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瑞士的法律

Waste Law

颁布于 1994-09-25 · 文本截至 2026-10-01

以研究形式发布的公开法律与官方指引,不构成法律、税务或金融建议。

研究内容本身以英文撰写。标题和标签已翻译,调查结果和引文未翻译。

关于这部法律

原标题
Abfallgesetz (AbfG).
语言
German
类型
法令
组织
European Union
国家
瑞士 · Zürich
主题
Waste and hazardous substances
关键词
waste disposal, waste management, waste prevention, waste domestic sources, waste non-domestic sources, basic legislation

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  1. Abfallgesetz (AbfG) 712.1 Abfallgesetz (AbfG)12 (vom 25. September 1994)1 I. Allgemeine Bestimmungen Zweck und Geltungsbereich § 1. 1 Dieses Gesetz regelt die Abfallwirtschaft mit dem Zweck, in Ausführung und Ergänzung der Bundesgesetzgebung über den Umweltschutz und über den Gewässerschutz Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume gegen schäd liche oder lästige Einwirkungen zu schützen, die Qualität von Luft, Wasser und Boden zu erhalten und zu verbessern sowie Stoffe haus hälterisch zu verwenden. 2 Unter dieses Gesetz fällt namentlich die Bewirtschaftung von Siedlungsabfällen, Abfällen aus Industrie, Gewerbe und Dienstleis tungsbetrieben, von Altlasten, verschmutztem Aushub, ausgedienten Fahrzeugen, Klärschlamm und von Sonderabfällen. 3 In diesem Gesetz nicht geregelt ist die Behandlung von Abwäs sern, die in die Kanalisation eingeleitet werden dürfen, radioaktiven Abfällen, Tierkörpern, Metzgereiabfällen und Konfiskaten. Grundsätze der Abfallwirtschaft § 2. 1 Abfälle sind soweit als möglich zu vermeiden. 2 Unvermeidliche Abfälle werden umweltgerecht verwertet, soweit dies technisch möglich, wirtschaftlich tragbar und im Interesse der Umwelt sinnvoll ist. Verwertbare Abfälle werden in der Regel getrennt gesammelt, dafür geeignete Abfälle vergärt oder dezentral kompos tiert. Nicht verwertbare Abfälle werden nach dem Stand der Technik so behandelt, dass möglichst endlagerungsfähige Stoffe verbleiben.9 3 Anlagen, die der Abfallbehandlung dienen, werden nach dem Stand der Technik sowie nach der wirtschaftlichen Tragbarkeit erstellt, angepasst und betrieben. Bindung des Gemeinwesens § 3. Kanton und Gemeinden beachten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, wie der Erstellung von Werken sowie der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen, die Grundsätze der Abfallwirtschaft. Bewilligungs pflicht § 4. 1 Die Errichtung von Abfallanlagen und von Deponien bedarf zusätzlich zur baurechtlichen Bewilligung einer kantonalen Bewilligung nach diesem Gesetz. Der Regierungsrat bezeichnet die dieser Bewilligungspflicht unterstellten Anlagen. 11. 7. 10 - 69 712.1 Abfallgesetz (AbfG) 2 Deponien und Verbrennungsanlagen erfordern eine kantonale Betriebsbewilligung. Der Regierungsrat kann weitere Abfallanlagen bezeichnen, die einer Betriebsbewilligung bedürfen. Die Betriebs bewilligung legt insbesondere die zugelassenen Abfallarten, die Ein gangskontrolle, die Behandlung der Abfälle, das Pflichtenheft und die Ausbildung des Personals sowie die Betriebskontrolle fest. In die Betriebsbewilligung für Deponien können Auflagen im Dienste einer optimalen Nutzung knapper Kapazitäten, insbesondere Zulassungs beschränkungen, aufgenommen werden. Die Betriebsbewilligung wird befristet. Wird sie neu erteilt, sind der Stand der Technik und die wirt schaftliche Tragbarkeit angemessen zu berücksichtigen. 3 Bewilligungen samt Nebenbestimmungen können am Grundbuch angemerkt werden. § 5.13 Aufgaben der Direktion § 6.12 Die zuständige Direktion des Regierungsrates (Direktion) erfüllt folgende Aufgaben: a. Sie trifft die zum Vollzug der eidgenössischen und kantonalen Vor schriften erforderlichen Massnahmen und Anordnungen, soweit dazu nicht andere Organe zuständig erklärt werden, und erteilt die in diesem Gesetz vorgesehenen Bewilligungen. b. Sie fördert und koordiniert die Zusammenarbeit der am Vollzug dieses Gesetzes beteiligten Behörden und Privaten. c. Sie erlässt die zum Vollzug erforderlichen technischen und organi satorischen Weisungen und Richtlinien. d. Sie beaufsichtigt die Gemeinden und die Privaten im Bereich der Abfallwirtschaft, soweit nicht andere Direktionen zuständig sind, und überwacht die ihnen gemäss den eidgenössischen und kanto nalen Vorschriften über die Abfallwirtschaft auferlegten Verpflich tungen. e. Sie kann insbesondere über die Vermeidung, Verminderung und Verwertung von Abfällen, über die Ablieferungs- und Rücknahme pflicht und über die Zuweisung bestimmter Abfälle zu bestimmten Abfallanlagen Vereinbarungen abschliessen. f. Sie erfüllt die Aufgaben der Kantonalen Fachstelle für die Abfall wirtschaft. g. Sie berät und informiert Gemeinden und Private in Fragen der Abfallwirtschaft. § 7.13 2 Abfallgesetz (AbfG) 712.1 Erhebung von Daten der Abfallwirtschaft § 8. 1 Die Direktion12 beschafft zusammen mit den Gemeinden die für den Vollzug dieses Gesetzes notwendigen Daten, wie Angaben über Stoffflüsse, Abfallmengen, Abfallarten und Abfallherkunft. 2 Unternehmungen, die Abfälle verursachen, Abfälle sammeln und Abfallanlagen betreiben, können verpflichtet werden, die nötigen Daten zur Verfügung zu stellen. 3 Die Behörden tragen berechtigten Interessen an der vertrau lichen Behandlung der Daten Rechnung. Sicherungs-, Zwangs und Kontroll massnahmen § 9. 1 Zur Behebung einer bestehenden oder zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr für Menschen und Umwelt ordnen die kantonalen Behörden die erforderlichen Massnahmen an. 2 Zur Überwachung und Kontrolle von Abfallanlagen können die kantonalen Behörden die Massnahmen auf Kosten des Verursachers oder des Anlageinhabers anordnen und durchführen. Für technische Kontrollen werden nach Möglichkeit ausgewiesene private Fachleute beigezogen. 3 Die Behörden haben zur Erfüllung ihrer Aufgaben Zutritt zu den Abfallanlagen. Die erforderlichen Auskünfte sind zu erteilen. Leistung von Sicherheiten § 10. Die Behörden können die Bewilligung für Vorkehren, welche Menschen und Umwelt gefährden können, von einer ange messenen Sicherheitsleistung für die Erfüllung von Auflagen und Bedingungen sowie für die Kosten von Schadenfällen, Endgestaltung und die Rekultivierung abhängig machen. Eine angemessene Sicher heitsleistung kann auch für die Durchführung von Ersatzvornahmen und von Sicherungs-, Kontroll- oder Zwangsmassnahmen verlangt werden. Enteignung§ 11. Soweit dem Vollzug dieses Gesetzes private Rechte ent gegenstehen, kann der Regierungsrat das Enteignungsrecht gewähren. Kostentragung§ 12. 1 Der Verursacher trägt die Kosten der zur Vermeidung, Eindämmung und Behebung von Umweltschäden erforderlichen Ab klärungen und Massnahmen sowie der Kontroll- und Überwachungs massnahmen. 2 Kann der Verursacher nicht ermittelt werden oder ist er zahlungs unfähig, trägt der Staat die Kosten. Auf Dritte, die aus staatlichen Massnahmen erheblichen Nutzen ziehen, kann Rückgriff genommen werden. 31. 7. 10 - 69 712.1 Abfallgesetz (AbfG) Öffentlich erklärung § 13. Der Regierungsrat kann im Abfallkonzept enthaltene An lagen öffentlich erklären. Mit der Öffentlicherklärung kann insbe sondere die Verpflichtung verbunden werden, bestimmte Abfälle ent gegenzunehmen und angemessene Abgaben zu erheben. Öffentlich erklärten Unternehmen kann der Regierungsrat das Enteignungsrecht erteilen. Solchen Unternehmen können in besonderen Fällen Sub ventionen gemäss § 26 gewährt werden. II. Behandlung von Abfällen 1. Ablagerungs- und Verbrennungsverbot Ablagerungs und Verbren nungsverbot § 14. 1 Das Ablagern oder Stehenlassen von Abfällen im Freien ist auf öffentlichem und privatem Grund verboten. Dies gilt insbeson dere für ausgediente Fahrzeuge, Möbel, Geräte und ihre Bestandteile sowie für Erzeugnisse aus Metall oder Kunststoff. 2 Das Verbrennen von nicht pflanzlichen Abfällen ausserhalb von bewilligten Anlagen ist verboten. 3 Das Verbrennen von natürlichen Wald-, Feld- und Garten abfällen ist erlaubt, sofern daraus keine übermässigen Immissionen entstehen. Die Gemeinden können einschränkende Vorschriften für das Verbrennen solcher Abfälle in bewohnten Gebieten erlassen. Begriffe § 15. Als ausgedient gelten Gegenstände wie Fahrzeuge, Fern seher, Kochherde, Kühlschränke und EDV-Einrichtungen, die nicht mehr bestimmungsgemäss verwendet werden und deren sich die Be sitzerin oder der Besitzer entledigen will oder die im öffentlichen Interesse zu behandeln sind. 2. Siedlungsabfälle Behandlung § 16. Siedlungsabfälle werden, sofern sie nicht separat gesammelt werden, dem öffentlichen Sammelwesen übergeben und in öffent lichen Anlagen behandelt. 3. Bauabfälle9 Entsorgung § 16 a.8 1 Die Gemeinden können eine weitergehende Trennung der Abfälle auf der einzelnen Baustelle verlangen. 4 Abfallgesetz (AbfG) 712.1 2 Wird Aushubmaterial aus nicht sanierungsbedürftigen belasteten Standorten entsorgt, kann die Direktion12 von den Inhabern den Nach weis verlangen, dass dadurch die Umwelt gegenüber dem Ausgangs zustand insgesamt nicht höher belastet wird. 3 Die Bewilligung, Bauabfälle in Deponien abzulagern, wird von der Direktion12 erteilt, wenn nachgewiesen wird, dass eine andere Ent sorgung nicht möglich oder nicht zumutbar ist. 4. Übrige Abfälle8 Abfälle aus Unter nehmungen § 17. 1 Die Inhaber von Abfällen aus Unternehmungen (ausge nommen Siedlungsabfälle) sorgen für deren Behandlung und tragen die Kosten. 2 Unternehmungen haben die zumutbaren Massnahmen zur Ver meidung, Verminderung und Verwertung von Abfällen zu treffen und ihre Anlagen hinsichtlich Umwelt- und Gewässerschutz dem Stand der Technik anzupassen. 3 . . .10 4 . . .10 5. Weitere Behandlungsvorschriften9 Rücknahme pflicht § 18. 1 Hersteller und Händler von Waren und Verpackungen sind verpflichtet, diese zurückzunehmen, wenn sie verwertet werden können oder zu Problemen bei der Entsorgung führen. Für die Rück nahme kann ein angemessenes Entgelt erhoben werden. 2 Dies gilt insbesondere für ausgediente Fahrzeuge, Möbel, Geräte und ihre Bestandteile, für sperrige Verpackungen, Erzeugnisse aus Metall oder Kunststoff sowie für Produkte, die zu Sonderabfällen wer den, wenn sie nicht mehr bestimmungsgemäss gebraucht werden. Für unnötige Verpackungen besteht eine unentgeltliche Rückbehalte pflicht. Ablieferungs pflicht § 19. Ausgediente Fahrzeuge, Möbel, Geräte und ihre Bestand teile sowie Erzeugnisse aus Metall oder Kunststoff und Sonderabfälle werden von der Inhaberin oder vom Inhaber den Herstellern, den Händlern oder einer Abfallanlage abgegeben. 51. 7. 10 - 69 712.1 Abfallgesetz (AbfG) Ausführungs vorschriften § 20. Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten der Rücknahme und der Ablieferungspflicht. Er bezeichnet insbesondere die der Rücknahme- und der Ablieferungspflicht unterstellten Waren und Verpackungen, regelt Erleichterungen für Kleinbetriebe und legt Mengenbeschränkungen fest. Art der Behandlung § 21. 1 Der Regierungsrat kann durch Verordnung2 die Art der Behandlung und des Transports von bestimmten Abfällen verbindlich festlegen. 2 Er verpflichtet die Gemeinden und die Privaten zur getrennten Sammlung bestimmter Abfälle und ist besorgt dafür, dass deren umweltgerechte Verwertung sichergestellt wird. Bahntransport § 22. Inhaber oder Betreiber von Abfallanlagen können durch die Direktion12 verpflichtet werden, einen Bahntransport einzurichten und zu betreiben, sofern dadurch die Umwelt deutlich weniger belastet wird als durch andere Transportmittel und die Massnahme für den Be troffenen zumutbar ist. III. Aufgaben von Kanton und Gemeinden 1. Abfallplanung und Abfallanlagen Abfallkonzept § 23. 1 Der Regierungsrat setzt nach Anhörung der Gemeinden ein für die kantonalen und die kommunalen Behörden verbindliches Gesamtkonzept für die Abfallwirtschaft fest. 2 Das Abfallkonzept umschreibt die Ziele der Abfallwirtschaft und zeigt Mittel auf, wie diese erreicht werden können. Es umfasst zudem die Abfallplanung gemäss Bundesrecht. 3 Das Abfallkonzept wird regelmässig überprüft. Standort festsetzung und Zuweisungs recht § 24. 1 Der Standort von Deponien und Abfallanlagen wird, soweit erforderlich, in den Richtplänen festgelegt. 2 Der Regierungsrat legt nach Anhörung der Gemeinden das Einzugsgebiet von Deponien und von Anlagen zur Behandlung von Siedlungsabfällen fest. Er kann auch für andere Abfallanlagen das Einzugsgebiet oder den Verwertungsbereich für Abfälle festsetzen. 3 Die Direktion12 ordnet nötigenfalls im Einzelfall an, welche Abfälle einer bestimmten Anlage zuzuführen sind. Sie kann zudem im Einzelfall anordnen, dass einer Abfallanlage auch Abfälle aus einem anderen Einzugsgebiet zuzuführen sind, insbesondere wenn dessen Anlage überlastet oder ausgefallen ist. 6 Abfallgesetz (AbfG) 712.1 Kantonale Anlagen § 25. 1 Der Staat kann Abfallanlagen selbst erstellen und betrei ben oder sich an solchen Anlagen beteiligen, wenn sie sich privatwirt schaftlich nicht erstellen lassen. 2 Für die Benützung staatlicher Anlagen werden grundsätzlich kos tendeckende Gebühren erhoben. Sie decken die Kosten für Bau, Betrieb, Unterhalt, Verzinsung und Abschreibung der Anlagen sowie für den Abschluss und die Nachsorge der Deponien. 3 Für Kleinmengen von Sonderabfällen aus dem Gewerbe und den Haushaltungen kann der Staat die Kosten für die Entsorgung ganz oder teilweise übernehmen. Er deckt seine Kosten mit der Erhebung einer Abgabe gemäss § 36. Förderung§ 26.12 1 Der Kanton kann Massnahmen der Gemeinden und Drit ter im Interesse der umweltgerechten Abfallwirtschaft fördern. 2 Sofern ein gewichtiges öffentliches Interesse und bei Privaten eine wirtschaftliche Notwendigkeit bestehen, kann der Kanton an solche Massnahmen und an Abfallanlagen Subventionen bis zu 75% gewähren. Diese können insbesondere auch in Form von zinsgünstigen Darlehen, Risikogarantien und Bürgschaften gewährt werden. 2. Deponien Staatliche Nachsorge pflicht § 27. 1 Der Staat übernimmt die Nachsorgepflicht des Deponie halters ab einem vom Regierungsrat bestimmten Zeitpunkt nach Ab schluss der Deponie. Der Deponiehalter hat die bestehenden, für die Nachsorge erforderlichen Anlagen dem Staat unentgeltlich und in betriebsbereitem Zustand dinglich abzutreten. 2 Wurde nicht für alles abgelagerte Material die Abgabe gemäss § 28 geleistet, übernimmt der Staat die Nachsorgepflicht anteilmässig. Der Regierungsrat kann die Nachzahlung von Abgaben gestatten. 3 Der Staat führt im Rahmen seiner Nachsorge die notwendigen Massnahmen selbst durch oder beauftragt damit Dritte. 4 Werden Kosten vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht, wird Rückgriff genommen. Deponie abgaben und Deponiefonds § 28. 1 Zur Deckung der Kosten der Nachsorge und zur Bildung einer angemessenen Reserve für unvorhergesehene Massnahmen erhebt der Staat von den Deponiebetreibern eine nach Deponie kategorie abgestufte Abgabe nach Gewicht des abgelagerten Materials. Die Abgaben fliessen in einen Fonds, aus dem die Kosten der Nach sorge gemäss § 27 gedeckt werden. 2 Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten der Übernahme der Nachsorge sowie der Deponieabgaben durch Verordnung2. 71. 7. 10 - 69 712.1 Abfallgesetz (AbfG) Übernahme anspruch und Heimschlags recht § 29. 1 Der Staat kann die Übernahme der Deponieanlage sowie des Deponiegrundstücks zu Eigentum verlangen, wenn die staatliche Nachsorge das Grundstück intensiv beansprucht und sie dem Staat ohne Eigentum nicht zugemutet werden kann. Der Übernahme anspruch kann jederzeit nach Übernahme der Nachsorge geltend gemacht werden. 2 Führen Massnahmen des Staates zu einer unzumutbaren Eigen tumsbeschränkung, steht der Grundeigentümerin oder dem Grund eigentümer das Heimschlagsrecht zu. 3 Streitigkeiten entscheidet auf verwaltungsrechtliche Klage das Verwaltungsgericht. Kommt über die Entschädigung keine Einigung zu Stande, leitet der Staat das Schätzungsverfahren nach dem Gesetz betreffend die Abtretung von Privatrechten3 ein. 3. Belastete Standorte9 Vollzug § 30.9 1 Der Vollzug der Bestimmungen über belastete Standorte obliegt der Direktion12. 2 Sie führt den Kataster der belasteten Standorte gemäss Bundes recht, in den jedermann Einblick nehmen kann. Die Gemeinden erhalten einen ihr Gebiet betreffenden Auszug. §§ 31–33.10 Altlastenfonds § 34. 1 Für die Altlastensanierung durch den Staat wird ein Fonds geschaffen, der durch pauschale Abgaben gespeist wird, die von den Abgebern von Sonderabfällen gemäss Verordnung über den Verkehr mit Sonderabfällen5 vom Kanton erhoben werden. Die Fondsgelder werden vom Staat für jene Sanierungsmassnahmen verwendet, die er selbst durchzuführen oder deren Kosten er zu tragen hat. 2 Der Regierungsrat bestimmt die Höhe der Abgaben nach Massgabe der bestehenden und zu erwartenden Verpflichtungen zu züglich einer Pauschale für unvorhersehbare Massnahmen sowie die weiteren Einzelheiten durch Verordnung2. 8 Abfallgesetz (AbfG) 712.1 4. Vollzug durch die Gemeinden Aufgaben der Gemeinden § 35. 1 Die Gemeinden sorgen für Erstellung und Betrieb von Anlagen für die Behandlung von Siedlungsabfällen. Sie regeln das Sammelwesen, einschliesslich der getrennten Sammlung bestimmter Abfälle, und die Behandlung der Siedlungsabfälle sowie die Gebühren in einer Abfallverordnung, die der Genehmigung durch die Direk tion12 bedarf. 2 Sie sorgen für die kontinuierliche Information der Bevölkerung sowie der Betriebe und bezeichnen eine verantwortliche Stelle für die Abfallwirtschaft. 3 Sie errichten die nötigen Deponien für die Rückstände aus der Behandlung von Siedlungsabfällen und von Klärschlamm, soweit nicht Private diese Aufgabe übernehmen. 4 Die Gemeinden sorgen für den Vollzug des Ablagerungs- und Verbrennungsverbots. 5 Solange aufgrund der Gesetzgebung oder von Vereinbarungen keine Rücknahmeverpflichtungen bestehen, sorgen die Gemeinden für einen Sammeldienst für ausgediente Geräte und Möbel und ihre Bestandteile sowie für Erzeugnisse aus Metall oder Kunststoff aus den Haushalten. 6 Zur Lösung ihrer Aufgaben können sich die Gemeinden zu Zweckverbänden zusammenschliessen, sich andern Organisationen anschliessen oder ihre Aufgaben an Private übertragen. Gemeinde abgaben § 36. 1 Die Gemeinden leisten dem Staat eine jährliche Abgabe je Einwohnerin und Einwohner in einen Fonds, mit welchem die staat lichen Aufwendungen für die Entsorgung von Kleinmengen von Son derabfällen gedeckt werden. 2 Der Regierungsrat regelt die Einzelheiten durch Verordnung2. Abfallrechnung und Gebühren § 37. 1 Die Rechnungsführung der Gemeinden über die Abfall wirtschaft hat eine vollständige Übersicht über die anfallenden Kosten zu gewährleisten. 2 Die Gemeinden erheben nach Volumen oder Gewicht bemessene kostendeckende Gebühren, wie Sack-, Marken- oder Containergebüh ren mit oder ohne pauschale Grundgebühr. Dabei sind regionale Lösungen anzustreben. Die Gebühren decken die Kosten für Bau, Betrieb, Unterhalt, Verzinsung und Abschreibung der Abfallanlagen sowie die übrigen Kosten der Abfallwirtschaft einschliesslich der kan tonalen Abgabe. 91. 7. 10 - 69 712.1 Abfallgesetz (AbfG) 3 Betreiben Gemeinden oder Zweckverbände eine Deponie, wird der für die Abschlussarbeiten und die Nachsorge bestimmte Gebüh renteil jährlich als Rückstellung für diese Zwecke in der Rechnung ausgewiesen. 4 Zweckverbände, welche eine Deponie betreiben, können erst aufgelöst werden, wenn sie ihre Abschluss- und Nachsorgeaufgaben erfüllt haben. Austretende Gemeinden haften für die Kosten wie eine Verbandsgemeinde. IV. Strafbestimmungen12 § 38.13 Straf bestimmungen § 39. 1 Mit Busse bis Fr. 50 000, bei Gewinnsucht mit Busse in unbeschränkter Höhe, wird bestraft, wer11 a. Kontrollen der Behörden erschwert oder verunmöglicht, b. Verordnungen und Einzelverfügungen, die gestützt auf dieses Gesetz erlassen wurden, nicht befolgt, c. als Betreiber einer Abfallanlage seine Übernahmeverpflichtungen verletzt, d. Abfälle nicht einer Abfallanlage oder einer bestimmten Abfall anlage zuführt, obwohl er hiezu verpflichtet wäre, e. ohne Bewilligung eine Abfallanlage erstellt oder betreibt, f. Abfälle ausserhalb von bewilligten Anlagen stehen lässt oder ablagert, g. Abfälle nicht pflanzlicher Art ausserhalb von bewilligten Anlagen verbrennt. 2 Entscheide in Strafsachen in Anwendung des Bundesgesetzes über den Umweltschutz4 sowie dieses Gesetzes sind der Direktion12 mitzuteilen. 3 Die Untersuchung und Beurteilung von Widerhandlungen obliegt den Statthalterämtern. 10 Abfallgesetz (AbfG) 712.1 V. Übergangs- und Schlussbestimmungen9 Kataster der belasteten Standorte, Einführung § 39 a.10 1 Die Direktion12 erstellt schrittweise den Kataster der belasteten Standorte nach Massgabe der vorhandenen Mittel sowie der Bundesvorschriften. Die Inhaber der im Kataster der Altlasten und Verdachtsflächen aufgeführten Parzellen können von der Direk tion12 jederzeit eine Verfügung über die Eintragung im Kataster der belasteten Standorte verlangen, sofern sie ein aktuelles Interesse glaubhaft machen können. 2 Standorte bleiben im Kataster der Altlasten und Verdachts flächen nach bisherigem Recht, bis über ihren Eintrag im Kataster der belasteten Standorte entschieden ist. § 40. Das Gesetz über die Beseitigung von ausgedienten Fahrzeu gen und von Schrott vom 4. März 1973 wird aufgehoben. § 41. Die nachstehenden Gesetze werden wie folgt geändert: . . .7 VI. Inkrafttreten Inkrafttreten§ 42. Dieses Gesetz untersteht der Volksabstimmung. Der Regie rungsrat bestimmt den Zeitpunkt des Inkrafttretens6 nach der Geneh migung durch den Bund. 1 OS 52, 950. 2 LS 712.11, LS 712.12. 3 LS 781. 4 SR 814.01. 5 SR 814.014; LS 712.444. 6 §§ 1–3; 5–17; 22–26; 30–33; 35–42 in Kraft seit 1. Januar 1996 (OS 53, 46). §§ 4; 18–21; 27–29 in Kraft seit 1. Januar 2001 (OS 56, 350). 7 Text siehe OS 52, 950. 8 Eingefügt durch G vom 26. August 2002 (OS 57, 347). In Kraft seit 1. Mai 2004 (OS 59, 66). 9 Fassung gemäss G vom 26. August 2002 (OS 57, 347). In Kraft seit 1. Mai 2004 (OS 59, 66). 10 Aufgehoben durch G vom 26. August 2002 (OS 57, 347). In Kraft seit 1. Mai 2004 (OS 59, 66). 111. 7. 10 - 69 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.11 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.12 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=781 http://www.admin.ch/ch/d/sr/c814 01.html http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.444 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C56%2C350 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C57%2C347 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C59%2C66 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C57%2C347 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C59%2C66 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C57%2C347 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C59%2C66 712.1 Abfallgesetz (AbfG) 11 Fassung gemäss G über die Anpassung an den geänderten allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches und an das neue Jugendstrafgesetz vom 19. Juni 2006 (OS 61, 391; ABl 2005, 1483). In Kraft seit 1. Januar 2007. 12 Fassung gemäss G über die Anpassung des kantonalen Verwaltungsverfah rensrechts vom 22. März 2010 (OS 65, 390; ABl 2009, 801). In Kraft seit 1. Juli 2010. 13 Aufgehoben durch G über die Anpassung des kantonalen Verwaltungsverfah rensrechts vom 22. März 2010 (OS 65, 390; ABl 2009, 801). In Kraft seit 1. Juli 2010. 12 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C65%2C390 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C65%2C390 http://www.amtsblatt.zh.ch/main/t100d.cfm?Recid=5583 http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&Ordnr=712.1%2C61%2C391 http://www.amtsblatt.zh.ch/pdf/tt/20091206 24 T.pdf#zoom=100&pagemode=bookmarks http://www.amtsblatt.zh.ch/pdf/tt/20091206 24 T.pdf#zoom=100&pagemode=bookmarks

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