Ordinance on honey
Made 1994-11-29 · Text as of 2026-10-01
Public law and official guidance, published as research. Not legal, tax or financial advice.
About this law
- Language
- German
- Kind
- Regulation
- Organisation
- European Union
- Country
- Austria
- Subjects
- Food and nutrition
- Keywords
- food safety and quality, apiculture/sericulture, standards, packaging/labelling
- Categories
- softs
Where to read it
No source link is recorded for this law.
Text
The law's own text, section by section, as held. Each section has its own link.
941. Verordnung des ßundesminiHers für Ge)urn.lhdt, Svm l uuJ l{oo)uwcutcn~1..hutt über Honig Auf Grund der§§ IC Abs. 2 und 19 Abs. 1 ~es Lebensmittelge:setzcs 1975, BGBl. Nr. S6, zuletzt gelnderc durch t.las Bundesgeser:z: BGB!. Nr. 1,0/ 1992, wird - hinsichtlich. der §§ 2 bis 4 un Ein,1cmchmcn mi.t tlt.m Bundt~mimS\er \\\r <u\rt schaft!id1e Angelegenheiren - >"erordnet: , '• § 1. Du: ll.bat..-:e 1 bis i samt /, Osterreich1,d1en Lebensmittelbuches, Kapitel B 3 (Honig) ' werden als erlassen. Sie lauten. i l:1ge ties III. Aufbge, Verordnung (1) Honig ist der von Honigbienen :aus den Neluanen der Bh.iren oder aus von lebenden PfL,nzemeilen sr.ammenden oder sich auf die.1en befindlichen Sekreten gewisser Insektenar:en gesammelte sliße Stoff, der von diesen Bienen verarbeitet, durch arteigene Stoffe bereichert, in Waben aufgespeichert und gereift wurde. Er weist einen .~pezifi,r.hen. arom'.l.ti~chen Gi>rurh und Ge$chmack :1.uf. Seine Farbe, Geschmack und Aroma ist nach Herkunft, Erntezeit, Gewinnungs an und kJim:uischen Einflü.ssen sehr wnchteden und wechselt von fast farblos über verschieden,; gelbe, grunc und br:rnnc, manchmal auch rote Farbtöne bis nahezu schwarz. Er kann flüssig, dickflüssig oder krista!hsicn sein. (2) Honig 1~t im we?.emh.:hen eine kon1,ent,nerte Losung verschiedener Zuckerarten. Sein t.,-esa.1H wckergehalt liegt im allgemeinen bei 70%, wovon der größce Tell aus Glukose und Fmktose besrch1.. Die Glukose laisr;.l!isiert bei längerem SteheJl ::!es Hrn)ie\ JUi (,,kanr:lirrr"), <1ir Frukrn~I' hlribt in Lösung. Daneben enthält Honig umer anderem Saccharose, MelezitO$e, dextrin:i.rtige Körper, Eiw,:iß, Ferment(\ organische Säuren, Mineralswf fe, Farbswff,:,, Arom:moffe und geringe Mengen von Pollenkornern, Wachsteilchen, r,ilzcn, .",.!gen, Hefen und ;rndere von der Gewinnung her rnhrer.d.e feste. 'Teikhen, Bei der Hontgg<•winnung isr vor t11lem darauf zu achwn, daß die ursprünghche /.kschaffenheit llnd Zusammensetzung (Aroma, Ferrnentgehalt) de~ Honigs nicht leidet und daß der gewonnene Honig möglichst wenig Fremdkörper enthält. Um W~r-htt,,.:lrl,,.,, nn<1 Fr„mrlk.irp<'r n, rntfrrnPn, wird Honig mitunter durch Abseien, gegebenen, fofü unter Anwendung gelinder WJrme (u11.ter 4S"C), geklärt. (3) HmlJfl;,..rten werden im "-'"~~•vlicha:n tomPF sch\edtn r.ach Herkunft a) Blütenhonig: dN vorwi,rgomd :;i.u$ d ,,.. N,ib„neno.ften von l31üte1;1 stammende Honig; b) Honigtauhomg: d,, vca w(egeruJ au~ <lc::m Hmug,:au i'OO Laubpflanzen (Bl:nthonig) oder Nadel bäumen (Koniforenhonig) stammende Horng. 2. Art der Gewinnung oder Zusamniensetzur.g a) Waben- oder Scheibenhonig: der von den Bienen in von ihnen frisch erbauten Waben bereitete, noch in den v11rded,dtcn, brudrcicn Zdlc.n bdindliL)H„ und in ganzen Waben oder in Wabensrt.ik ken in Verkehr gebrachte Honig; b) Honig mit W abemeilen: der zumrndest ein Wabenmlck enthaltenh de Honig; c) Tropfhonig: der durch Ausfließenhssen des Honigs aus den emdeckelten, brutfreien -Waben ohn" Anw;indung "Tl""dwelch<H Hilft m"itte\ gewonnene Hönig; d) Si:hle11derhonig; der dLirch Au~schleudem der entdtk, kelten, brutfre1en Waben miw:ls Zentri fuge gewonnene Homg; e) Preßhonig· der durch Auspressen der brutfreien Waben ohne Anwendung vön Wär:ne n,1,-r mil gprjne-••r F..w~~mung r::••w"nn~nl' Honig. 3, dem Venvendungszweck a) Hon'1g: Lum unmiw:!l>.i.H;u Gc::uuß Lc~riuuu~,;i Honig; b) Back• oder Industriehonig: zur W eiterVerarbeitung bestimmter Honii;r (4) ;i) Die Bezeichnung „Honig«, auch in Wort• verbindungen, ist dem im Abs 1 definier• ten Erzeugnis vorbehalten. Ausgenommen davon darf die Bezeichnung anderer Erzeugnisse durch das Wort „Honig'' ergänzt werden, wenn sie Honig in wertbestimmender Menge enthalten und mit Honig nicht verwechselt werden Korw<.-n (LB I fort;1,kuAmclkn, Honli;ku chen), b) Die in Abs. 3 genrnnten Bezeichnungen sind den dort definienen Erzeugnissen vorbehalten. (.5) Die Bezeichnung ~Honig" oder eine der m Abs. 3 genannten Bezeichnungen dürfen unter anderem ergänzt werden durch a) e1rH; Angabe betreffend die Herkunft aus bestimmten Blüten oder Pflanzen, wenn das Erzeugnis tiberv:iegend der angegebenen Herkunft emsrammt und wenrt es deren org~n"l"'r•i~ch.o:-, physik~li~ch-rh,-mi.~chl' und mikroskop1Khe Merkm:i.le aufweist; b) einen territoriaJen, reg,vnaleu o,:kr topo gr:i.ph,~rhen (zB Wald. Heide, Almen) Namen, wenn das Erzeugnis insgesamt der angegebenen Herkunft entHammt. (6) Dem Honig, der :.!s solcher in Verkehr r.rhrachr wiF,1. rl,id>,n ,1.r„r/,.~ ',rnffe ?tl!?.l'{<"rc,t, nr,-1, honigelgcne Bestandteile enczogen werden, (i) Honig hat den Anfordenlrtgen der Anlage :n1 enrspredten und darf ~) k„itv:rl.ii S.v:>fl,-. in ,-.inn ;olch.;,n ~f""S" enthalten, daß sie eine Gefahr für die met'\schliche Gesundheit dartrelle1, konrten: b) abgesehen von unvermeidbaren geringen Mengen keine organischen und anorga:i1• sehen Verunrern.igungcn wte 1nsektcn und Insektenteile, Brut, Schimmel oder Sandkör ner emha!tcn; c) kemen art.frernden Gernch oder Ge.5chmack aufweisl'n, d) nicht 1n G:irung odet Schäumen libergegi:.n gen sein, c) nicht so rnuk erhitzt worden sein, d.'l.ß uine nat\.irlichen E:nzyme zerstört oder 5tark t,;t:M,hw;v.:hc 1in<l, f) hinsichdich ~eines Stiuregrades nicht kumt lich verandert worden sl'in. Lfr. c, d und e sowie Z l der Anlage gelten mehr frh „O"'<,..kJu,.111[1( vJe1 „JuJu~u·11:hvnig", der je<lu~h genußtauglich sein muß. Anla@;e (.:v Al>< . .?J Merkmale der Zusarnrnemetrnng von Honig 1. Scheinbarer Geh:tlt an redu 1.-lc,c11Jen Zudwn1, l>erech fl<"! ,,Js Jm,errzucker Blütenh.onig mindestens 65% Hrnugi:auhonig, allem oder in Mischung mit Blütenhonig: mindestens 60% 2. Gehalt :rn W:1Sscr allgemein höchm,ns 21% Heidehonig (Calluna) und Klethonig (Trifoli um sp.) höch~1e1v; 23% J, Schem!nrer Gehalt an Sac• charose: allgemein höchstens 5% H,)nig,:a1.1hot'l!g, allein oOe-r m l.füchung mit Blütenhonig; Akazien un<l L:.vcndelhonig ff•Wie Honig aus Bank sia rnenrie~ii hochstens 109-i: 4. Gehalt ::rn wasserunlöslichen :Stoffen ~llgern,m1 Preßhonig 5. Gehalt an Minernlstoffen (A,che) :i.llgeml'in J.-.l,1r1ie,.,11hnrne. ;iJl,-..in oder ln Mischung mit Blütenhonig 6. Gehalt an freien Sauren 7. Diasrnseindex und Gehalt an Hydroxymethylfurfurol \H¼F) R,.., .:""""'-'"·~ nach Behandlung und Mischung ' a) lJiaslaseindex (Schade Skala) ::lllgemem Honig mit emem geringen INtürlichen Geh;1./t rn Enzymen (1 R Zitrmh(,11ig) 1m,1 einem Gehalt :l.n H.Mf von höchstens 15 mg/kg b) HMF (vorbeh:ilrlidi lit. a zweiter Ged:i.nken smch) höchsrrns 0, 1 % höchm•ns 0,3¾ höchstens C,6% höchnens 1 % hochsten5 4f"I lvlill;~'l'•'i,·~ lem pro kg mindestens ~ mindestens 3 9öchstens 40 roglkg § 2, (JJ Auf verpack.tem Honig smd le1cht vetständlirh, :m gut $id1rbarer Stelle, deutfo:h \e~bar und dauerhaft ,;wingend nur folgende Angaben .:uu:ubringe11 · 1. die Sachbe:i:eichnung „H()n\g" oder eine in § l ,mt<.,1 Al.,:,. 3 A1Jgduhncu Dc1.-cidiuui1ge11, Wabenhonig, Scheibenhonig, H:ooig mit Wabenteden sowie B~ckhonig bzw. Industrie honig sind Jedoch als solche zu bezeichnen; Ergänzungen der genannten Bezeichnungen entspnchend § 1 sind zula.ssig; 2. der Name (Firma oder Firmenschlagwort) und die Anschrift der erzeugenden odl'r vt'rpackenden Ünternehmung oder eine:, in <cincrn E'Jl;'fl M,tr.;liLJSL.l,H 1,iede1gcl,uscutu Verkäufers, .3. die Nettofullmengc it, Gramm oder Ki!ow gr:urun; 4, da:; l.,0.1 (Chargd; der Angabe geht der Buchstabe ~L" voraus, es sei denn sie UntCHchc1dt:t sich deutlich von anderen :\wg;<t't-en. tYie i :gul::>e C!es Loses 'ist nic'nt erforderlich w,,nn das Mind,;nha/d,.i,hei:1da1um unverschllisselt unter A.iigibe mindestens des Tages und des Monats ln dieser Reihenfolge angegeben ist sowie bei Verpackungen, dt'ren größte Einzel llache weniger als 10 cm' betragt. (2) Wird Homg in Verpackungen rnil einem Netwinh:.i.lt von mindestens 10 Kilogramm in Verkehr gebracht und ist er rucht fur den Letztverbraucher bestimmt, 50 dUrfen die in Abs. 1 Z 2 1md .) genannten Angaben in den die 'X'are begleitenden Ge5ch:1faspapitren aufscheinen, ~ J. ) 2 Abs. 1 g11t nicht hir Honig, der 1r1 Gegenwan des Ktiuft::n ve,:p:i ckt w1~d, 1.md für v.1r Verkaufsvorbereitung verpackten Homg, wenn d1e~er nur rnr kurzfri~tigen 1.:igerung für die o,nruifri>lh~,.- Ahgah,. ~n rJ,.,, 1 n?r11,-,l;,r~0t,:-her, ausgenommen Selbstbedienung, bestimmt i,t. § 4, (1) Honig, der den bisher geltenden lebcnsmlttelredttlidu:n Bestunmun'ol;en e(\t~oricht, darf noch bis J 1. Dezember 1994 in Verkehr gebracht werden. (2) Gemaß § 77 Abs. 1 LMG !975 r.ritt mic dem lnkrahtreten dieser Verordnung die Verordnung Uber den Verkehr mit Honig und Kunsthonig vom lS. NMember 1954, BGBI. Nr. 262, außer Kr:1ft. Kr.unmer