Ordinance on fisheries
صدر في 1978-06-14 · النص بتاريخ 2026-10-01
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عن هذا القانون
- العنوان الأصلي
- Verordnung über die Fischerei.
- اللغة
- German
- النوع
- لائحة
- المنظمة
- European Union
- الدولة
- سويسرا · Uri
- الموضوعات
- Fisheries and aquaculture
- الكلمات المفتاحية
- inland fisheries, freshwater fishes, crustaceans, protected fishing area, offences/penalties, fishing authorization, fishing charge, protection of species, fishery management and conservation, aquatic animals, authorization/permit, biodiversity
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40.3211 VERORDNUNG über die Fischerei1 (vom 14. Juni 19782; Stand am 1. Januar 2015) Der Landrat des Kantons Uri, gestützt auf Artikel 22 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fi scherei (BG)3 und Artikel 90 Absatz 2 der Kantonsverfassung4, beschliesst:5 1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen Artikel 1 Rechtsgrundlagen Die Erhaltung, Verbesserung oder Wiederherstellung der natürlichen Arten vielfalt, des Bestandes und der Lebensräume einheimischer Fische, Krebse und Fischnährtiere, der Schutz bedrohter Arten und Rassen von Fischen, Krebsen und Fischnährtieren sowie die Gewährleistung einer nachhaltigen Nutzung der Fisch- und Krebsbestände in den öffentlichen und privaten Gewässern des Kantons erfolgt nach Massgabe:6 a) der fischereirechtlichen Vorschriften des Bundes (Bundesgesetz über die Fischerei7, Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei8 und Richtlinien zu den Artikeln des Bundesgesetzes über die Fischerei); b) der interkantonalen Vereinbarung über die Fischerei im Vierwaldstätter see9 mit den von der interkantonalen Fischereikommission dazu be 1 Fassung gemäss LRB vom 14. November 1984, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1985 (AB vom 23. November 1984). Danach wurden die mit römischen Ziffern bezeichneten Zwischentitel als «Abschnitt» und die mit grossen Buchstaben bezeichneten Zwischentitel als «Unterabschnitt» bezeichnet und mit arabischen Ziffern nummeriert. 2 AB vom 13. Juli 1978 3 SR 923.0 4 RB 1.1101 5 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 6 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 7 SR 923.0 8 SR 923.01 9 RB 40.3231 1 40.3211 schlossenen Abänderungen und Ergänzungen10 sowie der interkantona len Vereinbarungen an Grenzgewässern11; c) der vorliegenden Verordnung; d) der vom Regierungsrat beziehungsweise von der zuständigen Direkti on12 gemäss dieser Verordnung erlassenen Vorschriften.13 Artikel 2 Fischereiberechtigung 1 Dem Kanton steht allein das Recht zu, den Fang von Fischen, Krebsen und Fischnährtieren in den folgenden Gewässern zu bewilligen: a) öffentliche Gewässer; b) private Gewässer, in die auf natürliche Weise Fische aus öffentlichen Gewässern gelangen können; c) Stauseen, die auf Grund einer öffentlichen Konzession erstellt wurden. Nachgewiesene Sonderrechte gelten als vorbehalten. 2 Der Kanton erteilt die entsprechende Bewilligung durch die Erteilung von Patenten gemäss drittem Abschnitt dieser Verordnung.14 3 Das zuständige Amt15 kann ausnahmsweise Sonderbewilligungen ertei len.16 Artikel 317 Freiangelrecht Nicht patentpflichtig ist das Fischen mit einer einfachen Angelrute vom öf fentlichen Ufer des Urner- und Seelisbergersees aus. Dabei darf nur ein natürlicher Köder, unter Ausschluss lebender oder toter Fische, verwendet werden. Die Verwendung von künstlichen Lockfischen sowie von Löffeln, Spinnern, Fangnetzen, Köderflaschen, Fallnetzen und Angeln mit Widerha ken ist verboten.18 10 RB 40.3233 11 RB 40.3235 12 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 13 Fassung gemäss LRB vom 14. November 1984, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1985 (AB vom 23. November 1984). 14 Fassung gemäss LRB vom 14. November 1984, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1985 (AB vom 23. November 1984). 15 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 16 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 17 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 18 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009); vom Bund genehmigt am 1. Februar 2010. 2 40.3211 Artikel 419 Grenzgewässer Über die Fischerei in Grenzgewässern (Fätschbach Urnerboden, Stieren bach Surenen, Ruosalp Muotathal, Riemenstalderbach Sisikon und Urner see) kann der Regierungsrat von dieser Verordnung abweichende Verein barungen mit den Nachbarkantonen abschliessen (Artikel 24 BG). Vorbehal ten bleibt Artikel 93 Buchstabe a der Kantonsverfassung. 2. Abschnitt: Organisation der Fischereibehörden 1. Unterabschnitt: R e g i e r u n g s r a t Artikel 520 Zuständigkeit 1 Der Regierungsrat erlässt Ausführungsbestimmungen und allgemeine An ordnung. Er übt die Oberaufsicht über das Fischereiwesen aus (Art. 22 BG). Insbesondere ist er zuständig für:21 a) die Wahl der kantonalen Fischereikommission;22 b) …23 c) …24 d) den Erlass eines Reglementes über den Fischereifonds; e) den Abschluss interkantonaler Vereinbarungen über die Fischerei in den Grenzgewässern (Artikel 24 BG); f) den Erlass von zusätzlichen Bestimmungen über die Fischerei im Urner see; g) den Erlass von Bestimmungen über die für den Fisch- und Krebsfang erlaubten Fang- und Hilfsgeräte und ihre Verwendung sowie den Fang von Köderfischen und Fischnährtieren (Artikel 3 BG); h) die Bestimmung der Fangzeiten, der Schontage und der Schonzeiten sowie der Fangmindestmasse (Artikel 4 BG); i) die Errichtung, Erweiterung, Einschränkung, Verlegung oder Aufhebung von Schongebieten (Artikel 4 BG); 19 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 20 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 21 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 22 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 23 Aufgehoben durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 24 Aufgehoben durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 3 40.3211 k) die Festlegung der Tagesfangbeschränkung; l) die Anordnung von Fangverboten zum Schutz von gefährdeten Arten und Rassen (Artikel 5 BG); m) den Erlass zusätzlicher Schutzvorschriften; n) die Festlegung der erforderlichen Massnahmen zum Schutz der Lebens räume von gefährdeten Arten und Rassen sowie die Erhaltung, Verbes serung und Wiederherstellung von Lebensräumen (Artikel 5 und 7 BG); o) die Festlegung der Massnahmen bei bestehenden Anlagen zu Gunsten des Lebensraumes der Wassertiere, der freien Fischwanderung, der na türlichen Fortpflanzung sowie des Schutzes von Fischen und Krebsen (Artikel 10 BG). 2 Die regierungsrätlichen Anordnungen gemäss Buchstabe e bis m des Ab satzes 1 werden im Amtsblatt publiziert. 2. Unterabschnitt: Z u s t ä n d i g e D i r e k t i o n Artikel 625 Zuständigkeit Der zuständigen Direktion26 obliegt: a) die unmittelbare Aufsicht über das Fischereiwesen; b) der administrative Entzug der Fischereiberechtigung. 3. Unterabschnitt: Z u s t ä n d i g e A m t s s t e l l e 27 Artikel 728 Zuständigkeit 1 Soweit weder das Bundesrecht noch das kantonale Recht ein anderes Organ als zuständig erklärt, vollzieht die zuständige Amtsstelle29 die Vor schriften über die Fischerei. 2 Es obliegt ihr insbesondere: a) der Vollzug der kantonalen Fischereivorschriften sowie weiterer Verfü gungen des Regierungsrates und der zuständigen Direktion30; b) die Instruktion, die Beaufsichtigung und Weiterbildung der Fischereiauf sichtsorgane; 25 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 26 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 27 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 28 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 29 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 30 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 4 40.3211 c) die Aufsicht über die kantonalen und privaten Fischzuchtanlagen; d) die Überwachung von Bauten an und in Gewässern, von Staubecken und Entsanderspülungen sowie -absenkungen;31 e) der Einkauf und Einsatz der Besatzfische (Artikel 3 BG); f) der Erlass von Bestimmungen über die Fangstatistik; g) die Auswertung der Fang- und Besatzstatistiken der öffentlichen Gewäs ser; h) die Erhebung über die Fisch- und Krebsbestände sowie den Fischbesatz (Artikel 11 BG); i) die Berechnung von Schäden am Fisch- und Krebsbestand oder an den Fischnährtieren; k) die Unterstützung der Forschung auf den Gebieten der Hydrobiologie und der Fischereiwissenschaften; l) das Abfischen der Gewässer sowie die Erteilung von Bewilligungen für den Laichfischfang und die Elektrofischerei; m) der Erlass von Bestimmungen über das Zurückversetzen von Fischen und Krebsen (Artikel 4 BG); n) der Erlass von Bestimmungen über den Fang von Fischnährtieren (Arti kel 3 BG); o) die Abgrenzung zwischen See- und Bachfischerei; p) die Erteilung der Bewilligung von Sonderfängen, der Erlass von Vor schriften über die Anlandung von Fischen und Krebsen sowie die Reduk tion oder Aufhebung von Schonzeiten oder Fangmindestmassen für eine bestimmte Zeit in biologisch begründeten Fällen; q) die Weiterleitung von Bewilligungsgesuchen und Gesuchen um Bundes beiträge an das Bundesamt; r) die Erteilung von fischereirechtlichen Bewilligungen für technische Ein griffe in Gewässer.32 3 …33 31 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 32 Eingefügt durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 33 Aufgehoben durch LRB vom 19. November 2014, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2015 (AB vom 28. November 2014). 5 40.3211 4. Unterabschnitt: F i s c h e r e i k o m m i s s i o n 34 Artikel 835 Zuständigkeit 1 Die Fischereikommission besteht aus der Vorsteherin oder dem Vorsteher der zuständigen Direktion36, der Vorsteherin oder dem Vorsteher des zu ständigen Amtes37 und der Fischereiinspektorin oder dem Fischereiinspek tor sowie weiteren Mitgliedern.38 2 Der Regierungsrat bestimmt die Anzahl Mitglieder der Fischereikommissi on. Er wählt die weiteren Mitglieder und bezeichnet das Präsidium der Kommission. In der Kommission sollen die Berufs- und die Angelfischerei vertreten sein.39 3 Die Fischereikommission besteht aus der Vorsteherin oder dem Vorsteher der zuständigen Direktion40, der Fischereiverwalterin oder dem Fischerei verwalter und der Fischereiinspektorin oder dem Fischereiinspektor sowie weiteren Mitgliedern.41 5. Unterabschnitt: F i s c h e r e i a u f s i c h t 42 Artikel 9 Fischereiaufsicht Zur Ausübung der Fischereiaufsicht sind verpflichtet: a) die Funktionärinnen oder Funktionäre des zuständigen Amtes43;44 b) die Fischereiaufseherinnen oder Fischereiaufseher;45 34 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 35 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 36 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 37 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 38 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 39 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 40 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 41 Fassung gemäss LRB vom 19. November 2014, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2015 (AB vom 28. November 2014). 42 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 43 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 44 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 45 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 6 40.3211 c) die Polizeibeamtinnen oder Polizeibeamten;46 d) die Wildhüterinnen oder Wildhüter;47 e) alle mit polizeilicher Zuständigkeit versehenen Behörden von Gemeinden und Korporationen. Artikel 1048 Kontrolle 1 Jede Patentfischerin und jeder Patentfischer hat bei der Ausübung der Fischerei das Patent samt Sachkunde-Nachweis-Ausweis bei sich zu tragen und auf Verlangen der Grundeigentümerin oder des Grundeigentümers oder der Pächterin oder des Pächters vorzuweisen49. Den Fischereiaufsichtsor ganen hat die Patentfischerin oder der Patentfischer auf Verlangen zusätz lich die gefangenen Fische vorzuweisen. 2 Die Organe der Fischereiaufsicht sind berechtigt, Behälter, Taschen, Ge räte, Motorfahrzeuge usw. der Fischerinnen oder der Fischer zu kontrollie ren sowie widerrechtlich verwendete Fischereigerätschaften zu beschlag nahmen. 3. Abschnitt: Das Fischerpatent 1. Unterabschnitt: A l l g e m e i n e s Artikel 11 Inhalt und Umfang der Berechtigung Das Fischerpatent berechtigt die Person, auf welche es lautet, zur Aus übung der Fischerei in den auf dem Patent erwähnten öffentlichen Gewäs sern (Fliessgewässern, Berg- und Stauseen, Urner- und Seelisbergersee) sowie privaten Gewässern, in die auf natürliche Weise Fische aus öffentli chen Gewässern gelangen können. Artikel 1250 Kategorien 1 Es werden folgende Kategorien von Fischerpatenten erteilt: a) Angelfischerpatent; b) Berufsfischerpatent für den Urnersee; 46 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 47 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 48 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 49 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009); vom Bund genehmigt am 1. Februar 2010. 50 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 7 40.3211 c) Zusatzpatente für Fischereigehilfinnen oder Fischereigehilfen der Berufs fischerinnen und Berufsfischer. 2 Die Patente werden auf eine bestimmte Person ausgestellt und sind nicht übertragbar. 3 Im Rahmen dieser Kategorien legt der Regierungsrat die Patentarten mit deren Gültigkeitsdauer und dem jeweiligem Berechtigungsumfang fest. Die Laufzeit eines Patents beträgt höchstens ein Jahr und endet mit dem jewei ligen Kalenderjahr. Artikel 13 Ausgabe 1 Die Patente werden von der Standeskanzlei ausgestellt. Fischerinnen oder Fischer mit Wohnsitz im Kanton Uri haben eine Wohnsitzbestätigung (Identi tätskarte, Führerausweis usw.) vorzuweisen.51 2 Die zuständige Direktion52 kann weitere Patentausgabestellen bestim men.53 3 Die Fischerin oder der Fischer muss vor Aufnahme der Fischerei im Besit ze der Patenturkunde sein.54 Artikel 14 Patenturkunde Die Patenturkunde hat den Umfang der Fischereiberechtigung anzugeben. Artikel 1555 Persönliche Voraussetzungen 1 Das Patent kann nur auf den Namen einer natürlichen Person lauten. Die se muss: a) beim Jugendpatent 1 das 9., beim Jugendpatent 2 das 14., beim Patent für Erwachsene das 18. und bei der Berufsfischerin oder beim Berufsfi scher das 18. Altersjahr zurückgelegt haben oder im gleichen Jahr zu rücklegen; b) einen unbescholtenen Leumund geniessen; c) ausreichende Kenntnisse über Fische und Krebse sowie die tierschutz gerechte Ausübung der Fischerei nachweisen (Sachkunde-Nachweis), sofern sie sich für eine Fischereiberechtigung mit einer ununterbroche nen Gültigkeitsdauer von drei Tagen oder mehr bewirbt. 51 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 52 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 53 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 54 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 55 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 8 40.3211 2 Der Regierungsrat regelt das Nähere in einem Reglement. Artikel 16 Verweigerung und Entzug des Patentes 1 Verweigerung und Entzug des Patentes ist Sache der zuständigen Direkti on56 und ist anzuordnen: a) wenn die Voraussetzungen der Patenterteilung dahinfallen; b) bei fischereistrafrechtlichem Rückfall innerhalb von 5 Jahren; c) bei gravierenden Übertretungen der Fischereivorschriften;57 d) wenn Pflichten, die durch diese Verordnung auferlegt sind, trotz Mah nung nicht erfüllt werden;58 e) wenn in einem anderen Kanton begangene Straftaten dort zum Entzug der Fischereiberechtigung geführt haben;59 f) in den weiteren durch diese Verordnung vorgesehenen Fällen.60 2 ...61 Artikel 1762 Fangstatistik 1 Sämtliche Patentinhaberinnen oder Patentinhaber sind zur Führung einer Fangstatistik verpflichtet. Die erforderlichen Formulare werden mit den Fi schereipatenten abgegeben. 2 Die zuständige Amtsstelle63 kann Weisungen zur Führung der Fangstatis tik erlassen. 56 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 57 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 58 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 59 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 60 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 61 Aufgehoben durch LRB vom 14. November 1984, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1985 (AB vom 23. November 1984). 62 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 63 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 9 40.3211 2. Unterabschnitt: F a n g g e r ä t e u n d F a n g m e t h o d e n 64 Artikel 17a65 Artikel 17b66 Artikel 17c67 Zurückversetzen geschonter Tiere ins Wasser Fische und Krebse, die während ihrer Schonzeit gefangen werden oder die das festgesetzte Fangmindestmass nicht erreichen, sind sofort und mit aller Sorgfalt ins Gewässer zurückzuversetzen. Artikel 17d68 Sicherstellung der freien Fischwanderung 1 Wo der Schutz der Fischbestände es erfordert, insbesondere im Gebiet der Einmündung von Flüssen in Seen und deren Abflüssen, ist die Fischerei derart auszuüben, dass der freie Durchzug der Fische gewährleistet ist. 2 Die zuständige Amtsstelle69 kann dazu Bestimmungen erlassen. 3. Unterabschnitt: D a s A n g e l f i s c h e r p a t e n t 70 Artikel 1871 Die Angelfischerpatente für Erwachsene erlauben das Fischen in allen für die Fischerei freigegebenen Gewässern. Der Regierungsrat kann Ein schränkungen vorsehen. 64 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 65 Aufgehoben durch LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 66 Aufgehoben durch LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 67 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 68 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 69 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 70 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 71 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 10 40.3211 Artikel 1972 1 Das Jugendpatent 1 (9 bis 13 Jahre) und das Jugendpatent 2 (14 bis 17 Jahre) erlauben das Fischen in allen für die Fischerei freigegebenen Ge wässern. Der Regierungsrat kann Einschränkungen vorsehen. 2 Mit Ausnahme des Urner- und Seelisbergsees sowie des Göschene ralpsees darf die Inhaberin oder der Inhaber des Jugendpatents 1 nur unter Aufsicht einer Inhaberin oder eines Inhabers des Erwachsenenpatents fi schen. 3 Die Inhaberin oder der Inhaber des Jugendpatents 1 darf im Urnersee oder im Seelisbergersee vom Boot aus nur unter Aufsicht einer Inhaberin oder eines Inhabers des Erwachsenenpatents fischen. Artikel 20 - 2373 4. Unterabschnitt: D a s B e r u f s f i s c h e r p a t e n t 74 Artikel 2475 Umfang der Berechtigung Das Berufsfischerpatent erlaubt das Fischen im Urnersee. In den Bestim mungen der interkantonalen Vereinbarung über die Fischerei im Vier waldstättersee76 wird das Nähere geregelt. Artikel 2577 Beschränkung der Jahrespatente 1 Die zuständige Direktion78 kann im Interesse des Fischbestandes und der Nachhaltigkeit des Ertrages der Seefischerei die Zahl der jährlichen Berufs fischerpatente und den Umfang der Berechtigung beschränken. 72 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 73 Aufgehoben durch LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 74 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 75 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 76 RB 40.3231 77 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 78 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 11 40.3211 2 Die zuständige Amtsstelle79 kann der Inhaberin oder dem Inhaber aus fischereiwirtschaftlichen bzw. fischereibiologischen und ähnlichen Gründen die Erstellung von Berichten, die Führung besonderer Statistiken usw. aufer legen.80 Artikel 2681 Artikel 2782 4. Abschnitt: Patentgebühren Artikel 28 Allgemeine Bestimmungen 1 Die Patentgebühren sind vor Aushändigung der Patenturkunden zu bezah len. 2 Das Verbot von Fanggeräten oder andere Beschränkungen geben keinen Anspruch auf Herabsetzung der Gebühr. 3 …83 Artikel 28a84 Gebührenrahmen 1 Für die Berufsfischerei werden Patentgebühren in nachstehendem Rah men erhoben: a) Berufsfischerpatent Fr. 500.– bis 1 000.– b) Zusatzpatent je Gehilfin oder Gehilfen Fr. 100.– bis 200.– c) Schonzeitpatent Fr. 100.– bis 200.– 2 Der Gebührenrahmen für Patente von erwachsenen Angelfischerinnen und -fischern beträgt: a) Jahrespatent Fr. 200.– bis 300.– b) Wochenpatent Fr. 50.– bis 100.– c) Tagespatent Fr. 10.– bis 20.– 79 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 80 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 81 Aufgehoben durch LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 82 Aufgehoben durch LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 83 Aufgehoben durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 84 Eingefügt durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 12 40.3211 3 Die Patentgebühr für Jugendliche darf höchstens 50 Prozent derjenigen für Erwachsene betragen. Artikel 28b85 Zuschlag bei Wohnsitz ausserhalb des Kantons 1 Berufsfischerinnen und Berufsfischer mit Wohnsitz ausserhalb des Kan tons haben mindestens die dreifache, höchstens aber die sechsfache Pa tentgebühr zu bezahlen. 2 Erwachsene Angelfischerinnen und Angelfischer mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons haben mindestens die doppelte, höchstens aber die dreifache Patentgebühr zu bezahlen. 3 Jugendliche Angelfischerinnen und Angelfischer mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons haben höchstens die doppelte Patentgebühr zu bezahlen. Artikel 28c86 Gebührenfestlegung 1 Der Regierungsrat legt die Gebühren für die Patente in einem Reglement fest. 2 Er kann in begründeten Fällen Ausnahmen von der Gebührenpflicht vor sehen oder die Zuschläge herabsetzen. Artikel 28d87 Zuschläge zur Patentgebühr 1 Nebst der Patenttaxe wird eine Kanzleigebühr sowie ein Beitrag an den Fischeinsatz erhoben. Der Regierungsrat legt die Ansätze fest. 2 Bei der Ausstellung des Angelfischerpatentes wird ein Depot für die Fisch fangstatistik verlangt. Der Regierungsrat erlässt weitere Bestimmungen da zu. 3 Bei Ersatz des Angelfischerpatentes infolge eines Verlustes werden erneut eine Kanzleigebühr sowie das Depot für die Fischfangstatistik verlangt. Artikel 29 - 3388 Artikel 34 Schonzeiten und Mindestfangmasse, Schongebiete 1 Die Schonzeiten sowie die Mindestfangmasse richten sich grundsätzlich nach den Bestimmungen des Bundesrechts89. Für den Vierwaldstättersee 85 Eingefügt durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 86 Eingefügt durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 87 Eingefügt durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 88 Aufgehoben durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 89 SR 923.01 13 40.3211 bleiben die Bestimmungen der interkantonalen Vereinbarung für die Fische rei im Vierwaldstättersee vorbehalten.90 2 Der Regierungsrat kann im Interesse des Fischbestandes Schongebiete von Fall zu Fall auf eine bestimmte Zeitdauer festlegen. Artikel 3591 Nachtzeit Von 23.00 bis 4.00 Uhr ist jedes Fischen verboten. Für den Urnersee gelten die Bestimmungen der interkantonalen Vereinbarung über die Fischerei im Vierwaldstättersee92. Artikel 36 Laichfischfang 1 Die Ausübung des Laichfischfanges während der Schonzeit darf nur mit einer besonderen Bewilligung der zuständigen Amtsstelle93 erfolgen.94 2 Die Bewilligung ist mit den notwendigen Bedingungen und Auflagen zu versehen, die eine fachgemässe Durchführung und Kontrolle des Laich fischfanges gewährleistet. 3 Die zuständige Amtsstelle95 regelt das Nähere, insbesondere die Gebühr. 4 Der Kanton kann, wenn tunlich, den Laichfischfang auf eigene Kosten durchführen. Artikel 3796 Uferbegehungsrecht 1 Das Recht, zur Ausübung der Fischerei fremdes Eigentum zu betreten, richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches97. 2 Wer an Ufern von Fischereigewässern Vorkehren trifft, die das Uferbege hungsrecht beeinträchtigen, bedarf einer Bewilligung der zuständigen Direk tion98, soweit nicht das Baubewilligungsverfahren durchzuführen ist. 90 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 91 Fassung gemäss LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009); vom Bund genehmigt am 1. Februar 2010. 92 RB 40.3231 93 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 94 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 95 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 96 Fassung gemäss VA vom 4. Juni 1989, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1990 (AB vom 3. März 1989). 97 RB 9.2111 98 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 14 40.3211 Artikel 3899 Wasserbauten 1 Beim Bau und Betrieb von Wasserbauten jeder Art (Verbauungen, Korrek tionen, Meliorationen, Kraftwerke, Materialausbeutung an Gewässern usw.) ist auf den Lebensraum der Fische, Krebse und Fischnährtiere Rücksicht zu nehmen. Die Projekte sind schon im Stadium der Vorbereitung der zustän digen Amtsstelle100 zur Vorprüfung zu unterbreiten. 2 Bei Absenkungen, Spülungen und Entleerungen von Stauräumen und Entsandern, Arbeiten in Gewässern, Bachbettreinigungen und ähnlichen Massnahmen ist den Bedürfnissen der Fischerei Rechnung zu tragen. Sol che Arbeiten sind im Einvernehmen mit der zuständigen Amtsstelle101 durchzuführen und ihr zu diesem Zwecke rechtzeitig anzumelden. Artikel 39 Schutz der Naturufer 1 Das Abschneiden oder Vernichten von Schilfbeständen, Binsen und ande ren Wasserpflanzen an, bei beziehungsweise in den Seen und Fliessge wässern ist verboten. 2 Jede künstliche Veränderung an natürlichen oder naturnahen Ufern ist schon im Projektierungsstadium der zuständigen Amtsstelle102 zum Mitbe richt zu melden. Artikel 39a103 Schutz der Lebensräume 1 Der Regierungsrat ordnet die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der Lebensräume von gefährdeten Arten und Rassen an (Artikel 5 BG). 2 Bachläufe, Uferpartien, Ufergehölze und Wasservegetationen, die dem Laichen und dem Aufwachsen der Fische dienen, sind zu erhalten (Artikel 7 BG). 6. Abschnitt: Förderung der Fischerei Artikel 40104 Öffentliche und private Massnahmen 1 Eine nachhaltige Nutzung der Fisch- und Krebsbestände ist durch Be satzmassnahmen und andere geeignete Vorkehrungen zu gewährleisten. 99 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 100 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 101 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 102 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 103 Eingefügt durch LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 104 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 15 40.3211 2 Die Hege und Pflege des Fischbestandes sowie die Förderung der Fisch zucht ist Sache des Kantons. Dieser unterstützt die Fischzucht durch Errich tung und Betrieb eigener Zuchtanlagen. 3 Wenn durch öffentliche Massnahmen ein Fischgewässer beeinträchtigt wird, ist ein Ausgleichsbeitrag in sinngemässer Anwendung von Artikel 15 BG vom betreffenden Gemeinwesen in den kantonalen Fischereifonds ein zuzahlen. 4 Private Zuchtanstalten stehen unter der Kontrolle der kantonalen Fische reiaufsicht. 5 Zuchtanstalten von Privaten sowie gemeinnützige Bestrebungen zur He bung des Fischbestandes in öffentlichen Gewässern können vom Staate nach Möglichkeit unterstützt werden. Artikel 41 Fischbesatz 1 Der Fischbesatz in Gewässer, für welche nach Artikel 2 Absatz 1 der Ver ordnung über die Fischerei105 dem Kanton die Fischereiberechtigung zu steht, obliegt der zuständigen Amtsstelle106. Sie ist befugt, geeignetes Hilfs personal beizuziehen.107 2 Jegliches Besatzmaterial darf nur mit Bewilligung der zuständigen Amts stelle108 in öffentliche und private Gewässer sowie Stauseen gemäss Artikel 2 eingesetzt werden.109 3 Die zuständige Amtsstelle110 kann Weisungen über die fischereiliche Be wirtschaftung von derartigen öffentlichen und privaten Gewässern sowie Stauseen erlassen.111 4 Sie leitet Bewilligungsgesuche für das Einsetzen von landes- und standort fremden Fischen und Krebsen an das Bundesamt weiter. Artikel 41a112 Verbesserung und Wiederherstellung von Lebensräumen 1 Bei Verbauungen und Korrektionen von Fliessgewässern und stehenden Gewässern ist der natürliche Verlauf des Gewässers möglichst wiederher zustellen. Gewässer und Ufer sind so zu gestalten, dass sie einer vielfälti 105 RB 40.3211 106 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 107 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 108 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 109 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 110 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 111 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 112 Eingefügt durch LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 16 40.3211 gen Tier- und Pflanzenwelt als Lebens-, Fortpflanzungs- und Aufwuchsraum dienen können. 2 Der Regierungsrat ergreift nach Möglichkeit Massnahmen zur Verbesse rung der Lebensbedingungen der Wassertiere sowie zur lokalen Wiederher stellung zerstörter Lebensräume. Über untergeordnete Massnahmen kann die zuständige Amtsstelle113 im Rahmen der bewilligten Kredite bestimmen (Artikel 7 BG). 3 Der Regierungsrat sorgt dafür, dass bei bestehenden Anlagen Massnah men zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Wassertiere, zur Ge währleistung der freien Fischwanderung, der natürlichen Fortpflanzung so wie zum Schutz der Fische und Krebse vor baulichen Anlagen und Maschi nen getroffen werden, soweit sie wirtschaftlich tragbar sind (Artikel 10 BG). 4 Die zuständige Amtsstelle114 kann im Rahmen der bewilligten Kredite See und Bachreinigungen zur Verbesserung der Lebensräume von Wasserle bewesen veranlassen. Artikel 42115 Fischereifonds 1 Achtzig Prozent des Erlöses der Fischerpatente sowie allfällige weitere Einnahmen, wie zum Beispiel Schadenersatz bei Fischereischäden, fallen in einen Spezialfonds mit der Bezeichnung «Fischereifonds». 2 Die Aufwendungen der zuständigen Fischereiorgane zu Gunsten Dritter sind nach dem Verursacherprinzip weiterzuverrechnen. Diese Einnahmen fallen in den Fischereifonds. 3 Der Fischereifonds dient ausschliesslich der Fischerei. Der Regierungsrat bestimmt über die Verwendung der Mittel. 7. Abschnitt: Strafbestimmungen Artikel 43 Kantonale Strafbestimmungen Mit Busse bis zu Fr. 10 000.— wird bestraft, wer: a) die patentpflichtige Fischerei ohne gültiges Patent ausübt; b) den in der Patenturkunde angegebenen Umfang der Fischereiberechti gung überschreitet; c) die Fangstatistik nicht führt; d) die Schonzeiten, Schongebiete oder Schonmasse missachtet; 113 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 114 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 115 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 17 40.3211 e) …116 f) zwischen 23.00 und 04.00 die Fischerei ausübt;117 g) ohne Bewilligung den Laichfischfang ausübt; h) Schilfbestände, Binsen oder andere Wasserpflanzen an Seen oder Fliessgewässern abschneidet oder vernichtet; i) sich beim Fischfang unerlaubter Fanggeräte bedient oder unerlaubte Fangmethoden anwendet;118 k) untermässige Fische nicht vorschriftsgemäss löst und wieder ins Wasser zurückversetzt; l) die vorgeschriebene Tagesfangbeschränkung nicht einhält; m) die Kontrolle durch die Fischereiaufsichtsorgane behindert; n) einen unerlaubten Fischeinsatz vornimmt;119 o) Anordnungen oder Verfügungen zuwiderhandelt, die gestützt auf diese Verordnung oder deren Ausführungsbestimmungen erlassen worden sind.120 Artikel 44 Beschlagnahme 1 Verbotene Gerätschaften sind zu beschlagnahmen. 2 Widerrechtlich gefangene Fische sind zugunsten des Fischereifonds zu verwerten. Artikel 45 Strafinstanz Die Zuständigkeit richtet sich nach den Bestimmungen des Organisations gesetzes für die urnerischen Gerichtsbehörden121, das Verfahren nach der kantonalen Strafprozessordnung122. 116 Aufgehoben durch LRB vom 2. September 2009, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 2010 (AB vom 11. September 2009). 117 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 118 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 119 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 120 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 121 RB 2.3221 122 RB 3.9222 18 40.3211 Artikel 46123 Mitteilung Staatsanwältin oder Staatsanwalt und Gerichte stellen der zuständigen Amtsstelle124 alle Strafverfügungen und Urteile zu. 8. Abschnitt: Haftpflicht Artikel 47125 Fischereischäden 1 Die Haftung für Schäden infolge Gewässerverschmutzung richtet sich nach Artikel 15 BG. 2 Wer in anderer Weise, sei es mit Absicht, sei es aus Fahrlässigkeit, wider rechtlich der Fischerei Schaden verursacht, ist gemäss Artikel 15 BG zum Ersatz verpflichtet. Artikel 48 Schäden an Dritteigentum Hinsichtlich Schäden zufolge Betreten von fremdem Wies- und Weidland oder Wald zur Ausübung der Fischerei wird auf Artikel 123 des kantonalen EG zum ZGB126 verwiesen. Artikel 49127 Haftung für Gefährdung von Beständen Wer den Bestand an Fischen, Krebsen und Fischnährtieren gefährdet, hat die durch die getroffenen Massnahmen verursachten Kosten zu tragen (Ar tikel 15 BG). Artikel 50 Schadenberechnung 1 Bei der Berechnung des Schadens ist insbesondere zu berücksichtigen: a) die Verminderung des Ertragsvermögens der geschädigten Fischgewäs ser; b) die Aufwendungen für die Durchführung von Massnahmen, die getroffen werden müssen, um den ursprünglichen Zustand nach Möglichkeit wie der herzustellen; c) die durch das Schadenereignis verursachten Umtriebe. 2 Der Schadenersatz wird vom Kanton geltend gemacht. 123 Fassung gemäss LRB vom 11. November 1998, in Kraft gesetzt auf den 1. März 1999 (AB vom 20. November 1998). 124 Amt für Umweltschutz; siehe Organisationsreglement (RB 2.3322). 125 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 126 RB 9.2111 127 Fassung gemäss LRB vom 29. September 1993, in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1994 (AB vom 8. Oktober 1993). 19 40.3211 9. Abschnitt: Schlussbestimmungen Artikel 51 Inkrafttreten, Vollzug 1 Diese Verordnung wird nach Genehmigung durch den Bundesrat und Ab lauf der Referendumsfrist vom Regierungsrat in Kraft gesetzt128. 2 Der Regierungsrat ist mit dem Vollzug beauftragt. Artikel 52 Aufhebung alten Rechtes Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung vom 22. Oktober 1964 mit ihren Abänderungen und Ergänzungen ausser Kraft. Im Namen des Landrates des Kantons Uri Der Präsident: Hans Zgraggen Der Kanzleidirektor: Dr. Hans Muheim 128 Vom Regierungsrat in Kraft gesetzt auf den 1. Januar 1979. 20