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Laws of Switzerland

Ordinance on the protection of hedgerows and plants on banks

Made 1989-12-19 · Text as of 2026-10-01

Public law and official guidance, published as research. Not legal, tax or financial advice.

About this law

Original title
Verordnung zum Schutz der Hecken, Feldgehölze und Uferbestockungen.
Language
German
Kind
Regulation
Organisation
European Union
Country
Switzerland · Luzern
Subjects
Water, Wild species and ecosystems
Keywords
bank, ecosystem conservation, wetlands, protection of species, biodiversity

Where to read it

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Text

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  1. Nr. 717 Verordnung zum Schutz der Hecken, Feldgehölze und Uferbestockungen vom 19. Dezember 1989* Der Regierungsrat des Kantons Luzern, (Stand 1. Januar 2010) gestützt auf § 23 Absatz 1 des Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz vom 18. September 19901 und § 10 Absatz 4 des Wasserbaugesetzes vom 30. Januar 19792,3 auf Antrag des Justizdepartementes, beschliesst: I. Allgemeine Bestimmungen § 14 Die Verordnung bezweckt den Schutz und die Pflege der Hecken, Feldgehölze und Ufer bestockungen als Lebensräume von Pflanzen und Tieren und als Naturobjekte, welche die Landschaft prägen, den Boden vor Wind und Erosion schützen und die Uferböschungen sichern. Zweck § 2 Geltungsbereich 1 Die Verordnung gilt im ganzen Kanton. 2 In Gemeinden, die den Schutz der Hecken, Feldgehölze und Uferbestockungen selber geregelt haben, ist die Verordnung soweit anzuwenden, als sie einen weitergehenden * G 1990 262. Fassung des Titels gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 1 SRL Nr. 709a. Auf dieses Gesetz wird im Folgenden nicht mehr hingewiesen. 2 SRL Nr. 760. Auf dieses Gesetz wird im Folgenden nicht mehr hingewiesen. 3 Fassung des Ingresses gemäss Änderung vom 23. März 2004, in Kraft seit dem 1. April 2004 (G 2004 176). 4 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 2 Nr. 717 Schutz bietet. Das gilt auch mit Bezug auf die Vorschriften über das Verfahren um Aus nahmebewilligungen.5 3 Die Verordnung ist nicht anzuwenden a. auf Wald im Sinn des Bundesgesetzes über den Wald6,7 b. auf Parkanlagen sowie auf Lebhäge, die als Einfriedungen von Liegenschaften und Anlagen dienen. § 3 Schutz der Hecken, Feldgehölze und Uferbestockungen8,9 1 Hecken, Feldgehölze und Uferbestockungen sind geschützt. 10 2 Ihre vorübergehende oder dauernde Beseitigung ist untersagt, insbesondere 11 a. die Rodung, das Ausstocken oder das Abbrennen, b. das Fällen oder Beseitigen von einzelnen Bäumen in Hecken, Feldgehölzen und Uferbestockungen von mehr als 80 cm Stammumfang, gemessen in 1 m Höhe über dem gewachsenen Boden.12 3 Vorbehalten bleiben die Erteilung von Ausnahmebewilligungen gemäss § 4 und die Nutzungs- und Pflegemassnahmen gemäss § 5. § 4 Ausnahmebewilligung 1 Eine Ausnahmebewilligung wird erteilt, wenn a. die privaten Interessen des Gesuchstellers an der ganzen oder teilweisen Beseitigung von Hecken, Feldgehölzen und Uferbestockungen das öffentliche Interesse an deren Erhaltung überwiegen oder13 b. überwiegende andere öffentliche Interessen die Beseitigung erfordern. 2 Wird eine Ausnahmebewilligung erteilt, kann vom Gesuchsteller eine Ersatzanpflan zung verlangt werden. 3 Die Ersatzanpflanzung eines Baumes ist unabhängig vom Stammumfang geschützt. § 3 Absätze 2b und 3 gilt sinngemäss.14 5 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 6 SR 921.0 7 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 8 Gemäss Anhang 4.3 und 4.5 der Verordnung des Bundesrates über umweltgefährdende Stoffe (Stoff verordnung) vom 9. Juni 1986 in der Fassung vom 16. September 1992 (SR 814.013) dürfen Pflanzen behandlungsmittel, Dünger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse in Hecken und Feldgehölzen (inkl. Uferbestockungen) nicht verwendet werden. Das Verbot gilt auch für einen Streifen von drei Metern Brei te entlang von Hecken, Feldgehölzen und oberirdischen Gewässern. 9 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 10 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 11 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 12 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 13 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 14 Eingefügt durch Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). Nr. 717 3 § 515 1 Zur Förderung der Vielfalt von Pflanzen und Tieren in Hecken, Feldgehölzen und Ufer bestockungen ist die dem Schutzzweck entsprechende Nutzung und Pflege, insbesondere das periodische Auslichten, gestattet. Nutzung und Pflege 2 Bei Uferbestockungen ist überdies § 10 Absatz 2 des Wasserbaugesetzes zu berück sichtigen. 3 Ein Abschnitt einer Hecke, eines Feldgehölzes oder einer Uferbestockung darf höchs tens alle drei Jahre auf den Stock gesetzt werden. Der auf den Stock gesetzte Abschnitt darf einen Drittel des Gesamtbestandes nicht überschreiten, bei Uferbestockungen höchstens aber 200 m lang sein. 4 Die Bestimmungen sind nicht anzuwenden auf Bäume im Sinn von § 3 Absatz 2b, die sich in Hecken, Feldgehölzen oder Uferbestockungen befinden. § 616 II. Bewilligungsverfahren § 717 Das Gesuch um eine Ausnahmebewilligung ist schriftlich und begründet bei der Ge meinde einzureichen. Das Schutzobjekt, auf welches sich das Gesuch bezieht, ist genau zu bezeichnen. Gesuch § 8 Bewilligungsbehörde 1 Über das Gesuch entscheidet a. die Dienststelle Landwirtschaft und Wald18, wenn sich das geschützte Objekt in ei nem Gebiet befindet, für das der Regierungsrat eine Schutzverordnung erlassen hat,19 b. in den übrigen Fällen die Gemeinde 20 2 Ist die Dienststelle Landwirtschaft und Wald zuständig, leitet die Gemeinde das Ge such mit ihrer Stellungnahme der Dienststelle weiter. . 21 15 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 16 Aufgehoben durch Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 17 Fassung gemäss Änderung vom 11. Dezember 2007, in Kraft seit dem 1. Januar 2008 (G 2007 445). 18 Gemäss Änderung vom 18. Dezember 2009, in Kraft seit dem 1. Januar 2010 (G 2009 470), wurde in den §§ 8 und 9 die Bezeichnung «Dienststelle Umwelt und Energie» durch «Dienststelle Landwirtschaft und Wald» ersetzt. 19 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 20 Fassung gemäss Änderung vom 11. Dezember 2007, in Kraft seit dem 1. Januar 2008 (G 2007 445). 21 Fassung gemäss Änderung vom 11. Dezember 2007, in Kraft seit dem 1. Januar 2008 (G 2007 445). 4 Nr. 717 § 922 1 Die Gemeinde teilt ihre Entscheide der Dienststelle Landwirtschaft und Wald mit. Die se meldet ihre Entscheide der Gemeinde Mitteilung der Entscheide 23 2 Entscheide, die Uferbestockungen betreffen, sind überdies der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur mitzuteilen. . 24 § 10 25 III. Schlussbestimmungen § 1126 1 Wer dieser Verordnung zuwiderhandelt, kann verpflichtet werden, die widerrechtlich getroffenen Massnahmen auf eigene Kosten rückgängig zu machen oder die Kosten zu übernehmen, die aus der Beseitigung des Schadens entstehen. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 2 Anstelle des Verursachers kann auch der Grundeigentümer auf seine Kosten zur Wie derherstellung des rechtmässigen Zustands verhalten werden, wenn er dem Verursacher das geschützte Objekt überlassen hat und nicht nachweist, dass er alle nach den Um ständen gebotene Sorgfalt angewendet hat, um einen Schaden dieser Art zu verhindern, oder dass der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden wäre. 3 Lässt sich keine verantwortliche Person feststellen und wird nicht der Grundeigentü mer zur Wiederherstellung verhalten, sorgt die Gemeinde für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. 4 Die Wiederherstellungsmassnahmen sind vom Grundeigentümer und vom Bewirtschaf ter zu dulden. § 1227 1 Wer vorsätzlich und ohne Berechtigung ein Schutzobjekt zerstört oder schwer beschä digt, wird gemäss § 53 Absatz 1 des Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. In leichten Fällen oder wenn der Täter fahrlässig handelt, ist die Strafe Busse bis 40000 Franken. Strafbestimmungen 28 22 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 23 Fassung gemäss Änderung vom 11. Dezember 2007, in Kraft seit dem 1. Januar 2008 (G 2007 445). 24 Fassung gemäss Änderung vom 23. März 2004, in Kraft seit dem 1. April 2004 (G 2004 176). 25 Aufgehoben durch Änderung vom 23. März 2004, in Kraft seit dem 1. April 2004 (G 2004 176). 26 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 27 Fassung gemäss Änderung vom 19. März 1993, in Kraft seit dem 1. April 1993 (G 1993 174). 28 Fassung gemäss Änderung vom 12. Dezember 2006, in Kraft seit dem 1. Januar 2007 (G 2006 451). Nr. 717 5 2 Wer gegen die Verbote der §§ 3 Absatz 2, 4 Absatz 3 und 5 Absatz 3 verstösst, wird gemäss § 53 Absatz 2b des Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz mit Busse bis 20000 Franken, in leichten Fällen bis 5000 Franken, bestraft. § 13 Aufhebung eines Erlasses Die Verordnung zum Schutz der Hecken und Feldgehölze vom 10. März 198729 § 14 Inkrafttreten wird aufgehoben. Diese Verordnung tritt am 1. Februar 1990 in Kraft. Sie ist zu veröffentlichen. Luzern, 19. Dezember 1989 Im Namen des Regierungsrates Der Schultheiss: Bühler Der Staatsschreiber: Baumeler 29 G 1987 93 (SRL Nr. 717)

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