s S a lz e s m u ss a n g e g e b e n se in . M a n g a n sa lz (M n II ) M a n g a n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M a n g a n W a ss e rl ö sl ic h e s M a n g a n 1 7 % M n M a n g a n sa lz D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m M a n g a n d a rf a n g e g e b e n s e in , w e n n e r m in d e st e n s e in V ie rt e l d e s G e sa m tg e h a lt e s a u sm a c h t. D ie Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 m u ss a n g e g e b e n s e in . M is c h e n v o n M a n g a n sa lz u n d M a n g a n o xi d M a n g a n b e w e rt e t a ls G e sa m tm a n g a n M a n g a n 1 7 % M n M a n g a n d ü n g e r D e r C h e la tb ild n e r u n d d e r in C h e la tf o rm vo rl ie g e n d e G e h a lt sa n te il m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . M a n g a n c h e la t M a n g a n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M a n g a n ; m in d e st e n s 8 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt e s a n M a n g a n in C h e la tf o rm W a ss e rl ö sl ic h e s M a n g a n 5 % M n M a n g a n c h e la t E is e n sa lz e ; U m se tz e n v o n E is e n sa lz e n m it P h o s p h o rs ä u re E is e n b e w e rt e t a ls G e sa m te is e n , m in d e st e n s 1 % E is e n w a ss e rl ö sl ic h E is e n 5 % F e E is e n d ü n g e r S u sp e n si o n E in in C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e r G e h a lt sa n te il u n d d e r C h e la tb ild n e r s o w ie d a s A n io n d e s S a lz e s m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n E is e n sa lz o d e r e in e m E is e n c h e la t in W a ss e r E is e n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s E is e n W a ss e rl ö sl ic h e s E is e n 2 % F e E is e n d ü n g e r L ö su n g D a s A n io n d e s M in e ra ls a lz e s m u ss a n g e g e b e n s e i n . E is e n m in e ra ls a lz E is e n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s E is e n W a ss e rl ö sl ic h e s E is e n 1 2 % F e E is e n sa lz D e r C h e la tb ild n e r u n d d e r in C h e la tf o rm vo rl ie g e n d e G e h a lt sa n te il m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . E is e n c h e la t E is e n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s E is e n ; m in d e st e n s 8 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt e s a n E is e n in C h e la tf o rm W a ss e rl ö sl ic h e s E is e n 5 % F e E is e n c h e la t 2420 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 4 .2 .1 V o rg a b e n fü r D ü n g e m it te l, d ie a ls t yp e n b e st im m e n d e n B e st a n d te il n u r e in e n S p u re n n ä h rs to ff e n th a lt e n u n d z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 M o ly b d ä n d ü n g e r Z in k d ü n g e r Z in ko xi d Z in k b e w e rt e t a ls G e sa m tz in k S ie b d u rc h g a n g : 8 0 % b e i 0 ,0 6 3 m m Z in k 7 0 % Z n Z in ko xi d E in in C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e r G e h a lt sa n te il u n d d e r C h e la tb ild n e r so w ie d a s A n io n d e s S a lz e s m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n Z in ks a lz o d e r e in e m Z in kc h e la t in W a ss e r Z in k b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s Z in k W a ss e rl ö sl ic h e s Z in k 3 % Z n Z in kd ü n g e r L ö su n g D e r G e h a lt a n w a ss e rl ö sl ic h e m Z in k d a rf a n g e g e b e n s e in , w e n n e r m in d e st e n s e in V ie rt e l d e s G e sa m tg e h a lt e s a u sm a c h t. D ie Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 m u ss a n g e g e b e n s e in . M is c h e n v o n Z in ks a lz u n d Z in ko xi d Z in k b e w e rt e t a ls G e sa m tz in k Z in k 3 0 % Z n Z in kd ü n g e r D a s A n io n d e s S a lz e s m u ss a n g e g e b e n se in . Z in ks a lz Z in k b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s Z in k W a ss e rl ö sl ic h e s Z in k 1 5 % Z n Z in ks a lz D e r C h e la tb ild n e r u n d d e r in C h e la tf o rm vo rl ie g e n d e G e h a lt sa n te il m ü ss e n a n g e g e b e n s e in . Z in kc h e la t; m in d e st e n s 8 0 % d e s a n g e g e b e n e n G e h a lt e s a n Z n in C h e la tf o rm Z in k b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s Z in k W a ss e rl ö sl ic h e s Z in k 5 % Z n Z in kc h e la t D ie Z u sa m m e n se tz u n g n a c h S p a lt e 5 m u ss a n g e g e b e n s e in . L ö se n v o n N a tr iu m m o ly b d a t o d e r A m m o n iu m m o ly b d a t in W a ss e r M o ly b d ä n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n W a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n 3 % M o M o ly b d ä n d ü n g e r L ö su n g A m m o n iu m m o ly b d a t M o ly b d ä n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö s l ic h e s M o ly b d ä n W a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n 5 0 % M o A m m o n iu m m o ly b d a t N a tr iu m m o ly b d a t M o ly b d ä n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n W a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n 3 5 % M o N a tr iu m m o ly b d a t M is c h e n v o n N a tr iu m m o ly b d a t u n d A m m o n iu m m o ly b d a t M o ly b d ä n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n W a ss e rl ö sl ic h e s M o ly b d ä n 3 5 % M o M o ly b d ä n d ü n g e r Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2421 4 .2 .2 V o rg a b e n fü r D ü n g e m it te l, d ie a ls t yp e n b e st im m e n d e n B e st a n d te il n u r e in e n S p u re n n ä h rs to ff e n th a lt e n u n d n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s A n io n d e s M in e ra ls a lz e s m u ss a n g e g e b e n s e in . E is e n (I I) S a lz , G e st e in sm e h l o d e r D o lo m it ; M is c h e n v o n E is e n (II ) S a lz m it G e st e in sm e h l o d e r D o lo m it E is e n b e w e rt e t a ls w a ss e rl ö sl ic h e s E is e n W a ss e rl ö sl ic h e s E is e n 8 % F e E is e n sa lz S u sp e n d ie re n v o n K u p fe rh yd ro xi d K u p fe r b e w e rt e t a ls G e sa m tk u p fe r; S ie b d u rc h g a n g : 1 0 0 % k le in e r 0 ,0 0 5 m m K u p fe r 2 2 % C u K u p fe rh yd ro xi d S u sp e n si o n 2422 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 4 .2 .3 V o rg a b e n fü r S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r, d ie z u sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D e r D ü n g e m it te lt yp m u ss je n a c h B e sc h a ff e n h e it a ls „ S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r“ o d e r „S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r L ö su n g “ b e ze ic h n e t se in . D a s D ü n g e m it te l m u ss m in d e st e n s zw e i d e r in S p a lt e 3 g e n a n n t e n S p u re n n ä h r st o ff e e n th a lt e n . In C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e G e h a lt sa n te ile u n d d ie C h e la tb ild n e r m ü ss e n a n g e g e b e n se in . B e i d e r A n g a b e d e r G e h a lt e m ü ss e n a n g e g e b e n s e in : – b e i n ic h t vö lli g w a ss e rl ö sl ic h e n N ä h r st o ff e n d e r G e sa m tg e h a lt u n d , w e n n m in d e st e n s d ie H ä lft e d e s G e sa m t g e h a lt e s w a ss e rl ö sl ic h is t, d e r w a ss e r lö sl ic h e G e h a lt , – b e i v ö lli g w a ss e rl ö sl ic h e n N ä h rs to ff e n n u r d e r w a ss e rl ö sl ic h e G e h a lt . M is c h e n w a ss e rl ö sl ic h e r S a lz e o d e r C h e la te , a u c h L ö se n in W a ss e r S p u re n n ä h rs to ff e b e w e rt e t a ls G e sa m tg e h a lt o d e r a ls w a ss e rl ö sl ic h e r G e h a lt B o r, K o b a lt , K u p fe r, E is e n , M a n g a n , M o ly b d ä n o d e r Z in k S p u re n n ä h r st o ff e a ) a u ss c h lie ß lic h in m in e ra li sc h e r F o rm 0 ,2 % B 0 ,0 2 % C o 0 ,5 % C u 2 % F e 0 ,5 % M n 0 ,0 2 % M o o d e r 0 ,5 % Z n b ) i n C h e la t o d e r K o m p le x fo rm 0 ,2 % B 0 ,0 2 % C o 0 ,1 % C u 0 ,3 % F e 0 ,1 % M n o d e r 0 ,1 % Z n in sg e sa m t: in fe st e r F o rm 5 % , in L ö su n g 2 % S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r (S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r L ö su n g ), e rg ä n zt d u rc h d ie A n g a b e „ m it “ so w ie d u rc h d e n N a m e n d e r S p u re n n ä h rs to ff e o d e r ih r c h e m is c h e s S ym b o l in d e r R e ih e n fo lg e d e r S p a lt e 2 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2423 4 .2 .4 V o rg a b e n fü r S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r, d ie n ic h t zu sä tz lic h a ls E G D Ü N G E M IT T E L b e ze ic h n e t se in d ü rf e n T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 D a s D ü n g e m it te l m u ss m in d e st e n s zw e i d e r in S p a lt e 3 g e n a n n te n S p u re n n ä h rs to f fe e n th a lt e n . In C h e la tf o rm v o rl ie g e n d e G e h a lt sa n te ile u n d d ie C h e la tb ild n e r m ü ss e n a n g e g e b e n se in . D ie A rt d e s A u sg a n g sm a te ri a ls m u ss a n g e g e b e n s e in . B o r u n d m e ta llh a lt ig e S to ff e , a u c h in C h e la tf o rm , i n w a ss e r u n d n ic h tw a s se rl ö sl ic h e r F o rm S p u re n n ä h rs to ff e b e w e rt e t a ls G e sa m tg e h a lt ; S ie b d u rc h g a n g : 9 8 % b e i 1 ,0 m m , 7 0 % b e i 0 ,1 6 m m ; b e i G ra n u lie ru n g : S ie b d u r c h g a n g d e s G ra n u la ts : 9 8 % b e i 2 ,8 m m , 7 0 % b e i 1 ,6 m m B o r, E is e n , K u p fe r, M a n g a n , M o ly b d ä n o d e r Z in k 0 ,2 % B 1 % F e 0 ,5 % C u 1 % M n 0 ,0 1 % M o o d e r 0 ,5 % Z n S p u re n n ä h rs to ff M is c h d ü n g e r 2424 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 A b s c h n i t t 5 V o r g a b e n f ü r D ü n g e m i t t e l m i t e m p f o h l e n e r b e s o n d e r e r Z w e c k b e s t i m m u n g V o r b e m e r k u n g e n 1. Ein Düngemittel darf mit einer nach diesem Abschnitt festgelegten Typen bezeichnung nur in den Verkehr gebracht werden, wenn das Düngemittel keinem Düngemitteltyp der Abschnitte 1 bis 4 entspricht. 2. Toleranzen für N, P2O5, K2O: Nährstoffgehalte bis 1 % 25 % des in Prozent angegebenen Gehaltes, Nährstoffgehalte über 1 bis 5 % 0,25 % (absolut), Nährstoffgehalte über 5 % 5 % des in Prozent angegebenen Gehaltes. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2425 5 . V o rg a b e n f ü r D ü n g e m it te l m it e m p fo h le n e r b e so n d e re r Z w e c k b e st im m u n g T yp e n b e ze ic h n u n g M in d e st g e h a lt e T yp e n b e st im m e n d e A n g a b e n z u r N ä h rs to ff b e w e rt u n g ; W e se n tl ic h e Z u sa m m e n se tz u n g ; B e so n d e re B e st im m u n g e n B e st a n d te ile ; w e it e re E rf o rd e rn is se A rt d e r H e rs te llu n g N ä h rs to ff fo rm e n u n d N ä h rs to ff lö sl ic h ke it e n 1 2 3 4 5 6 F ü r d ie B e ze ic h n u n g d e s D ü n g e m it te ls n a c h S p a lt e 1 is t d ie d e n e n th a lt e n e n N ä h rs to ff e n e n ts p re c h e n d e T yp e n b e ze ic h n u n g z u w ä h le n . B e i f lü ss ig e n D ü n g e m it te ln is t d ie T yp e n b e ze ic h n u n g n a c h S p a lt e 1 u m d ie W ö rt e r „L ö su n g “ o d e r „S u sp e n si o n “ zu e rg ä n ze n . D ie T yp e n b e ze ic h n u n g is t g e g e b e n e n fa lls u m d a s W o rt „ a u f“ u n d u m d ie A n g a b e ve rw e n d e te r T rä g e rm a te ri a lie n z u e rg ä n ze n . D a s D ü n g e m it te l m u ss m it d e m H in w e is „z u r D ü n g u n g v o n R a se n “ o d e r „z u r D ü n g u n g v o n Z ie rp fla n ze n “ g e ke n n ze ic h n e t se in . A b e in e m A n te il vo n 5 % o rg a n is c h e r S u b st a n z in d e r T ro c ke n m a ss e is t d e r G e h a lt a n o rg a n is c h e r S u b st a n z a n zu g e b e n . A u f c h e m is c h e m o d e r p h ys ik a lis c h e m W e g e g e w o n n e n e s E rz e u g n is a u s a u fb e re it e te n o rg a n is c h e n S to ff e n n a c h T a b e lle 1 1 B u c h st a b e a o d e r m in e ra lis c h e n S to ff e n ; a u c h Z u g a b e v o n W ir ts c h a ft sd ü n g e rn o d e r G u a n o n a c h T a b e lle 1 1 B u c h st a b e c , a u c h u m h ü llt o d e r a u f T rä g e rm a te ri a l B e i d e n S ti c ks to ff fo rm e n 2 b is 1 0 m ü ss e n G e h a lt e a n g e g e b e n s e in , w e n n s ie m in d e st e n s 1 % b e tr a g e n , fü r P h o sp h a t G e h a lt sa n g a b e n u n d w e it e r e E rf o rd e rn is se n a c h A n la g e 2 T a b e lle 4 ; H ö c h st g e h a lt a n B iu re t: G e h a lt a n C a rb m id st ic ks to ff x 0 ,0 2 6 S ti c ks to ff in d e n S ti c ks to ff fo rm e n 1 b is 1 0 , P h o sp h a t in d e n P h o sp h a t lö sl ic h ke it e n 1 b is 1 0 , w a ss e rl ö sl ic h e s K a liu m o xi d 1 % N , 1 % P 2 O 5 o d e r 1 % K 2 O N , P , K , N P , N K , P K o d e r N P K D ü n g e r 2426 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Anlage 2 Tabellen Tabelle 1 Grenzwerte für bestimmte Elemente in Düngemitteln1), Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln Kennzeichnung ab … Grenzwert2) mg/kg TM oder mg/kg TM oder andere angegebene Einheit andere angegebene Einheit 1 2 3 1 Arsen (As) 20 40 2 Blei (Pb) 125 150 3 Cadmium (Cd) 1,0 Cadmium (Cd) für Düngemittel ab 5% P2O5 20 mg/kg P2O5 4 Chrom (ges.) 300 5 Chrom(VI) 3) 1,5 2 6 Nickel (Ni) 40 80 7 Quecksilber (Hg) 0,50 1,0 8 Thallium (Tl) 0,5 1,0 9 Kupfer4) 70 10 Zink4) 1000 1) Wirtschaftsdünger, Klärschlämme und Bioabfälle sind ausgenommen. 2) Feuerraumaschen aus der Verbrennung von naturbelassenem Rohholz sind von den Grenzwerten nach Spalte 3 ausgenommen, wenn durch deutliche Kennzeichnung auf ihre ausschließliche Rückführung auf forstliche Standorte hingewiesen wird. 3) Gilt nur für Düngemittel, die aus Verbrennungsprozessen stammen. 4) Düngemittel mit Spurennährstoffen des Abschnittes 4 sind von den Vorgaben unter Nummer 9 und 10 ausgenommen. Tabelle 2 Nitrifikationshemmstoffe Stoff Mindestgehalt in % bezogen auf Sonstige Bestimmungen den Gesamtgehalt an Ammonium-, Carbamid- und Cyanamidstickstoff 1 2 3 1 Dicyandiamid 10,0 2 Gemisch aus Dicyandiamid und Dicyandiamid: 7,7 Ammoniumthiosulfat Ammoniumthiosulfat: 4,8 3 Gemisch aus Dicyandiamid und 2,0 Gemisch im Verhältnis 15 : 1 3-Methylpyrazol Der Gehalt an Methylpyrazol im Dünger darf 0,5 % nicht übersteigen 4 Gemisch aus Dicyandiamid 2,0 Gemisch im Verhältnis 10 : 1 und 1H-1,2,4-Triazol 5 3,4-Dimethylpyrazolphosphat 0,8 6 Gemisch aus 1H-1,2,4-Triazol und 3-Methylpyrazol 0,2 Gemisch im Verhältnis 2 : 1 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2427 Tabelle 3 Stickstoffformen für mineralische Mehrnährstoffdünger des Abschnittes 2 der Anlage 1 1 Gesamtstickstoff 2 Nitratstickstoff 3 Ammoniumstickstoff 4 Carbamidstickstoff 5 Cyanamidstickstoff 6 Crotonylidendiharnstoff 7 Formaldehydharnstoff1) 8 Isobutylidendiharnstoff 9 Dicyandiamidstickstoff 10 Acetylendiharnstoff 1) Bei Düngemitteln, die nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind, darf für Formaldehydharnstoff auch die Bezeichnung Methylenharnstoff verwendet sein. Tabelle 4 Phosphatlöslichkeiten (Angabe als P2O5 oder Phosphat) 1 Wasserlösliches P2O5 2 Neutral-ammoncitratlösliches P2O5 3 Neutral-ammoncitratlösliches und wasserlösliches P2O5 4 Mineralsäurelösliches P2O5, ausschließlich mineralsäurelösliches P2O5 5 Alkalisch-ammoncitratlösliches P2O5 (Petermann) 6 In 2%iger Zitronensäure lösliches P2O5 7 Mineralsäurelösliches P2O5, davon mindestens 75 % des angegebenen Gehalts an P2O5 in alkalischem Ammoncitrat (Joulie) löslich 8 Mineralsäurelösliches P2O5, davon mindestens 55 % des angegebenen Gehalts an P2O5 in 2%iger Ameisensäure löslich 9 Mineralsäurelösliches P2O5, davon mindestens 45 % des angegebenen Gehalts an P2O5 in 2%iger Ameisensäure löslich, mindestens 20 % des angegebenen Gehalts an P2O5 wasserlösliches P2O5 10 In 2%iger Zitronensäure und in alkalischem Ammoncitrat (Petermann) lösliches P2O5 Tabelle 5 Siebdurchgänge für den Phosphatbestandteil Siebdurchgang % bei … mm Aluminiumcalciumphosphat 90 0,16 Glühphosphat 75 0,16 Teilaufgeschlossenes Rohphosphat 90 0,16 Thomasphosphat 75 0,16 Weicherdiges Rohphosphat 90 0,063 2428 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Tabelle 6 Gehaltsangaben und weitere Erfordernisse für den Phosphatbestandteil in mineralischen Mehrnährstoffdüngern, die als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind Mehrnährstoffdünger mit: Der Typenbezeichnung Angabe folgender Mindestgehalt der Nicht enthalten müssen nachfolgende Löslichkeiten Löslichkeit sein dürfen: Angaben angefügt sein: (nach Tabelle 4) (Gewichtsprozent) 1 2 3 4 5 a) weniger 2 Thomasphosphat, als 2 % wasser- Glühphosphat, löslichem P2O51) Aluminiumcalcium b) 2 % und mehr 1; 3 phosphat, wasserlöslichem teilaufgeschlossenes P2O51) Rohphosphat, Rohphosphat Rohphosphat „mit Rohphosphat“ 1 2,5 Thomasphosphat, 3 5 Glühphosphat, 4 2 Aluminiumcalcium phosphat teilaufgeschlossenem „mit teilaufgeschlossenem 1 2,5 Thomasphosphat, Rohphosphat Rohphosphat“ 3 5 Glühphosphat, 4 2 Aluminiumcalcium phosphat Aluminiumcalcium- „mit Aluminiumcalcium- 12) 2 Thomasphosphat, phosphat phosphat“ 7 53) Glühphosphat, teilaufgeschlossenes Rohphosphat, Rohphosphat Glühphosphat „mit Glühphosphat“ 5 andere Phosphatarten Thomasphosphat „mit Thomasphosphat“ 6 andere Phosphatarten weicherdigem „mit weicherdigem 8 andere Phosphatarten Rohphosphat Rohphosphat“ 1) Der Anteil an ausschließlich mineralsäurelöslichem P2O5 darf 2 % nicht überschreiten. 2) Enthält das Düngemittel ausschließlich Aluminiumcalciumphosphat, so darf nur die Löslichkeit 7 angegeben sein. 3) Nach Abzug der Wasserlöslichkeit. Tabelle 7 Gehaltsangaben und weitere Erfordernisse für den Phosphatbestandteil in mineralischen Mehrnährstoffdüngern, die nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sein dürfen1) Mehrnährstoffdünger mit: Der Typenbezeichnung Angabe folgender Mindestgehalt der Nicht enthalten müssen nachfolgende Löslichkeiten Löslichkeit sein dürfen: Angaben angefügt sein: (nach Tabelle 4) (Gewichtsprozent) 1 2 3 4 5 a) weniger 2 Thomasphosphat, als 2 % wasser- Glühphosphat, löslichem P2O5 Aluminiumcalcium b) 2 % und mehr 1; 3 phosphat, wasserlöslichem teilaufgeschlossenes P2O52) Rohphosphat, Rohphosphat Rohphosphat mit „mit Rohphosphat 9 Löslichkeit 1 : 2 % andere Phosphatarten wasserlöslichem mit wasserlöslichem Anteil Anteil“ Thomasphosphat, verwendete 10 andere als in Spalte 1 Konverterkalk mit Phosphatarten genannte Phosphatarten Phosphat, daneben Glühphosphat, Mono calciumphosphat oder Dicalciumphosphat Dicalciumphosphat „mit Dicalciumphosphat“ 5 andere Phosphatarten 1) Für mineralische Mehrnährstoffdünger, die hinsichtlich des Phosphatbestandteils die Voraussetzungen für die Bezeichnung „EG-DÜNGEMITTEL“ erfüllen, gilt Tabelle 6. 2) Der Anteil an ausschließlich mineralsäurelöslichem P2O5 darf 2 % nicht überschreiten. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2429 Tabelle 8 Ausgangsstoffe für den Düngemitteltyp „Ammoniumsulfat-Lösung [...]“ Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 1. aus der Abluftreinigung 2. aus der Abgasreinigung 3. aus der Behandlung organischer Stoffe 4. aus der Abwasserbehandlung 5. aus der Biotechnologie 6. aus der Herstellung von Blausäure Leicht freisetzbares Cyanid max. 5 mg/kg TM 7. aus der Verarbeitung von Zuckerrüben 8. aus der Herstellung von Caprolactam 9. von gebrauchten Ammoniumsulfatlösungen Regeneration NH4-beladener Zeolithe bei der Aufbereitung gebrauchter Ammoniumsulfatlösungen Tabelle 9 Ausgangsstoffe für den Düngemitteltyp „Kaliumdünger [...]“ Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 1. aus der Vinasseverarbeitung 2. aus der Veresterung von Ölen und Von Ölen und Fetten pflanzlichen Ursprungs aus der Fetten pflanzlichen Ursprungs Biodieselproduktion. Gehalt an Methanol bis zu 2 %. 3. aus der Umesterung oder Verseifung von 1. Aus der Lebensmittel- und Futtermittelproduktion, Ölen und Fetten tierischen Ursprungs 2. aus der Biodieselproduktion, 3. von Wollfett. Gehalt an Methanol bis zu 2 %. Soweit – Ausgangsstoffe von Tierkörpern stammen, die fleisch hygienerechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, – Aufbereitung in Betrieben erfolgt, die ihre Tätigkeit nach § 3 Abs. 1 der Futtermittelherstellungsverordnung angezeigt haben. Tabelle 10 Ausgangsstoffe für den Düngemitteltyp „Kalkdünger [...]“ sowie für Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel Basisch wirksame Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 1. aus der Gewinnung oder Verarbeitung von Kalkstein Siebdurchgang: oder Dolomit 97 % bei 3,15 mm, 70 % bei 1,0 mm. 2. aus der Herstellung von Stickstoffdüngern Schwarzkalk aus der Herstellung von Kalkstickstoff, Umwandlungskalk aus dem Oddaverfahren. 3. aus der Herstellung von Atemkalk Nur Rückstände aus der Herstellung des Kalkes, keine Rückstände aus der Verwendung in medizinischen Einrichtungen. 2430 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Basisch wirksame Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 4. aus der Verarbeitung von Zuckerrüben (Carbokalk) Durch Zugabe von Kalk und Kohlendioxid aus Zuckerrüben rohsaft gefällter Niederschlag. 5. aus der Verwertung von Eierschalen Siebdurchgang: – 97 % bei 3,15 mm, – zusätzlich 70 % bei 1,0 mm oder mit sachgerechtem Hinweis auf verlangsamte Wirkung; Hygienisierung unter Angabe des Hygienisierungsverfahrens. 6. aus der Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser Aus der Entcarbonatisierung und Aufhärtung, Siebdurchgang: – 97 % bei 3,15 mm, – 70 % bei 1,0 mm, bei unvermahlener Form: sachgerechte Hinweise auf verringerte Wirkungsgeschwindigkeit, keine Schlämme aus der Enteisenung und der Entmanganung. 7. aus der Phosphatfällung in Klarablaufwasser Aus der Phosphatfällung mit Kalk in kommunalen Kläranlagen, Siebdurchgang: 97 % bei 1 mm. 8. aus der Verbrennung von Braunkohle Nur Brikettier-Braunkohlenaschen aus ausschließlicher Verbrennung von Braunkohle. 9. aus der Entschwefelung von Abgasen aus der Durch Sprühabsorptionsverfahren (SAV), Verbrennung von Steinkohle durch Trockenadditivverfahren (TAV), durch Verbrennung im Wirbelschichtverfahren. 10. aus der Verbrennung von Papier Nur Aschen aus der energetischen Nutzung von Papierreststoffen aus der Papierherstellung, ohne Mischverbrennung mit Altpapieren oder mit anderen Stoffen. 11. aus der Acetylenherstellung Keine Zugabe von Suspensionshilfsmitteln. 12. Asche aus der Verbrennung pflanzlicher Stoffe Nur Feuerraumaschen aus der Monoverbrennung von naturbelassenen pflanzlichen Ausgangsstoffen, keine Verwendung von Zyklonflugasche oder Feinstflugasche. Tabelle 11 Ausgangsstoffe für die Aufbereitung von Düngemitteln des Abschnittes 3 der Anlage 1 sowie für Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 a) Pflanzliche Stoffe 1. Torf Angabe ob Hochmoor- oder Niedermoor-Torf mit Zersetzungsgrad. 2. Holz oder Rinden, Stroh, Schilf, Reet, Hanf- und Flachs- Naturbelassen, auch zerkleinert, auch fermentiert, schäben, Kokosfasern, Getreidespelzen, Bruchkorn keine Aschen, der jeweils verwendete Stoff nach Spalte 1 ist anzugeben. 3. Pilzkultursubstrate Abgetragene Substrate aus der Speisepilzherstellung, Abtötung der Kulturen durch Dämpfung. 4. Fermentationsrückstände aus der Enzymproduktion Aus der Herstellung von Lebens-, Genuss- oder Futtermitteln. 5. Fermentationsrückstände aus der Arzneimittelproduktion Nur Pilzmycele des Penicillium chrysogenum und Acremonium chrysogenum, Behandlung bis zur vollständigen Abtötung des Pilzmycels, Angabe des verwendeten Behandlungsverfahrens. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2431 Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 6. Rizinusschrot Nur bei unbedenklichen Gehalten an Ricin (keine akute orale Toxizität bei Aufnahme von bis zu 2000 mg Rizinusschrot/kg Körpergewicht bei Ratten), in dauerhaft staubgebundener Form, Siebdurchgang: – bei 0,1 mm max 0,2 %, – bei 0,05 mm max. 0,05 %, – bei 0,01 mm max. 0,005 %, gewerbsmäßiges Inverkehrbringen nur in geschlossenen Packun gen, nur nach einer Behandlung mit Mitteln (Vergällung), die eine Auf nahme durch Tiere (insbesondere Hunde) unterbinden, eine Vermischung und Verarbeitung mit Stoffen, die einen Anreiz für die Aufnahme durch Tiere darstellen, darf nicht erfolgen, im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung und Lagerung die Angaben: „Bei Lagerung und Ausbringung des Düngemittels sind notwendige Vorkehrungen zu treffen, um die Aufnahme durch Tiere zu vermeiden. Eine Vermischung und Ver arbeitung mit Stoffen, die einen Anreiz für die Aufnahme durch Tiere darstellen, darf nicht erfolgen. Reizwirkungen sind bei emp findlichen Personen möglich“. 7. Rückstände von Arznei- und Gewürzpflanzen Der verarbeitete Stoff ist anzugeben. 8. Pflanzliche Stoffe Soweit naturbelassen und – aus Küchen und Kantinen, – aus der Garten- und Landschaftspflege, – aus der Zierpflanzenverarbeitung, – aus der Textilfaserherstellung oder – aus sonstigem Handel, Gewerbe und Industrie, streufähig aufbereitete Pflanzen oder Pflanzenteile, der verarbeitete Stoff nach Spalte 2 ist in der Kennzeichnung zusätzlich anzugeben. 9. Pflanzliche Stoffe aus der land- und forst- Streufähig aufbereitete Pflanzen oder Pflanzenteile, wirtschaftlichen Produktion Zuordnung zu dieser Position nur, soweit nicht in anderen Positionen der Tabelle 11 enthalten. 10. Filtrationsrückstände Nur aus der Herstellung von Lebens-, Genuss- und Futtermitteln, auch in Verbindung mit folgenden Filtermaterialien: Bleicherden, Kieselguren, Perlite, Cellite, bei Kieselguren: – im Rahmen der Kennzeichnung Angabe der verwendeten Kieselguren, – im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung die Angaben: „Anwendung nur bei sofortiger Einarbeitung. Keine oberflächige Anwendung im Gemüsebau, auf Grünland oder im Futterbau und keine Verwendung trockenen Materials“. 11. Pflanzliches Abfisch- und Rechengut Bestandteile des Treibsels, aus der Gewässerbewirtschaftung – jeweils soweit Ausgangsstoffe naturbelassen, – nach aerober oder anaerober Behandlung. 12. Pflanzliches Eiweißhydrolysat und pflanzliche Aminosäuren 13. Trägermaterial aus Abgasreinigung Pflanzliches Trägermaterial aus der biologischen Abluftreinigung von Ställen, Kläranlagen und Anlagen zur Behandlung von Bioabfällen. 14. Zellulosefasern und Pflanzenfasern Aus der Textilindustrie, ohne chemische Behandlung. 15. Schlempen aus der Herstellung technischer Alkohole 16. Sonstige Stoffe Algen, Huminsäuren. 2432 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 b) Tierische Stoffe 20. Filtratabwasser aus der Methioninherstellung 21. Fermentationsrückstände aus der Enzymproduktion Aus der Herstellung von Lebens- und Futtermitteln. 22. Stoffe aus der Gelatineproduktion Aus der Herstellung lebensmitteltauglicher Gelatine: – Schlämme und Stanzabfälle aus der Aufbereitung von Haut und Knochen, – Schlämme aus der Phosphatfällung, – Gelatineschlämme. 23. Knochenmehl, Fleischknochenmehl, Fleischmehl Mit einem Fettgehalt bis zu 8 %, soweit – Ausgangsstoffe von Tierkörpern stammen, die fleischhygiene rechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, – Aufbereitung in Betrieben erfolgt, die ihre Tätigkeit nach § 3 Abs. 1 der Futtermittelherstellungs-Verordnung angezeigt haben, – Transport und Lagerung der Ausgangsstoffe und daraus hergestellter Mischungen nur in geschlossenen Packungen oder Behältnissen, Ergänzung der Kennzeichnung im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung: „Keine Anwendung auf Grünland oder als Kopfdüngung im Gemüse- oder Feldfutterbau, bei Anwendung unverzüglich einarbeiten“. 24. Eiweißhydrolisat Herstellung durch hydrolisieren tierischen Eiweißes, soweit – Ausgangsstoffe von Tierkörpern stammen, die fleischhygiene rechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, – Aufbereitung in Betrieben erfolgt, die ihre Tätigkeit nach § 3 Abs. 1 der Futtermittelherstellungs-Verordnung angezeigt haben. 25. Horn, Borsten, Haaren, Haut Soweit – Ausgangsstoffe von Tierkörpern stammen, die fleischhygiene rechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, – Aufbereitung in Betrieben erfolgt, die ihre Tätigkeit nach § 3 Abs. 1 der Futtermittelherstellungs-Verordnung angezeigt haben. 26. Blut Soweit – das Blut von Tierkörpern stammt, die fleischhygienerechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, – Aufbereitung in Betrieben erfolgt, die ihre Tätigkeit nach § 3 Abs. 1 der Futtermittelherstellungs-Verordnung angezeigt haben. 27. Magen- und Darminhalte, Panseninhalte Soweit Ausgangsstoffe von Tierkörpern stammen, die fleisch hygienerechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, nach aerober oder anaerober Behandlung. 28. Federn Aus dem Aufbereiten von Federn. 29. Wolle Aus dem Aufbereiten von Wolle. 30. Rückstände aus der Fischverarbeitung Produktionsrückstände, Fehlchargen und überlagerte Produkte, nach aerober oder anaerober Behandlung. 31. Rückstände aus der Milchverarbeitung Produktionsrückstände, Fehlchargen und überlagerte Produkte, nach aerober oder anaerober Behandlung. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2433 Ausgangsstoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 c) Andere Stoffe, auch Gemische von pflanzlichen und tierischen Stoffen 40. Wirtschaftsdünger Die Art des Wirtschaftsdüngers (Festmist, Gülle, Jauche, Ernterückstand) und die Tierart sind anzugeben. 41. Tierische Ausscheidungen aus nichtlandwirtschaftlicher Die Art (Festmist, Gülle, Jauche) und die Tierart sind anzugeben. Tierhaltung 42. Guano Von Seevögeln oder von Fledermäusen, die Tierart und der Prozentanteil an Guano im Produkt muss angegeben sein. 43. Bioabfall aus getrennter Sammlung Aus privaten Haushaltungen und Kleingewerbe mit gleichen Aus gangsstoffen, nach aerober oder anaerober Behandlung. 44. Mikroorganismen Als Bodenimpfmittel, zur Aufbereitung von organischem Material, die verwendeten Organismen sind anzugeben. 45. Schlämme, Flotate und Fugate aus der Aus der betriebseigenen Abwasserbehandlung von Nahrungsmittelindustrie – Molkereiabwässern, – Abwässern der Obst, Gemüse- und Kartoffelprodukten, – Abwässern der Getränke-Produktion, – Abwässern der überwiegend pflanzlichen Nahrungs- und Genussmittelproduktion, jeweils ausschließlich mit Stoffen aufbereitet, die der notwen digen Hygienisierung oder sonstigen notwendigen Behandlung dienen, Angabe der verwerteten Schlämme und der bei deren Auf bereitung zugegebenen Stoffe. 46. Klärschlämme Nur aus der Behandlung von Abwässern in kommunalen Kläranlagen, Mischungen von Klärschlämmen verschiedener Betreiber sowie unterschiedlicher regionaler Herkünfte sind auszuschließen, Aufbereitung ausschließlich mit Stoffen, die einer notwendigen Behandlung dienen, bei Hygienisierung Angabe des Hygienisie rungsverfahrens, Angabe der verwerteten Schlämme und der bei deren Aufberei tung zugegebenen Stoffe, Indirekteinleitungen von Tierkörperbeseitigungsanstalten und Schlachtbetrieben nur, wenn spezifiziertes Risikomaterial nicht enthalten ist, keine Rückführung von Rechen- und Sandfanggut, keine Rückführung von Inhalten von Fettabscheidern im Klärwerk. 47. Pflanzliche Rückstände aus der Lebens-, Genuss- Produktionsabwässer aus Zuckerfabriken und Obst-, Gemüse und Futtermittelherstellung oder Kartoffeln verarbeitenden Betrieben, auch Kartoffelfrucht wasser, Melasse aus der Zuckerrübenverarbeitung, Vinasse aus der Melasseverarbeitung oder aus der Hefeherstellung; ist Ammoniak schlempe enthalten, darf der Stoff nur zu einem organisch-mine ralischen Düngemittel verarbeitet werden, Schlempe aus Brennereien, Kartoffelschalen aus Schälbetrieben, nach aerober oder thermophiler anaerober Behandlung, sonstige Reststoffe aus der Lebens- oder Futtermittelherstellung sowie Tabak, Tabakgruß, Tabakrippen und Reststoffe von Ölsaaten. 48. Überlagerte Lebens-, Genuss- und Futtermittel Aus pflanzlicher Herkunft. Hinweis: Wenn Stoffe tierischer Herkunft enthalten sind, siehe Tabelle 12. 2434 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Tabelle 12 Ausgangsstoffe zur Zugabe zu Düngemitteln des Abschnittes 3 der Anlage 1 sowie für Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel Stoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 a) Organische Stoffe 1. Küchen- und Kantinenabfälle mit Stoffen tierischer Herkunft Nur zur anaeroben Behandlung. 2. Überlagerte Lebens-, Genuss- und Futtermittel Stoffe ganz oder mit Anteilen tierischer Herkunft, nur zur anaeroben Behandlung. Hinweis: Bei Stoffen ausschließlich pflanzlicher Herkunft siehe Tabelle 11. 3. Knochenmehl, Fleischknochenmehl, Fleischmehl Mit einem Fettgehalt > 8 %, nur zur anaeroben Behandlung, soweit – Ausgangsstoffe von Tierkörpern stammen, die fleischhygiene rechtlich als tauglich zum Genuss für Menschen beurteilt wurden, – Aufbereitung in Betrieben erfolgt, die ihre Tätigkeit nach § 3 Abs. 1 der Futtermittelherstellungs-Verordnung angezeigt haben, – Transport und Lagerung der Ausgangsstoffe und daraus her gestellter Mischungen nur in geschlossenen Packungen oder Behältnissen, Ergänzung der Kennzeichnung im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung: „Keine Anwendung auf Grünland oder als Kopfdüngung im Gemüse- oder Feldfutterbau, bei Anwendung unverzüglich einarbeiten“. 4. Fett und Fettrückstände Aus der Herstellung und Verarbeitung von Lebens-, Genuss- oder Futtermitteln, aus der Herstellung von Biodiesel, Inhalte von Fettabscheidern oder Flotate nur, wenn dieses Fett ausschließlich aus der Lebens-, Genuss- oder Futtermittelher stellung oder Verarbeitung stammt, nur zur anaeroben Behandlung. 5. Glycerin Aus der Biodieselproduktion, nur zur anaeroben Behandlung. 6. Alkohol Aus der Lebens- Genuss- oder Futtermittelherstellung, nur zur Zugabe bei der anaeroben Aufbereitung. 7. Braunkohle 8. Aktivkohle Aus der Biogasreinigung. 9. Moorschlamm 10. Biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) Nur Stoffe, – die nach DIN V 54900-1, DIN V 54900-2 und DIN V 54900-3, Ausgabe Oktober 1998 (im Beuth-Verlag GmbH, Berlin und Köln, erschienen und beim Deutschen Patentamt in München archivmäßig gesichert niedergelegt), zertifiziert wurden, – die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden, – deren sämtliche Bestandteile und das Endprodukt vollständig biologisch abbaubar sind. b) Mineralische Stoffe 11. Düngemittel nach Anlage 1 Abschnitt 1 oder 2 Zugegebene Düngemittel sind anzugeben. 12. Gesteinsmehle einschließlich Tonminerale Das verwendete Gesteinsmehl (Herkunftsgestein) ist anzugeben. 13. Asche aus der Verbrennung tierischer Stoffe Nur Feuerraumaschen – aus der Monoverbrennung von Tierkörpermehl, – aus der Monoverbrennung von tierischen Fäkalien, keine Verwendung von Zyklonflugasche oder Feinstflugasche. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2435 Stoffe Ergänzende Vorgaben und Hinweise 1 2 14. Asche aus der Verbrennung pflanzlicher Stoffe Feuerraumaschen aus der Monoverbrennung von naturbelassenen pflanzlichen Ausgangsstoffen, keine Verwendung von Zyklonflugasche oder Feinstflugasche. 15. Feuerlöschpulver (ABC-Pulver) Die Hydrophobierung muss so beschaffen sein, dass durch eine hinreichende Wasserlöslichkeit die Pflanzenverfügbarkeit sicher gestellt ist. 16. Perlite Im Rahmen der aeroben Behandlung und nur zur Verbesserung der Geruchsproblematik und des Wasserhaushaltes, nur wenn Perlite keine Zuschlagstoffe enthält. 17. Heilerde 18. Rübenwasch- und -anhangerde, Kartoffelwasch- und anhangerde 19. Sand Nur zur Herstellung von Substraten und Bodenhilfsstoffen. c) Sonstige Zuschlagstoffe 25. Stoffe zur Prozesssteuerung Bis zu einem Anteil von 5 %, Angabe der verwendeten Stoffe und der eingesetzten Menge. Tabelle 13 Komplexbildner für Düngemittel mit Spurennährstoffen 1 2 3 Chelatbildner DTPA Diäthylentriaminpentaessigsäure C14H23O10N3 EDDCHA Äthylendiamin-di-(5-carboxy-2-hydroxyphenyl)essigsäure C20H20O10N2 EDDHA Äthylendiamin-di-(o-hydroxyphenyl)essigsäure C18H20O6N2 EDDHMA Äthylendiamin-di-(o-hydroxy-p-methylphenyl)essigsäure C20H24O6N2 EDTA Äthylendiamintetraessigsäure C10H16O8N2 HEDTA Hydroxy-2-äthylendiamintriessigsäure C10H18O7N2 TMHBED1) Trimethylendiamin-N, N-bis-(O-hydroxybenzyl)-N, N-diessigsäure C21H26O6N2 oder deren Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze Sonstige Komplexbildner HEDPA1) Organophosphonsäure (1-Hydroxyäthan-1, 1-diphosphonsäure) C2H8O7P2 Ligninsulfonat Zitronensäure1) 1) Nicht bei Düngemitteln, die als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind. 2436 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 Anlage 3 (zu §§ 4 und 6 Abs. 5) Kennzeichnung von Düngemitteln außer Wirtschaftsdüngern 1. V o r g e s c h r i e b e n e A n g a b e n 1.1. Typenbezeichnung nach Spalte 1 der Typenbeschreibungen in Anlage 1 in Verbindung mit der Angabe der Höhe der Gehalte der dort in Spalte 2 aufgeführten Bestandteile. Dabei gilt: 1.1.1. Die Angabe der Gehalte nach Anlage 1 Spalte 2 der Typenbeschreibungen erfolgt in Prozent und in der dort vorgenommenen Reihenfolge mit bis zu einer Dezimalstelle, bei Düngemitteln des Abschnittes 3 mit bis zu zwei Dezimalstellen. 1.1.2. Die Zahlenangaben dürfen nicht höher sein als die Zahlenangaben nach Nummer 1.2. 1.1.3. Der Zahlenangabe darf keine weitere Angabe hinzugefügt werden. 1.1.4. Die Angabe der Höhe der Gehalte an Spurennährstoffen entfällt. 1.2. Art und Höhe der Gehalte der nach Spalte 3 der Typenbeschreibungen in Anlage 1 festgesetzten typenbestim menden Bestandteile, Nährstoffformen und zusätzlichen Stoffen nach den Vorbemerkungen 2 und 3. Dabei gilt: 1.2.1. Angaben bis zu zwei Dezimalstellen sind zulässig, Angaben für Spurennährstoffe sind mit mindestens zwei, höchstens vier Dezimalstellen anzugeben. 1.2.2. Bei flüssigen Düngemitteln ist eine zusätzliche Angabe der Gehalte in Gewicht zu Volumen (z. B. Gramm je Liter, Kilogramm je Kubikmeter) zulässig. 1.2.3. Bei mineralischen Mehrnährstoffdüngern erfolgen Angaben nach Maßgabe der Spalte 4 der Typen beschreibungen der Anlage 1. 1.2.4. Gehalte müssen in Gewichtsprozenten, bezogen auf das Nettogewicht des Düngemittels, angegeben sein. 1.3. Für nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnete Düngemittel zusätzlich: 1.3.1. Die verwendeten Aufbereitungshilfsmittel sind nach dem Zweck ihrer Zugabe, insbesondere als Hüllsub stanz, zur Staubbindung, Konditionierung, Fällung, Färbung anzugeben. Überschreitet ein Aufberei tungshilfsmittel einen Anteil von 0,5 %, ist zusätzlich das verwendete Mittel anzugeben (z. B. „unter Ver wendung von Schwefel als Hüllsubstanz“ oder „Vinasse zur Staubbindung“). 1.3.2. Stoffe und deren Gehalte ab den in Anlage 2 Tabelle 1 Spalte 2 genannten Werten. 1.4. Bei festen Düngemitteln das Nettogewicht. Bei verpackten Düngemitteln und bei Düngemitteln in geschlosse nen Behältnissen mit einem Inhalt bis 100 kg auch anstelle des Nettogewichts das Bruttogewicht in unmittel barer Verbindung mit dem Gewicht der Verpackung. 1.5. Bei flüssigen Düngemitteln das Nettogewicht. Es kann zusätzlich das Volumen angegeben sein. 1.6. Bei gasförmigen Düngemitteln das Nettogewicht. 1.7. Name oder Firma und Anschrift des für das Inverkehrbringen im Inland Verantwortlichen sowie bei Dünge mitteln, die nicht als EG-DÜNGEMITTEL bezeichnet sind, Anschrift des Herstellers, soweit er nicht selbst der Inverkehrbringer ist. 1.8. Nach Anlage 1 vorgeschriebene weitere Angaben. 2. Z u l ä s s i g e A n g a b e n 2.1. Nach Anlage 1 zulässige weitere Angaben, 2.2. handelsübliche Warenbezeichnungen, 2.3. Hinweise zur sachgerechten Anwendung, Lagerung und Behandlung, soweit nicht vorgeschrieben, 2.4. Marken, 2.5. Hinweise auf Bestandteile des Düngemittels, die nicht unter Nummer 1.2 fallen, 2.6. sonstige Angaben und Hinweise. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 57, ausgegeben zu Bonn am 4. Dezember 2003 2437 Anlage 4 (zu § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 6) Kennzeichnung von Wirtschaftsdüngern, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln 1. A l l g e m e i n e A n g a b e n 1.1. Bezeichnung als Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoff, Kultursubstrat, Pflanzenhilfsmittel. 1.2. Art, Zusammensetzung unter Angabe der Ausgangsstoffe, bei Verwendung von Stoffen nach Anlage 2 Tabellen 8 bis 12 unter Angabe der dort jeweils getroffenen Bezeichnungen nach Spalte 1 einschließlich gegebenenfalls vorgegebener Ergänzungen der Kennzeichnung nach Spalte 2; gegebenenfalls erforderliche Hinweise zum Transport sowie zur sachgerechten Lagerung und Anwendung. 1.3. Name oder Firma und Anschrift des für das Inverkehrbringen im Inland Verantwortlichen. 1.4. Bei festen Stoffen Angabe des Nettogewichtes, des Bruttogewichtes oder des Volumens. Bei flüssigen Stoffen Angabe des Nettogewichtes oder des Volumens, bei Angabe des Bruttogewichtes in unmittelbarem Zusam menhang damit das Gewicht der Verpackung. 1.5. Gehalte für Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 1 ab den in Spalte 2 genannten Werten, Bor, Kupfer und Zinkgehalte ab einem Gehalt von 0,01 % sowie Kobalt ab einem Gehalt von 10 mg/kg, jeweils bezogen auf die Frischmasse und ein Gehalt an Selen, sofern 5 mg Selen (Se) /kg/TM erreicht ist. Bei Erreichen vorstehender Borgehalte ist die Kennzeichnung zusätzlich mit den Worten „Vorsicht bei borempfindlichen Kulturen“ zu ergänzen. 1.6. Die verwendeten Aufbereitungshilfsmittel nach ihrem Zweck (z. B. Hüllsubstanz, Staubbindung, Konditionie rung, Fällung, Färbung); ab 0,5 % Mengenanteil zusätzlich der verwendete Stoff (z. B. „unter Verwendung von Schwefel als Hüllsubstanz“, „Vinasse zur Staubbindung“). 2. B e s o n d e r e A n g a b e n f ü r 2.1. Wirtschaftsdünger 2.1.1. Bei tierischen Fäkalien Angabe der Tierart, 2.1.2. Nährstoffgehalte in Prozent für N, P2O5 oder K2O, 2.1.3. basisch wirksame Bestandteile in Prozent, bewertet als CaO, wenn 5 % in der Trockenmasse überschritten sind. 2.2. Bodenhilfsstoffe 2.2.1. Wirkungsbereich (z. B. Erhöhung des Humusgehaltes, des Wasserhaltevermögens, der biologischen Aktivität oder als Kompoststarter zur Aufbereitung organischen Materials), 2.2.2. Nährstoffgehalte in Prozent für N, P2O5 und K2O, wenn jeweils 0,1 % in der Trockenmasse überschritten wer den, ein Gehalt an organischer Substanz, bewertet als Glühverlust, wenn ein Gehalt von 5 % in der Trocken masse überschritten wird, 2.2.3. basisch wirksame Bestandteile in Prozent, bewertet als CaO, wenn 5 % in der Trockenmasse überschritten werden. 2.3. Kultursubstrate 2.3.1. pH-Wert (CaCl2), 2.3.2. Salzgehalt in g KCl/Liter, 2.3.3. pflanzenverfügbare (lösliche) Nährstoffe für N, P2O5 und K2O in mg/l unter Angabe der Methode, ein Gehalt an organischer Substanz, bewertet als Glühverlust, wenn ein Gehalt von 5 % in der Trockenmasse überschritten wird. 2.4. Pflanzenhilfsmittel 2.4.1. Angaben zum Wirkungsbereich, 2.4.2. Nährstoffgehalte in Prozent für N, P2O5 und K2O, wenn jeweils 0,1 % in der Trockenmasse überschritten wer den, ein Gehalt an organischer Substanz, bewertet als Glühverlust, wenn ein Gehalt von 5 % in der Trocken masse überschritten wird, 2.4.3. basisch wirksame Bestandteile in Prozent, bewertet als CaO, wenn 5 % in der Trockenmasse überschritten werden.