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Laws of Austria

Codex Alimentarius on edible fat and edible oils

Made 1996 · Text as of 2026-10-01

Public law and official guidance, published as research. Not legal, tax or financial advice.

About this law

Language
German
Kind
Other
Organisation
European Union
Country
Austria
Subjects
Food and nutrition
Keywords
Codex Alimentarius, food safety and quality, oils/oilseeds/fats, standards, milk/dairy products, fraud, agricultural commodities
Categories
agriculture, softs

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  1. ÖSTERREICffISCHES LEBENSMITTELBUCH (CODEX ALIMENTARIUS AUSTRIACUS) 111. AUFLAGE ttERAUSGEGEBEN VOM BUNDESMINlSTERIU!Vl FÜR GESUNDHEIT UND KONSUMENTENSCHUTZ 33. LIEFERUNG B 30 Spe\$.;:fette. Speiseöle. Streichfotte und andere Fetterzeugnisse, Margarinekäse VERLAG BRÜDER HOLLINEK • WIEN 1 l.l 1.9 1.1.l 0 1. l.11 LLl2 1.2 1.3 1.4 1.5 l.ö 17 2 :u Speisefelle, Spei~eöle, Streiehfette und andert- Ftttuze\lgniue, Marg11rintkii1ic B 30 InhaJtsverzeichnjs Speisefette, Spei$eöle und Zubereitung. Beschreibung Angebotsformen für Speisefette, Speiseöle Llnd Zubereitungen ... Anforderungen .. Zutaten .. Bezeichnung .. Tierische Speisefette und Speiseole. Pflanzliche Speisefette und Speiseöle ... Gehärtete, umgeesterte und fraktionic-ne Speisefrtte Besondere Speisdeuzubereitungen Fritierfene Regelung des Verkehrs m'1c Spe'15efettrn und Spe'tseö'ien, Streichfetten und anderen Fetterzeugnissen . S\reichfrtte (Margarineerzeugnisse) und andere Fettcr1:eugnisse Beschreibung der von der EG-VO Nr. 2991/94 erfaßten Streichf,.::ttc. Seitt 5 5 s 6 7 8 y 13 19 20 20 2! 22 2.4 Beschreibung der von der EG-VO Nr. 2991/94 nicht erfaß ten Streichfette 2'..: 2.6 Herstellung. 23 ::.6 2 Zmaten. 23 2.7 Streichfette (Margarineerzeugnisse) und andere: Fetterzeug nisse mit besonderer Bezeichnung 24 2.8 Besondere BeLeichnvng~nchtlinien . 24 3 Margarinekäse. !Vlargarineaufstriche und Fettaufstriche . . 25 3.1 Margarinekäse. 25 3.2 Margarineaufstriche '..:6 3.3 Fettaufstriche.. 26 3.4 Zutaten. 21 3.6 Sachbezeichnung. 27 4 Beurteilung von Speisefetten, Speiseölen, Fritierfetten, Streich f'euen und anderen Fetter2eugnissen und Marr:urinekäse. Mar garineaufstrich und Fettaufstrich . 27 4.1 Grundsätzliches. 27 4.2 Ges1mdhei1sschädl(chkeit. . . 28 Seite J B 30 Sptisefeue, Spei~cöle, Streichfette und andere Fetterzeugnisse, M!lrgarhwka5e 4.3 4.4 4.5 ; j 5.".1 5.3 5.4 Swr .J Verdorbenheit ..... Verfälschung. Falsche Bezeichnung Anhänge .. A11alysenme1hocten Bezeichnttng der Fettsäuren ldcntitiitscharakterist1ka Tierische Fette Identi1ärschar:ikteristik:I Pflanzliche Fette. 28 29 )0 31 J 1 34 35 42 September 1996 Speisefette, Speiseöle, Streiehfette und andere FettuieugnlsHe, Margaril1ekä.se 1. Spclsercttc, Spclscüle und Zubereitung 1.1 Beschreibung B 30 1.1.l Speisefette und Speiseöle bestehen aus Glyceriden von Fett• sauren lind konnen gennge Anteile an L1p01den, wie l'hosphaude, un verseifbare Bestandteile sowie freie Fettsäuren, die von Natur aus in Fetten und Ölen vorhanden sind, enthalten. Speisefette und Speiseöle sind ausschließlich natürlicher Herkunft, stammen ~owohl von Pflanzen .'IH :wen von Tieren und werden durch Pressen, t..xtrah1eren oder Aus schmelzen gewonnen. 1.1.2 Speiseöle sind bei 20 ° C flüssig, Speisefette fest oder halbfest. 1. L3 Speiseferte und Speiseöle kommen entweder raffiniert oder unrafflmen: Jn VerKenr. ßel cter RatflnaMn Können folgende Verfahren angewendet werden: a) Entschleimen b) En1säuern r.:J ßleichcn d) Dämpfen 1.1.4 Weitere bei der Herstellung von Speisefetten und Speiseölen angewendete Verfahren sind die Fetthärtung, die Trennung der festen uml nu~sigeu A1ncik (F1<1ktiunicrungJ uml lli1;1 Umesterung von Fetten und Ölen tierischer und pf1am;licher Herkunft sowie von Mischungen solcher Fette. 1.1.5 Nicht ntffinierte Speisefette und Speiseöle dürfen lediglich durch W111,d1cu, AU1>cl.l.cul,cm;;11, filu"icrcu uUer Zcuuifugleren gerelnlgr und kurz fristig mit WasserdampfNakuum unter 140 ° C behandelt werden, 1.1.6 Der Wassergehalt der Speisefette (bei 105 "C flüchtige Sub~ stanzen) übersteigt nicht 0,5%, jener der Speiseöle nicht 0,2%. L L 1 Zu1 I<lcmifi1.iciu11g uu Ym nliM.:llli::t Spdt>t:Cellc und Spd8e0le sowie zur Ermittlung der Komponenten von Speisefett- oder Speiseöl mischungen werden die in Anhang 5 Abs, 5.1 bis 5.4 angegebenen Kenn• zahlen bestimmt. 1.1.8 Spc.bdctti:l uuJ S[Jd1>cök 11..üuHcn unvcu11b1:hl olle1 Yt::1111isdH in Verkehr gebracht werden. 1.1.9 Angebotsformen f'Ut Speisefette, Speiseöle und Zubereitungen 1 1 Q 1 sr .. ;.;.,,.fette l.l.9.1.l In Formen e~starrte Speisefette, z.B. Plattenfette, können vor dem Erstarren mit Stickstoff, Kohlendioxid oder Luft versetzt werden. Sie sind in der Regel hart und wenig geschmeidig, September 1996 B 30 Speisefette, Spei.~eöle, Str1ikhfttte und audere F<'tteruugni5st, Margarinekäse l.l.9.1.Z Gescnmeidige fette smd wahrend der l:.rstarrung m11 Stick• stoff, Kohlendioxid oder Luft versetzte oder mechanisch behandelte Speisefette. 1.1.9.1.3 Halbflilssige Speisefette bestehen aus festen und flüssigen Anteilen. die sich bei Einhaltung der empfohlenen Lagerbedingungen nicht entmischen. 1.1.9.1.4 Rieselfähige fette sind in Flocken- oder Pulverform überführ te Speisefette. 1.1.9.2 Speiseöle 1.1. 9 .3 Besondere Speisefettzubereitungen Mischungen von Speisefett mit Zutaten, wobei das Fett mengenmäßig übvrwivst und den I'roduktd1d1di-.te1 Ue~1ium1t. (Cvuveniew„ev1vdulue, z. B. fetthaltige Backmischungen, werden vor. diesem Kapitel nicht er• faßt) II lO Anforderuneen 1.1.10.1 Geruch und Geschmack sind neutral bis arteigen und nicht kratzend, bicter, tranig, ranzig oder fischig. Nicht raffinierte und native Öle weisen oft einen deutlichen, artspezifisc:i.en Saat- oder Fruchtge ~;,,hrnnck o.uf. 1.1.10.2 Verunreinigungen: Folgende Höchstmengen werden nicht überschritten: unlösliche Verunreinigungen 0,05% Seifengehalr 0,005% Eisen 1,5 mg/kg Kupfer in naturbelassenen fetten und Ölen 0,4 mg/kg Kupfer in raffinierten Fetten und Ölen 0, ! 5 mg/kg Blei 0, l mg/kg Arsen 0,1 mg/kg Nickel (in raffinierten Hartfetten) 0,5 mg/kg 1.1.10.3 Säurezahl: Se11e 6 Die Säurezahl (mg KOH/g Fett oder Öl) ist ein Maß für den Gehalt an freien Säuren, sie beträgt bei raffinierten Speisefetten und Speiseölen bis 0.4 nirhr rflffinil"rtl"n S:p,.;~,.f,.tr,-n 11n,::l 5:p<!iseölen bis: 4,0 nativem Olivenöl bis 6,6 Schweineschmalz bis 1.3 Rindertalg bis 2,.5 September l 996 .':ipeisefette, Speiseöle, Streichrette un,;I andere ~·etter:teugnis51t, Mu.rgarim:kii.sc 1.1.10.4 Peroxidzahl: B 30 Die Peroxidzahl (Milliäquivalcnte aktiver Sauerstoff/kg Fett oder Öl) ist ein Anhaltspunkt für oxidative Fettveränderungen. Sie beträgt bei nicht raffiniertem Schwelneschmalz und anderen nicht bearbeileten Schlachttierfetten bis 4,0 Hausschmalz bis 2,0 Speisefetten und •ölen bis 10,0 K.urb1skernol bis l:'i,O nativem Olivenöl bis 20,0 1.1.10.5 Festsetzung des Höchstgehaltes von Erucasäure (cis-13-Doco sensliure) in Spei.~eö\en, Speisefetten und Lebensmitteln mit Speiseöl· oaer speiserettzusarz: l 1 10.5. l Zum unmittelbaren menschlichen Genuß bestimmte Spei~eö\e sowie Speisefette und Leben~mittel, die unter Zusatz von Speiseöl oder Speisefett herge,;tdft worden sind, dOrfen beim lnverkr:hcOcingea Jur-ch deo Hersteller oder Importeur und bei Abgabe an den Verbraucher höch stens 5% Erucasäure, bezogen auf den Gesamtgehalt an Fettsäuren in der Fettphase, enthalten. 1.l.J05.:!. Diese Richtlinie gilt für Waren gemäß Abs. 1.1.10.5,l mic ei nem Gesamtfettgehalt von mehr ab 5%. !.l.11 Zutaten Speisefetten und Speiseölen können folgende Zutaten in den jeweils ZU· geJassene11 Me11gc11 zuge.<;etzt werden: 1. l.l l.l Antioxidantien: Zur Unterstützung der Wirkung können synergistisch wirkende Stoffe zugMotz.t werdQn, ?n B. Zitronensllure, hopropylc-1trntmisc:hung,:,n und Ascorbinsäure-. ! . l .11.2 Antischaummitte!: Sie werden Fritierfetten (Abs. U) zugesetzt. Dimethyl-Polysi!oxan max. 10 mg/kg l. l .11.3 geruch• und geschmackgebende Zutaten: N11türliche. naturidente AromastMfe, geruch- und geschmackgebende Le hensmittel. l.l.11,4 Als Zutaten zur Bräunung werden besonderen Spdsefettzube reitungen (Abs. L5) z. B. zugesetzt: Eigelb Sep1ember 1996 B 30 sreisef1<tte, Speiseöle, Streichfette und 11ndere ~'etten11ugni~se, Margarinekäse Milcherzeugnisse Sriirkeerzeugnisse Proteine und Hydrolysate Zucker Lecithin als Synerg1st Kochsuli, ! .1.11.5 Emulgatoren: Sie können Spezi::ilfütten und Spezialölen für Back- und Kochzwecke ;a:ugesetzt werden. 1. 1.11.6 Farbstoffe: Sle können fJfl.anz.hcb<!n Spe'r:,etenen und be,-,,1md<::.rer, Sp;:.i.1:.efo\\1..u½-e.n:.\· t11n3f'n 7ng<'~t"f71 We'.rrlt'n 1.1.1 L7 Vitamine: Folgende Vitamine können Speisefetten und Speiseölen ~owie deren Mischungen zugesetzt werden: Vitamin A (E~t,a1• mklw;ivei Vitamin D Vitamin E (Esler ink.lusi\e) ) . l .11.8 Geschmacksverstärker. Kochsalz und allenfälls erforderliche weitere Zutaten. 1.1.11.9 Speisefetten und Speiseölen sowie deren Mischungen werden keine Konservierungsmittel zugesetzt. 1.1 12 Bezeichnung 1. 1. 12. l Speisefette und Speiseöle, die nach eine in bestimmten Aus gangsmaterial, insbesondere nach einer bestimmten Tier- oder Pflanzen ri.rt bezeicht'lct ~ind, müs,;;en aus5,:hließlkh ~"' ,~':.'rn in rlf'r R<>·rrirhn11np: angegebenem Ausgangsmaterial gewonnen worden sein. Ein Anteil von bis zu 3% der Sachbezeichnung nicht encsprcchender genußtaugllcher Speisefette oder pflanzlicher Speiseöle ist zu tolerieren. Wenn der Anteil 3% übertteigt, könnero ,fo; Öl':.' nl~ '-:pf'1~t>öl T~f„1/'\l .. '-1ilnrnl r.rl~r i!IPirh. sinnig bezeichnet werden. J.1.12.2 Leinöl wird stets als solches bezeichnet.. Auch bei Ölmi• schungen, die Leinöl enthalten, wird in der Bezeichnung :J.Usdrücklich ,i.uf <li::n Lein&lgd1.1[t hingcwit.,cn. ß(..j gd1Jrtdcut Leinöl bt dicJcr Hinweis nur dann üblich, wenn trotz Härtung die sinnfä!Ugen Eigen schaften des Geruchs und Geschmacks des unbehandelten Öls erhalten geblieben ~ind. September 1996 Speisefette, Speiseöle, Streichfette und andere Ftlltt1.euf,:nisse, Margarinekli5e B 30 1. 1.12.3 Dit': lkzei!;ltnuug SpeheOI ulle1 glt:ii:hsiuuig ist !Jt:i licllM.llc11 Ölen nicht Ublich. Fischöl oder Fischtran werden als Sr:llche oder nach der Tierart bezeichnet. l.L!2.4 Tierische Fette werden nach der Tiermt bezeichnet. Das gilt auch für Mischungen tierischer Fette. \.l.12.5 Wenn Speisefette andere Fette enthalten. die durch Härten ent· standen sind, sind sie als „gehärtet" bzw. ,,z. T. gehärtet'' zu kennzeichnen. 1 1 1 '.'1 fi C,;,,mi\rhi> vf'-N<:hir-rli>nt'.r genußhrne:lichf'r Fertt' un<l Ole di;,, sowohl pflanzlicbm als auch tierischer Herkunft sein können und deren Konsistenz fast fließfäbig bis fest ist, sind Speisefettrnischungen. thr Wassergehalt beträgt nicht mehr als 0,5%. Unter <ler He;,eichnung .. Pflanzenfett" (. Pf1anzenfettni.i schung") werden nur Fette (Fettmischungen) rn Verkehr gebracht. die zur Gänze pflanzlicher Herkunft sind. Ein Anteil von bis 2% des Fett• gehaltes an tierischem Fett wird tolerien, ~pe:i<:Pff'ltf' nnrl Spr-i~f'ff'rtmisch1mer-n werrlen ril~ u1khe odf'r nach dem Verwendungszweck (z. B. Kochfett. Backfett. Fntierfett) be zeichnet. Der Au,druck .,Schmalz", auch in Wonverbindungen, darf nur für die Bezeichnung von Schweinefett verwendet werden, Davon ausge nommen ~ind C,;;nse;::chmalz 1rnd l\fargari:1eschmalz. 1. 1.12.7 Als „naturbelnssen", ,,nicht raffiniert", ,.k;altgeschlagen", ,,kaltgepreßr", ,,warmgepreßt", ,,Jungfernol" oder gleichsinnig dürfen nur solche Speisefette und Speiseöle bezeichnet werde:n. die lediglich dun,;h rn,;.chani,\cbe oder phy:;ikalfachc f'r<:izcs5c (au,gcnommcn Extrak tion) gewonnen werden und nur durch Waschen, Absetzenlassen, Fil trieren oder Zentrifugieren (siehe Abs. l. 1.5) gereinigt werden. Sie enthalten keine son$tigen Zutaten. J .2 Tierische Speisefette und Speiseöle 1.2.l Speisefette von Lu.ndtieren 1.2.1.1 Das Ausgangsmaterial für die Gewinnung der in diesem Ab schnitt behandelten tierischen Speisefette sind die bei der Schlachtung von untersuchungspfüchtigen und bei der Fleischuntersuchung (Aeischuntersu• chungsgesetz BGB!. Nr. 522/1982 i.d.g.F.) tauglich befundenen Tiere (bzw. tau gllch befundenen Fettgewebe) sowie von gesundem Hausgeflügel ge wonnenen Rohfette. l.2.1.2 Bei der Herstellung tierischer Speisefette werden möglichst frische, jedenfalls aber a1,1sschließlich unverdorbene Fettgewebe unter Seprnmb,;r 1996 Sci1<1 9 ß 30 S~isefette, Speiseöle, Stfeichfelte und andere Fetterzeugnisse, Margarinekäse hygicni~,;,;hcn O,;;ding1mg:eu vern1Ueitet. Am.h i,:edu~ei Ven.ltatJ Ue:, d weiß- und wasserreichen Bindegewebes im Feitgewebe teilt sich geruch lich und geschmacklich dem Fen mit.*) Gekröse, das am Darm anhaftende Fettgewebe (Darmfett), die beim Aua:,chmc-lzcn gcw<.'.>{HJcncn Grnmmcln und umein gewuuueue:, Fettgewebe (Abfallfett) sind ebenso wie verdorbenes Fettgewebe zur Herstellung von Speisefetten nicht geeignet. Das Inverkehrbringen von solchen Fetten ist auch nach Raffination unstatthaft. 1.2.1.3 Den tierischen Speisefetten ist gemeinsam, daß sie durch Ausschmelzen gewonnen werden und daß die Trennung des ausgelasse nen Fettes von dem noch fecth:cdtigen Bindegewebe lediglich durch phy sikalische Methoden und zwar durch Absetzenlassen, Pressen oder Zentntug1eren erfolgt. Weitere Verfahren (siehe Abs. l. L.3 bis Abs. 1.1.4) können bei tierischen Speisefetten Anwendung finden, soweit sie nicht im folgenden ausgeschlossen werden. 1.2.1.4 Tierischen Speisefetten werden keine Aromastoffe, Kon::;er vierungsmiuel oder sonstige Zusatzstoffe, ausgenommen Antioxidantien und Synergisten, zugesetzt. 1.2. L5 Schweinefett L2.l.5.l Schweinefett wird ausschließlich durch Ausschmelzen von Schweinefettgewebe herges1ellt. Das geschieht in einfachen oder dop~ pe!wandigen Kesseln. im Kleinbetrieb gleich dem Haushalt in sonstigem offenen Geschirr, im Großbetrieb auch in Autoklaven oder in Vakuum. Entscheidend für die Beschaffenheit der Ware ist, abgesehen vom Ausgangsmaterial und einer schonenden, möglichst niedrigen Schmelztemperatur, ob das Fett direkt mü Wasser oder Dampf in Be~ rühn1ng kommt oder trocken in einwandigen Gefäßen ausgeschmolzen wird, wobei nur die letztere Methode ein Produkt mit dem in Österreich erwünschten typischen Schmalzaroma liefert. Die ersten Verfahren er• geben ein im Geschmack und Geruch neutrales Fete Die gemeinsame Verarbeitung von Rückenspeck und Bauchfilz ergibt in Geschmack und K.ons1stenz das ansprechendste Produkt. *l Ans dem Gekröse und <lern am Dann anhaftenden Fettgewebe hergeste!ltes Fett (Darmfett, Bandelfett) ist wegen der zahlreichen Darmlymphknoten im Ausgangsma terial und den beim Ausschmelzen vielfach angewandten relativ niederen Temr,ennu ren gesundheitlich bedenklich. Darmfett und die daraus beim Ausschmelzen gewonnenen Grammeln besitzen, auch rein gewonnen, beim Erwärmen einen abwl'i chenden leimig-brandigen Geruch, bei Vernnrl'inigung und unsachgemäßer Behand• Jung auch einen Kot. und Fäulni~gl'ruch. Sl'ptember 1996 Speistfette, Speiseöle, Strel1:hfette und andere Fetteneugnbse, Margar1lltkiise B 30 1.2. 1.:,.2 Ute !"arbe des ::Ochwe1nefettes 1st um so neuer, JC nesset aie Qualität ist. Es besilzt streichfähige, salbenartige oder körnige Konsi• stenz sowie neutralen mehr öder weniger smrk ausgeprägten, für Schwei nefett typischen, jedenfalls aber milden 1rnd angenehmen Geruch und GesclunacK unct hmcenaßc beim scnmelzen Keinen Booensmz. Dt:r Was sergehalt übersteigt nicht 0.5% Schmalz jeder Handelsform ist nkhl rnffinjen und ejgnei sieh zum unmitte!bären Konsum. Raffiniertes Schweinefett wird nur zur Weiterverarbei:ung verwendet. Unter aer Bezt:ichnung „Si:tun;ilz. isl IIU[ St:hWt:illt:~l'\Jl!IUIL zu verstehen. Andere li~rische Speisefette werden nach ihrer Herkunft bezeichnet (z. B. Gänseschmalz, Pferdefett). 1,2.1.5.3 Handcbformen von Schweinefett: 1.2. 1,5.J. l Hausschmalz ist Schweineschmalz bester Qualität. das aus frischem oder hochstens kurzfristig gektlhlt gelagertem Rückenspeck oder Bauchfilz durch Ausschmelzen meist kleiner Mengen in offenen, direkt beheizten Geschirren mir besonderer Sorgfalt herecstc!lt wurde. Besondere Qualitätskriterien sind der reine, durch die An der Herstellung bedingte Röstgeruch und -geschmack sowie die Frische. Es enthält keine Zutaten. 1.2.1.5.3.2 Schwdnc~chmnli, (.,Schmnl.i:'"): Siehe Abs. L2.l.5.l l.2.1.5.3.3 Bratenschmalz (Bratenfett) ist ein beim Braten von Schwei• netleisch entstandenes Nebenprodukt, das Bratensaft enthält. l.2. 1..5.3.4 Gr.ammelschmalz ist ein Hausschmalz, in dem die beim Aus schmelzen anfä.llenden Grammeln belasse[) sind. Ein Wassergehalt von 2% wird nicht überschritten. t.2.l.5.4 Sinoenprüfüng ~iehe Ab9 l ?.1.5.2 1.2.1.6 Rindertalg 1.2.1.6.1 Rinderrohfette werden in Talgschme!zereien in Vakuum, im W :,11.qerhnct oder in ctorpelwanctigen Kesse 1n am1geschmolzt'.n. tJnter An wendung dieser Verfahren oder der Trockenschmelze in offenen Kesseln wird bei Temperaturen von 60-65 ° C Speisetalg gewonnen. Er ist matt• gelb und spröde und besitzt einen typischen Talggeruch und •geschrnack. 1.:!.1.6.2 Ein bc(u:mders feiner Spci~etulg. der Pcinto.lg oder Premier jus. wird durch Ausschmelzen ausgewählten, zerkleinerten Rohkerns mit Wa.~ser bei 50-55 "C gewonnen. Je niederer die Schmelztemperatur ist, urn so feiner i~t das gewonnene Er:z;eugnis, Das sorgsam geläuterte Fett September 1996 Seat / 1 B 30 Speisefette, Speiseöle, S1rekhfette und andere Fetteneugnis~e. Mßrgarlnekäse ist von weißgelber Farbe, neutralem nuß- oder bunerähnlichem Geruch und Geschmack und schmilzt bei 35-45" C. Premier jus unterliegt beim Lagem, wenn er vorn Ausschme!ien her noch Wasser enthält, infolge seines Eiweiß• und Kenngehaltes bakteriologischem Verderb. Feintalg und Speisetalg werden in Osterreich häufig nicht unterschieden und als Kernfett bezeichnet. l.2.1.6.3 Oleomargarin wird aus Feintalg durch Abpressen der in der Schmelze bei 32•34 "C flüssi.e; ,gebliebenen Anteile gewonnen. O!cn• margarin ist von butterartiger Konsisten,;, besitzt milden Geschmack und ist gelblich und geruchlos. 1.2. 1.6.4 Der beim Abpressen von Oieomarg:1rin übrigbleibende Preß rück~tand wird Pr.-Hrn.le üdf'r Otemt,.,u-in he-1f'ichne-r Fr ~c:hmi1zt tnf'i~r erst über 50 D C. ist von weißer bis matrgra1,wr l-'arbe und vou hdrter. spröder Konsistenz. L2. l.7 Pferdefeu l.2.1.7.1 Pferdefett hat eine salbenartige, mitunter ölige Beschaffen heit. Sein Geru<:h ist gänsefettähnlkh. sein Gl;'schmack an Rüböl erin, nernd, seine Farbe goldgelb bis braungclb. 1.2.1.8 Gänsefert (Gänseschmalz.) 1.2.1.8. 1 Glinsefett ist ausschließlich aus dem gesamten Fettgewebe der Hausgans ausgelassenes Fett. Es wird meist in kleinem Umfang durch f'inf:wh,-,., A11"h"~"" nnd Kllir1>n 8""'v(1r,n,;n n~~ G!in~Pfo'.'tt i~t jP nflrh der herrschenden Ternperatur halbflüssig bis fest, eine durchscheinende, blaßgelbe, körnige Masse von angenehm mildem Geschmack. 1.2.1.9 Weitere tierische Speisefette. z.B. Talg von Schaf und Ziege :H)W!C Fette von Ente und Huhn, werden jcwcib 11h solche be;i;ciehn,;;.t. l.'.!.1.10 Grammeln (Grieben) Grammeln sind die beim Ausschmelzen tierischer Fette zurückbleiben Jen Gcwcbstdk. rur Spds,::.:,wed„c iu Vccrkdu gdna ... hte 01<:uumdu sind frei von Knochensplittern sowie von verbr<1nnten und verunreinig• ten Gewebsteilen. Borsten und Schwarten dürfen nur in technisch un verrneldbarem Ausmaß in Grammeln enthalten sein. Der Fettgehalt von Gttuni:ncln bctriigt mindc.,.1tc.,n1 20%. Unter .,Gr,:unnu:;)u" oi.lc1 „Grnm melschmalz" versteht man nur ein aus dem Fettgewebe des Scbweines hergestelltes Produkt (siehe Abs. 1.2.1.5.3.4 und Fußnote zu Abs. l .'.!. l .'.!). Sd1, 12 September l 996 Speisefette, Speiseöle, Streichrette und andere Fctter:teugnissc, Morgorinckii.lit 1.2.1.11 Abfallfette B 30 ,,Abschöpffctt'", ,,Küchenfett", ,,Wurstfett" oind Abfallfette aus Gasthäu~ sem u. dgl. Hiezu gehören auch Abfallfette aus der Selcherei (falschlich auch .. Schinkenfette" zenannt), die sich beim Brühen von Würsten und Koche11 von Schinken oder Sekhfleü;ch ergeben (siehe Abs. 1.2.1.2). 1.2.1.12 Knochenöl ist kein Lebensmittel, es dient technischen Zwecken. L2.2 Speisefette von Seetieren 1.2.2. l Zu den tierischen Speiseölen gehören die Seetieröle (Walöle und Fi~ch61e). Seetieröle als solche sind als Speiseöle bedeutungslos; in gehär teter, raffinierter Fonn finden sie jedoch a.ls Speisefette Verwendung. 1.3 Ptlanzliche Speisefette und Speiseöle (beispielhafte Aufzählung) 1.3.l BabassufeU 1.3.2 Bau.mwollsan.töl 1.3.3 Kokosfett (Kokosöl) 1.3.4 Erdnußöl 1.3.5 Kürbiskemöl 1.3.6 Leinöl 1.3.7 Maiskeimöl U.8 Mohnöl 1.3.9 Olivenöl L3. 10 Palmfett lPnhnöl) 1.3. l l Palmkernfett (Palmkemöl) 1.3.12 Rapsöl (Rüböl) lJ 13 Safloröl L3.14 Sc~amöl 1.3.15 Sojaöl (Sojabohnenöl) 1.3.16 Sonnenblumenöl 1,3.17 iraubenkemöl LJ.lß Wd1.enkdmöl 1.3.19 Kakaob1,1uer 1.3.20 Reisöl 1.3.21 Sheabutter l.J.22 WaJuuDöl U.23 Haselnußöl 1.3.24 Hanföl 1.3.25 Seofsaatöl Sei:,tember 1996 Se,u 13 B 30 l.3 1 Speisefette, Sptiseöle, Streichfette und andfre FeiterZl'ugnisse, Margarinekäse Babassufetl Babassufett wird aus den Fruchtkernen der 8abassupalme Orbigny:1 spe ciosa, Attalea speciosa gewonnen. fa ist ein dunkles Fett, das raffiniert gelb ist und in Stidamer:ika als Speisefett verwendet wird. In Europa wird es als Hartfert in dr,r MmBnrinPPr7P11311ng vP~w~nd<i't. 1.3.2 Baumwollsaatiil (8aumwollsamenö!, Cononö\) wird aus den verschiedenen kultivierten Arten von Gossypium gewonnen. Rohes ßaumwo!haatöl isc tiefrot his schwarzbraun und hat einen charakteristischen Geruch Raffiniertes ßaumwollsaatöl ist hellgelb und wird normalerweise zur Margarineher stellung verwendet. 1.3.1 Kokri.if;,tt,;, Kokosfett (Kokosöl) wird aus dem Kernfldsc:\ der Nüsse der Kokospal me Cocos nucifera L. gewonnen. Aus der früchen Nuß wird ein wohl schmeckendes Speisefett gewonnen, Aus dem getrockneten Fruchtfleisch (Kopra) gewonnencJ Fett Ln wegen dc1 hohen Gd1,dtc~ Mt freien Fett• säuren nur nach Raffination genußtauglich. Raffiniertes Kokosfett ist ein neutral schmeckendes weißes Fett. das als Koch- und Backfett sowie in der Süßwarenindustrie und Margarineerzeugung als Hartfett verwen det wird. 1.3.4 Erdnußöl Erdnußöl wird aus dem Samen der Erdnußpflanze Arachis hypogaea L. gewonnen. Kaltgepreßtes Erdnußöl ist dunkelgelb und hat einen nußar tigen Geruch und Geschmack. Raffiniertes Erdnußöl ist von schwach gelblicher Farbe und mildem Geschmad. Es wird als Speiseöl und in der Margarineerzeu gung verwendet. 1.3.5 Kürbi'skernöl Kürbiskerne, die Samen des gewöhnlichen feldkürbis Curcurbita pepo 1 " ~-- liefern, wenn sie gor.chült und gopreßt werden. ein gclbc3 Öl. Werden diese Kerne jedoch warm gepreßt, ergibt sich ein dunkel ge färbtes, dkhroitisches Öl, das im durchfallenden Licht rotbraun er scheint l.'.l.5.1 D.t:<. iu Ö:',tc11dd1, vur alkm In Cler Sceiermark, hergestellte Kürbiskernöl wird überwiegend aus den schalenlos wachsenden Kernen des steirischen Ölkiirbisses (Curcurbita pepo styriaca) gewonnen. Seite 14 Sept,;,mber 1996 Speise(elte, Speiseöle, Streichtette und andere .FettHzeugnlsse, Margarinekäse B 30 Diese werden vor dem Pressen steh einem Röstvor gang un• terzogen. Die Zugabe von Wasser und Salz als Preßhilfe ist statthaft. Je nach der Intensität des Röstvorganges kann es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Röstgeschmack kommen. Zur typischen Er1,euc une ist ein langsame~ Erwärmen 1mttcls Rührwerk vor dem Pressen üblich, wodu~ch der Wassergehalt deutlich abgesenkt wird und der ~pezifische Geschmack entsteht. 1.3.5.2 In Verbindung mit „Kern-" oder „Klirb1skern-" in der Sach bezeichnuni;. ;,, B. ,.Kernöl", ,,Kürbiskernöl", ,.B:iucrnkernol". ,.(,:t,,ir, sches Kernöl'". mit ein.;m Hinweis „echt" oder „l00'i'0ig" ndcr mit Kürbisahhildungen in Vcrkc:hr gebrachte Erzeugnisse stnd immer reines. dun..:h erste Pressung hergestelltes KilrbiskernöL 1.3 . .'.!.3 Eiu aus KU!l.Jisk.t:1uü! Uu1d1 V,:1::,..,hnili mit ,rndcrcm $pci.,cöl hergestelltes Öl wird ab „Salatöl" (,,Spci~c/:\L „Tafelöl"J hczeichnet. Der Prozentanteil an Kürbiskernöl wird deklariert. Bei .~olchen durch Verschnin von KLirbiskernöl mit anderen Speiseölen hergestellten Ölen. llit' :;h:h ii1 dt:i du11l.Jcu rurbc -,,on reinem KUrbi.,kcrnöl nicht untcr~chci den. darf durch die Bezeichnung, z. B .,steirisches S;;ilatö!" oder Ab~ bildungen nicht der Eindruck erwei.:kt werden, daß es sich um reines Kürbiskernöl handelt. Die Oci;cichnung „frbch gepreßt" wird nicht ,·erwendet. 1.3.6 leinül Leinöl wird aus dem Samen des Flachses (Linum usitati%imum L.) ge wonnen. A!s gepreßtes Öl ist es hellgelb mit arteigenem Geschmack; wegen des hohen Gehaltes an Linolsäure wird es in geringem Umfang für diäteti5che Zwecke verwendet. 1.3,7 Maiskeimöl (Maisöl) Maiskeimöl wird au:s den isolierten Keimen von Mais (Zea mays L) gew~mnen. Raffiniertes Muiskeimol ist ein gelbliches Öl mit schv..achem Mehlgeschmack. Es ist goldgelb, wegen des Gehaltes an bis zu 3% freier Fettsäure wird es meist als Salat- und Kochöl sowie zur Margarineher stellung verwendet. 1.3.8 MohniH Ytohnöl wird aus dem Samen des Uarten- oder Schlatmohns (l'apaver som niferum L.) gewonnen, als gepreßtes Öl hellgelb zur direkten Ernährung und in geringem Umfang raffiniert im K1Jchenbcreich verwendet. September 1906 Sri/1: 15 B 30 Spei~efette, Spei~eöle, Slreichrette und andere Fetterzeugnisse, Margarinekä.~e l..:l.9 Utivenöl und Olivenöltrester-(Ulivenrückstands-)OL Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch der Oliven des Ölbaumes Olea o!easter L., Olea europaea oleaster L. gewonnen. Das beste Olivenöl wird nach dem Zerkletnern und Anpasten der Früchte durch kaltes Pres sen oder auch ohne Pressen gewonnen und als Jungfernöl, Virgine oder gleichsinnig bezeichnet. An die Ka!tpressung ~chlie/3t sich im allgemei• nen eine Warmpressung an, die ein Öl mit geringerem Ar,1ma liefert. Das wam1eepreßte Öl wird raffiniert. Olivenöl hat eine gelbe bis grlinliche Farbe. Die Preßriickstandc können gegebenenfalls extrahiert und das gewonnene Öl raffiniert werden. Raffinienes, aus Pre(kucbtänden ex trahiertes Uhvenöl hat gelbe bts goldbraune Farbe, es wird als „üliven rrcsteröl'· (OlJvt;>nrUckstandsöl) be7,eichnet. 1.3.9.1 Olivenöl, das .ils Jungfernöl. Virgine oder gleichsinnig be zei<.:hnet wird, darf nur d1J-tch mG<.:hanische oder nndeN 11hyni.lw1iw:.:M Verfahren. besonders unter solchen Temperatl.!rbedingungen gewonnen werden, die keine Veränderung des Ok:s eintreten lassen. Eine Nachbe• handlung darf nur aus Waschen, Abserzenlas~en (Dekafltieren). Zentri· fugieren und Filtrieren bc~tchcn. Es muß naturbe!11ssen sein. 1.3.9.2 Natives Olivenöl, das ohne weiters zum Verbrauch geeignet ist: 1.3.9.2.1 Natives Olivenöl extra i.~t n:irive~ Olivt>niil vnn einwnmffn•i. em Geschmack, dessen Gehalt an freien Fettstiuren. berechner als Öl säure, höchstens 1 Gramm je 100 Gramm betrigt. 1.3,92.2 Natives Olivenöl fein ist natives Olivenöl, das den Bedingun~ gen für nativc.s Oliv.;.,n0l cAtrll tnc,p1u„lil, Jcs~cu Gd1dlt <111 ficicu Fett· säuren, berechnet a!s Ölsäure. jedoch bis zu 1,5 Gramm je !00 Gramrn beträgt. LJ . .92.3 Natives Olivenöl mittelfein (oder handelsübliches natives Oli· venöl) isr natives Olivenöl von gutem Geschmack, dessen Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, höchstens 3 Gramm je 100 Gramm (mit einer Toleranz von 10 v. H. dieses Säurt:'geha!tes) beträgt. 1.3.9.3 Natives Olivenöl. das nicht ohne weiter~ mm Verbr:rnch gf'• eignet ist: 1.3.9.3.1 Natives Lampantöl (Lampenöl) ist natives Olivenöl von unan genehmen Geschmack oder natives Olivenöl. dessen Gehalt an freien Seile /6 September 1996 Speisefette, Speiseöle, Streichfette imd andere J<"etteneugnine, Margarinekäse B 30 Feusäuren, berechnet als Ölsäure, mehr a{s 3,3 Gramm je WO Gramm beträgt. 1.3.9.4 Raffiniertes Olivenöl ist durch Raffinieren von nativem QJi. venhl gew,;on.:m.:s Olivenöl. L3.9,5 Olivenöl ist ein Verschnitt von raffiniertem Olivenöl lmd nativem Olivenöl. Die Verwendung de1; Begriffes „reines Olivenöl" isr zuliis:üg. L3.9.6 Rohes Oliventresteröl ist Öl. dJs durch Behandlung von Oli ventrestem mit einem Lösungsmittel gewonnen wird und durch späteres Raffinieren zum menschlichen Verzehr oder für technische Zwecke be• stimmt ist. Davon ausgenommen ist Öl, das durch Wiederveresterungs verfähren gewonnen wird sowie jede Mischung mit Ölen anderer Art He1 Uhventresteröl werden tolgende Güteklassen und Heze1chnungen unterschieden: 1.3.9.6.1 Raffiniertes Olivemresteröl ist für Speisezwecke bestimmtes und durch Raffinieren von rohem Oliventresteröl gewonnenes Öl. 1.3.9.6.2 Oiiventresteröl ist ein Verschnitt von raffiniertem Oliventre steröl und nativem Olivenöl. Es darf keinesfalls als „Olivenöl'" bezeich net werden. 1.3.9.6.3 Oliventresteröl für techoioche Zwecke aii1d ulle son~tigen ro hen Oliventretsteröle (Beschluß des Rates vom 8. Dez. 1986 87/401/EWG). 1.3.10 Palmfett Palmfett (Palmöl) wird aus dem Fruchtfleisch der Früchte der Ölpalme (Elacis guineensis und Elaeis me!anococca) gewonnen. Durch seinen Gehalt ati ß-Carotin ist rohes Palmöl von orangeroter Farbe. Raffiniertes Palmfot( ist ein $<::hw:ach gelbes bis rötlichgelbe~ Fett, da;; zur Herstel hrng von Margarine und als Fritierfett verwendet wird. 1.3.11 Palmkernfett Palrnkunfett (P,1Jrnk,:.,rnöl) st.uuml au:-, ,Jcm lludJt::.a11u:a1 Ut.:1 Ölvahm: (Elaeis gvineensis oder Elaels melanococca). Raffiniertes Palmkernfett ist ein reinweißes Fett mit neutralem Geruch und Geschmack, das zur Herstellung von Margarine und Backfett verwendet wird. 1.3.12 Rapsöl Rapsöl (Rüböl, Canolaöl) stammt aus Samen der verschiedenen Brassi, caarten 7.. B. Brassica campestris L., Brassica napus L., Brassica tour, September J 996 Seile 17 B 30 Speiseftlte, Speiseöle, Strei<-hfette und andere Fet1er1eugni$$e, Margarinekäse nefe11ii. Brassicaarten besaßen ursprünglich einen hohen Anteil an Eru casäure, der durch Züchtung unter 5% gesenkt wurde, Die kaltgepreßten Öle sind bläulichgrün oder gelb und besit zen ernen typischen Geruch und Geschmack. Das warmgepreßte Öl ist grün-gelblich bi~ braun und besitzt einen typischen Geruch und Ge• schmuck, Raffiniertes Rüböl ist geschmacklich und geruchlich neutral und wird zur Erzeugung von Margarine und Speiseöl verwendet. l.J 13 Safloröl Satloröl (Diste!öl) wird aus Samen der färberdistel (Carthamus tincto rius L) gewonnen. Raffiniertes Öl ist leicht gelblich gefärbt und wird tiberw1eg:end als Speiseöl verwendet, L3,!4 SesamlJl Sesamöl wird aus den Samen der Sesampflanze (Sesamum indicum L.) gt:wuum::u. Kullgepn:l.hes Sesamol lst hellgelb, fast geruchlos und besitzt einen milden Geschmack. Das warmgepreßte Ö! hat dunklere Farbe und jpezifischen Geschmack, Raffiniertes Sesamöl ist wasserhell und neutral im Geschmack. 1.3.1.5 Soja<il (Sojabohnenöl) Sojaöl wird aus den Samen der Sojabohne (Glycine max. L) gewonnen. Raffiniertes Sojaöl hat hellgelbe Farbe und milden Geschmack und wird für dio Spoi~eöl und Morgurinch,:rJtdluug verwendet. l.3.16 Sonnenblumenöl Sonnenblumenöl wird aus Samen der Sonnenblume (Helianthus annuus T ) gPwnnnf'n C.Pf'lrf'Rr,..~ tinrJ i::-xtrahierte~ Öl iBt hellgelb und wird für die Speiseöl~ und Margarineherstellung verwendet. l.3,17 Traubenkernöl Traubenkernöl stammt aus den Kernen von Weintrauhen (Viti~ vinife.r:i L), ist roh grünlichgelb und wird raffiniert als Speiseol verwendet. 1,3,18 Weizenkeimöl WciLtmkdwol wiriJ aus abgerrennren Weizenkeimen { lrtllcum aeshvum L) gewonnen. Es; besitzt eine schwach goldgelbe Farbe, einen typischen getreideähnlichen Geruch und Geschmack und wird als Speiseöl ver wendet. Seite 18 $ep1ernber 1996 1.3. 19 Spei5efette, Speiseöle, Sll'eiehrette und andere f'eUerieugnisse, Mar~arlnekllse Kakaobutter B 30 Kakaobutter stammt aus den Samen (Bohne11) des Kakaobaumes (Theobro ma r,acao L). Sie wird bei dem Abpressen der Kakaomasse gewonnen. K<.1.l.aobuttcr i~t gelblich-weiß und von mildem Gc~chmm:k. Hauptsächliche Verwendung findet sie in der Schokoladen und sonstigen Süßwarenerzeugung. 1.3.20 ReisiJI Reisöl wird aus den bei der I:-lerstcllung von Rets anfallenden Keimen der Körner der Reispflanze rOryza srHiva L) gewonnen. Rohes Reisöl ist goldgelb, raffiniert ist es hellgelb: beide Typen werden als Speise61 verwendei. l.3.21 IJ.22 l.3.23 l .J.24 !.3.25 Sheabutter Walnußiil Haselnußöl llo.nfril Senfsaatijl 1.4 Gehärtete, umgeesterte und fraktionierte Speisefette 1 A, l Gehärtete Sp<:iscfcrrc 3ind ruffinicrte Sp6iGefette, die unter Einwirkung von Katalysatoren durch Anlagerung von Wasserstoff (Hy drierung) oder durch Transisomerisierung aus Speisefetten, Speiseölen oder Mischungen daraus hergestellt werden. Dabei ändern sich ihre Fett säurczu::1nmmcn::1.:.12ung und ihr Sehm6lznrhalten. Ihre Haltbarkeit wird verlängert. Entsprechend ihrem Schmelzverhalten unterscheidet man Weich- und Harrfette. 1.4.2 Umgee~tere Spm;,etette smct rafflmerte, auch gehanere Spei~ sefotte, die: unter Einwirkung von Umesterungskatalysatoren aus Spei sefetten und Speiseölen, meist aus Mischungen von beiden. hergestellt werden. Die Fette werden dabei in ihrem Schmelzverhalten, nicht jedoch in ihrer t-ettsaurezusammensetzung, veranaen:. 1 A3 Fraktionierte Speisefette und Speiseöle werden aus raffinier ten und nicht raffinierten Fetten und Ölen, auch unrer Verwendung von Lösungs• oder Netzmitteln, durch Abkühlen und anschließendes Trennen der höher (Stearine) und der niedriger s.:hmelzenden Anteile (Oleine) hergestellt. Die festen Fraktionen werden zur Margarineherstellung, als Backfett und vor allem in der Süßwarenindustrie verwendet; die flüssi gen Fraktionen dienen als Speiseöle oder als Fritierö\e. September 1996 Seite !9 B 30 1., Speisefl-tte, Speiseöle, Slreichrene und andere Fetten:eugni~se, Margarinekii5e Besonaere :speisereuzunerenungen Speisefetrzubereitungen und Vorm(schungen (Compounds) werden für Spezialzwecke in Gewerbe, Industrie und Haushalt hergestellt (z. 8. Shortening-Speisefet1 mit Emulgarnr für Backzwecke oder Bratfette zur Verbe~scrung der Safteigenschaften mit Zusatz von Kochsalz, Ge~ schmachverstärkern. Milch- und Eipulver, Lecithin, Aromastoffen, Soja und Weizenmehl. Zucker, ß-Carotin u. dgl.). l.6 fritierfette 1.6. l Beschreibung l .6.1. l Fritierfene (auch Fritterfcne oder Fritürefette) ~ind Fette oder Öle. die vorzugsweise für schwimmendes Ausbacken bei Temperaturen. die grunds:it:tlich 180 ~ C nicht uberschreiten, verwendet werden. 1.6.1.2 Als Fritierfette werden Fette und Öle (darunter vor allem ge hrirrNP) Vf'rWPnrlf't. rlif' gf'p;,•m'ihr'r Hitn• 11nd T 11ft~J111f'r~tnff Pint, tioh0 Stabilität aufweisen. 1.6.1.3 Als Fritierfette wenig geeignet sind: Fette und Öle mir höherem Gehalt an mittel- und kurzkettigen Fett ·,iiurcn, weil ~(,;: ;:um Schtiumcn und nnchcn Ab:linkcn d..:~ Ruuchpunktcs neigen. Fette und Öle mit hohem Anteil an mehrfach ungesJttigten Fettsäuren, insbes. Linolensäure, weil Oxidations- und Polymerisationsprodukte ra• ~i..:ht:i gt:ln!Uct Wt:l'Ut:rL Tierische Fette und Öle, auch gehärtet. weil sie beim Fritieren alsbald Geruchs• und Geschmacksabweichungen entwickeln. 1.6.1.4 Als Mittel zum Verhindern des Spritzen~ werden Fnmlga!o ren (Abs. 1.1.11.5) und zur Verhinderung des Schäumens werden An tischaummittel (Abs. 1. 1.11.2) verwendet. 1.6.2 Anfordfrungen Lt\.2.1 Ungebrauchte Frit1erfette weisen eine der I-ettart entsprechen de Konsistenz und Farbe, neutralen Geruch und Geschmack $owie eine Säurezahl unter 0.4 und einen Rauchpunkt über 205 ·" C auf. 1.6.3 Veränderungen bei der Verwendung 1.6.3.1 Fritierfette unterliegen beim Fritieren. aber auch bei Belassen im Fritiergerät sowohl in heißem als auch über längere Zeit hindurch in kaltem Zustand unerwünschten Veränderungen. Seite w September 1996 Speisefette, Speiseöle, Stnichrette und andere Fetter:r.eugni$~e. Margatinekil$e B 30 .6.J.2 Hiuwebo <1uf l,e1eit ., eiugc::tieteue Ve1äwJernngc11 eiue~ Pti tierfettes: wesentliche Mängel im Geruch oder Geschmack, blaugrauer Rauch bei 180 "C, bcstand1gcr zaher ~Chaum bei Lugabe von tnt1ergut, Dunkdfärbung, Konsistenzveränderungen, wesentliche Anteile an verkohlten Backgutresten, eine durch einen geeigneten Schnelltest festgestellte Stufe, die Ver änderungen anzeigt. 1,6,4 /Jeuic/rnurtg Fritierfctte werden in Verpackungen mit einem Hinweis auf ihre beson dere Eignung zum Fritieren in Verkehr gebracht, 1.6.5 Regelung des Verkehrs mit Fritierfetten Es sind nur für den jeweiligen Verwendungszweck geeignete Friteu sen aus rostfreiem Stahl zu verwenden. Sie müssen so konstruiert sein, daß es nicht zu lokaler Überhitzung des Fettes kommt. Die Friteusen haben mil einem geeigneten Thermometer und einem Thermostat ausgestattet zu sein. Bei länger dam:mder oder besonders intensiver Verwendung soll das Fritierfett rege1maßig durch einen geeigneten Schnel!test überprüft wer den. Über der Friteuse soll nicht gesalzen oder gewürzt werden. In den ArbeiL~pausen soll die Temperatur abgesenkt werden. Das Fritlerfett ist täglich abzuseihen und die Friteuse sorgfältig mit einem geeigneten Verfahren zu reinigen. Das Zusetzen von verdorbenem Fritierfett 2u Lebensmitteln (auch zu unverdorbenem Fritierfett) bewirkt die Verdorbenheit dieses Lebensmir• tels. 1. 7 Regehmg des Verkehrs mit Speisefetten und Speiseölen, Streichfetten und anderen Fetterzeugnissen Die für die Verpackung verwendeten Materialien sollen einen ausrei chenden Schutz gegen Licht, Luft und sonstige nachteilige Beeinflus sung bewirken. September 1996 Seite 2 f B 30 Spei5efette, Speiseöle, Strekhfdte und andtre Fetterzeugnisse, Margariuekli1u1 2. Streichfette (Margarineerzeugnisse) und andere Fetterzeugnisse 2.1 Beschreibung 2.2 Es wird unterschieden zwischen Streichfetten. die von der EG-Verordnung Nr. 2991/94 vom 5.12.1994 erfaßt und dort geregelt sind, und Streichfetten und anderen Fetterzeugnissen, die dieser Verord nun g nicht unterliegen. 2.3 Die von der EG.Verordnung Nr. 2991/94 erfaßten Streichfette sind die in den Nonnen für Milchfe1te de~ KN-Codes 0405 und ex 2106, Fette des KN Codes ex 1517 und gemischte pflanzliche und/oder tieri• <:t:ht' 'Ff'ttr elf'~ KN rnds>,: e-x 1517 und ex :2106 gon:i.nnten Produkte mit einem Fettgehalt von mindestens 10 \/. H. und weniger lls 90 v. H„ die zum Verzehr bestimmt sind, bei einer Temperatur von 20 "C festblei bend streichfähig sind und in unverarbeiteter Form direkt oder indirekt an den Endverhrauc:hf'r rihgt>p;t>hFn w,;,rden. Die im Anhang B und C der EG-Verordnung Nr. 2991/94 angeführten Sachbezeichnungen (Verkehrsbezeichnungen) Margarine, Dreiviertelfettmargarine, Halbfettmargarine, Streichfette x v. H., Misch fette. Dreiviertdmischfette, Halhmi'l,,hft>ttt> 11nd Mis(•h~treichfotte x v H. sind ausschließlich den dort genannten der Verordnung unterlie• genden Produkte vorbehalten. 2.4 Streichfette und andere Fetterzeugnisse, die nicht von der EG· V1:1uo.luuug Ni. 1991/94 vom 5.12.1994 erfaßt werden, smd: 2.4.1 Emulgierte Nichtmilchfette, überwiegend Emulsionen nach dem Typ Wasser in Ö!, deren Fettansatz aus pflanzlichen oder tierischen Fetten stammt und deren Milchfettanteil höchstens 3 v, H. des Fettge haltes beträgt und die unverarbeitet weder direkt noch indirekt an den Endverbraucher abgegeben werden (nur für Großverbraucher zur Wei terverarbeitung bestimmt); 2A.2 Emulgierte oder nicht emulgierte Fetterzeugnisse mit mehr als 90 v. H. Fettgehalt: 2.4.2.l Emulgierte Konzentrate aus Margarine oder Mischfetten (konzentrierte Margarine, konzentrierte Melange) mit mindestens 90 V. H. unrl hikh~IPn~ Q"i V H P,mgehalt; 2.4.2.2 Margarineschmalz (Schmelzmargarine) enthält mindestens 99 v. H. Fett, ist keine Emulsion, normalerweise kräftig gelb gefärbt, aro matisiert und von körniger Struktur: Seite 22 September 1996 Speisefette, Speiseöle, Stnkhfeue und ander<r FeUer:icugnis~t. Margarinekäse B 30 2.5 Besondere Streichfette (Margarineerzeugnisse) und Misch, felterzeugnis~e: 2.5.1 Vomüschungen (Compounds) aus Margarine oder Mischfet· k,n und ;mdcn;;n Lcbcrt3tnittdn :i:ur Weitervemrbeitung; 2.5.2 Flüssige emulgierte Nichtmilchfette und Mischunge-n ~olcher Fette mit Milchfetten. Auf Grund einer anderen FettsäurezusammenSE'l· zung sind diese Produkte bei Raumtemperatur (20 "Cl gießfähig: 2.5.3 Zubereitungen aus Margarineschmalz, konzentrierter Marga nne oder konzentriertem Mischfett (Melange) mit Zutaten wie Zucker. Kochsalz, Gewürzen, 2.6 Herstellung 2.6.1 Streichfette C\1argarineerzeugnisse) und Mischfotterzeugnisse werden aus Fetten und Trinkwasser mit weiteren Zutaten unter Kühlung emulgiert. Die gewünschte Konsistenz wird durch eine entsprechende Fettkomposition und durch dnen intensiven Rühr- und Knetvorgang be• wirkt. Die Fette und Öle können raffiniert, gehärtet, umgeestert oder fraktioniert 5ein. Mischfetterzeugnisse können auch durch direktes Verkneten von Butter mit Margarinerzeugnissen sowie durch Butterung von mit pflanzlichen Ölen oder fetten versetztem Rahm hergestellt werden. C.1 werden nur gcnußtuug!iche Fette oder Öle sowie ,;;enuß taugliche und den lebensmittelrechtlichen Anforderungen entsprechende sonstige Zutaten verwendet. Milchfett stammt aus Milch oder Milchprodukten. Mild1fcw: uullc1c1 Hcak.uuft ab vvu Kühtu werden nicht ver wendet. Milchfett wird insbesondere als wasserfreies Milchfett. But• terschmalz., Butter oder Rahm eingebracht. Geringe Mengen Milchfett kOnnen aus Trlnkwas~er gam: ui.lt:1 Lcilwc1~c t'H:)C-LL.cn<lcu Mild1p1vJulv ten stammen. Anstelle der genannten Milch und Milchprodukte können auch entsprechende Mengen von deren Trockenerzeugnissen eingesetzt werden. 2.6.2 Als sonstige Zutaten, deren Gesamtmenge 7 v. H. nicht i.lber ileigt, können neben Eigelb, Zitronensaft, Kochsalz (höchstens 2 v. HJ, Gelatine, Stärken und Milcheiweiß auch zuläs;;ige Zusatzstoffe verwen det werden. Septentber 1996 Sl'ire 23 B 30 Spe(sefl!ttl!, Speiseöle, Strekhfette und andero:- Fettel'zengniise, Margarinekli.se Vitamine - Vit. A höchstens Vit. D hochstens Aromen: quantum satis**) 20.000 i. E./kg 1.000 i. E./kg 2.7 Streichfette (Margarineerzeugnisse) und andere Fettcrzeug nfr,se mit besonderer Bezeichnung 2,7,l Streichfene {Margarineerzeugnisse) und andere Feuerzeug• nis.5e, bei denen auf hohe Anteile an Glyzeriden mittelkettiger Fettsäuren hingewiesen wird, enthalten mehr als 90% C8··Cl0·Fettsäuren im Ge sarntfettsäureanieil. 2.7 .2 Streichfette (Margarineerzeugnis.~c) und andere Fetterzeug nisse, bei denen auf besonders hohe Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hingewiesen wird, enthalten mehr als 50% Linolsäure (cis cis-9, 12 - Oktadekadieonsäure) im Gesamtfettsäureanteil. 2.7.3 Streichfette (Mnrgarineer.:eugnisse) und andere Fetterzeug nisse, bei denen auf besonders niedere Anteile an gesättigten Fettsäuren hingewiesen wird ( .. arm an gesättigten Fettsäuren"), enthalten nicht mehr als 20% an gesättigten Fettsäuren und Transfettsäuren im Gesamt~ fensforennteil. 2,7.4 Streichfette (Margarineerzeugnisse) und andere Fetterzeugnisse mit dem Hinweis „frei von Milcheiweiß" enthalten kein M!lcheiwe1ß. 2.7.5 Streichfette (Margarineerzeugnisse) und andere Fetteq:eug nrnse. die als „streng natnumann" bezeichnet werden. enthalten nicht mehr als 40 Milligramm Natrium in 100 Gramm. 2,7.6 Streichfette (Margarineerzeugnisse) und andere fetterzeug ni5Se, die als „natriumarm" bezeichnet werden, enthalten nicht mehr als 120 Milligramm Natrium in 100 Gramm. 2.8 Besondere Bezeichnungsrkhtlinien 2,8. l Streichfette (Margarineer:ie\1gnisse), deren Fettansatz aus• schhelfüch aus dem Ausgangsmaterial einer Pflanzenart oder der Mi schung mehrerer Pflanzenarten stammt. können mit einem Hinweis auf •• 1 Für Zusatistoffü, bei denen eine Verwendunc l;!Cmllß 1cm Grundsa1z ,.Quantum <;ali&" erfolgen darf, ist keine Höchstmenge festgelegt. Sie werden jedod1 gemäß der gute!'I fürstell•mgspra~is nur in der Menge, die erforderlich ·st, um die gewün~chte Wirkung zu eniekn. und umer der Voraussetturtg tugesetz.l, daß :;ie den Verbraucher nicht irreführen. Selu l4 September 1996 Speisefette, Speiseöle, Strei~hfetu und andere Fellernuguii.oo, Margnrinekli~e B 30 .,Pflanzen ." (z. B. Pflanzenmargarine) in Verkehr gebracht werden. Stammt der Fettansatz aus nur einer Pflanzenart, kann auf diese hinge· wiesen werden. 2.8.2 Als Tafelman::anne kann eine unter Verwendung von Wasser (ohne Milch) hergestellte Margarine bezeichnet werden. 2.8.3 Als Milchmargarine kann eine Margarine bezeichnet werden, zu den::n Herstellung mindeslens 5% Milch (Vollmilch), Magcm\ilch ,:-,dPr gr,p,igrvftP X-fikhprrid11h"'· !;,,,.,.r,g„n .,rnfrh<: (},:,,~c>mrgr-wi,:ht. vi'rW'i'n· der werden. 2.8.4 Als Delikateßmargarine kann eine Milchmargarine bezeichnet werden, deren Fettansatz ausschließhch pfl:lnzlichen Ursprungs ist. L8.) In Verbindung mit cter hanctelsublichen Sachbezeichnung wird jeweils angegeben: Bei Erzeugnissen mit einem Gesamtfettgehalt von weniger als 80 v, IL der Fettgehalt in Prozenten; bei Mischfetterzeugm~sen zu:,;atzlich der Milchf('.ttanreo in Proz.enten des Gesamtfettgehaltes, Außerdem wird bei Produkten, die zum Brnten oder Fritieren nicht geeignet sind, ein diesbezüglicher Hinweis angebracht. Die Bezeichnung „Butter" ist - auch in Wortverbindung ~ für die iri diesem Abschnitt 2 genannten Erzeugnisse un~uläss1g. Mit der handelsüblichen Sachbezeichnung körtnen Angaben zur Bezeichnung der Sorte, des Ursprungs und der vorgesehenen Ver• wendung verbunden werden. 3. Margarinekäse, Margarineaufstriche und Fettaufstriche J.1 Margarmek.ase ist t:in Käse mit einem Zusatz von nkht der Milch entslllmmendem Feet. Bei diesem Produkt wird dem Käse Öl oder nicht der Milch entstammendes Fett zugesetzt. Solche Produkte sind z. B. MischunJ;!;en von Topfen mit Margarine oder Schmelzkäse mit Fett Wird in der Be zeichnung des Produktes auf eine bestimmte Käse~orte hingewiesen, so darf nur dieser verwendet werden. Die Zugabe von Gemüse, anderen Lebensmitteln und wtir• zenden Zutaten ist üblich. Der Mindestanteil an Käse beträgt: bei Kitsesorten über 50% Wasser: 20% September l 996 Stite 25 B 30 SpeisdeUe, Spei5eöle, Streichfette- und andere Fetterzeugnisse, Margal'intkli~e bei Käsesorten unter 50% Wasser: 10% Bei der Leichtqualität beträgt der Fettgehalt maximal 5% absolur. 3.1.l Käse, bei denen die E\weißkomponente aus Milch und die Fetü:omponente flUS Fett, Öl, Mllrgurine0rzeugni~~en oder Mhchfottcr· zeugnissen st:i.mmt (Käseimitat): Be( Käseimitat wtrd bereits bei der Herstellung von tvlikheiweiß oder Magennikh und nkht der Milch entstammendem Fett au~gegangen r)nF~~•I'. wird nach käsereitechni~ch,rn Methoder, ein kMeiürnlkhee. Produl..t hergestellt, wekhes der bezeichneten Käsesorte in der Beschaffenheit ent• sprechen muß. 3.1.2 In der Deklaration wird bei Margarinekase und Käseimitaten der Gc~nmtfctq;chlllt in P1uLeuleu <1ugegeUeu. 3,2 Margarineaufstriche 3.2.1 Unter Margarineaufstrichen werden Erzeugnisse aus Marga rint>P.n1>11gni~s':'n ,:,di,r Misehfetter:.:eugnissen \,;Od anJenm Lobensmitt<i>ln verstanden. Sie werden durch Mischen von Margarineerzeugnissen oder Mischfetterzel1gnissen mit anderen Lebensmitteln, wie Fisch. ptlanz)j. chen Bestandteilen, Fleisch u. dgl. erzeuge. Käse und andere Mikhpro ciukre wenl"'n nur 7111" r,.,~,·hrnw:lr.sg,:,,,b1.ing ln 1.mtergenrdneter Menge zugesetzt. 3.2.2 Das verwendete Margarineerzeugnis wlrd in der Zutatenliste genannt. 3.2.3 Der namengebende Ueslandte1J der Sa.chbeze1chnung ist in solcher Menge vorhanden, daß er den Charakter des Produktes prägt. 3,2.4 Der Ersatz des namengebenden Bestandteiles dt1rch Aromen oder deren Verwendung zusätzlich zu diesem i~t nicht zulässig. 3,3 Fettaufstriche 3.3.1 Unter Fettaufstrichen werden Erzeugnisse aus nicht emulgier ten Fetten oder Ölen und anderen Lebensmitteln verstanden. 3.3.2 Der namengebende Bestandteil der Sachbezeichnung ist in solcher Menge vorhanden, daß er den Charakter des Produktes prägt. 3.3.3 Der Ersatz des namengebenden Bestandteiles durch Aromen oder deren Verwendune zm;ät1lich 1.11 rlies~m i~t nichr :ml,i~qie Seite 26 September 1996 3.4 Zutaten Speisd~tte, Speiseöl~, Streichrett~ 11nd andere Fetterzeognlsse, Margnrim;k/ite B 30 3.4. l Lebensmittel mit verdickender Wirkung werden bei Margari• nekäse nicht. verwendet.. Dasselbe gilt für Käse, bei dem die Eiweiß komponente aus Milch und die fettkomponente aus Fett, Öl. Margarineerzeugnissen oder Mischfetterzeugnissen stammt (Kll&eimirat) sowie be\ Margarineaufstrichen. 1 4 '.l. Zur Fr1ielung e-inf'r l'inwandfrf'ien Konsi<stf'n7 is:t der 7u~at7 von Gel:ltine, Stärke sowie von Milch• und Pflam;eneiweiß (auch auf geschlossen), zulässig. 3,5 3.5.1 Bei Margarinekäse und Käse mit einem nicht aus Milch stam rnenden Zusatz von Fett können zur Konsistenzverbesserung und zur Vermeidung der Syneräse zulässige Etnu!gatoren verwendet werden, 3.5.2 Bei der Verwendung \/Oll Öl und Fett an<;telle von Marga.dne oder Margarineerzeugnissen ist die Verwendung jener Emulgatoren, die bei der Ylargmineherstellung veiwendet werden, nach An und Menge erlaube 3.5.3 Die Verwendung von Konservierungsmitteln richtet sich nach rl,;n 711lM,;; 11ng5v,~r,;; rhrift,,.n fiir ,ii,><:,,. Zw;,"t?~tr,ff,> 3.6 Sachbezeichnung 3.6.1 Für Margarinekäse und Käse, dessen Eiweißkomponente aus Milch und dessen Fettkomponente aus Fe-et. ÖL Marearineerzeue;nissen oder Mischfetterzeugnissen stammt, lautet die Sachbezeichnung „Mar garinekäse·' oder „MargJltinestreichkifae". 3.6.2 Margarineaufstrich und Fettauütrich werden jeweils als so\• eher bezeichnet. 4. Beurteilung von Speisefetten, Speiseölen, Fritierfetten, Streichfetten und anderen Fetterzeugnisseu sowie Maq;adnckä:sc, Margariucaufslridt und Fcil.Jtußtrlch 4.1 Aus der Vielzahl der mögllchen AnWsse für Beanstandungen werden in den folgenden Absätzen solche herausgesteJJt, die für Waren dieses KaoitelH typisch sind. Bei der Beurteilung sind jedoch auch die all gemeinen Beurteilungsgrundsätze des Codexkapitels A 3 heranzuziehen. Bei den Zusati.stoff- und Bezeichnungsregelungen sind auch etwaige spe zielle Vorschriften in Zulassungs- und Kennzeichnungsverordnungen zu be achten. September 1996 Seite 27 B 30 Speisefette, Speisei)lt, Strdcbfelte und andere FeUen;mgnisse, Margarlneklise 4.2 Gesundheitsschädlichkeit 4.2. I Als gesundheitsschädlich sind Erzeugnisse zu beurteilen, die 4.2.1.1 Salmonellen oder andere auf den Menschen übertragbare In• fektionserreger enthalten; 4.2. 1.2 Intoxikationserreger (Lebensmittel vergifrer) enthalten, die nach Art und Menge geeignet sind. die menschliche Gesundheit zu ge• fährden: 4.2.1.3 mikrobielle Toxine enthalten, die nach Art und Menge geeig• net sind. die menschliche Gesundheit zu gefährden, 4.2. 1.4 Gegenstände enthalten, durch die bei hestimmungsgemäßer verwenaung vertetzungen oder mechanisch bedingte Verctauungsstorun gen hervorgerufen werden können; 4.2.1.5 die nicht tolerierbarc Mengen an Pflanzenschutz- oder Schad• lingsbekiimpfung~mitteln oder andere für den Menschen giftige Substan zen oder bedenkliche Rückstände von Ar:rne(mitteln enthalten, wenn die Mengen 4.2.1.6 geeignet sind, die menschliche Gesundheit zu gefährden; kraß ekelerregend sind; 4.2.1.7 ho,hgrodigcn f,:;ttvcrdcrb aufw..:bcn; 4.2.1.8 als „streng nacriumann" bezeichnet sind und in !00 Gramm mehr als 40 Milligramm Natrium aufweisen: 4.2.1.9 die Milcheiweiß enthalten. wenn sie als „frei von Milchei weiß" bezeichnet sind. 4.3 Verdorbenheit 4.J.I Als verdorben sind Erzeugnisse zu beurteilen, die 4.3.1.1 einen deutlich unreinen oder dumpfen, schimmeligen, fauli• gen, bitteren, ranzigen, seifigen, tranigen Geruch oder Geschmack oder ein abwegiges Aussehen aufweisen oder ekelerregend sind, sofern sie nicht als gesundheitsschadlich :z;u beucteilen sind; 4.3.1.2 Darmfett und Abfallfett enthalten sowie Speisefette, die ih• rerse1ts solche Fette enthalten: 4.3.1.3 tit:tisdn:: Ftml.! und Grammeln. die nicht frei von Knochen splittern oder von verbrannten oder verunreinigten Gewebsteilen sind sowie Grammeln, die Borsten oder Schwarten in mehr als dem technisch unvermeidbaren Ausmaß enthalten; Seiie 28 September 1996 Spefacfettc, Spciscälc, Str-ekhtcrte und an<ltre Fetteneugnisst, Margarlnekllse B 30 4.3.1 A in Abs. 1. L 10.2 genannte Verunreinigungen enthalten, oder die in den Abs. 1. LI 0.3, 1.1.l0.4 und 1. LI0.S genannten Höchstwerte übenchreiten. 1.:.l.2 Ztlr Seurt~ih.m9 von g,.;bt.1uchtN1 Fritiedl!'mm dn,i ~·<Jw,:.,1il i:lit!' 5ensorischen als auch die i;:hemischen Untersuch\mgen heranzuziehen. Bei verdorbenen gebrauchten Fritierfetten sind in der Regel neben ~en sorü;chen Mängeln einer oder mehrere der nach~tchenden Grenzwerte i.1\:,Pr- oJs>r 11nt,fr~f'hritt,fn Aus der Rauchpu11ktdiffer'!nZ des verwendeten und des un verwendc1en Fritierfettes kann auf die Bela:-;tung des verwendeten Fri tierfettes geschlossen werden. Die Differenz beträgt üblicherweise nicht ilhr-r ',/1 "(' (1'n1P.rilfi7 ..i-10 o C') All~ rlii><:Pm Gnmd ~nll el1•ic:h1Pit,e; 3\Jt'h eine Probe des unverwcndeten Fritierfottes gezogen werden. 4,3,3 Als verdorben sind gebrauchte Fritierfette insbesondere dann zu beurteilen, wenn sie etndcut1ge Geruchs- oder c;eschrnacksmänge! (z. 13. stark brandig. stark kratzend. ranzig, firnisartig, bitter) allfweisen; emen oder mehrere der folgenden Grenzwerte über- oder unterschreiten: Säure-zahl über 2.5 Rauchpunkt unrer J 70 "C polarer Anteil über 27% Gehalt an petrolälherunlöslichen oxidierten Fettsäuren über 1,0%. 4.4 Verfälschung 4.4. ! Al$ verfälscht sind Erzeugnisse zu beurteilen, wenn 4.4.l.2 bei Speisefelten und Speisefettmischungen der Wassergeh;lit 0,5%, oder bei Spe1se6len der Wassergehalt 0,2% übersteigt; 4.4,l.3 bei Gramrnelschmalz der Wassergehalt 2% übersteigt; 4.4,J.4 Speiseöle, Speisefette und Lebensmittel. die unter Zusatz von Sp,;,L~cö!,;m od;,r Spcir.;,fättcn hor,g.::~tQllt worden hind, eirien Ge&amtfott gehalt von mehr als 5% aufweisen und ~ehr als 3% Erucasäure im Fettsäureanteil enthalten; 4.4.L5 Speisefette und Speiseöle, die nach einer Tier• oder Pfü.n tt:uan ln::Li:it:hm:t ;;i11J suwie 01a111uu~\i.du11<1lL uml Ornuuu1:ln. a111.kre Fette oder Öle enthalten; 4.4.1.6 Hausschmalz, das Zutaten enthält, nicht den in Abs. 1.2.1.5,3.l genahnten Qualitätskritetien entsprkht: September 1 il96 Sea,· ~9 B 30 Speisefette, Speiseöle, StrekhCdte und andere Fetteneugrd~~e, Margarinekälie 4.4.1.7 sie ~1~ .,muurbelru;r.en" oder gleichsinnig (1.1.12.7) bezeichnet sind und durch andere, als in Abs l.1.12.7 genannte Proiesse gewonnen und gereinigt worden sind oder Zusätze oder Zusatzstoffe enthalten; 4.4. 1 .8 sie andere als Zlliässige Z\1satzstoffe oder Zusatzstoffe in uidit l,Ugel4.'>~eneH Mengeu uUei a11Ue1e al~ iw ~·u1 liei:;emk:u KaJJilt:l gt> nannte Lebensmittel mit Zusatzstoffeigenschaften enthalten; 4.4.1.9 ihr Fettgehalt der Sachbezeichnung (unter Anwendung einer Toleranz von + l % ) nkht entspricht; 4.4.1.10 als „natriumarm" bezeichnete Produkte in 100 Gramm mehr als 120 Milligramm Natrium enthalten; 4.4.1. t 1 ;wf einen hohen Anteil an Glyceriden mittelkettiger Fettsfo ren hineewiesen wnd und weniger al~ 90% CR.(' l(l Ff'ft'<i11tr<"n im r,,,. samtfettsäureanteil enthalten sind; 4.4,LJ2 auf einen besonders hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hingewiesen wird und weniger als 50% Linolsäure (cis-cis-9, 12--0ktadckadien,;äure) im Ge,;nmtf<.msiiurnnntsiil enthulten ist; 4.4.1.13 auf einen besonders niedrigen Anteil an gesättigten Fettsäuren hingewiesen wird und der Anteil an ges:ittigten Fettsäuren und Trans fettsäuren mehr als 20% im Gesamtfettsäureanteil beträgt; 4.4.1.14 bei Margarineerzeugnissen und Mischfetterzeugnissen ande res Milchfett als Kuhmilchfett enthalten ist; 4.4.1. IS be( Margarineerzeugnissen und Mischfetterzeugnissen mehr als 7% sonstige fnhaltsstoffe enthalten sind; 4.4.l.16 bei Margarineerzeugnissen und Mischfetterzeugnissen mehr als 2% Speisesalz enthalten ist; 4.4.1.17 bei Margarinekäse der Mindestanteil an Käse unterschritten ist; 4.4.1.18 bei Leicht•Margarmekase der J-ettgehalt überschntten 1st; 4 .4 .1 .19 bei Margarineaufstrich oder Fettaufstrich der in der Sachbe·• zeichnung angegebene namengebende Bestandteil nicht in solcher Men• ge vorhanden ist, daß er den Charakter des Produktes prägt; 4.4.1.20 wenn bei Margarineaufstrich oder Fettaufstrich anstelle oder zur Verstiu-kung des namengebenden Bestandteiles Aromen verwendet werden. 4.5 Fabdtl! ß1!.t1!ldmu11g 4.5.I Als falsch bezeichnet sind die nachstehend angeführten Er zeugnisse zu beurteilen: Sept~mber 1996 4.5.1.2 4.5.1.J darauf; Speiserette, Speiseöle, Streichrette und a11dere FeUerieugnisse, Margarinekäse B 30 Leinöl und Lt:inöl entha.h.et1de Mis'.'tl1rng;on c,hn;o l·finwt>i<:. <l11.rauf: gehärtete Fette und Mischungen mit solchen ohne Hinweis 4.5.1.4 als „Pflanzenfett" (,,Pflanzenmargarine") bezeichnete Waren, die mehr als 2% tierisches Fett enthalten: 4.5.1.5 Pflanzenfette und Mischungen, die als ,,Schmalz'' bezeichnet sind, ausgenommen Margarineschmalz; J..5 1 r. M,ire;:1rin,- Pr1f•c11gni~se und Mi~chfocterzeuu,nisse, wenn der Ge~amtfettgehalt zum Zeitpunkt der Verarbeirnng bei Produkten mit ei• nem Fettgehalt von weniger als 80% nicht angegeben 1st; 4.5 L7 Mischfetterzeugnisse. wenn der Anteil des Milchfettes in Pro ,u,n!CI'I deJ GcJumtfcttunteile5 nicht angeseb,m iEt; 4.5.1.8 nach einer bestimmten Ptlanzenart bezeichnete Margarineer• zeugnisse, die mehr als 3% Fette anderer Pflanzenarten enthalten: 4.5.1.9 Margarineerzeugnisse mit einern Hinweis auf „Milch", wenn sie nicht mindestens 5% Mikh (Abs. 2.8.3) enthalten; 4.5.1.10 Mit dem Hinweis ,,Delikateß•" bezeichnete Milchmargarine• erzeugnisse, wenn ihr Fettansatz nicht ausschließlich pflanzlichen Ur spn.mgs is1; 4.5 .1.11 „Margarinekäse", ,,Margarineaufstriche" und „Fettaufstri ehe", die nicht diese Sachbezeichnungen aufweisen. 5. Anhänge 5.1 Analysenmethoden Probenentnahme: Für Streic:hfotte unuk\g 711' ÖN()RM N?'iOO (1Q91) Milch und Milch produkte - Methoden der Probenenmahme Für Öle in Tanks, Großbehältern: ÖNORM ISO 5555 (1994) T\eri sche und pflanzliche Fette und Öle; Probenahme (Übersetzung durch DIN EN 25 555) ISO 661 (l 989) Anima! and vegetable fats and oils - Preparahon of test sample Schmelzpunkt: ÖNORM N300! (1991) Tierische und pt1anzlii;he Fette und Öle Be~timmung des Schmelzpunktes in offenen Kapillarrohren (Rutsch punkt) S~ptember 1996 Säre J I B 30 Verse~fungswhl: Speiserette, Speiseöle, Streichfette und andere Fetterzeugnisse, Margarinekii~e Standard Methode der IUPAC commission on Oils, Fats and Deriva tives Nr. 2.202 DGF-Emhe(tsmethode C V 3 f 1977) Refruktion: ISO DIS 6320 (1994) Anima! and vegetable fats and oils; Determi nation of refraclive index :Standard Methode der IUl-'AC Comm1ss1011 on Utls, Fats and Uen vatives Ne 2.102 DGF-Einheitsmethode C (V 5 (1952.l Dichre: ÖNORM A 5560 (1983) Bestimmung der Dichte von flüs5igen und pastösen Füllgütern nach dem Pyknometerprinz1p Peroxidzahl: ÖNORM N 3002 ( 1992) Tierische und pflanzliche Fette und Öle Bestimmung der Peroxidzahl (POZJ Gehalt an Seifen. Weltcodex pflanzliche und tierische Fette (dcuts..:he Ubcrsetzung) B 111-2 (1969) DGF-Einhcitsmcthode C III 15 (1953i/(\989) Wasser und flüchtige Substanzen in Fetten und Ölen: Standard Methode der IUPAC Commission on Oils, Fats and Deri vatives Nr. 2.601 Un/6s/iche Verunreinigungen in Fetten 1md Ölen: ÖNORM ISO 663 (1994) Tierische und ptlanzliche fette und Öle; ßc3timmung de:, Antcilc.1 nn un!ö:slichcn Verbindungen Schwermetalle: (SO 8294 (1994) Anima! and vegetable fats and oi!s - Determination of copper, iron and nicke! content Grnphit furnace atomic ab~orb• tion method ISO 12193 (1994) Animul and vegetable futs and oi,(s- Determination of lead content - Graphit furnace atomic absorbtion method Jodzahl: Berechnung über Gaschromatogramm: A.0.C.S. lAmerican Oil Che• mists society) Cd lc-85 (1985) Cakulated lodine Value Seile 32 September 1996 Sp.:lufette, S~iseöle, Streichfette und andere Fnten:eugnissl', Margnrlnekiisc B 30 Wijs: * ISO DIS 3961 (1994) Anima! and vegr.tabk: fats und oils Determination of iodine value * DGF-Einheitsmethode C V l \J (1953) Säure';,ah//freie Fertsäure: ISO DIS 660 (1994) Anima] and vegetable fats and oils; determina• tion of acid value and acidity DOF,la:inh,.;it~metb0,:I" (' V 2 ( l (}R7) h1w <: 1TT A ( 1 (}<;1) Gehalt ,111 Hexan im Fett: ISO 9832 (1992) Anima! and vegetable fat8 and oi\s; Oetermination of retidual technical hexane contenl Fettsäure::usammenset:.ung, gaschromatographisch bestimmt. ÖNORM ISO 5508 ( 1994) Tierische und pflanzliche fette und Ö!c; Gaschromatographische Untersuchung der Methylester von Fettsäuren (Übersetzung durch DIN EN 25 508) Standard Methode der IUPAC Commission on Oils. Fats and Deri vatives Nr. 2.301 u. 2.302 DGF~Einheitsmethode C IV IOa (1987) mit C IV lld (1990) Rauchpunkt: DGF-Einheitsmethode C IV 9 (1984) Perroteu1er unloslicfle oxtd1erre FeusauNm: DGf-.Einheitsmethode C III 3 (1984) ,,Oxidierte Fettsäuren" Polare Anteile: ÖNORM ISO 3420 (1994) Tic1bd1c und pfl,uuJidu;, r,:,,ttc un.J Ök, Bestimmung des Gehaltes an polaren Bestandteilen DGF.fünheitsmethode Cm 3b (1984) Fe11gehalE vun Streü:hfetten: DGF-Einheitsmethode K I 2/2a (1982) Wasser in Streichfetten: DGr-Uinhdt11n1cthodc K I (1982) Erucasäure: Erucasäui:e in Speiseölen und -fetten sowie in Lebensmitteln mit Öl und Fettzusätzen 80/891/EWG Seile 3J B 30 5.2 C 6:0 C 80 CIO:O Cl2:ü C14:0 Cl4:! Cl5:0 rJl'i•1 C\6:0 Cl6:l Cl6:2 Cl6:J Cl6A C17:0 Cl7:l Cl8:0 Cl8:l Cl8:2 Cl8:3 C\8:4 Cl9:0 C?O:O C20:1 C20:2 C20:3 C20:4 CW;J C21:0 C22:0 C22:1 C22:2 C22:3 C22:4 C22:5 C22:6 C2~:0 C24:l Spei$efeUe, Speise-öle, Streichfette und aoderc FeUericug11i,se, M11rgarinekäse Bezeichnung der Fettsäuren: Hexan.säure (Capronsäure) Oct::msäure (Caprylsäure) Decansäure (Caprinsäure) Dodecansäure (Laurinsäure) Tetradecansäure (Myristinsäu1eJ Tetradecensäure Pentadecamäure Pi'nt~clrr"'ri ~ llt1re Hexadecansäure Hexadecensäure Hexadecadiensäure Hexadecatriensäure lkAaLk:t:aLt:ll at:u~ilure Heptadecansäure Heptadecensäurc Octadecansäure Octadecensäure Octadecadiensäure Octadecatri ensäure Occadecatetraensäure Nonadecansäure Eko~r.mGiiure Eicosensäure Eico;;adiensäure Eicostriensäure Eicosatetraensäure Ek:osapemaensaure Heneicosansäure Docosansäure Docosensaure Docosadiensäure Docosatriensäure Docosatetraen ~aure Docosapentaensäure Docosahexaensäure Tetracoiutrnliurc Tetracosensäure (Palmitinsäure) ( Margarin säure) (Stearinsäure) (als Z-Form: Ölsäure] (als Z-Fonn: Lmo!säure) (als Z-Form: Linolensäure) (Anmhin:;iiure) (Behensaure) (als Z-Fomi:Erucasäure) (Lignoc.crin~/iur r,,) Erläute,ungen: Die n;;i,chfolgenden Fetrnüuro::ipektren ::iind, :,owcit do1·( nrtgc.,fUhrt, o.k1 Veröffentlichung des Nederlands Normalisatie-instituuts .• Fatty acids, sterols and tocopherol profiles" [1989] entnommen und mit den Daten des Codex allmentarius (,.Welt Codex,,•Kapitel Fats, Oils and Related Seite 34 Seprember 1996 Sptiserette, Speiseöle, Streichfette und andere Fet1erxeug11illse, Margarinekäse B 30 Producls [FAO/WHO J993J) abgestimmt worden. Für in beiden Daten sammlungen nicht behandelte Fette wurden Ullmanns „Encyclopedia of Technical Chemistry" [1987J und das ,,Lipid Handbook" v. Gunstone [19861 herangezogen. Grundsätzlich wurde die Dichte nur für Öle (bei 20 ° C fl(is. sig.) angegeben. Sie wurde auf Masse/Volumen [g/cmJJ umgerechnet, Der Schmelzpunkt wurde nur für Fett (bei 20 ° C fest) ange J~eben. Als Methode wurden der von ISO und ÖNORM standardisierte Rutschpunkt verwendet. Die Molmasse wurde aus den Ga~chromatogrammen berechnet. Die Ve-rseifungszahl stammt aus den Angaben des Weltcodex. abgestimmt mit Ullmann bzw. Gunstone. Bei Fehlen dieser Daten wurde sie aus dem GC berechnet. Die Dalen für die Jodzahl nach Wijs stammen aus den glei chen Quellen wie die der Verseifungszah!. Der aus den Gaschromatogrammen berechneten Jodzafi( entspre chend der Methode AOCS Cd lc-85 „Cakulated fodine Value'' solhe der Vorzug gegeben werden, denn die Methode der Icidzahlbestimmung nach Wijs benötigt einen incensiven Einsatz von Chemikalien, der J.us Vm'welt grtinden vermieden werden sollte. Zwar unterscheiden sich die beiden Methoden geringfügig, doch sind die Abweichungen in der Praxis nicht allzu bedeutend. Als problematisch kann sich nur die Bestimmung der Jodzahl von Fi.sch<llen erweisen. 5.3 Identitätscharakteristika - Fettsäurezusammensetzung Tierische Fette Dai, Zeichen ! MM JZ vz Die Refraktion Ref. Fp September 1996 h1:"de1.1t11t Spuren kleiner nfa 0, 1 bedeutet Molmasse bedeutet. fodzahl bedeutet Verseifungszahl ist bei +40 ° C bestimmt ist der Rutschpunkt Sem> 35 B 30 Speisefette, Speiseöle, Streichf~tte und andere .Fetterzeugnisse, Margarinekäse 5.3.1 Schweinefett r ' - ' ' '' r-s..',Q.., " " ' " 1 ' " ~lx 5 ±- 1 ,-~-~ ---·· CJ4.:. " --~~~: + " . 0.1 " "' ' - ' .;..) . ·······f+~:;- ' ' 4 . " '' --· ' ., , ... , , C ]6'4 -----· -----·· ~ !2:9 0.5 Q-~ 0.6 · ............. .. D.S -~-~ ..... c.+a-r. " 1 ' '" ..... ,, C . 1 lJl ' 1 ' " ' ,, ' .P 1 , ,l ,., 1 ~u ···--··· ·-. c . Q.J ~ ' , ?"·r, :u-- 1 " ' C 20· l ' ... ...... U - ··· ' , - ", ·-·-~ , C lQ;J ' ' '" C 20·1 ' 1 C ,., Cll.:." . ·-·---·- 1 C '" <' .,,~ ' --· .. . ' C 2?·.., • '>'1•1 ' ' ---- .. ' ' ' MM 86) g/mol JZ 46 70 vz 190 .. 202 Dichte feil Kelr. 1,449 l,4Ql Fp28 ... 45°C Schweinefett ist in seiner Zusammensetzung vom Futterfett abhängig. Es werden die hochgesättigten C 20- und C 22-Fettsäuren der Fischöle, ferner Lnurin und Myri:Hin:;iö.urc (z. ß. dc1· Kopr11) int O,;potfctt der Schweine abgelagert. Die Konsistenz des Depotfectes wird beim Schwein fast nur durch den Ersatz der Stearinsäure durch Ölsäure, und dies nur in geringem Umfang, geregelt. Schweinefett enthält norn1.i!erw Sme 36 Sep{ember 1996 $pebdette, Speiseöle, S!nichfette und andere Fetterzeugnisse. Margarinekäse B 30 weise die ftir Rindertalg charakteristischen TransfettsUuren oder C 15 Feusliuren nicht, nach Vcrföuerung von Rindertalg an Schweine enthält aber auch deren Fettgewebe diese Fettsäuren. Gaschromatographisch wurde im ~chwewescnma1z auch ein gt'rrnge1 Ameil uic1..k:1c1 f'ctt~Jun:-11 von C 6-C 14 ermittelt. 5J.2 Rindertalg 1 MIUtl j min, wa&, C 6·Q 1 C: S·Q C 10·0 ± i~ j:j C 120. !' (' ' . ·" ·······~··H+ l 5 -,, "' .o. (' l ~~] " i ' ., ~~ ,, . 26 r Jh•I J 5 1 " 1 r H,O C Hi 4 ' '" C 11·0 Ji ' = - j l lR:O ---~~- , ······f+~~I 4 ' ., ; ' , ..s ·······S··LS'.J 1 ' ,- " ~ .... , i .• 0 "' ' ,, ' -- ..... ., ' ~- n, ~ <:: ., .... .U.l -' --- ·········· 1 ' ' r 7~ .. ,. ' ~ fO:~ ,.n ' ' C ' ' ,.,..i;.22;3 " ·' ,, MM JZ vz Dichte Refr. Fp ········ S~ptembu 1996 ; S5S glmc,l 31 55 186 ... 202 fest 1,455 . 1,461 40. 4s~c ' "' 1 - " "' Seile 37 B 30 5.),) r 12:0 Spebefdte, Spei~töle, Streichfette und andere Fettel'1:eugnisse, MargariMkäse Pferdefett C 16,2 1· C 16:3 C ll'i:4 --, f....>.....c""---+---~---- ,, ..C-17:0~---+---Q•·'~----------------' C 17:1 0 5 C 18:4 C C 20:0 r "'\;l 20:2 C 20:) C ,e ., C 20:5 r 21:0 C 22:0 ' ' 22:1 :.1.:1. LC.1'.U 1 f' 2'.lA ' ' C 22:5 r n.r; C 24:0 C 24: 1 MM n vz Dichte Refr. Fp Sdte JR 175 ' 05 " 1 ' ' 845 glmo( /1 . . 91 195 .. 204 fest 1,459. 1.465 Jo ... 4J~c · ' ' ..... .,. ,,. . ., ." ' ... j · " -··--· · September 1996 Speberttte, Speiseöle, Streichfette und audtre Fetternugnisse, Margarinekäse 5.3.4 Gänsefett 1 ltt, 1 min. C 6:n 1 C B:O C \O-O 1 . c 12:0 . C 14:0 ... .Q ... 1 ,. ! l - 4 ; 1 15:0 ' C 15: 1 C L6:0 22 . C 16:\ 2 <: 16:" C 16:3 C 111'4 .. ' C 17:0 - ·· ...... C !7:l C " " . "• !~:\ 56 5 Cl8:k 94 '-~ ' 2 C 18:4 ....... C .. l ' C 20:0 L 211 : 1 C 20:2 ' r ,,, C 20:4 ' C 20:S ' r 21:r. C 2"-n (' "); 1 .. C Ll.:l C 22;} c.....J;.:,l:.4 ·-··· C 22:S C,,"':r. r 4:0 ~;J .. MM 866 g/mol JZ 60 ... 81 vz JS4. 198 Dichte fost Refr. 1.459. l.466 Fp 30 . 34 ~c September 1996 B 30 mn, 1 ··· ..... ' i i Seile 39 ß 30 .SpeiscfeUe, Smistöle, Strtkhfette und andtre Fetter:u,ug11isse, l\largarirtekäse 5.3.5 Fischöl C 6·0 '···-··· r-f-8:0 1 C 10:0 ~ ·v· C 14:0 r·. 14:1 ,.. ,~.r, C 15:1 r ''·" ' r "· ' C 16:2 1 r Jo(;;l 1 C 16:4 . C 11:n ,... r 17·1 1 ,. 1 C 18:1 -----··-;:.··, ~/) C 18:J W . ..1.~,~ C 19:0 C 20:0 C 20:1 r 2"·" C 20:J ~20:4 r 20:~ r 21:0 , ....... C .. 22:0 .. C "J:l:l C 22:2 .... C.:ll:.l .. ' ' C 22:4 C 22:5 r ,,,,,,: .... C 24:Q C 24:1 MM JZ vz Dichte Refr. Fp .......... Mittel ' ., .... ., , 7.5 05 M · 19 0 ' :15 OS 1 1 -~ 05 "~ 40 , J) 2 05 ~,,:; 05 ...... 0,5 ' + ' + 15 17 05 + 1 1 + + + ) 10 + 1177 g/mol 150 ... 200 ca. 200 ca. 0,907 ca, 1,455 ~ . ' 1 mjq. 1 •.. ···---··"'-" 1 6.5 ·- Jn.5., 7 ., ... '" 05 r ... ] 1 10 •~Mo 1 ' ' 0,1, .. ,,,. ,,r-· 1 0 1 0 Q.5 '" 0 1 05 0 0 0 1,~-~ 6 9 . -~ . " 5 ,., 1 1 5 3 . -----~ 1 5 ... J.9 " 1 ·-~--, 4 ... 08 ]5 0 4 .. 05 25 22l . 04 35 02 0' 0 s l 14 Spdsdette, Speiseöle, Strekhfette und and<.n r~tt,:.1n"gni~~<., M.,~gu.--lnool<ä,,;. B 30 5.3.6 Walöl max, 1--"cc· "'"""~---+-------+-------+------·---· C 11-n C 1 C 12:0 ·r ; ..... C 14.1 C 15:ü 18:1 C 18·1 C 18;1 C 19:0 C 20:0 h..Zn: l C 20:2 C 20:J C 20:4 .......l:.:IQ:., C 2l:0 1 C 22:0 C 22:l ~).1;2 C 22:3 C 22:4 r ?"),<; C 22:6 ...... C.24:0 C 24:1 MM JZ vz Dichte Refr. rp ...... ····-· Scp!embci / 996 g 05 · 23 . 2 05 1 s 0 .5 -----------· 12 + + 2 ... J,~ ' + 6 • + • ' 7 + 1138 g/mol nicht angegeben 112. 198 0,909 1,444 ... 1.471 i . . j 1 1 - . ' ' ··· 1 ' -7 Sore 41 B 30 5.4 5.4.l i"' C 18;:1 ' 1q,n C 20:0 r zn:1 ...... .C .. 2it;'!. C 20:3 ~.lQ;.4 iv.,~ 21:n ' C 22:0 C 22:1 (" 7.2:] ·-· ' .,.,., ······f·~~;.: ... r 22:6 r C .l4:I MM JZ vz ü1chte Refr. Fp Seite 42 Speisefette, Speiseöle, Strekhfette und ande!'e Fetteneugnisse, Margarinekäse Identitätscharakttristika - Fettsäurezusammensetzun2 Pflanzliche Fette Babassufett ··· 1 ' 1 687 g/mol 10 .. 18 245 ... 256 fest ···· 1.445 . !,-l-51 22. 26°C ' ' ... + ~ ' ---i .. ~ 1 September 1996 Spo.'i$efette, Speiseöle, Streichfette 11.n(I. andere Fdttirnugnisse, Margarinekli.se 5.4.2 Baumwollsaatöl . -·---Mittel min C r,:n 1 1 C 8:0 C 10:0 C 12:0 • • ·········· C 14:0 1 C l ~; l ··· ! 0,6 . , ~iJl .. + -··· C 15:I C 16:0 " 21 I' lh:) u' 04 .. C 16,2 ...... C..16:3 ' .. .. C 16,,t + C 18:P~---+--~4.,~;~--+--- '4,S c 18:1 18 17 J :l 53 :5 ,0 C 18:J 05 0 1 C 1 "4. C 19:0----t------j '20:0 05 C 20:1 C 20:4 · ..c. .. 20·~ . C 21:0 ,: 22:0 r 22:1 u2;2 C 22.3 C 22A C 22,5 C 22:6 C 24:0 24:1 MM JZ V7 Dichte Refr. ,, ·······••• ....... September 1996 ' .. 863 g/mol 99 , - 119 Jl)f) ?00 0,917 ... 0.921 1,458. 1,466 ' · B 30 mu. ------------------J ' u 1 Q,9 25 n, 2 J 20 0 7 ' Sri1e 41 B 30 5.4.3 C 6:0 C 8:0 l., IU:U C 16,2 Speisefette, Speiseöle, Streichfette und andere Fetten:eugnis~, Margarinekii.iw KokO!Jjett M 1 min. 0 S 1 03 7 1 (, . b ,, -· 46 45 18 < 17 5 mu. 1 .9. 1 48 20 "'-'"'"'"3~--+------ --~-----+-------.. -· +c~"•.4+· ---;---- ------------ ·- -·-----, ~+C~l+7~ o ,,, , , H~l17+1l~--t--~-----~~---i---~---I f-+C~l+81+0 +- +3 ~ ~2~5~---+l ~3,.5,, !,. C~l+B+.1 +'1+>+, .. --- .y,;; -u--••·-·--·---··-'~ C l8:2 2 1.5 3 C 20:0 C 20:1 C 20:2 i -~=---+-----+-------+------ ----j C 20:3 f-~~~-----t---------- --·-- ·-- - --- --------, C 20:4 C 20:5 ·····------------1---------, r 22:1 ~---+--------+----------------+' ., .... C.)2.3, -+1--------,-------'f--------l C 22:4 C 22.5 i r 24:1 MM JZ vz Dichte Refr. Fp Sme 44 683 g/mol 6 . 11 248 . 265 fest 1,448. 1,450 20. 28°C September 1996 Speisetette, Speiseöle, Strefohtette und andere Fetter:i:r.ugniMe, Mnrgariuekase 5.4.3.1 Erdnußöl (Afrika) b 6:A C 8:0 .... c.10:0. t C 12:0 C 14:0 ,,,,.,.~ 14:1 c, 15,0 C 15: 1 '' C 16:0 ' C 18:2 C 18:3 C 18:4 ' C J<l:n C 20:n C 20:1 C 20:2 C 20:3 .....• C 10·J. C 20:5 1-· C 21:0 (' ')>'J,A C 22:1 C 22.2 ...... S ?.2:3 ~i:4 C 22:5 C' 22:6 C 24:0 C 24:l MM JZ vz Dichte Refr. Fp September 1996 1 Mitt 1 ' 1 + + IQ ·-·. !9,.~ + •. , t5 15 + ! 25 + . 2 $89 g/mol 80 ... 106 187 . 196 0,912 . 0,915 1.460 . 1.465 mn 0 0 75 L' 0 1 " 1 ' 2 0 . .... 1 B 30 mu. . J)J .0,1 ' ~ II ,, ' ~ 1 ' 1 1 1 · ··· J 5 Ol ' .. " Seite 45 B 30 C 15:1 Speisefette, Speiseöle, Streichfette und andere Fetteneugniut, Margarinekäse c 16:o~--+--~u~ to L?~ 7 C lfd + 0 0 1 r 1;; 2 c· 1-~=---+------+-----1-----~ ~- C l(d -j-------f-------f--------j ~·--- S:.J6:~'---+------+------+---------l , C 17:0 C 17:1 r 18:0 C 1$:3 C 18:4 C\9:0~-----l C 20;0 D..Q;J r- C 20:2 + 3 5 " 39 + 1 5 ' ) ,5 + ! 3 4 J6 ., 41 37 42 0 0 < ' ' 1 2 1 ' u -------~ ' C 20:3 +-------+------+------~ ,... "",~ C 20:5 C 21:0 ' ...... C)2:3 C 22:4---i-------,-------t----------, 1-~-~--+----··-···-l--------------j C 22:5 1 r~t 1 MM JZ vz Dichte Refr. Fp Seite 46 887 g/mol 80 . . 106 187 . 196 0,91'2 , .. 0,915 1,460 1,465 Septeml>er 1996 Spei$efette, Speise-öle, Streichfette und andere Fetteneugnisse, /1,hrgarineklbe :'l.4.4 KUrbl:iAuriOI C 6:0 C 8:" 1- C lO·O C 12:0 ~4-(1 C 14:1 C 15.0 C !5:l 1 ..... C l(i:O .. C 16; l ~- .c 16:2 " .... C 16:J .. C 16.4 r 17:0 (' 17-1 ' C 18:0 ' C 18:J ' ' '":l C 18:3 uiq 1 1 ' • ' 1 C 19:0 r 20:0 C 20:1 ' 20:2 r 20:3 C 20:4 c 205 C 21:0 C 22:0 C 22:1 C 22:2 ,·· ,,,, ' C 22:4 r .,,,,~ )•~:.<: C 24:0 C 24, l MM JZ vz Dichte Refr. Fp September 1996 ,,, .... ! 10' ·-· . " 41 4 'K/,.',l ··-· 0 1 . "4 ' ' + . •. ' 875 g/mol 104. , . 127 182. 202 0.914. 0,924 1,466. J,475 1 " ... ?. 2 ,~ 40 0 . ... ... . B 30 m .. .. ., 12 5 .. ' · ! .. .. ==i 75 1 35 26 =i 1 .. ' ' Q,] . ·-·· i . .. .. ··· ' ' ! 7 Sm,: 47 B 30 5.4.5 1 C 6:0 LeinlJI Spei~efette, Speiseöle, Streichfette und andere Fetten:euRnisse, Margarinekäse min. 1 :-~c~s~,~o~--+------1-------1 c 10:0 l .... f.:?~----~~-·"" ...... :·-·-···---+----,---+----n-, Cc~J4I'"'---f--------·-··-+------+ (' 1 ~:il C 16A C 17:0 ...• -- , , + ...... C. 017 1f-- --l i i + ' C 18:0 ,, :!.51----1--~=--+--~6"0 ---J 1 35 ...... C lS:I~---i----11,5~----' ~--,······ 22 „ HU. . --- 14 1-- +- 1.z,~~---j rn .J.,:'i .C.J:3:3 , 55 56 ! 50 ...... C 18:4f-- 0 .............. -------+-------, [ J9~0.. ·····+·-··· -- ·-· · . ~c~20~-~o ,- I+ ~o~1---+-·-· Q, ,2 c' -----;C~ZcOc-11-- +-1 00,1~-------.,--0,,,1 ---l----'L "''--------1 , c20~,~2---c'·-------------+------c C 20:3 C 22:Q C ! C 22:2 C .·, C c--~ r 02,2.,51-- -----;'------·~-+------- C 22:6 1 MM JZ vz Dich1e Rr.fr. Fp 875 g/mol 168 . 204 188 ... 196 0,926 .. 0,933 1,472. J,475 September J 996 Speisefette, Speiseöle. StniichfeU11: und andere Fetterzeugnisse, M•rgarinekäse B 30 SA.6 Maiskeimöl (N-Arn. Typ) Mittel mili, max. 1 ~···· C 6:0·--+--··---+-------+··"'-----,' r: iH1 ,-----c: 10 ,o~--+ , c • .11:,.n ~---+-•------• -··--+ c 14:0 + , 0 1 0 -·r u i--+---·-~---' ... +---------·- -----+ c 1:'J O 1 1.~ 15:1 .. : ---t-------+' µ:.~ --+1~0~5 +--~10~----~-~~ ~J6:l ; + +---0~1 ~~ 12 5 03 C 16:2 C 16:3 ....... ---+-- ---+-- -----+ ~~ ··········- --+---- ·----+--- ----+ r 17:0 + o --'"=~---•--~---+---""---+---=-0 1 ' ' C l7:J .. ---+-. + -------------~--~o~--+--= C 18:(L 2 i 1.5 0 1 J C 18:1 27 1 4 - '9 ' •eC 18:2 ~'--~57+--.----~'•'-··--+--~ j; lll:3 1 07 6.!L 1 2 C JJi~'----------~-------! c 19.0 ... ----+--------t-------' --· c 20:0 05 02 1 08 C 20:5 C. .. 6L.0:'---+ .. ·--~c---+--cc----t---c C 22:0 05 02 l C 22: 1 ---+' --~+---..---~0~---+---~0~'~----+' C 22:2~---'+--------"'------+--------+ G,)J.;)'---+-------1-------+ -------, 1 C 22:4 1 C 22:5 1 C 24:0 1 LG . .+:t..+--1 --+---~+--~---o~--+--'-...... o,2 ~ MM IZ vz Dichte Refr. Fp September 1 ()96 875 g/mol 103 ... 12~ 187 ... 19:S 0,918 0,922 1.465 ... 1,468 Seite 49 B 30 Mohnöl Speisefette, Speiseöle, Strdehrettt und andere Fetten:eui,:nisse, Margarinekli.li-e Mittel min. C 6:0 C 8:0~--------~-----+---------j C 10.0 C 15:0 C 15:1 C !6·0 C 16:3 10 .,C jf,c4~--r C 17·0 C 17:1 c f-~C~l~8•~0 ~2---~--------+-----~ -----1 r-c-"~'~-----··--·J.L --- - ------ - -+~----· -·-· C I8L:~~· ---,--~7~2 1- ------J Cl8:3 05 f-~c~2~0•~0 1- -~---------~ .. ---------, ·······~-{Q;~l ~ +--------+-------i ..... C.20:Z C 20:J r 2'·" '"2:0 C 22:l C 22:4 C 22:5 C 22:6 C 24:I MM JZ " Dichte Refr. Fp Seite 30 873 g/mol ca. 148 ca. 193 ca. 0,926 ca. 1,477 September 1996 Speise-rette, Speiseöle, Streichfette und auden Fetteneugoi~se, Mi.ri.i;arinekiis~ B 30 5.4.8 Olivenöl 1 min. X L 10:0 1 ....... C.L1<~1--+-- ..,L , C 15:0 r 15:1 ' 16 2 1---"-'' ,ul 'rc+CLl ---+-·········l l,5 ·············~--"-9--~----1 C 16:1 1 O 5 C 16:2 (' lh-1 ' ---+--· ' + + ~.s " 85 ) Ul C20:0 o·,: 0:5 C20:1 + 01 + :.:· jc~,,t. ==t=:::::':=:::j=:.: ::=,=.=.=.=i,t:= -=~~ ..... ~ ' C 20:3 C 20:4 C 20:5 r .... C.h.J;Q, --+---·---+------! C 2"-f\ ! C 22:5 r 22:6 1' 4: C 24:1 MM JZ vz Dichte Refr. Fp Septem~r 1996 875 g/mol 75 , 94 lßZ, 19(; 0,9! l ... 0.915 !.467. 1,471 1 Seile 51 ' 1 B 30 5.4.9 Spelsefeuc, Spelsrök, Strekhfette und andere Fetter:teugniße, Margnrineklbe Palmfett l Mittel ~ mi,. ~ 6Q. ·t-----+-~ C~:o ~ C 10:0 max. 12 + 0 1 0 2 ~--------·-·o L~:=t-· --- 1~3~-.., C 14:0 (; 14'. l C 15:0 C 17:0 C 17: 1 S,:: lß~ C !8:1 C 18:2 C 18:3 C l8:4 ------r s ,; JJ:(I C 20:0 C 20-1 C 20:2 C.2.0:3 C 20:4 ...... C.20:5 C 21:0 ... C..f.2.:.!) ... C :tu C 22:2 r 2"'.1·1 C 22:4 C 22:5 C 22.:('i C 24:0 C 24:! MM JZ vz Dichte Refr. Fp + . ,+ .L + 1 . .. .. 5 385 1' ' .. f ' 05 + ' ' ··-·· + . ' 849 g/mol 5() 55 190 ... 209 fest . 1,453 . 1,461 33 , , . 39 "C 45 36 " 0 1 ' 03 ·----.-=--- + 1 1 + ' ' .. ' . ' .. ·• 0 1 4J 12 04 ' ... . -~ 05 04 02 '" . September 1996 Spt1$efeue, Speiseöle, Streichfette und andere Fetttneugnisse, M11rgarinekltse 5.4.10 Palmkernöl ' cno ' C 8 0 C 10:0 ,., 12:0 c 14:0 " C \4, ;I C 15:0 C' 15: 1 C 16:0 C:: . .J6:l ' C 16.2 C 16;3 C ,., 17:0 c, 17: 1 . C 18.11 C 18:l C JM r 1 R:'\ C 18:4 C 19:0 C 20:0 ...J:.J.Q;J C 20:2 C 20:] r 2n:4 C 20:5 C 21:0 C 22:0 ... !. ')1· t . C 22:2 C 21:3 C 22:4 ....... c . .22:5 C ii.0 C 24:0 C' 24:l MM n vz Dichte Refr. Fp September i 996 . . ' · 1 Mittel + J,5 J.,,'L. 46 1 <-; ' 9 ., ..• " . 16 5 .. 712 g/mol lJ. 11 230 .. 254 fe;it . .. L448 . 1,452 24.,,28°C min. 2 ' ] 41 5 15 5 . ! ' 8 ' ... ' ' ' ., .. .--. " 14 20 ' ' · ' ' ' B 30 max. 05 -···'"· + 4 49 17 5 '' 105 ' ,s 19 3,fl ' ' B 30 Spdi;1:(ette, Speiseöle, Slrekbfem: und andere FeUerieugni.s!ie, Margarinekäse 5.4.11 Rapsöl (niedr, Erucasäuregehalt) ,----- ·-· 1 Mittel 1 r 60 r, ":0 C !0:0 C 12:0 1 1 1 min, 1 1 ( J ~; Q ----------J'--~·~'~----,----,'~''-----'i----~'~'---' f--'c~. ul 6ul i--'--"0"5----1--'---'0"1 -+--~o=' ''. ...... ,,J C 16:2 1 f .. + + ,. 1 " 1 " C 17 1 o 1 ---1 C 18: l C 18:1 r ,3 C 18:4 · C 19:0 C 20:0 ' r 1 C 20:2 '--5;. "'0·1 r ~ .. 1r: I' "'' ·Q C 22:0 C 21:1 C 22:2 C ~i;J r 1 2:4 C 22:'i C JJ,L C 24:0 C 24:I MM JZ vz Dichte Refr. Fp Seile 54 1 58 20 0 ·- ..... , ... ····-"·· 1 ··········-·· 1 1 05 '., + 05 2,5 + 0' 888 g/mo! 10.S . , 126 188 . 193 0,909 .. 0,912 1,465 ... I.467 1 54 64 ' . 17 ~-i 1 7' II 02 1 1 1 ' 35 + 0 1 ······~ .. .. ' 02 oa .. ......... + 5 ' 1 + 05. ... 02 05 ···· September l 996 SpeisefHte, Speiseöle, Strtlehtetee und andert< Fettent<ugnisse, Margarlnek!lw 5.4.12 Sajl.Qröl (Distelöl) Mittel r .<::O L ~:U ,. 1 ":" ' ···;:·· 1;;;:;:; ...... c.14:n + C 14:l 1 C 15:0 i;:: 1 -C C 16·0 7 ;: lfd ... + C l'>,2 ' C 16:3 ······S·: W~ ·----· + C 17:l C !li:O C 18:1 ~JR-2 r 1 A,~ C 18:4 C 19:0 C 20:0 C 20:l ,. Y\·2 .. UA·A ~ JQ;~ ...... C.20:5 C 21:0 C r-~ ' ;;:;, "'"'·! C 22:2 ,--·-····· , C 22:3 C 22:4 ~.5 + ·rz:o C 24:" C 24: ! MM JZ vz Dichte Refr. Fp ·· September 1996 + z• ·-· 12 1...-.,.,. 77 + + + ! + ' • ····· ' + 875 g/mol l.l l J.'1\1 186 . , 189 0,921 . 0,922 1,467 1.470 .. + .. ......... 65 + + + ....... 2 II 745 + .. + + + + 1 0 1 B 30 max. 1 .! ' Q,J 75 0 1 . ' . ' Q, 1 0 1 ' ················-' 14 --· 72 03 "' ' "4 02 ' 03 04 Seite 55 ß 30 5.4.13 Speisefttte, Speiseöle, Streichfette und andere J<'etten:1111g11lsse, Margadm.ikitse Sesamöl ,X, ...... c. 6:,0 +---······ ···---- , ,.,. < 0 1 >------+----1 Jl~I 10:0 < 0 1 ~ ~:.L < o: l Cl4:0 <05 C 14 l ,. C 15,0 C 15:1 C 16:0 C 16:1 C 16.:2 ' lt,: i C 16·4 -· C 17:0 C 17:l ' ' k 2Q:J C 20:2 C 20:3 C ' C 20:5 C 21:0 C 22:0 C 22:1 C 22;2 ' c 22:3 C 22:4 ...... ~ . .22:5 . .C.JJ;A C 24:0 C 24:1 MM JZ vz ' ----· ·--~---·---~ 1 ' · ' i i " 875 g/mol 1()4 120 187 195 Dichte 0,913. 0.925 Refr. l,465 ... 1,470 Fp Seiu 56 ' --··--- J 7 12 :e j) 5 TO•• 1 < 0' · ' .. < 0 5 ' " i ' --· ' i ' September 1996 .'J.4.14 ' ' ' C 6·0 r X:O C 10.0 r' 12:n .(; l1:!l. 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C 1,0 C JQ·Q t" 12:0 C 14·0 C 14:1 C 15:0 C J!i;l C Jh•n r 16:l C 16:2 C 16:3 ' lb:4 C 17:0 r 17:1 C\13:0 r lll.·I C 18:2 C 18:3 r 1!<:4 C 19:0 r ,.o "": 1 C 20:2 C 20:3 C 20:4 C '" • C 21:0 C 22:0 C 22:l r ., C 22:3 C 22:4 .. C 22:5 „J:.Jb6 r .., ·" C 24:1 MM JZ vz Dichte Refr. Fp Seite 58 1 MJttel ····~-· + + .. .......... 6 + + + 4 ;? Q , j 68 + . + + 0' + ' 1 1 + 878 g/mol 110 . 134 188. , . 194 0,920 . . 0,922 1,466 ... 1,469 1 ' ' + 1 0 1,J 0 ' .... 0 0 35 19 65 0 0 0 1 ' 1 05 0 ' 0 max. 0 1 0 1 7 , Q2 ' 0 1 0 1 , 25 69 03 05 04 1 ..... 0 1 · 1 03 September 1996 Speisefette, Speiseöle, Streichfette und andere Fettrrzeugni1se, Margarintkäse .'.L4.lö Truub1ml,.er,1ij/ ·· C 6:0 ....... C.8:0 C 10,0 r 12:0 s; 14:0 C 14J.., C 15:0 C l'.l:J C 16:0 C 16:1 C 16:2 (' ]l'i:"\ C 16:4 C 17:0 C 17:1 C 18:0 r II<· J C 18:2 C l8:J C 18:4 C 19,0 C A C 20:1 C 20:2 C 20:3 r 'l":4 l.......b-ZJJ.:~ C 21:0 C 22:0 C 22:1 C 22:2 ,.. ""•1. C 22:4 C 22:5 C 22:6 C "'-1:0 C 24:1 MM JZ vz Dichte Refr. Fp So;1µtember 1996 Mit + + + 7 + + + 4 17 71 + + + + ·-· + 876 g/mol 130 . 140 1&8 . 0,901 1.465. 194 .. 0,930 1,470 min ··----·· 0 + + ·•··· 6 5 + + + 35 /1.'i 1 68 ' + ' + + + 0 B 30 ···-·--··· mu, 0 1 0 1 Q,.l 7< · 0' ,!, ·-0 1 0 1 45 , l2JL. ~ 73 05 OJ 03 02 02 Seite 59 B 30 :,.4.11 1 Spei~efette, Spei.~eifü•, Strekhfätte und :.111dere Fs1ttentugolsst, Margurintklhe We1:;;.enke1mol 1 1 1 ,. i"L 1 C 12.0 ·--+------~ 1 C 14:0 --------, rl ~c~1~4~1 """-----------~ C 15:0 JO ··-· CJ8:2 4S ! ·······~-i~~--+---- -~----~- -~~l-~ ---·-- --- -·· --- ---+----------0 C 21);0 ---l cO-O + ·-·-C 20: ! I .... C . .20:2, -+ C 20:3 ------------+ ··- (.'.Jj):4 ·----~-----------c 20:5 C 21:0 C 22:0 C 22:.1 -+------+ . (' YV) +-------+--·· ........ -· C 22:3 22:4 ! C 22:5 ,------+ r:fzz:6~---+ C N.O C 24:l MM JZ vz Dichte Refr. Fp Seite 60 • 872 g/mol ca. 128 ca. 1~.1 ca. 0,925 ca. 1,473 September 1996 Spi!i~efette. Speiseöle, Streichfetle und andue Fettl'neugnls$e, M11rg11.dnekäse B 30 5.4.18 Kakaobutter Mltt 1 max. .. c; .,,~o~----------~------' c 8: L 10:U C 12: + 0 ........ 0,..cl -1 C 14:0, --+- -~+, -,.. 2.0 O'hli -1 ....... C.)4:1 C 15:0 C 15:1 1--- 1 .. l~•- .....j ~5 ... ;5 2417 --J LD&,'-----,-------+---~o o s ' C 16:2 f' 1 h-1 s;; 16:4 C 17·0 C 17:1 C 18:0 r PU ~-·~~ :2 C 18:4 C 19:0 C 20:0 C 2Q: 1 ,..w;;: C 20:3 C 20:4 C 20:5 .... r 2J:f1 ~~'1-f\ i ! C 22:1 C 'J:l,2 C 22:3 r 22:4 C 22:5 C 22:6 ' ..!4:U C 24:1 MM IZ n Dichte Refr. ,, September 1996 ~ 1 ~;L " - 3 + 1 1 1 ' ' ' + ' 867 g/mol 3'.: ... 40 l59 .. 200 .. fest !,453 . JO 1,458 32 "C ' ' 33 J fj L~ ............ } ...... ! 1.1.,,'.f ... ' . ....... 2 J 5 0 ............... 0 ... 1 . - ll,;) 1 -1 i ! 1 1 · ' 0 •.. Q.) ,. ... .. Sme 61 ß 30 5.4.19 Reisöl ;,pe1,e1eue. :,pe1soo1e, ~ltt!1cn1em; unn andere Fetteneugnisse, Margarinekäse ···········-r·········· mt,. C 6:0 C 8:0 C 10:0 max. ~ C 18:1 1 425 1 Cl8:2 1 1.55 ! 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Fp Srite 66 149 ... 167 190 194 0,91.1 .. 0,915 1,470 . . 1,473 1 1 September l 996 S~isefette, Spei~öle, Stn:khfette und andere Fettence~gnisse, Margarinek.lise 5.4.24 S.:nfsaatöl 1 (; §:Q ...... C.8:0 ... r '"·" C 12:0 ,. 14:0 C !4; 1 C 15:0 C 15: l ·--··. r ·····-······ C 16:1 C 16:2 ,. 1~ 1 - L lti'.4 · ...... C.17:0 C 17:1 C 18:0 f 10- 1 C 18:2 C 18:J C 18:4 C 19:0 r ?JH) C 20:l 1 C.20:2 1 ' 1 C 20:3 C 20:4 '" C 21:0 C 22:0 C 22:1 C 22:2 ,. 22:1 C 22:4 C 22:5 C 22:6 C 24:0 C 24:1 MM IZ vz Dichte Refr. Fp Seprember ! 996 ... ............ 2,5 Q,h 1 3 15 5 1 17 12 ' ' 9 n,9 ' '4 36 0.4 15 92 . 125 170 !84 0,9 lO ... 0,921 !,461 ... 1.469 min. .. ' QS .. fJ ... L 05 ' 10 6 •-m·,·•--• . M .. ' 0 ···-·~ 1 ' ' 02 22 ", .. OS B 30 1 1 ' -· .. 1 ' .. 45 "' -~ .. .. ' 02 ' 2 .4J 24 18 ~ · 1 ' 13 1 ' ··-··· " 50 1 ' "' ' 25 S~itr 67

Codex Alimentarius on edible fat and edible oils · Nelum