Bavarian IPPC–Waste Water Ordinance
Made 2001-12-12 · Text as of 2026-10-01
Public law and official guidance, published as research. Not legal, tax or financial advice.
About this law
- Original title
- Verordnung zur Umsetzung der IVU-Richtlinie bei Abwasser (Bayerische IVU-Abwasser-Verordnung).
- Language
- German
- Kind
- Regulation
- Organisation
- European Union
- Country
- Germany · Bayern
- Subjects
- Water, Waste and hazardous substances
- Keywords
- pollution control, freshwater pollution, effluent waste water/discharge, authorization/permit, data collection/reporting, access-to-information, enforcement/compliance, environmental standards, standards, protection of environment
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Text
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Verordnung zur Umsetzung der IVU-Richtlinie bei Abwasser (Bayerische IVU-Abwasser-Verordnung)1) Vom 12. Dezember 2001 Fundstelle: GVBl 2001, S. 1066 Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Überschrift und § 9 geänd. und § 16 aufgeh. (§ 2 Abs. 29 G v. 8.4.2013, 174) Fußnoten 1) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 96/61/EG des Rates vom 24. September 1996 über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (ABl. EG Nr. L 257 S. 26) und der Entscheidung der Kommission vom 17. Juli 2000 über den Aufbau eines Europäischen Schadstoffemissionsregisters gemäß Art. 15 der Richtlinie 96/61/EG des Rates über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (ABl. EG Nr. L 192 S. 36). Auf Grund von Art. 41j, Art. 70 Abs. 2 und Art. 77 Abs. 2 Satz 2 des Bayerischen Wassergesetzes (BayWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Juli 1994 (GVBl S. 882, BayRS 753-1-U), zuletzt geändert durch § 54 des Gesetzes vom 24. April 2001 (GVBl S. 140), erlässt das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen folgende Verordnung: Erster Teil Anwendungsbereich § 1 Anwendungsbereich Diese Verordnung gilt für das Einleiten von Abwasser, das in den in Anhang I der Richtlinie 96/61/EG des Rates der Europäischen Union vom 24. September 1996 über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (ABl. EG Nr. L 257 S. 26) aufgeführten Anlagen (IVU-Anlagen) anfällt. Zweiter Teil Wasserrechtliche Erlaubnis § 2 Koordinierung der Verfahren 1 Die vollständige Koordinierung des Erlaubnisverfahrens mit den für die IVU-Anlagen erforderlichen Zulassungsverfahren sowie der Inhalts- und Nebenbestimmungen ist sicherzustellen. 2 Die zuständige Behörde hat sich über den Stand anderweitiger die IVU-Anlage betreffender Zulassungsverfahren Kenntnis zu verschaffen und auf ihre Beteiligung hinzuwirken sowie mit den für diese Verfahren zuständigen Behörden frühzeitig den von ihr beabsichtigten Inhalt des Genehmigungsbescheids zu erörtern und abzustimmen. § 3 Antragsunterlagen Dem Antrag auf Erteilung der Erlaubnis sind Unterlagen nach der Verordnung über Pläne und Beilagen in wasserrechtlichen Verfahren (WPBV), insbesondere nach § 4 Abs. 3 WPBV, beizufügen. § 4 Mindestinhalt der Erlaubnis Die Erlaubnis hat angemessene Regelungen zu enthalten, die eine Überwachung der Gewässerbenutzung ermöglichen, insbesondere zur Methode und Häufigkeit von Messungen und zum Bewertungsverfahren sowie eine Verpflichtung zur Vorlage von Daten für die Überprüfung der Einhaltung von Inhalts- und Nebenbestimmungen der Erlaubnis. § 5 Öffentlichkeitsbeteiligung und Zugang zu Informationen Sofern die Beteiligung der Öffentlichkeit nicht bereits nach anderen Vorschriften erfolgt, ist die Öffentlichkeit entsprechend Art. 78g des Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (BayVwVfG) zu beteiligen. § 6 Grenzüberschreitende Behörden und Öffentlichkeitsbeteiligung Können mit einer Gewässerbenutzung erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt eines Staates außerhalb der Bundesrepublik Deutschland verbunden sein oder ersucht ein solcher Staat, der möglicherweise von den Auswirkungen erheblich berührt wird, darum, so ist im Verfahren zur Erteilung der Erlaubnis eine Beteiligung des anderen Staates entsprechend Art. 78h des Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (BayVwVfG) sicherzustellen, sofern die grenzüberschreitende Behörden und Öffentlichkeitsbeteiligung nicht bereits nach anderen Vorschriften erfolgt. § 7 Überwachung und Überprüfung der Erlaubnis (1) Die Einhaltung der Erlaubnis ist regelmäßig zu überwachen. (2) 1 Die Erlaubnis ist regelmäßig zu überprüfen und soweit erforderlich dem neuesten Stand anzupassen. 2 Die Überprüfung ist insbesondere vorzunehmen, wenn 1.Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Schutz der Gewässer nicht ausreichend ist und deshalb die in der Erlaubnis oder Genehmigung festgelegten Begrenzungen der Emissionen überprüft oder neu festgesetzt werden müssen, 2.wesentliche Veränderungen des Stands der Technik eine erhebliche Verminderung der Emissionen ermöglichen, 3.eine Verbesserung der Betriebssicherheit durch die Anwendung anderer Techniken erforderlich ist oder 4.neue umweltrechtliche Vorschriften dies fordern. § 8 Unterrichtung bei Störungen und Unfällen Der Betreiber hat die Kreisverwaltungsbehörde und das Wasserwirtschaftsamt, bei Bergbaubetrieben die zuständige Bergbehörde, unverzüglich über alle Störungen und Unfälle mit erheblichen Umweltauswirkungen zu unterrichten. § 9 Vorhandene Benutzungen und Indirekteinleitungen Bis spätestens 30. Oktober 2007 müssen vorhandene Einleitungen von Abwasser aus IVU-Anlagen den Anforderungen nach § 57 Abs. 2 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und vorhandene Indirekteinleitungen von Abwasser den Anforderungen nach § 57 Abs. 2 Satz 2 WHG entsprechen. Dritter Teil Emissionserklärung - Abwasser § 10 (aufgehoben) § 11 (aufgehoben) § 12 (aufgehoben) § 13 (aufgehoben) § 14 (aufgehoben) § 15 (aufgehoben) Vierter Teil Änderung von Rechtsvorschriften, In-Kraft-Treten § 16 (aufgehoben) § 17 In-Kraft-Treten Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2002 in Kraft. München, den 12. Dezember 2001 Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen Dr. Werner Schnappauf, Staatsminister Bayern.de Verwaltungsportal Impressum Kontakt © Bayerische Staatskanzlei