Agriculture Ordinance
صدر في 2002-09-17 · النص بتاريخ 2026-10-01
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عن هذا القانون
- العنوان الأصلي
- Landwirtschaftsverordnung.
- اللغة
- German
- النوع
- لائحة
- المنظمة
- European Union
- الدولة
- سويسرا · St. Gallen
- الموضوعات
- Agricultural and rural development, Cultivated plants
- الكلمات المفتاحية
- agricultural development, farming, family farming, less favoured areas, agricultural commodities, internal trade, offences/penalties, viticulture/oenological practices
- الفئات
- agriculture
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Gesetzessammlung des Kantons St.Gallen 610.11 Landwirtschaftsverordnung vom 17. September 2002 (Stand 1. Januar 2015) Die Regierung des Kantons St.Gallen erlässt in Ausführung des Landwirtschaftsgesetzes vom 7. Mai 20021 als Verordnung:2 I. Allgemeines (1.) 1. Zuständigkeit (1.1.) Art. 1 Aufsicht 1 Das Volkswirtschaftsdepartement übt die Aufsicht über den Vollzug der Land wirtschaftsgesetzgebung3 aus. Art. 2 Vollzug a) Landwirtschaftsamt 1 Das Landwirtschaftsamt: a)* vollzieht die Landwirtschaftsgesetzgebung4, soweit die kantonale Gesetzge bung5 nichts anderes bestimmt; b)* sorgt für eine rationelle Abwicklung der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrol len und koordiniert die Zusammenarbeit mit anderen Stellen. 1 sGS 610.1. 2 Abgekürzt LaV. nGS 37–92. Im Amtsblatt veröffentlicht am 30. September 2002, ABl 2002, 2027; in Vollzug ab 1. Oktober 2002. 3 BG über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, SR 211.412.11; BG über die land wirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober 1985, SR 221.213.2; SR 91 und sGS 610.1. 4 BG über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, SR 211.412.11; BG über die land wirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober 1985, SR 221.213.2; SR 91 und sGS 610.1. 5 Art. 24 LaG, sGS 610.1; VV zum MelG, sGS 633.11; VTG, sGS 643.12. nGS 37–92 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/643.12/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/633.11/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/91/de http://db.clex.ch/link/Bund/221.213.2/de http://db.clex.ch/link/Bund/211.412.11/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/91/de http://db.clex.ch/link/Bund/221.213.2/de http://db.clex.ch/link/Bund/211.412.11/de 610.11 Art. 3* b) Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen6 1 Die Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen vollzieht die Vorschriften über: a) Beiträge an: 1. landwirtschaftliche Gebäude;7 2. die Unterstützung von Projekten zur regionalen Entwicklung sowie zur Förderung von einheimischen und regionalen Produkten;8 3. Bauten gewerblicher Kleinbetriebe im Berggebiet;9 b) Kredite für Strukturverbesserungen;10 c) Betriebshilfe.11 Art. 4* c) Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen 1 Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vollzieht die Vorschriften über: a) den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeug nisse12, ausgenommen die Mitwirkung im Eintragungsverfahren; b)* die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel;13 c)* das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln14, ausgenommen die Anwen dung der Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft; d) das Inverkehrbringen von Düngern;15 6 Art. 24 Abs. 2 LaG, sGS 610.1. 7 Art. 93 Abs. 1 Bst. b des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturver besserungsverordnung), SR 913.1. 8 Art. 93 Abs. 1 Bst. c des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturver besserungsverordnung), SR 913.1. 9 Art. 93 Abs. 1 Bst. d des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 7. Dezember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturver besserungsverordnung), SR 913.1. 10 Art. 87 ff. des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 7. De zember 1998 über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesse rungsverordnung), SR 913.1. 11 Art. 78 ff. des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidgV vom 26. No vember 2003 über die Betriebshilfe als soziale Begleitmassnahme in der Landwirtschaft (Betriebshilfeverordnung), SR 914.11. 12 eidgV über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für land wirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse (GUB/ GGA Verordnung) vom 28. Mai 1997, SR 910.12. 13 eidgV über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung) vom 22. September 1997, SR 910.18. 14 eidgV über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln (Pflanzenschutzmittel-Verordnung) vom 12. Mai 2010, SR 916.161. 15 eidgV über das Inverkehrbringen von Düngern (Dünger-Verordnung) vom 10. Januar 2001, SR 916.171. 2 http://db.clex.ch/link/Bund/916.171/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.161/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.18/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.12/de http://db.clex.ch/link/Bund/914.11/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/913.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/913.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/913.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/913.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de 610.11 e)* die Deklaration für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus in der Schweiz verbo tener Produktion.16 Art. 4a* d) Amt für Umwelt und Energie 1 Das Amt für Umwelt und Energie vollzieht die Vorschriften über die Düngung der Weideflächen in Sömmerungsgebieten nach der eidgenössischen Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 201317.* 1bis. Direktzahlungen* (1.1bis.) Art. 4b* Beitragssätze18 a) Vernetzungsbeitrag 1 Der Vernetzungsbeitrag je Jahr beträgt19: a) je Hektare extensive Weide und Waldweide Fr. 500.00; b) je Hektare der Flächen nach Ziff. 3.1.1 Ziff. 1 bis 3, Ziff. 5 bis 11 und Ziff. 15 von Anhang 7 zur eidgenössischen Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 201320 Fr. 1000.00; c) je Baum nach Ziff. 3.1.1 Ziff. 13 und 14 von Anhang 7 zur eidgenössischen Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 201321 Fr. 5.00. Art. 4c* b) Landschaftsqualitätsbeitrag 1 Der Landschaftsqualitätsbeitrag zu Gunsten einzelner Betriebe beträgt je Jahr höchstens22: a) je Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche von Betrieben mit vertraglichen Vereinbarungen Fr. 360.00; b) je Normalstoss des Normalbesatzes auf Sömmerungs- oder Gemeinschafts weidebetrieben mit vertraglichen Vereinbarungen Fr. 240.00. 16 eidgV über die Deklaration für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus in der Schweiz verbote ner Produktion (Landwirtschaftliche Deklarationsverordnung) vom 26. November 2003, SR 916.51. 17 SR 910.13; insbesondere Art. 30. 18 Art. 31 Bst. abis des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1. 19 Vgl. Ziff. 3.2 von Anhang 7 zur eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013, SR 910.13. 20 SR 910.13. 21 SR 910.13. 22 Vgl. Ziff. 4.1 von Anhang 7 der eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013, SR 910.13. 3 http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.51/de 610.11 2 Die Summe aller Landschaftsqualitätsbeiträge zu Gunsten eines Landschafts qualitätsprojekts beträgt je Jahr höchstens23: a) je Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche im Projektperimeter Fr. 133.33; b) je Normalstoss des Normalbesatzes auf Sömmerungs- und Gemeinschaftswei den im Projektperimeter Fr. 88.89. 3 Das Umsetzungskonzept24 im Anhang C zu diesem Erlass regelt Einzelheiten. Art. 4d* Elektronische Einreichung a) Gesuche um Ausrichtung von Direktzahlungen25 1. Fristen 1 Das Landwirtschaftsamt legt die Fristen zur Einreichung von Gesuchen um Aus richtung von Direktzahlungen fest.26 Art. 4e* 2. zu unterzeichnende Gesuchsformulare 1 Folgende Gesuchsformulare zur Ausrichtung von Direktzahlungen sind unter zeichnet oder mit einer anerkannten elektronischen Signatur versehen einzurei chen: a) das Betriebsdatenblatt und das Mutationsprotokoll bei der politischen Gemeinde; b) das Formular für Sömmerungsbeiträge beim Landwirtschaftsamt. Art. 4f* b) Geodaten27 1. Bezeichnung des geografischen Informationssystems und Erlass von Weisungen 1 Das Landwirtschaftsamt bezeichnet das geografische Informationssystem, in dem die Geodaten zu erfassen sind. 2 Es erlässt Weisungen zur Erfassung der Geodaten im geografischen Informations system. 23 Vgl. Art. 115 Abs. 10 der eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Ok tober 2013, SR 910.13. 24 Art. 1c des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1. 25 Art. 26a Bst. a und Art. 31 Bst. ater des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1. 26 Vgl. Art. 99 der eidgV über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013, SR 910.13. 27 Art. 26a Bst. b und Art. 31 Bst. aquater des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1. 4 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de 610.11 Art. 4g* 2. zu erfassende Geodaten 1 Im geografischen Informationssystem sind auf Grundlage der eidgenössischen Verordnung über Geoinformation vom 21. Mai 200828 und der Geodatenmodelle des Bundesamtes für Landwirtschaft folgende Geodaten zu erfassen: a) Nutzungsarten der Flächen (Geobasisdatensatz 153.1) durch die Bewirtschaf terin oder den Bewirtschafter eines Landwirtschaftsbetriebes mit mindestens einer Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche oder 30 Aren Spezialkulturen; b) Vernetzungsobjekte (Geobasisdatensatz 153.4) durch die Trägerschaft eines Vernetzungsprojektes; c) Landschaftsqualitätsobjekte (Geobasisdatensatz 153.8) durch die Trägerschaft von Landschaftsqualitätsprojekten. 2 Das Landwirtschaftsamt erlässt Weisungen zur Überprüfung der Geodaten. Die politische Gemeinde überprüft nach diesen Weisungen die Geodaten29, insbeson dere die Übereinstimmung mit der amtlichen Vermessung und den Bewirtschaf tungseinheiten (Geobasisdatensatz 153.6). 2. Kantonsbeiträge* (1.2.) Art. 5 Verfügbare Mittel 1 Beiträge werden fortlaufend im Rahmen der mit dem Voranschlag gewährten Kredite ausgerichtet. Art. 6 Anrechenbare Kosten 1 Anrechenbar sind die Kosten, die zur Verwirklichung des beitragsbegünstigten Vorhabens notwendig sind. 2 Beiträge Dritter an das Vorhaben werden berücksichtigt. Art. 7 Gesuch 1 Wer Kantonsbeiträge nachsucht, reicht der zuständigen Stelle ein schriftliches Gesuch mit den erforderlichen Unterlagen ein.* Art. 8 Schlussbericht und Abrechnung 1 Beitragsempfängerin und Beitragsempfänger legen der zuständigen Stelle innert sechs Monaten nach Abschluss einer unterstützten Massnahme einen Schlussbe richt und eine Abrechnung vor. 28 Vgl. Anhang 1 der eidgV über Geoinformation vom 21. Mai 2008, SR 510.620. 29 Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Landwirtschaftsgesetzes vom 21. Juni 2001, sGS 610.1. 5 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/510.620/de 610.11 2 Die zuständige Stelle kann: a) bei einfachen Vorhaben auf einen Schlussbericht verzichten; b) bei komplexen Vorhaben einen Zwischenbericht verlangen. Art. 9* Rechtshilfe 1 Amtliche Stellen geben dem Landwirtschaftsamt und der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen über die ihnen bekannten Tatsachen, die für die Festsetzung, Änderung oder Rückerstattung von Beiträgen und Kredi ten bedeutsam sind, auf Verlangen Auskunft. 3. Landwirtschaftliche Betriebsdaten (1.3.) Art. 10 Weitergabe 1 Das Landwirtschaftsamt gewährt amtlichen Stellen Zugang zu den Betriebsdaten, soweit dies für den Vollzug der Gesetzgebung über die Landwirtschaft30, den Tier schutz31, die Raumplanung32, den Umweltschutz33, den Gewässerschutz34, die Tier seuchen35 sowie den Natur- und Heimatschutz36 notwendig ist. 4. Kantonale Betriebe und Produktionsstätten37* (1.4.) Art. 11 Vertretung 1 Das Landwirtschaftsamt vertritt die kantonalen Betriebe und Produktionsstätten, soweit sie nach der Landwirtschaftsgesetzgebung zusammen als ein Betrieb gel ten.38* 30 SR 91; BG über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, SR 211.412.11; BG über die landwirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober 1985, SR 221.213.2. 31 SR 455. 32 SR 700. 33 SR 814.01. 34 SR 814.20. 35 SR 916.4. 36 SR 451. 37 Art. 6 der eidgV über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen (Landwirtschaftliche Begriffsverordnung) vom 7. Dezember 1998, SR 910.91. 38 Gegenüber der Administrationsstelle für die Milchkontingentierung nach Art. 2 der eidgV über die Kontingentierung der Milchproduktion (Milchkontingentierungsverordnung) vom 7. Dezember 1998, SR 916.350.1. 6 http://db.clex.ch/link/Bund/916.350.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.91/de http://db.clex.ch/link/Bund/451/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.4/de http://db.clex.ch/link/Bund/814.20/de http://db.clex.ch/link/Bund/814.01/de http://db.clex.ch/link/Bund/700/de http://db.clex.ch/link/Bund/455/de http://db.clex.ch/link/Bund/221.213.2/de http://db.clex.ch/link/Bund/211.412.11/de http://db.clex.ch/link/Bund/91/de 610.11 II. Produktion und Absatz (2.) 1. Allgemeine Beitragsvoraussetzungen (2.1.) Art. 12 Grundsatz 1 Ein Förderbeitrag wird ausgerichtet, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuch steller: a) den Wohnsitz oder Sitz im Kanton St.Gallen hat; b) eine im Rahmen der persönlichen und finanziellen Verhältnisse angemessene Eigenleistung erbringt. 2 Für angelaufene und abgeschlossene Massnahmen wird in der Regel kein Beitrag ausgerichtet. Massgebend ist der Zeitpunkt der Einreichung des Beitragsgesuchs. Art. 13 Beitragshöhe 1 Der Förderbeitrag beträgt höchstens 50 Prozent der anrechenbaren Kosten. 2. Innovative Produkte und Dienstleistungen (2.2.) Art. 14 Beiträge an Versuche und Entwicklungskosten a) Voraussetzungen39 1 Beiträge an Versuche und Entwicklungskosten werden ausgerichtet, wenn das Projekt: a) verglichen mit dem allgemeinen Wissensstand neu und nicht nahe liegend ist; b) nach der Startphase voraussichtlich selbsttragend sein wird; c) wenigstens zwei Drittel der erwarteten Wertschöpfung im Kanton St.Gallen realisiert; d) wenigstens zur Hälfte mit landwirtschaftlichen Rohstoffen aus dem Kanton St.Gallen umgesetzt wird. 2 Beiträge Dritter werden angerechnet. Art. 15 b) Anrechenbare Kosten 1 Anrechenbar sind höchstens die innerhalb der ersten drei Jahre anfallenden Kosten für Versuche und einzelne Entwicklungsschritte. 2 Nicht anrechenbar sind die Kosten der Vermarktung. 39 Art. 2 Abs. 2 Bst. a LaG, sGS 610.1. 7 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de 610.11 Art. 16 c) Beitragshöhe 1 Je Projekt kann jährlich höchstens ein Beitrag von 25 000 Franken gewährt wer den. 3. Kennzeichnung und Absatzförderung (2.3.) Art. 17 Beiträge zur Registrierung40 1 Mit Beiträgen unterstützt wird die Registrierung von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben nach dem Bundesrecht.41 2 Anrechenbar sind die Kosten für die Ausarbeitung von Unterlagen, die für die Registrierung notwendig sind.42 Art. 18 Beiträge zur Qualitätssicherung43 1 Beiträge zur Förderung von Massnahmen im Bereich der Qualitätssicherung wer den im Einzelfall für regionale Produktprogramme ausgerichtet. 2 Anrechenbar sind die Kosten für: a) den Aufbau einer regionalen Qualitätszertifizierung; b) die Durchführung von Kontrollen bei bestehenden Zertifizierungen. Art. 19 Beiträge zur Absatzförderung a) Voraussetzungen44 1 Regionale Absatzförderungsmassnahmen werden im Einzelfall unabhängig vom Bund unterstützt, wenn das Projekt: a) zwei Drittel der erwarteten Wertschöpfung im Kanton St.Gallen realisiert; b) zur Hälfte mit landwirtschaftlichen Rohstoffen aus dem Kanton St.Gallen um gesetzt wird. 40 Art. 3 Abs. 1 Bst. a und Art. 3 Abs. 2 LaG, sGS 610.1. 41 eidgV über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben für land wirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse vom 28. Mai 1997, SR 910.12. 42 Art. 5 ff. der eidgV über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geographischen An gaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse vom 28. Mai 1997, SR 910.12. 43 Art. 3 Abs. 1 Bst. b und Art. 3 Abs. 2 LaG, sGS 610.1. 44 Art. 3 Abs. 1 Bst. c und Art. 3 Abs. 2 LaG, sGS 610.1. 8 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.12/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.12/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de 610.11 Art. 20 b) Anrechenbare Kosten 1 Anrechenbar sind höchstens die innerhalb der ersten vier Jahre notwendigen Kosten für Marketingmassnahmen, namentlich für: a) Marketingkonzepte; b) Marktforschung; c) Produktegestaltung; d) Kommunikation; e) Aufbau einer Distribution; f) Projektkoordination. Art. 21 c) Beitragshöhe 1 Je Projekt kann jährlich höchstens ein Beitrag von 25 000 Franken gewährt wer den. 4. Viehschauen und regionale Viehmärkte (2.4.) Art. 22 Viehschauen a) Beitragsvoraussetzungen45 1 Viehschauen werden mit Beiträgen unterstützt, wenn sie: a) einen Vergleich der züchterischen Qualität ermöglichen; b) von anerkannten Zuchtorganisationen46 durchgeführt werden; c) eine fachlich anerkannte Beurteilung beinhalten. Art. 23 b) Leistungsvereinbarung 1 Das Landwirtschaftsamt legt Durchführung und Bemessung der Beiträge in einer Leistungsvereinbarung fest. Art. 24 c) Politische Gemeinde47 1 Die politische Gemeinde des Schauortes sorgt für: a) einen geeigneten Viehschauplatz; b) ausreichende Vorrichtungen; c) Hilfspersonal. 2 Mehrere politische Gemeinden können einen gemeinsamen Schauort festlegen. Sie beteiligen sich anteilmässig an den Kosten. 45 Art. 5 Abs. 2 Ziff. 2 LaG, sGS 610.1. 46 Art. 2 ff. der eidgV über die Tierzucht vom 7. Dezember 1998, SR 916.310. 47 Art. 23 Abs. 1 Bst. b LaG, sGS 610.1. 9 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.310/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de 610.11 Art. 25 Regionale Viehmärkte a) Beitragsvoraussetzungen 1 Mit Beiträgen werden unterstützt: a) Kleinviehmärkte für Zucht- und Nutztiere; b) Rindviehauktionen; c) Infrastruktureinrichtungen von Viehmärkten. 2 Die Märkte nach Abs. 1 dieser Bestimmung sind öffentlich und von wenigstens regionaler Bedeutung. Art. 26 b) Beitragshöhe und anrechenbare Kosten 1 Die Höhe der Beiträge für Kleinviehmärkte und Rindviehauktionen bemisst sich nach der Grösse und der wirtschaftlichen Bedeutung der Veranstaltung. Der Bei trag beträgt höchstens 25 Prozent der zur Durchführung notwendigen Aufwen dungen. 2 Der Beitrag an Infrastruktureinrichtungen beträgt höchstens 25 Prozent der an fallenden Kosten. 5. Umweltschonende Pflanzenschutzmassnahmen (2.5.) Art. 27 Beitragsvoraussetzungen48 1 Beiträge an umweltschonende Pflanzenschutzmassnahmen werden ausgerichtet, wenn diese: a) überbetrieblich zur Anwendung gelangen; b) durch die landwirtschaftliche Beratungsstelle begleitet werden; c) gegenüber den herkömmlichen Massnahmen zu erheblichen Mehrkosten oder Mindererträgen führen. 2 Pflanzenschutzmassnahmen sind umweltschonend, wenn sie zu einer geringeren Beeinträchtigung der natürlichen Kreisläufe als die herkömmlichen Massnahmen führen. Art. 28 Anrechenbare Kosten 1 Anrechenbar sind die gegenüber den herkömmlichen Pflanzenschutzmassnah men anfallenden Mehrkosten und Mindererträge. 48 Art. 7 Abs. 1 LaG, sGS 610.1. 10 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de 610.11 Art. 29 Beitragshöhe in besonderen Fällen 1 Beiträge in Höhe von mehr als 50 Prozent der anrechenbaren Kosten können aus gerichtet werden, wenn der Einsatz einer umweltschonenden Massnahme: a) ökologisch besonders wertvoll ist; b) einen besonderen Erfolg verspricht. III. Weinbau (3.) 1. Allgemeines (3.1.) Art. 30* Systematische Weinlesekontrolle49 1 Das Landwirtschaftsamt: a) erlässt die zur Durchführung der systematischen Weinlesekontrolle notwendi gen Weisungen; b) ernennt Kontrolleurinnen und Kontrolleure; c) veröffentlicht die Daten der Weinlesekontrolle. Art. 31* Bewilligung und Meldung von Rebpflanzungen a) Neuanpflanzung50 1 Das Gesuch um Bewilligung einer Neuanpflanzung für die Weinerzeugung enthält: a) die Angaben nach Art. 2 Abs. 2 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 2007;51 b) eine Planskizze samt Parzellen-Nummer und Rebfläche. 2 Vor Erteilung der Bewilligung wird das Amt für Natur, Jagd und Fischerei an gehört.52 3 Neuanpflanzungen, die nicht der Weinerzeugung dienen, sind meldepflichtig.53 Art. 31a* b) Erneuerung von Rebflächen54 1 Die Meldung einer Erneuerung erfolgt bis 30. Juni des Pflanzjahres. 49 Art. 28 ff. der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 50 Art. 60 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1, und Art. 2 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 51 SR 916.140. 52 Art. 2 Abs. 5 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 53 Art. 2 Abs. 3 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 54 Art. 60 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1, und Art. 3 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 11 http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de 610.11 2 Sie enthält folgende Angaben: a) die Weinbaugemeinde; b) die Parzellen-Nummer; c) die Rebfläche; d) die Rebsorte; e) das Pflanzjahr. 3 Die Erneuerung nach Art. 3 Abs. 3 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 200755 ist nicht meldepflichtig. Art. 31b* Rebbaukataster56 1 Die Neuanpflanzung von Rebflächen nach Art. 2 Abs. 4 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 200757 wird im Rebbaukataster nicht erfasst. Art. 32* … Art. 33* … 2. Kontrollierte Ursprungsbezeichnung (3.2.) Art. 34* Grundsatz 1 Wein trägt die Bezeichnung «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung St.Gallen» oder «AOC St.Gallen», wenn die Voraussetzungen für AOC-Wein erfüllt sind. Art. 35* Voraussetzungen für AOC-Wein a) Abgrenzung des geografischen Gebiets58 1 AOC-Wein besteht zu wenigstens 90 Prozent aus Trauben, die aus dem Kanton St.Gallen stammen.59 Art. 36* b) zugelassene Rebsorten60 1 AOC-Wein besteht aus den vom Landwirtschaftsamt bezeichneten zugelassenen Rebsorten. 55 SR 916.140. 56 Art. 4 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 57 SR 916.140. 58 Art. 21 Abs. 2 Bst. a der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 59 Art. 13 Abs. 2 und Abs. 3 Bst. a der Verordnung des EDI über alkoholische Getränke vom 23. November 2005, SR 817.022.110. 60 Art. 21 Abs. 2 Bst. b der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 12 http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/817.022.110/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de 610.11 Art. 37* c) zugelassene Anbaumethoden61 1 AOC-Wein wird nach folgenden Anbaumethoden hergestellt: a) Stickelbau; b) Drahtbau im Direktzug; c) Drahtbau in Querterrassenanlagen. Art. 38* d) natürlicher Mindestzuckergehalt und Höchstertrag62. 1 AOC-Wein weist den natürlichen Mindestzuckergehalt je Rebsorte sowie den Höchstertrag je Flächeneinheit und Rebsorte nach Anhang A dieses Erlasses auf. Art. 39* e) zulässiges Verfahren der Weinherstellung63 1 AOC-Wein wird in einem zulässigen önologischen Ver-fahren nach Anhang 1 der Verordnung des EDI über alkoholische Getränke vom 23. November 200564 hergestellt. Art. 40* f) analytische und organoleptische Prüfung des verkaufsfertigen Weins 1. Grundsatz65 1 AOC-Wein unterliegt der analytischen und organoleptischen Prüfung. 2 Die analytische Prüfung umfasst insbesondere: a) Alkoholgehalt; b) gesamte schweflige Säure. 3 Die organoleptische Prüfung umfasst: 1. Aussehen; 2. Geruch; 3. Geschmack; 4. Gesamteindruck. Art. 41* 2. Weisungen 1 Der Kantonschemiker66 erlässt die für die analytische und organoleptische Prü fung des verkaufsfertigen Weins notwendigen Weisungen. 61 Art. 21 Abs. 2 Bst. c der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 62 Art. 21 Abs. 2 Bst. d und e der eidg Weinverordnung vom 14.November 2007, SR 916.140. 63 Art. 21 Abs. 2 Bst. f der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 64 SR 817.022.110. 65 Art. 21 Abs. 2 Bst. g der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140. 66 Art. 47 Abs. 2 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140, und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11. 13 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.11/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de 610.11 Art. 41a* Geografische Bezeichnung 1 AOC-Wein kann neben der Bezeichnung «Kontrollierte Ursprungsbezeichnung St.Gallen» oder «AOC St.Gallen» folgende geografischen Bezeichnungen tragen: a) des Produktionsgebiets, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschrie bene Traubenanteil zu 100 Prozent aus dem Produktionsgebiet stammt: b) der politischen Gemeinde, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschrie bene Traubenanteil zu wenigstens 60 Prozent aus der politischen Gemeinde und der Rest vollständig aus dem Produktionsgebiet stammt; c) des mit einem eigenen Namen bezeichneten Ortsteils einer politischen Gemeinde, wenn der Ortsteil wenigstens zwei Drittel der Rebfläche der politi schen Gemeinde umfasst und der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu wenigstens 60 Prozent aus dem Ortsteil und der Rest vollständig aus dem Produktionsgebiet stammt; d) der Lage, wenn der nach Art. 35 dieses Erlasses vorgeschriebene Traubenanteil zu 100 Prozent aus der Lage stammt. 2 Produktionsgebiete tragen die Bezeichnung: 1. «St.Galler Rheintal» mit den politischen Gemeinden Mörschwil, Goldach, Steinach, Berg, Tübach, Untereggen, Eggersriet, Rorschacherberg, Rorschach, Thal, Rheineck, St.Margrethen, Au, Berneck, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Rebstein, Marbach, Altstätten, Eichberg, Oberriet, Rüthi, Sennwald, Gams, Grabs, Buchs und Sevelen; 2. «Sarganserland» mit den politischen Gemeinden Wartau, Sargans, Vilters Wangs, Bad Ragaz, Pfäfers, Mels, Flums, Walenstadt, Quarten, Weesen und Amden. Anstelle von «Sarganserland» darf die Bezeichnung «Sarganserland Walensee» oder «Walensee» für AOC-Wein aus einer an den Walensee an grenzenden politischen Gemeinde verwendet werden; 3. «Zürichsee» mit den politischen Gemeinden Schänis, Benken, Kaltbrunn, Rie den, Gommiswald, Ernetschwil, Uznach, Schmerikon, Rapperswil-Jona, Eschenbach, Goldingen und St.Gallenkappel. Die Bezeichnung darf nur in Verbindung mit der Bezeichnung der politischen Gemeinde verwendet wer den; 4. «Fürstenland» mit den politischen Gemeinden Wil, Bronschhofen, Zuzwil, Oberbüren, Niederbüren, Niederhelfenschwil, Gossau, Andwil, Waldkirch, Gaiserwald, St.Gallen, Wittenbach, Häggenschwil und Muolen. Art. 41b* Weinspezifische Begriffe 1 Die Verwendung weinspezifischer Begriffe richtet sich nach Art. 19 Abs. 1 und Anhang 1 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 200767 sowie Anhang B zu diesem Erlass. 67 SR 916.140. 14 http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de 610.11 Art. 42* … Art. 42a* AOC-Degustationskommission a) Bestand 1 Der AOC-Degustationskommission gehören an: a) die Leiterin oder der Leiter der Fachstelle für Weinbau als Vorsitzende oder Vorsitzender; b) vier weitere Mitglieder, die vom Kantonschemiker68 auf eine Amtsdauer von vier Jahren ernannt werden. Art. 42b* b) Aufgaben 1 Die AOC-Degustationskommission führt die Prüfung nach Art. 40 Abs. 3 dieses Erlasses durch. 2 Sie erstattet dem Kantonschemiker69 Bericht über das Prüfungsergebnis. Art. 42c* c) Beschlussfassung 1 Die AOC-Degustationskommission ist beschlussfähig, wenn wenigstens drei Mit glieder anwesend sind. 2 Sie beschliesst mit einfachem Mehr der Stimmenden. Die oder der Vorsitzende gibt den Stichentscheid bei Stimmgleichheit. IV. Strukturverbesserungen und soziale Begleitmassnahmen (4.) 1. Landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen* (4.1.) Art. 43* Aufsicht70 1 Die Landwirtschaftliche Kreditgenosssenschaft des Kantons St.Gallen unterliegt im Bereich der übertragenen hoheitlichen Aufgaben der Aufsicht des Kantons.* 2 Statuten der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen und Wahl der Geschäftsführerin oder des Geschäftsführers bedürfen der Geneh migung der Regierung. 68 Art. 47 Abs. 2 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140, und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11. 69 Art. 47 Abs. 2 der eidg Weinverordnung vom 14. November 2007, SR 916.140, und Art. 4 Bst. a LaV, sGS 610.11. 70 Art. 31 Bst. c LaG, sGS 610.1. 15 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.11/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.11/de http://db.clex.ch/link/Bund/916.140/de 610.11 Art. 44* Haftung und Verantwortlichkeit71 1 Die Haftung der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen und die Verantwortlichkeit ihrer Organe und Angestellten richten sich im Bereich der übertragenen hoheitlichen Aufgaben nach dem Verantwortlich keitsgesetz vom 7. Dezember 1959.72 2. Ausserordentliche Strukturverbesserungsbeiträge (4.2.) Art. 45 Überbrückungsmassnahmen73 1 Besteht keine Nachfolgeregelung, können ausserordentliche Beiträge an Struktur verbesserungen im Tier- und Gewässerschutz74 gewährt werden, wenn: a) eine Massnahme zur Erfüllung des ökologischen Leistungsnachweises not wendig ist; b) die Bewirtschafterin oder der Bewirtschafter wenigstens 45 und höchstens 60 Jahre alt ist; c) die Existenz nur durch die Weiterführung der landwirtschaftlichen Tätigkeit gesichert werden kann; d) die Voraussetzungen für ordentliche einzelbetriebliche Strukturverbesse rungsmassnahmen nach dem Bundesrecht75 mit Ausnahme der längerfristigen Existenzsicherung76 erfüllt sind. V. Landwirtschaftliche Pacht (5.) Art. 46 Sömmerungsweiden a) Pachtzinszuschlag77 1 Zum Pachtzins für Sömmerungsweiden nach Art. 11 der eidgenössischen Pacht zinsverordnung vom 11. Februar 198778 kann ein Zuschlag vereinbart werden, wenn die Alpeigentümerin oder der Alpeigentümer: a) die Kosten der Infrastruktur trägt; b) die notwendigen Alpverbesserungen vornimmt. 71 Art. 31 Bst. c LaG, sGS 610.1. 72 sGS 161.1. 73 Art. 13 LaG, sGS 610.1. 74 SR 455 und SR 814.2. 75 Art. 89 des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1; eidg Strukturverbesse rungsverordnung vom 7. Dezember 1998, SR 913.1. 76 Art. 89 Abs. 1 Bst. a des BG über die Landwirtschaft vom 29. April 1998, SR 910.1. 77 Art. 22 LaG, sGS 610.1. 78 SR 221.213.221. 16 http://db.clex.ch/link/Bund/221.213.221/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/913.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/814.2/de http://db.clex.ch/link/Bund/455/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/161.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de 610.11 Art. 47 b) Zuschlagshöhe 1 Der Pachtzinszuschlag beträgt höchstens ein Viertel der Sömmerungsbeiträge nach der eidgenössischen Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirt schaft vom 23. Oktober 201379.* a)* … b)* … c)* … 2 Er beträgt höchstens die Hälfte der Ansätze nach Abs. 1 dieser Bestimmung, wenn der Pachtgegenstand nur den Boden oder nur die Gebäude umfasst. VI. Entschädigung für kantonale Dienstleistungen im privaten Interesse80* (6.) Art. 48 Bemessung81 1 Die Höhe der Entschädigung für Beratung und andere kantonale Dienstleistun gen, die im privaten Interesse liegen, richtet sich nach dem Sach- und Zeitauf wand.* 2 Der Ansatz für die Entschädigung des Zeitaufwandes entspricht dem durch schnittlichen Besoldungsaufwand zuzüglich einem Gemeinkostenzuschlag von ei nem Drittel. Art. 49 Ausnahmen von der Entschädigungspflicht82 1 Auf eine Entschädigung kann ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn beson dere Umstände es rechtfertigen. 2 Besondere Umstände liegen namentlich vor: a) wenn sich die Leistungsempfängerin oder der Leistungsempfänger in einer Notlage befindet; b) wenn die Bezahlung der Entschädigung für die Leistungsempfängerin oder den Leistungsempfänger eine grosse Härte bedeuten würde. 79 SR 910.13, insbesondere Art. 47 ff. und Ziff. 1.6 von Anhang 7. 80 Art. 28 LaG, sGS 610.1. 81 Art. 31 Bst. d LaG, sGS 610.1. 82 Art. 31 Bst. d LaG, sGS 610.1. 17 http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://www.gesetzessammlung.sg.ch/data/610.1/de http://db.clex.ch/link/Bund/910.13/de 610.11 VII. Schlussbestimmungen (7.) Art. 50 83 Art. 51 84 Art. 52 85 Art. 53 Aufhebung bisherigen Rechts 1 Aufgehoben werden: a) die Verordnung zur Bundesgesetzgebung über wirtschaftliche Massnahmen zugunsten der Landwirtschaft vom 19. April 1983;86 b) die Vollzugsverordnung zu den Vorschriften über Investitionskredite und Betriebshilfe in der Landwirtschaft vom 15. Januar 1963;87 c) die Verordnung zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über das bäuerli che Bodenrecht vom 1. März 1994;88 d) die Vollzugsverordnung zum Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht vom 1. Juli 1986;89 e) die Weinbauverordnung vom 15. Dezember 1958;90 f) der Beschluss über das Rebsortenverzeichnis vom 9. Juli 1992.91 Art. 54 Vollzugsbeginn 1 Diese Verordnung wird ab 1. Oktober 2002 angewendet. 83 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt. 84 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt. 85 Änderungen bisherigen Rechts werden nicht aufgeführt. 86 sGS 611.73. 87 sGS 611.78. 88 sGS 613.11. 89 sGS 613.21. 90 sGS 631.31. 91 sGS 631.311. 18 610.11 * Änderungstabelle - Nach Bestimmung Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle Erlassdatum Vollzugsbeginn Erlass Grunderlass 37–92 17.09.2002 01.10.2002 Art. 2, Abs. 1, a) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 3 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 4 geändert 46–90 21.06.2011 keine Angabe Art. 4, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, c) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, e) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4a eingefügt 44–84 16.06.2009 keine Angabe Art. 4a, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.1bis. eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4b eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4c eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4d eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4e eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4f eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4g eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.2. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 7, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 9 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 1.4. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 11, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 30 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 32 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 33 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 34 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 35 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 36 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 37 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 38 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 39 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 40 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe 19 610.11 Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle Erlassdatum Vollzugsbeginn Art. 42a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42c eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 4.1. geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 43 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 43, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 44 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 47, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, a) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, b) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, c) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 6. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 48, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Anhang C eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 * Änderungstabelle - Nach Erlassdatum Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle 17.09.2002 01.10.2002 Erlass Grunderlass 37–92 16.06.2009 keine Angabe Art. 4a eingefügt 44–84 17.08.2010 keine Angabe Art. 3 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 9 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 30 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 31b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 32 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 33 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 34 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 35 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 36 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 37 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 38 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 39 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 40 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 41b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42 aufgehoben 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42a eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42b eingefügt 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 42c eingefügt 45–94 20 610.11 Erlassdatum Vollzugsbeginn Bestimmung Änderungstyp nGS-Fundstelle 17.08.2010 keine Angabe Gliederungstitel 4.1. geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 43 geändert 45–94 17.08.2010 keine Angabe Art. 44 geändert 45–94 21.06.2011 keine Angabe Art. 4 geändert 46–90 09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, a) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 2, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, b) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, c) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4, Abs. 1, e) geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4a, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.1bis. eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4b eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4c eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4d eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4e eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4f eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 4g eingefügt 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.2. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 7, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 1.4. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 11, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 43, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, a) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, b) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 47, Abs. 1, c) aufgehoben 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Gliederungstitel 6. geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Art. 48, Abs. 1 geändert 2015-041 09.12.2014 01.01.2015 Anhang C eingefügt 2015-041 21 610.11 Anhang A1 Bestimmung des natürlichen Mindestzuckergehalts je Rebsorte und des Höchst ertrags je Flächeneinheit und Rebsorte für die Verarbeitung zu AOCWein Der natürliche Mindestzuckergehalt je Rebsorte beträgt: Weinbezeichnung Sorten Mindestzucker gehalt in ° Oechsle Mindestzucker gehalt in ° Brix Weisse Sorten Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner) 67 ° Oe 16,4 ° Brix Räuschling und übrige weisse Sorten 65 ° Oe 15,9 ° Brix Rote Sorten Blauburgunder 72 ° Oe 17,5 ° Brix Übrige rote Sorten 72 ° Oe 17,5 ° Brix Die Umrechnung von Brixgraden und Oechslegraden richtet sich nach Anhang 2 der eidgenössi schen Weinverordnung vom 14. November 20072. Der Höchstertrag je Flächeneinheit und Rebsorte beträgt: Weinbezeichnung Sorten Kilogramm je m2 Liter je m2 Weisse Sorten Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner) 1,3 kg / m2 1,04 l / m2 Seyval blanc 1,3 kg / m2 1,04 l / m2 Rudelin 1,3 kg / m2 1,04 l / m2 Übrige weisse Sorten 1,3 kg / m2 1,04 l / m2 Rote Sorten Blauburgunder 1,1 kg / m2 0,88 l / m2 Übrige rote Sorten 1,1 kg / m2 0,88 l / m2 1 Art. 38 dieser Verordnung. 2 SR 916.140. 610.11 Anhang B Festlegung der im Kanton St.Gallen ergänzend geltenden weinspezifischen Begriffe In Ergänzung zu Anhang 1 der eidgenössischen Weinverordnung vom 14. November 20071 gelten folgende weinspezifische Begriffe: Bezeichnungen Weinspezifische Begriffe Auslese / Sélection AOC-Wein, der nach definierten, nachvollziehbaren und rückverfolgbaren Kriterien (Produktions- und Weinbereitungskriterien) hergestellt wurde. Aus den Kriterien muss hervorgehen, welches das unterschei dende Merkmal ist. Die Kriterien sind zu dokumen tieren. Beerenauslese / Sélection de grains nobles AOC-Wein mit mindestens 26,0 ° Brix (110 ° Oe). Schloss / Château Repräsentatives Gebäude, das historisch als Schloss bezeichnet wird, mit eigenen oder gepachteten Reben im Produktionsgebiet. Spätlese / Vendage tardive AOC-Wein aus Trauben, die frühestens 7 Tage nach dem für die Bezeichnung und die Rebsorte üblichen Erntedatum gelesen wurden. Der natürliche Zucker gehalt muss mindestens 0,7 ° Brix (3 ° Oe) über dem Jahresdurchschnitt liegen. 1 SR 916.140. 610.11 Anhang C1 Umsetzungskonzept für Landschaftsqualitätsbeiträge 1 Massgebende Grundlagen auf Bundesebene 1.1 Bundesrecht2 einschliesslich der Richtlinien des Bundesamtes für Landwirt schaft (BLW). 1.2 Projektgenehmigung durch das BLW. 1.3 Die Grundlagen nach Ziff. 1.1 und 1.2 betreffen insbesondere: a) die Anforderungen an den Aufbau und den Betrieb von Landschaftsquali tätsprojekten; b) die Ausgestaltung des Beitragssystems (einschliesslich Beitragssätze); c) die Vorgaben für den Projektablauf (einschliesslich Projektkontrolle und evaluation). 2 Massgebende Grundlagen auf kantonaler Ebene Gestützt auf Art. 1b Abs. 2 Bst. b und Art. 1c des Landwirtschaftsgesetzes (sGS 610.1; abgekürzt LaG) erlässt die Regierung für die Ausrichtung von Landschaftsquali tätsbeiträgen (LQB) ein Umsetzungskonzept und legt gestützt auf Art. 31 Bst. abis LaG die Beitragssätze für Landschaftsqualitätsbeiträge durch Verordnung im Rah men der Höchstsätze des Bundes fest; die Ausgestaltung des Beitragssystems regelt die Regierung im Umsetzungskonzept (vgl. Art. 4c der Landwirtschaftsverordnung [sGS 610.11; abgekürzt LaV]). 3 Ziele und allgemeine Vorgaben für Landschaftsqualitätsprojekte 3.1 Wirkungsorientierung. 3.2 Möglichst tiefe Kosten für Erarbeitung und Betrieb der Projekte. 3.3 Effiziente administrative Prozesse (Zuhilfenahme von GIS und mobilen EDV Anwendungen). 3.4 Einheitliche Vorgaben und einheitlicher Ablauf für alle Projekte. 1 Eingefügt durch IV. Nachtrag vom 9. Dezember 2014, nGS 2015-041. 2 Insbesondere Art. 74 des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft (SR 910.1; abgekürzt LwG), Art. 63 f. und Art. 115 Abs. 10 der eidgenössischen Direktzahlungsverordnung (SR 910.13; abgekürzt DZV) sowie Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV. 610.11 3.5 Gleichbehandlung aller Projekte im Kanton: a) einheitlicher Massnahmenkatalog (siehe unten Ziff. 5.5) mit gleichen Bei tragssätzen für alle Projekte; b) gleiche finanzielle Bedingungen für alle Projekte. 4 Anforderungen an den Aufbau von Landschaftsqualitätsprojekten 4.1 Grundsatz: Es gilt der Bottom-up-Ansatz; die Initiative muss z. B. von nicht staatlichen Akteuren oder den politischen Gemeinden ausgehen. 4.2 Projektträgerschaft: a) In der Projektträgerschaft wirken die wesentlichen Akteure wie Landwir tinnen und Landwirte, politische Gemeinden, grössere Bodeneigentüme rinnen und Bodeneigentümer, Forstorgane, Nichtregierungsorganisationen wie St.Galler Bauernverband, Pro Natura, Worldwide Fund for Nature (WWF), BirdLife und andere zusammen; b) die Projektträgerschaft verfügt über eine geeignete Rechtsform. Es muss sich gemäss Bundesvorgabe 3 um eine juristische Person handeln; c) die Projektträgerschaft ist verantwortlich für (siehe auch unten Ziff. 7): − die Projekterarbeitung und -betreuung während der Laufdauer des Pro jekts; − die Beschaffung weiterer Finanzmittel (z. B. für einmalige Massnahmen wie Instandstellung von Mauern, Anlage von Weihern, Pflanzung von Hecken); − das Berichtwesen mit Blick auf das Projektcontrolling. 4.3 Die Aufgabenteilung Projektträgerschaft – Kanton wird geregelt durch einen Vertrag der Projektträgerschaft mit dem Landwirtschaftsamt. 4.4 Jedes Projekt unterliegt der Genehmigung durch den Kanton (Landwirtschaft samt) und durch das BLW. 4.5 Zwischen dem Kanton (Landwirtschaftsamt) und dem BLW wird für jedes Projekt ein Finanzhilfevertrag abgeschlossen. 4.6 Zwischen der einzelnen Landwirtin bzw. dem einzelnen Landwirt und dem Kanton (Landwirtschaftsamt) wird ein achtjähriger bzw. bis zum Ende der Laufzeit des Projekts laufender Vertrag abgeschlossen (Bundesvorgabe nach Art. 64 Abs. 4 DZV). 3 Vgl. Ziff. 1 der Richtlinie Landschaftsqualitätsbeitrag des BLW vom 7. November 2013. 610.11 5 Ausgestaltung des Beitragssystems 5.1 allgemeine Voraussetzungen für kantonale Beiträge: a) Einhaltung der Budgetvorgaben; b) Einhaltung des Umsetzungskonzepts; c) positive Beurteilung der einzelnen Massnahmen durch das Volkswirtschafts departement. 5.2 Kriterien für die Unterstützung einzelner Massnahmen: a) Definierbarkeit der Massnahme (örtlich zuteilbar, qualitativ bewertbar, zähl und messbar); b) Zweckmässigkeit der Massnahme mit Blick auf projektspezifische Ziel setzung; c) Wirksamkeit der Massnahme (bezüglich Erhaltung, Förderung und Weiter entwicklung der Landschaft); d) öffentliches Interesse an einer Massnahme; e) Verhältnis zu anderen öffentlichen Mitteln und Dienstleistungen – z. B. Direktzahlungsarten wie Biodiversitätsbeiträge, Pflanzenschutzmassnah men gegen Feuerbrand oder Kirschessigfliege sowie Strukturverbesserun gen, Abgeltung von ökologischen Leistungen (Amt für Natur, Jagd und Fischerei [ANJF]), Mittel aus dem Forst (Kantonsforstamt [KFA]) usw.; f) Aufwand im Verhältnis zum öffentlichen Interesse (Kosten- / Nutzenver hältnis der Massnahme); g) Dauerhaftigkeit der Massnahme; h) Kontrollierbarkeit der Massnahme. 5.3 Begrenzung der Beitragssätze durch den Bund (Art. 115 Abs. 10 DZV, Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV): a) Je Betrieb mit vertraglichen Vereinbarungen übernimmt der Bund je Jahr höchstens 90 Prozent der folgenden Beiträge: − je Hektare (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): Fr. 360.–; − je Normalstoss (NST = 1 Grossvieheinheit während 100 Tagen gesöm mert): Fr. 240.–. b) Die Summe aller Landschaftsqualitätsbeiträge im Kanton St.Gallen aus Bun desmitteln für die Jahre 2014 bis 2017 beträgt je Jahr höchstens: − je ha LN im gesamten Kantonsgebiet: Fr. 120.–; − je NST auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweiden im gesamten Kan tonsgebiet: Fr. 80.–. Dies führt bei einer LN von 70 949 ha und 22 277 NST im Kanton zu einem Plafond von 10,296 Mio. Franken für Landschaftsqualitätsbeiträge aus Bundesmitteln (gemäss Mitteilung des BLW vom 28. Januar 2014). 610.11 5.4 Beitragssätze von Bund und Kanton: a) Es werden ein jährlicher Grundbeitrag sowie einmalige und jährlich wie derkehrende Beiträge für Massnahmen zur Verbesserung der Landschafts qualität gewährt. b) Die Höchstsätze des Bundes auf Stufe Betrieb werden für den Kanton über nommen (Fr. 360.– je ha LN / Fr. 240.– je NST, siehe oben Ziff. 5.3 Bst. a). c) Für jedes Landschaftsqualitätsprojekt gilt bezogen auf den Projektperi meter eine Gesamtlimite von Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST (Bundeslimite von Fr. 120.– je ha LN und von Fr. 80.– NST zuzüglich 10 Pro zent Kantonsbeitrag von Fr. 13.33 je ha LN und Fr. 8.89 je NST). d) Zusammenzug der Bundes- und Kantonsbeiträge für Landschaftsquali tätsprojekte: 4 5.5 Massnahmenkatalog: Das Volkswirtschaftsdepartement erstellt einen Massnahmenkatalog für Land schaftsqualitätsbeiträge. Darin werden die einzelnen Massnahmen und deren Abgeltung festgelegt. Dieser Massnahmenkatalog muss bei jeder Projektbewil ligung mit dem BLW abgeglichen werden. 5.6 Prioritätenordnung: Folgende Prioritätenordnung gilt für den Fall, dass innerhalb eines Land schaftsqualitätsprojekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST übersteigt: a) vertraglich vereinbarte wiederkehrende Massnahmen von Betrieben, die sich dem Projekt bereits angeschlossen haben; b) wiederkehrende Massnahmen von dem Projekt neu beitretenden Betrieben; c) zusätzliche wiederkehrende Massnahmen in Form von Vertragserweiterun gen von bereits am Projekt teilnehmenden Betrieben; d) einmalige Massnahmen. 4 Landwirtschaftsamt. Beträge in Fr. Bund (BLW) (90 %) Kanton (LwA ) (10 %) Total LQB (100 %) Finanzierungs begrenzung gemäss Art. 115 Abs. 10 DZV 120.– je ha LN 80.– je NST 13.33 je ha LN 8.89 je NST 133.33 je ha LN 88.89 je NST Finanzierungs begrenzung gemäss Ziff. 4.1 von Anhang 7 zur DZV 324.– je ha LN 216.– je NST 36.– je ha LN 24.– je NST 360.– je ha LN 240.– je NST 610.11 6 Vorgaben für den Projektablauf 6.1 Eingabefrist beim Landwirtschaftsamt ist für neue Projekte mit Beginn bzw. Beiträgen im folgenden Jahr jeweils der 31. August. 6.2 Im Rahmen des Projekts werden vorhandene Grundlagen (Landschaftsentwick lungskonzepte, Landschaftsanalysen der Regionen etc.) genutzt. 6.3 Im Rahmen des Projekts wird eine Koordination mit Vernetzungsprojekten angestrebt. 6.4 Die kantonale Kommission für Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte mit Vertreterinnen bzw. Vertretern der betroffenen Ämter (LwA, ANJF und KFA) sowie der politischen Gemeinden und Regionen berät das Landwirtschaftsamt bei der Projektbeurteilung. Das Landwirtschaftsamt führt den Vorsitz. 7 Aufgaben der Projektträgerschaft 7.1 Die Trägerschaft eines Landschaftsqualitätsprojekts: a) ist für die Projektleitung zuständig und in allen Projektbelangen Ansprech partnerin für das Landwirtschaftsamt und die Akteure im Projekt; b) ist für die Finanzierung des Projekts besorgt. Gesuche um Coaching-Bei träge5 für die Projekterarbeitung müssen beim Landwirtschaftsamt einge reicht werden. Die Restkosten der Projekterarbeitung sind von der Träger schaft zu beschaffen; c) ist für die Ausarbeitung des Projektgesuchs zuständig, das dem Landwirt schaftsamt eingereicht wird. Die Anforderungen an dieses Projektgesuch richten sich nach den Vorgaben des Bundes6; d) reicht das Projektgesuch bis zum 31. August des Vorjahres beim Landwirt schaftsamt ein. Sie erhält bis Ende März (des Beitragsjahres) eine Rückmel dung; e) schliesst mit dem Landwirtschaftsamt einen Vertrag ab (siehe oben Ziff. 4), der die Rechte und Pflichten der Partner bestimmt; f) handelt mit den Landwirtinnen und Landwirten die Massnahmen aus, die sie auf ihren Betrieben im Rahmen des Landschaftsqualitätsprojekts um setzen wollen. Dies geschieht nach der Rückmeldung zum Projektbericht und bis spätestens Ende August des ersten Beitragsjahres. Diese Frist gilt jährlich auch für Betriebe, die im Verlauf der achtjährigen Projektperiode ins Projekt einsteigen. Die Trägerschaft erfasst sämtliche Massnahmen und reicht sie zusammen mit dem durch die Landwirtin bzw. den Landwirt unterzeichneten Vertrag (siehe oben Ziff. 4.6) beim Landwirtschaftsamt ein; 5 Die auf Grundlage eines Mandats erbrachten und von der Trägerschaft bezahlten Leistungen können vom Bund mit 50 Prozent der fakturierten und von der Trägerschaft bezahlten Kosten oder höchstens Fr. 20 000.– unterstützt werden (vgl. Art. 136 Abs. 3bis des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft [SR 910.1; abgekürzt LwG]). 6 Siehe www.landwirtschaft.sg.ch > Direktzahlungen > Landschaftsqualitätsbeiträge. 610.11 g) stellt die Projektumsetzung sicher, stellt dem Landwirtschaftsamt die für die Beitragsauszahlung notwendigen Informationen zur Verfügung und ist für das Berichtwesen zuständig. Dazu gehört auch eine jährliche Finanz planung unter Berücksichtigung der Prioritätenordnung nach Ziff. 5.6 dieses Anhangs; h) legt gemäss der Prioritätenordnung von Ziff. 5.6 dieses Anhangs die zu unterstützenden Massnahmen fest für den Fall, dass innerhalb ihres Pro jekts der Mittelbedarf Fr. 133.33 je ha LN und Fr. 88.89 je NST übersteigt; i) ist für die Information der betroffenen Akteure im Projektgebiet verantwort lich und organisiert regelmässige Treffen und den Erfahrungsaustausch; j) erarbeitet zum Ende der achtjährigen Projektlaufzeit eine Evaluation zu handen des Landwirtschaftsamtes; k) reicht dem Landwirtschaftsamt zum Ende der achtjährigen Projektlaufzeit ein allfälliges Gesuch für die Projektweiterführung ein. 8 Rolle der politischen Gemeinden 8.1 Die politischen Gemeinden können Trägerschaften auf ihrem Gebiet bei der Projekterarbeitung unterstützen. 8.2 In der kantonalen Kommission für Vernetzungs- und Landschaftsqualitäts projekte nimmt eine Vertreterin oder ein Vertreter der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) Einsitz.