Chemical Legislation Competence Ordinance
Made 2011-02-28 · Text as of 2026-10-01
Public law and official guidance, published as research. Not legal, tax or financial advice.
About this law
- Original title
- Verordnung über Zuständigkeiten nach dem Chemikalienrecht (ChemZustVO).
- Language
- German
- Kind
- Regulation
- Country
- Germany · Sachsen-Anhalt
- Subjects
- Waste and hazardous substances
- Keywords
- pollution control, hazardous substances, enforcement/compliance
Where to read it
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Text
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Seite 1 von 3 Landesrecht Sachsen-Anhalt Gesamtes Gesetz Amtliche Abkür zung: ChemZustVO Ausfertigungsda tum: 28.02.2011 Gültig ab: 12.03.2011 Dokumenttyp: Verordnung Quelle: Fundstelle: GVBl. LSA 2011, 484 Gliederungs-Nr: 7100.19 Verordnung über Zuständigkeiten nach dem Chemikalienrecht (ChemZustVO) Vom 28. Februar 2011 Zum 26.07.2013 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe Aufgrund des § 1 Buchst. c des Gesetzes über Zuständigkeiten im Gewerberecht und anderen Rechts gebieten vom 8. Mai 1991 (GVBl. LSA S. 81), geändert durch Artikel 61 des Gesetzes vom 18. Novem ber 2005 (GVBl. LSA S. 698, 709) und § 1 der Verordnung zur Übertragung von Verordnungsermäch tigungen nach dem Gesetz über Zuständigkeiten im Gewerberecht und anderen Rechtsgebieten vom 2. Mai 2008 (GVBl. LSA S. 150) in Verbindung mit Abschnitt II Nr. 8 des Beschlusses der Landesregie rung über den Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 24. Oktober 2006 (MBl. LSA S. 677), zuletzt geändert durch Beschluss vom 3. Juni 2008 (MBl. LSA S. 404), wird im Einvernehmen mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales, dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit und dem Ministerium des Inneren verordnet: § 1 Anwendungsbereich (1) Diese Verordnung regelt die Zuständigkeiten von Behörden für den Vollzug 1. des Chemikaliengesetzes, 2. des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes, 3. der aufgrund des Chemikaliengesetzes und des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes erlasse nen Rechtsverordnungen und 4. der unmittelbar geltenden Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaften oder der Europäischen Union, die Sachverhalte des Chemikalien-, Wasch- und Reinigungsmittelrechts betreffen. (2) Zuständige Behörden nach § 8 Abs. 1 Satz 2 des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes vom 6. Ja nuar 2004 (BGBl. I S. 2), zuletzt geändert durch Artikel 3 Abs. 33 des Gesetzes vom 7. Juli 2005 (BGBl. I S. 1970), in der jeweils geltenden Fassung, sind für die Bereiche des Chemikalien- und Gefahrstoff rechts die nach dieser Verordnung für den Vollzug des Chemikalien-, Wasch- und Reinigungsmittel rechts zuständigen Behörden. § 2 Oberste Chemikaliensicherheitsbehörde Seite 2 von 3 (1) Das für die Chemikalien- und Produktsicherheit zuständige Ministerium ist die oberste Chemikalien sicherheits- und Fachaufsichtsbehörde für den Vollzug des Chemikalien-, Wasch- und Reinigungsmittel rechts mit Ausnahme des Arbeitsschutzes. (2) Die oberste Chemikaliensicherheitsbehörde ist zuständig für 1. die Durchführung und Überwachung der Guten Laborpraxis gemäß den §§ 19a bis 19c und § 21 des Chemikaliengesetzes, 2. die Informationspflichten nach § 22 Abs. 1 Satz 1 des Chemikaliengesetzes und 3. die Information der Öffentlichkeit über Stoffrisiken nach Artikel 123 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrie rung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH), zur Schaffung ei ner Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 793/93 des Rates, der Verordnung (EG) Nr. 1488/94 der Kommission, der Richtlinie 76/769/EWG des Rates sowie der Richtlinien 91/155/EWG, 93/67/ EWG, 93/105/EG und 2000/21/EG der Kommission (ABl. L 396 vom 30.12.2006, S. 1; ABl. L 136 vom 29.5.2007, S. 3; ABl. L 141 vom 31.5.2008, S. 22; ABl. L 36 vom 5.2.2009, S. 84), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 453/2010 vom 20. Mai 2010 (ABl. L 133 vom 31.5.2010, S. 1), in der jeweils geltenden Fassung. § 3 Obere Chemikaliensicherheitsbehörde (1) Das Landesverwaltungsamt ist die obere Chemikaliensicherheitsbehörde und übt die Fachaufsicht über die unteren Chemikaliensicherheitsbehörden aus. (2) Die obere Chemikaliensicherheitsbehörde ist zuständig für die Überwachung der Anforderungen nach § 5 Abs. 1 Satz 1 des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes vom 16. März 2005 (BGBl. I S. 762), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 11. August 2010 (BGBl. I S. 1163, 1165), in der je weils geltenden Fassung. (3) Soweit in dieser Verordnung nicht anders geregelt, ist die obere Chemikaliensicherheitsbehörde mit Ausnahme von Angelegenheiten des Arbeitsschutzes zuständig. § 4 Untere Chemikaliensicherheitsbehörden (1) Die Landkreise und kreisfreien Städte als untere Chemikaliensicherheitsbehörden sind für den Voll zug des Chemikalien-, Wasch- und Reinigungsmittelrechts im Hinblick auf den allgemeinen Gesund heitsschutz und zum Schutz der Umwelt im Bereich des Einzelhandels und des Verbrauchers, mit Aus nahme des Arbeitsschutzes, zuständig. (2) Die unteren Chemikaliensicherheitsbehörden sind zuständig für die Erteilung der Erlaubnis und Ent gegennahme der Anzeige nach § 2 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 3 der Chemikalien-Verbotsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Juni 2003 (BGBl. I S. 867), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 10 der Verordnung vom 26. November 2010 (BGBl. I S. 1643, 1692), in der jeweils geltenden Fassung. § 5 Andere Behörden (1) Das Landesamt für Umweltschutz ist zuständig für: 1. die Entgegennahme und Weiterleitung von Informationen der Bundesstelle für Chemikalien so wie die Weiterleitung von Informationen an die Bundesstelle für Chemikalien nach § 9 Abs. 1 und 2 und § 10 Abs. 2 des Chemikaliengesetzes, Seite 3 von 3 2. Entgegennahme und Weiterleitung von Informationen der Zulassungsstelle nach § 22 Abs. 1a Nr. 1 des Chemikaliengesetzes, 3. Anerkennung einer Fortbildungsveranstaltung zum Nachweis der Sachkunde nach § 5 Abs. 2 Nr. 1 der Chemikalien-Ozonschichtverordnung vom 13. November 2006 (BGBl. I S. 2638), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 9. November 2010 (BGBl. I S. 1504, 1507), in der jeweils geltenden Fassung, 4. Erteilung einer Bescheinigung nach § 5 Abs. 3 der Chemikalien-Klimaschutzverordnung vom 2. Juli 2008 (BGBl. I S. 1139), geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 9. November 2010 (BGBl. I S. 1504, 1506), in der jeweils geltenden Fassung. (2) Das Landesamt für Geologie und Bergwesen ist, abweichend von § 3, zuständig für Betriebe und Anlagen, die der Bergaufsicht unterliegen. (3) Das Landesamt für Verbraucherschutz ist bei Angelegenheiten des Arbeitsschutzes zuständig für Maßnahmen der Überwachung nach § 21 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1, Abs. 3 Satz 1 sowie Abs. 6 des Chemi kaliengesetzes, soweit Belange der Gefahrstoffverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. November 2010 (BGBl. I S. 1643) in der jeweils geltenden Fassung betroffen sind. (4) Das Gemeinsame Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sach sen-Anhalt und Thüringen in Erfurt ist für die Entgegennahme von Angaben nach § 16e Abs. 3 des Che mikaliengesetzes zuständig. § 6 Anordnungen, Unterrichtungspflichten (1) Die nach den §§ 2 bis 5 zuständigen Behörden sind zuständig, sofern Anordnungen nach § 23 des Chemikaliengesetzes in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich notwendig werden. (2) Die zuständigen Behörden unterrichten sich gegenseitig nach § 22 Abs. 1 des Chemikaliengesetzes im Rahmen ihrer Zuständigkeit. § 7 Inkrafttreten, Außerkrafttreten Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig treten Anlage 2 Verzeichnis lfd. Nrn. 5.1 bis 5.6.2.2 der Verordnung über die Regelung von Zuständigkeiten im Immissions-, Gewer be- und Arbeitsschutzrecht sowie in anderen Rechtsgebieten vom 14. Juni 1994 (GVBl. LSA S. 636), zu letzt geändert durch Verordnung vom 6. Juli 2010 (GVBl. LSA S. 429), und § 2a der Zuständigkeitsver ordnung für das Abfallrecht vom 26. Mai 2004 (GVBl. LSA S. 302), zuletzt geändert durch § 2 Abs. 2 des Gesetzes vom 5. November 2009 (GVBl. LSA S. 527, 528), außer Kraft. Magdeburg, den 28. Februar 2011. Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Aeikens © juris GmbH